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Seve2110

unregistriert

1

Freitag, 16. Januar 2009, 16:27

Bilder meiner militärischen Vorfahren

Hallo,

ich habe noch Bilder von meinen Vorfahren.
Ich hoffe ihr könnt mir anhand der Bilder ein paar Informationen geben.

Mein Ur-Ur-Großvater (*1876)


Der rechte ist er. Auf diesem Bild trägt er ja einen Helm mit Horn und soweit ich weiß wurden diese Helme 1915 abgeschafft.
Beide Bilder sind auch noch auf Pappe.

Und das zweite Bild aus dem 1. Weltkrieg

Auf diesem Bild ist unteranderem mein Ur-Großvater(*1898). Er ist der in der zweiten Reihe der dritte von Links.
Auf der Rückseite steht etwas von einem Fotograf in Wesel.
Den Wikipedia Artikel über Minenwerfer habe ich übrigens schon gelesen.

:danke: für jeden Beitrag
Gruß
Severin

Jensus

Mitglied

Wohnort: Deutschland, Hessen

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2

Freitag, 16. Januar 2009, 17:01

Hallo Severin,
sind bei den zwei Einzel-Portraits weiter Angaben möglich, wie z.B. Aufdruck eines Fotoateliers und Ortsnamen?
Ist evtl. noch etwas auf der Schulterklappe zuerkennen (z.B. ein Zahl oder ein Monogram)?

Bei dem Gruppenbild ("Minenwerfer"); kannst Du uns bitte schreiben was alles auf der Tafel steht. Es handelt sich
vermutlich um eine Feldpostkarte, ist auf der Rückseite ein Stempel oder Sonstiges noch darauf?

Generell wäre es auch nützlich zu wissen, in welcher Stadt/Gemeinde Dein Grossvater im wehrfähigen Alter lebte
(zumindestens den Geburtsort).

Da er auf den ersten zwei Bildern der Orden: Centenarmedaille trägt, dürfte er vor dem 22. März 1897 schon
beim Militär gewesen sein. http://de.wikipedia.org/wiki/Centenarmedaille
^^ Gruss Jens

Seve2110

unregistriert

3

Freitag, 16. Januar 2009, 19:54

Hallo Jens,

danke für deine Antwort.
Mein Ur-Ur-Großvater (Bild 1&2) wurde geboren in Sprockhövel und lebte zur seiner Wehrzeit in Witten.
Mein Ur-Großvater (Bild 3) müsste 1917 in Dortmund gelebt haben, wo er auch geboren wurde. Ansonsten käme nur Witten in Frage, allerdings ist Dortmund aufgrund des Jahres wahrscheinlicher.

Das Gruppenbild könnte eine Karte seien, wurde aber nicht beschrieben,geschweige denn abgstempelt.
Es steht nur drauf Hofphotograph Alfr. Frankfurter,Kaldenbergstr. 6 Wesel
Vorne auf dem Schild müsste stehen:
Minen=Werfer
der Pionen des Batl. [Bataillon] No 35
Friedrichsfeld
1917

Zum 1. Bild würde ich sagen da ist nur ein goldener Knopf auf der Schulter.
Zurzeit habe ich aber nicht die originale, so das ich da nocheinmal nach schauen werde.

Außerdem würde mich intressieren ob man diese Centerarmemedaille behalten durfte, oder nur an seiner Uniform tragen durfte.

Gruß
Severin

Jensus

Mitglied

Wohnort: Deutschland, Hessen

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4

Freitag, 16. Januar 2009, 20:44

Hallo Severin,
bei den ersten beiden Bildern von Deinem Ur-Urgrossvater dürfte es sich (vermutlich) um einen Infanteristen handeln???
Für die Region Witten und Dortmund war damals das VII. Armee-Korps zuständig. Und da wären einige Regimenter möglich.
Generell sollte schon etwas auf den Schulterklappen stehen, ist vielleicht nur in einer starken Vergrösserung zusehen!?!
Guter Hinweis sind halt oft die Ortsangaben des Fotoateliers, die meisten Fotos wurden damals in der Garnisonsstadt gemacht.
Schaue Dir am besten die original Bilder nochmal genau an!

Beim dritten Bild (Friedrichsfeld ist ein Ortsteil von Voerde im Kreis Wesel) könnte es sich evtl. um die Minenwerfer-Abteilung
des (3. Württembergische) Pionier-Bataillons Nr. 35 (Garnison Brehlow im Münster-Lager bei Münster in Westfalen) handeln.

Und noch zu Deiner Centerarmemedaillen Frage; ja der Beliehene durfte sie behalten und auch privat zu bestimmten
Feierlichkeiten (zivil) tragen. Es gab sogar spezielle Ordensspangen (Frackspange) für die nicht militärische Bekleidung.

^^ Gruss Jens


hier noch 'nen paar Infos zum 3. Württembergische Pionier-Kompagnie Pionier-Bataillons Nr. 35:
8. April 1915: Aufstellung als Infanterie-Pionier-Kompagnie Nr. 5 „Schmelzer“ aus den Infanterie-Pionieren der Reserve-Infanterie-Regimenter Nr. 246,247 und 248 zur Bedienung der „neuen Munition“ (Gas).
10. Mai 1915: Die Kompagnie wird 3. Kompagnie des neu aufgestellten Pionier-Regiments Nr. 35.
21. November 1915: Die Kompagnie erhält die Bezeichnung „3. (Württembergische) Kompagnie Pionier-Regiments Nr. 35“.
1. September 1917: Nach Auflösung des Pionier-Regiments Nr. 35 zum 31. August 1917 erhält die Kompagnie die Bezeichnung „3. (Württembergische) Kompagnie Pionier-Bataillons Nr. 35“.
23. Dezember 1918: Beginn der Demobilmachung in Ulm an der Donau.


Feldzüge und Gefechte:
15. Mai bis Ende Mai 1915:
Einsatz östlich und südöstlich Ypern:
Gasangriff am 23. / 24. Mai 1915.
Anfang Juni bis 26. Juli 1915:
Einsatz in den Argonnen bei Binarville:
Vorbereitung eines Gasangriffes bei Binarville (bis 8. Juni 1915). Der Angriff wird wegen ungünstiger Windverhältnisse nicht ausgeführt.
Ausbildung am Flottenatmer (Sauerstoffapparat) in Challerange und Stellungsbau im Dieusson-Moreau-Tal.
27. Juli 1915:
Verlegung auf den östlichen Kriegsschauplatz zur Vorbereitung eines Gasangriffes gegen die Festung Lomsha bei Stawiski. Der Angriff findet
nicht statt, da der Gegner am 7. August 1915 abzieht.
Mitte August 1915 bis Ende Mai 1916:
Verlegung zur 29. Infanterie-Division östlich Reims mit Aufenthalten in Johannisburg in Ostpreußen und bei Antwerpen.
Einsatz bei Hautrégiville (Pont Faverger) zur Abwehr eines erwarteten französischen Angriffes:
Gasangriffe bei Pont Faverger durch Abblasen am 19. und 29. Oktober 1915.
Gasangriff durch Abblasen bei Montfaucon am 26. November 1915.
Gasangriff bei Péronne im Januar 1916.
Gasangriff bei Liaucourt am 21. Februar 1916.
Einbau von Flaschenbatterien südlich St. Souplet Anfang März 1916. Die Kompagnie wird wegen ungünstigen Windes vom 23. März bis 9. April 1916
der 17. Infanterie-Division bei Bémont zu Schanzarbeiten zur Verfügung gestellt.
Gasangriff bei St. Souplet am 19. Mai 1916.
Ende Mai bis Anfang Dezember 1916:
Verlegung auf den östlichen Kriegsschauplatz in den Abschnitt östlich Smorgon – Baranowitschi:
Gasangriff bei Smorgon am 2. Juli 1916.
Gasangriff bei Smorgon am 2. August 1916.
Gasangriff gegen die russischen Stellungen an der Schtschara bei Baranowitschi am 3. September 1916.
Gasangriffe an der Schtschara am 6 Oktober und 28. November 1916.
Anfang Dezember 1916 bis Juli 1917:
Verlegung auf den westlichen Kriegsschauplatz nordöstlich Reims:
Bau der Abblasstelle bei Epoye.
Gasangriff bei Epoye am 31. Januar 1917.
Vorbereitung eines Angriffes bei Thiaucourt südwestlich Metz.
Gasangriffe bei Thiaucourt am 7. April und 1. Juli 1917.
Juli bis Mitte September 1917 :
Verlegung nach Machalt bei Reims zur Umorganisation der Pionier-Regimenter Nr. 35 und 36.
Mitte September bis Anfang Oktober 1917:
Ausbildung am neuen Gasgerät bei Sedan.
Anfang Oktober bis November 1917:
Verlegung an die Isonzo-Front und Unterstellung unter die 22. k. u. k. Schützen-Division:
Gasminenangriff bei Flitsch am 24. Oktober 1917.
November 1917:
Verlegung an den westlichen Kriegsschauplatz in den Raum südlich Dieuze:
Gasminenangriff bei der 1. bayerischen Landwehr-Division bei Réchicourt am 6. Dezember 1917.
Gasschießen bei der 48. Landwehr-Division südlich Leintrey am 28. Dezember 1917.
Gaswerferangriffe bei der 4. bayerischen Infanterie-Division südlich Thiaucourt am 26. Januar und 15. Februar 1918.
Gaswerferangriffe bei der 78. Reserve-Division südwestlich Thiaucourt am 22. Februar und 1. März 1918.
März bis April 1918:
Verlegung nach St. Quentin zur Teilnahme an der großen Frühjahrsoffensive:
Gaswerferangriff bei Gauchy am 21. März 1918.
Gaswerferangriff auf die Südvorstadt von Chauny am 6. April 1918.
Mai 1918 bis Ende September 1918:
Heranziehung zur Offensive auf Reims:
Gaswerferangriff auf Courcy am 2. Mai 1918.
Gaswerferangriff mit Sprengminen auf das Grabensystem bei Courcy am 6. Mai 1918.
Gaswerferangriff gegen den Aisne-Marne-Kanal am 27. Mai 1918.
Gasminenangriff auf Reims am 18. Juni 1918.
Gaswerferangriffe in Dixmuiden am 15. und 17. September 1918.
Ende September bis 11. November 1918:
Zuteilung zum Marinekorps und zur 14. und 16. bayerischen Infanterie-Division zu Sprengungen beim Rückzug und zum Stellungskampf in Flandern.

Heimkehr:
11. November bis 15. Dezember 1918: Rückmarsch durch Belgien bis Lüttinghausen in Westfalen.
21. bis 23. Dezember 1918: Rücktransport per Bahn nach Ulm an der Donau.
Oberleutnant d. L. Hermann (vom bayer. Reserve-Feld-Artillerie-Regiment Nr. 5).

Literatur: Oberstleutnant L. Knies:
„Das württembergische Pionier-Bataillon Nr. 13 im Weltkrieg 1914–1918“, Chr. Belser A.G., Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1927

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Jensus« (16. Januar 2009, 21:06)


Seve2110

unregistriert

5

Sonntag, 18. Januar 2009, 21:56

Hallo Jens & Mitleser,

danke für die Infos.
Ich habe die Originale nun und zusätzlich noch zwei weitere Bilder.




Hier sieht man deutlich auf den Schulterklappen eine 12 stehen, außerdem erkennt man das er die Centerarmemedaille noch nicht trug. Zusätzlich fehlt dieses "Band" links.
Der kleine Mann hier im Bild dürfte Kaiser Wilhelm II seien.

Auf dem im ersten Beitrag obrigen einzel Bild meine ich schwach eine 13 auf der Schulterklappe zu lesen. Außerdem trägt er auf diesem Bild links eine Spange/Abzeichen (ca. zwischen obersten und vorletzten Knopf).

Auf der Rückseite zweier einzelt Bilder steht:
Mörchingen
Dieuze & Saarbug
Photographie Bruese
Metz Rattenthurmstrasse 8
Diedenhofen

Meine Opa sagte mir das mein Ur-Ur-Großvater wohl in Metz[heute wohl Frankreich] gedient hatte.

Auf der Rückseite des Bild mit seinem Kameraden steht auf der Rückseite Zum Andenken an den letzten Pratoliendienst in Mörchingen.
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Hier dann noch ein Einzelbild meines Ur-Großvater von dem Gruppenbild:

Auf den Schultern könnte eine 6 stehen, dies erkennt man aber nur sehr schwer und nur auf dem Original.
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Hier dann noch ein anderer Ur-Ur-Großvater im 1. Weltkrieg:

Auf einer Feldpost stand als Absender:
Wehrmann Herm. Wierz
2. Res. Comp. P.B. 7 [P.B. = Panzerbataillon oder Panzerbrigade]
14. Res. Div. VII Res. ar C

Aber meine eigentliche Frage dazu ist, ob mir jmd. sagen was er da für eine Sprosse[oder was es auch ist] trägt.


Gruß
Severin

Jensus

Mitglied

Wohnort: Deutschland, Hessen

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6

Sonntag, 18. Januar 2009, 23:09

Hallo Severin,
ah - super! Das kolorierte Bild ist (so zusagen) Gold wert! ^^, aber bist Du Dir sicher das auf der blauen Schulterklappe ein rote "12" steht, könnte es
evtl. eine "13" sein!? Dann könnte er beim Infanterie-Regiment Herwarth von Bittenfeld (1.Westfälisches) Nr.13 aus Münster gewesen sein.
... oder evtl. doch ein "17" ?!? Da das IR17 den Armeekorps um ca. 1900 wechselten, kann natürlich sein das die davor blaue Schulterklappen hatten!???
Bitte scanne nur mal die Schulterklappe gross ein und stelle das Detailbild bitte hier noch rein! ist auf dem bunten Bild ein Foto-Atelier mit Adresse angegeben?!?

Auf dem anderen Bild steht oben etwas zum: Infanterie-Regiment Graf Barfuß (4. Westfälisches) Nr.17 aus Mörchingen (Lothringen) http://wiki-de.genealogy.net/IR_17
(bzw. von 1890 Saargemünd, Forbach und ab 1893 in Mörchingen und das II. Bataillon & III. Bataillon bis 1894 in Forbach.)
Die hatten grüne Schulterklappen mit einer roten "17" drauf. Das IR17 war bis um 1900 noch dem XVI. Armeekorps unterstellt, daher dürfte der kleine kleine Mann
im Bild nicht Kaiser Wilhelm II - sondern der kommandierende General Gottlieb von Haeseler (XVI. Armee-Korps aus Metz/Lothringen) sein.
Auf dem schwarz/weiss Bild trägt er an der Einzel-Spange die Centerarmemedaille und "über" die Schulter ein Schützenschnur.
Hier ein paar Infos zur Schützenschnur (auf folgender Seite im letzten Drittel): http://www.erstes-garderegiment.de/Schiessplatz.htm
Der Knopf am Kragen, bedeutet das er zu dem Zeitpunkt schon zum Gefreiten befördert wurde.


Zu dem Bild Deines Ur-Ur-Großvater aus dem 1. Weltkrieg, dürfte es sich um einen Pionier im Mannschaftsrang handeln, am Knopfloch
trägt er (vermutlich) das Band zum Eisernen Kreuz 2. Klasse.
2. Res. Comp. P.B. 7 = 2. Reserve Kompanie Pionier-Bataillon Nr.7 http://wiki-de.genealogy.net/PB_7
... die gehörten zur 14. Reserve-Division (hier die Kriegschronik): http://www.1914-18.info/erster-weltkrieg…vision&start=10


Zu dem Einzelbild Deines Ur-Großvater (von dem Gruppenbild), hast Du da noch weitere Angaben, kam er auch aus der Region?
Auf jeden Fall trägt er die Feldgraue Bluse, die es erst ab 1915 gab.

^^ Gruss Jens

p.s.: ungefähr so könnte die Ordensspange ausgesehen haben, dazu gab es auch eine Verleihungs-Urkunde.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Jensus« (19. Januar 2009, 00:27)


Seve2110

unregistriert

7

Donnerstag, 22. Januar 2009, 19:51

Hallo Jens,

ich danke dir vielmals für die ganzen Infos.

Zu meinem Ur-Großvater vom Gruppenbild:
Ja, also er wurde 1898 in Dortmund geboren, war 1917-18 eingezogen [laut Aussage meines Opas] . Zu dieser Zeit lebte er höchstwahrscheinlich in Dortmund, ansonsten käme nur Annen bzw. Witten in Frage.

Zu meinem Ur-Ur-Großvater:
Ich war fest davon überzeugt das es eine 12 ist, allerdings habe ich es abfotografiert, schaue mir das Bild und sah eine 17 8|
Mein Vater sieht auf linken eine 17 und auf der rechten eine könnte es 12 oder 17 seien :P
Also könnte 17 doch möglich sein.
Aber hier das Bild:
Beide klappen(laden dauert etwas)
Eine klappen (laden dauert etwas)
Leider steht auf der Rückseite gar nichts.

Allerdings meine ich auf dem ersten Bild wäre noch etwas auf höher der Centerarmemedaille, allderings auf der linke Seite.

Könnte man irgendwo Sachen anforden ?
WASt ist ja eher zweiter Weltkrieg. Lohnt sich eine Anfrage auf Daten zum ersten Weltkrieg ?

Gruß
Severin

Jensus

Mitglied

Wohnort: Deutschland, Hessen

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8

Freitag, 23. Januar 2009, 00:38

Hallo Severin,
prima - danke für die Vergrösserung, ist (meiner Meinung nach) klar ein "17" (*), damit war er definitiv beim
Infanterie-Regiment Graf Barfuß (4. Westfälisches) Nr.17 aus Mörchingen (Lothringen). http://wiki-de.genealogy.net/IR_17
Hier findest Du die Regimentsgeschichte von 1906 als kostenfreien Download einer PDF-Datei: http://www.mediafire.com/?cxzl9nj9zxv
(Du musst links oben auf das Feld: "Click here to start download." klicken - dann kannst Du das PDF laden.)

Was meinst Du mit- "da wäre noch etwas links oberhalb der Centerarmemedaille", ehrlich gesagt ich sehe da nix!
Evtl. kannst Du davon auch eine Vergrösserung einstellen - von dem was Du meinst!?!

Und noch zu Deinem Ur-Großvater vom Gruppenbild, wenn keine Nummer oder Monogram auf der Schulterklappe
zu erkennen ist - kann man leider dazu nichts sagen! Das Bild ist erst nach 1914 entstanden (Feldgraue Bluse Modell 1915)
Einige Pionier-Bataillone hatten während des 1. Weltkrieges schwarze Schulterklappen ohne Nummern. Auch
Krankenträger hatten manchmal keine Nummer darauf. Aber das ist alles sehr spekulativ - wird man vermutlich
leider so nicht mehr gesichert heraus bekommen! Für die Region Dortmund war das VII. Armee-Korps zuständig,
mehr kann ich leider dazu nicht sagen!

Ob sich eine Anfrage bei der WAST lohnt - weiss ich nicht! Können Dir weitere Forenmitglieder besser beantworten!
^^ Gruss Jens

p.s.: (*) hier noch ein "Zahlen"-Beispiel einer Schulterklappe des Infanterie-Regiment Nr.74,
die Zahl "7" wurde recht verschnörkelt gestickt - vergleichbar mit der "17" vom Foto.

Svenja

Moderatorin

Wohnort: Kanton Luzern, Schweiz; Herkunft: Kanton Zug, Schweiz

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9

Freitag, 23. Januar 2009, 17:34

Hallo Severin

Meines Wissens lohnt sich eine Anfrage bei der WASt nicht, denn diese hat keine
Personalunterlagen (Stammrollen) aus dem ersten Weltkrieg. Nur wenn man einen
Angehörigen der Marine sucht, kann man bei der WASt fündig werden. Die Stammrollen
der preussischen Armee vor und während des ersten Weltkriegs wurden leider bei
der Bombardierung des betreffenden Archives in Berlin im 2. Weltkrieg vernichtet.

Gruss
Svenja
Geschichten zu meinen Vorfahren und auf den Spuren der ITEN-Familien in den USA.
http://iten-genealogie.jimdo.com/
Mit Linklisten: Auswanderung, Kriegsschicksale, Deutsche Ostgebiete, jüdische Genealogie.

Seve2110

unregistriert

10

Sonntag, 8. März 2009, 20:23

Schuldigung für die späte Antwort aber mir fehlte Zeit und dann geriets in Vergessenheit.

Hallo Jens,

vielen dank nochmal für alles.

Bei meinem Ur-Ur-Großvater ist wohl doch nichts über der Centerarmemedaille. Außer ein Fleck oder so.

Zu meinem Ur-Großvater kann ich nur sagen:
Auf den Schultern könnte eine 6 stehen, dies erkennt man aber nur sehr schwer und nur auf dem Original.
Eine Anfrage bei der WASt werde ich machen, da er auch im zweiten war.


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Hallo Svenja,

ist ja wirklich schade.
Danke aufjedenfall für deine Information.

Gruß an euch beide
Severin
-------------------
Hier noch ein anderer Ur-Großvater:

Das Regiment weiß ich.
Hierbei will ich eigentlich nur wissen wofür dieses V ähnliche auf dem Ärmel steht.
Ist es Unteroffizier oder muss es für einen Unteroffizier doppelt bzw. dicker seien ?

Gruß
Severin

11

Montag, 9. März 2009, 05:01

Hallo Severin!

Ich will dem guten, alten Jens nichts vorwegnehmen, er hatte Dich ja die ganze Zeit in "Behandlung", aber wo ich gerade wach bin... Der Winkel ist das Fechtabzeichen 1.Klasse. Es besteht aus enem Winkel aus Borte, Schnur oder Tresse. Es ist eine Auszeichnung für Kavalleristen. 2. oder 3. Klasse besteht aus 2 bzw. 3 Winkeln. Die vierfache Auszeichnung ein Winkel aus Tresse. Für weitere Auszeichnungen gab es neben der Trssse weitere Borten.

Seve2110

unregistriert

12

Sonntag, 15. März 2009, 16:26

Hallo Andres,
danke für die Information.

Gruß
Severin