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jeanette

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  • »jeanette« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: SH zwischen Lübeck und Hamburg

Vereine: nein

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1

Mittwoch, 20. September 2006, 09:48

Frage zu Gerichtsakten

Hallo,

kann mir jemand sagen, wie lange Gerichtsakten/Urteil/Beschluß vom Amtsgericht aufgehoben werden und wo diese danach hinkommen. Werden die vernichtet oder werden die archiviert?

Es handelt sich um die Jahre 1920 und 1931, könnte ich da Akteneinsicht bekommen?

Danke schon mal im voraus :D
Gruß
Jeanette

mischpochologie

Wohnort: Bayreuth

Vereine: Gesellschaft für Familienforschung in Franken

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2

Mittwoch, 20. September 2006, 13:09

RE: Frage zu Gerichtsakten

Hallo,
Gerichtsakten sind vor Ihrer Vernichtung den Staatsarchiv zum Aufbewahren anzubieten. In Bayern werden recht viele Akten übernommen. Wie dies in anderen Bundesländern gehanhabt wird, weiss ich nicht. Anlaufstelle ist zunächst das Gericht. Wenn es die Akten nicht mehr hat, kann man beim zuständigen Staatsarchiv Nachfrage halten.
Mit freundlichen Grüßen
Friedhard Pfeiffer

jeanette

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3

Mittwoch, 20. September 2006, 15:24

RE: Frage zu Gerichtsakten

Hallo,

Danke für die Auskunft. Ich habe jetzt das Amtsgericht Wiesbaden angeschrieben. Mal sehen, was die mir Antworten.
Gruß
Jeanette

mischpochologie

Gerda

Mitglied

Wohnort: D-Schleswig-Holstein

Vereine: Genealogische Gesellschaft Hamburg

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4

Mittwoch, 20. September 2006, 19:08

Hallo Jeanette,

nach heutigem Stand sind die Aufbewahrungsfristen 20, 25 oder 30 Jahre beim Gericht selbst.

Sofern eine Akte noch beim Gericht archiviert ist, ist eine Akteneinsicht beim zuständigen Präsidenten bzw. Direktor zu beantragen.

Für Gerichtsakten, die Strafsachen betreffen, ist die aktenaufbewahrende Stelle die Staatsanwaltschaft, d.h. die Gerichtsakten werden nach Abschluß des Verfahren dorthin zurückgesandt.

Viele Grüße
Gerda
Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern (André Malraux)
Familienforschung in S-H und Nds http://www.hps4u.net/members/wittencramme

jeanette

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5

Mittwoch, 20. September 2006, 21:41

Danke Gerda, ich warte jetzt ersteinmal die Antwort vom Amtsgericht ab. Eine Strafsache ist es nicht.
Gruß
Jeanette

mischpochologie

Mona205

unregistriert

6

Freitag, 29. September 2006, 22:09

Bei Nachlasssachen beträgt die Aufbewahrungsfrist für
Testamentsakten 100 Jahre komplett (bisher war es Dauernd)
Bei Erbscheinsakten etc. beträgt die Aufbewahrungsfrist 30 Jahre (Erbscheine, Ausschlagungen und ähnlich Urkunden sind auszuschließen und 100 Jahre aufzubewahren).

Die Aufbewahrungsfristen, bezogen auf die Gesamtakte, variiert von Abteilung zu Abteilung.


LG
Mona

MaikNeubert

unregistriert

7

Sonntag, 1. Oktober 2006, 08:55

Hallo,

also Gerichtsakten in Großenhain/Sachsen sind leider von 1950 nicht mehr im Archiv zu finden gewesen nur im Gerichtsbuch stand etwas dazu drin. Aber leider war es nur Datum, Name des Verurteilt, Urteil und das Verbrechen.

Liebe Grüße

Maik aus Jena

jeanette

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8

Sonntag, 1. Oktober 2006, 13:43

Hallo,

nochmals vielen Dank für die Antworten.

Wie schon vorher geschrieben handelt es sich um Köln und Wiesbaden.
Keine Strafsache sondern Nachlass- und Scheidungsakten
Gruß
Jeanette

mischpochologie

rosaria

Mitglied

Wohnort: Nordhessen

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9

Montag, 27. Oktober 2008, 19:06

Hallo Jaenette,

wie ist denn die Antwort des Amtsgerichts ausgefallen? (Auch wenn es schon eine Weile her ist.)

Ich habe ein ähnliches Probelm und würde gern ein Scheidungsurteil aus 1943, Vormundschaftsakten aus 1945 und später und evtl. Nachlassakten aus dieser Zeit einsehen.

rosaria