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1

Donnerstag, 26. April 2012, 16:30

Namensgebung bei illegitimen Kindern

Hallo,

kennt jemand Beispiele oder Nachweise, dass manchmal uneheliche Kinder von Adeligen den Familiennamen des Vaters ohne Adelsprädikat und dem Zusatz -er bekommen haben ?

Beispiel
Vater: Herzog X. von Württemberg
Illegitimer Sohn: Y. Württemberger

Danke für Euer Feedback.

Gruss Honi

Roswitha

Mitglied

Wohnort: 37130 Gleichen

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2

Donnerstag, 26. April 2012, 18:47

Hallo Honi,

diesen Fall hatte ich schon, allerdings handelt es sich bei meinen Vorfahren nicht um Hochadel.

Ernst von Bülow ließ am 27.10.1774 in Herzberg/Harz ein uneheliches Kind taufen. Das Kind erhielt den Namen Johanna Dorothea Elisabeth Bülow.

Leider habe ich den Ernst von Bülow in den umfangreichen Ahnenlisten der Familie von Bülow nicht gefunden. Er hatte sicher mehrere Vornamen.

Viele Grüße
Roswitha
Auf Dauersuche nach dem Namen Creutzburg, Creuzburg, Kreuzburg oder Kreutzburg.

Hina

Moderatorin

Wohnort: Skive, Danmark

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3

Freitag, 27. April 2012, 11:17

Hallo Horni,

es gibt sogar ein Register der anerkannten Bastarde des Hochadels. Irgendwie finde ich es gerade nicht. Ich glaube, es war ein spezieller Band der Europäischen Stammtafeln, in dem die Bastarde verzeichnet sind.

Solche Fälle gab es natürlich. Das setzte aber immer voraus, dass es auch vom Vater anerkannte uneheliche Kinder waren. Die Mutter selbst konnte das nicht einfach entscheiden. Waren es keine anerkannten Kinder, so bekamen sie den Namen der Mutter, was aber auch bei vielen anerkannten Kindern geschah. Bekam das Kind den Namen des Vaters ohne Adelskennzeichen, so waren es in der Regel tatsächlich engere familiäre Beziehungen und nicht einfach nur ein "Zufallstreffer". Damit erscheint dann aber auch im KB der Name des Vaters. In der Regel wurden die auch testamentarisch erwähnt. Auf diese Weise kann man eigentlich ganz gut unterscheiden, zwischen Namensgleichheiten, ähnlichen Herkunftsnamen (also wenn der Suffix -er dabei steht) und tatsächlicher Abkunft.

Viele Grüße
Hina
"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann

4

Freitag, 27. April 2012, 12:04

Hallo Honi,

auch in meinem Stammbaum findet sich ein solcher Fall - Vater ist Mordian von Meschede vom Schloss Alme (heute zu Brilon gehörend) - Mordian bekannte sich zu seinen drei Kindern mit Lischen Schorenberg im Testament:
"Dieweill ich auch mit meiner beihabennder hauszhalterin und verwahrerin Lischenn Schorennbergh drey Kinder, alsz Gerhardt, Clara vnd Catharina geheissenn, erzeugt so noch umbestadlet, vnnd damit selbige mitderzeitt bey guteleiithe fand desto füeglicher zu ehrenn gebracht werden mügenn gebe legire vnnd verschaffe ich ihnenn....."

Bei den drei Kindern war der Familienname - ohne "von" - Meschede

Wobei Lischen Schorenberg möglicherweise auch schon die uneheliche Tochter oder Nachfahrin eines "von Schorenberg", bzw. ebenfalls übliche Bezeichnung "von Schorlemmer" sein könnte. Dies herauszufinden wird wohl schwierig - z. Zt. suche ich nach einer Druckschrift über genannte von Schorlemmer und deren Stamm.

Freundliche Grüße

Jürgen

5

Montag, 30. April 2012, 10:46

Hallo,

danke für Eure interessanten Antworten.

Gruss,
Honi