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1

Donnerstag, 15. März 2018, 15:37

Feldpost-Nr.

Hallo zusammen,

ich habe die Feldpost-Nr. meines Großvaters gefunden, kann mir das noch irgendwelche zusätzlichen Erkenntnisse bringen? Auskünfte von der WASt habe ich schon.

Herzliche Grüße,
Micha

2

Donnerstag, 15. März 2018, 16:29

Hallo Micha,
schau mal hier: http://www.forum-der-wehrmacht.de/index.…chl%C3%BCsseln/
Gruß - Detlef

JuergenP

Mitglied

Wohnort: Niedersachsen

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3

Donnerstag, 15. März 2018, 18:15

Moin Micha,

mit der Feldpostnummer kannst Du die Einheit eines Soldaten bestimmen, sofern dafür auch ein Datum vorliegt. Die Zuordnung der Feldpostnummern zu den Einheiten hat sich im Laufe des Krieges mehrfach geändert.
Wenn Du uns die Nummer und ein entsprechendes Datum mitteilst, dann läßt sich für den Zeitpunkt die Einheit bestimmen.
Ob es in Bezug auf die WASt-Erklärung neue Erkenntnisse gibt, wird sich dann zeigen.

Herzliche Grüße Jürgen

4

Mittwoch, 21. März 2018, 09:40

Hallo Detlef, danke schön!

Hallo Jürgen,

vielen Dank für das Angebot. Die Nummer ist 18823, datiert auf Weihnachten 1943. Die Karte ist von der Kriegskameradschaft im Heimatort und zeigt einen Schnappschuss mit den Eltern meines Großvaters im Garten, mit blühenden Rosensträuchern. Die Karte macht den Eindruck, als sei sie nie abgeschickt worden. Müsste da nicht irgendeine Marke drauf sein?

Herzliche Grüße,
Micha

P.S. Habe jetzt auf der Seite Axishistory.com folgendes gefunden:
18823
(Mobilmachung-1.1.1940) 6. Kompanie Polizei-Infanterie-Regiment 1
(2.1.1940-27.4.1940) 6. Kompanie Polizei-Infanterie-Regiment 1
(Polizei-Division)
(2.1.1940-27.4.1940) gestrichen, wurde Fp.Nr. 16982 C
(12.7.1941-26.1.1942) Stab u. 1.-5. Kompanie Feldersatz-Bataillon
IV/8, u. gestrichen,
(15.7.1942-24.1.1943) 18. Fernsprech-Instandhaltungs-Kompanie 651.
Keine Angaben nach diesem Datum.

Bei der 18. Fernsprech-Instandhaltungs-Kompanie 651 war er laut WASt vom 15.9.1942 bis zum 30.8.1944.


P.P.S. Kann man herausfinden, wo 1944 das Kriegslazarett 4/602 war?

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »M.I.F.E.« (21. März 2018, 10:07)


AhnenMJ

Mitglied

Wohnort: Großraum Wesel

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5

Mittwoch, 21. März 2018, 13:11

Hallo Micha.

Feldpostnummer Suche beim DRK
http://193.159.223.62:8081/vbl/Index.aspx

1. Zeile: Familienname, Vorname
2. Zeile: Beruf
3. Zeile: Geburtsdatum, LND-Buchstabe
3. Zeile des Eintrages ein Stern zwischen Geburtsdatum und LND-Buchstabe. Dieses deutet auf Kriegsgefangenschaft hin. LND = C = Vermißtenregistrierung
4. Zeile: beheimatet 1939
5. Zeile: Dienstgrad, Zusatzbuchstabe zur Feldpost-Nr.
6. Zeile: Ort und Zeit der letzten Nachricht

Beispiel wie es weiter gehen könnte.
Suche per Standortname
z.B. Breslau
wäre KD 140 und KK 66
oder
Suche per Lagernummer
Buch ??
Seite ???
Dort stehen andere Soldaten die ihn vielleicht kannten.

oder auch
Feldpost Nr abrufen bei http://www.photo-war.com/ru/

Viel Glück.
LG Ahnenmj                

6

Mittwoch, 21. März 2018, 14:08

Hallo,

das ist sehr hilfreich! Anhand der Vermisstenlisten kann ich ungefähr nachvollziehen, wo er in dem Zeitraum gewesen sein muss.
Danke!

Micha

JuergenP

Mitglied

Wohnort: Niedersachsen

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7

Mittwoch, 21. März 2018, 20:19

Moin Micha,

einiges hast Du ja nun schon selbst herausgefunden, ein paar ergänzende Daten habe ich noch.

Die Feldpostnummer 18823 wurde irgendwann zwischen dem 15.07.1942 und dem 24.01.1943 an die 18. Fernsprech-Instandsetzungs-Kompanie 651 vergeben und behielt bis zum Ende des Krieges diese Zuordnung.
Diese Kompanien waren für die Unterhaltung und Instandsetzung mehrerer tausend Kilometer Drehkreuzlinien und Blankdrahtlinien zuständig (Fernsprechleitungen). Sie wurden dezentral eingesetzt, was eine Zuordnung zu bestimmten Gebieten recht schwierig macht.
Für die 18. (Fe.Inst.) / 651 gibt es folgende Hinweise:
Aufgestellt am 15.07.1942 beim Oberkommando des Heeres / Heeresnachrichtenwesen.
Am 26.11.1944 taucht die Einheit beim Nachrichtenregiment z.b.V. 597 (Abteilung 687) auf.
Das Regiment war 1942 bei der Heeresgruppe Mitte (Smolensk, Gomel, Brjansk) und 1945 in der Achse Nord und Mitte zu finden, zuletzt in Neubrandenburg.
Die Nachrichtenabteilung 687 gehörte zum Ende des Krieges zur Heeresgruppe Weichsel mit Sitz in Feldberg.
Mehr konnte ich zumindest für den Moment nicht zu der Einheit finden.

Die von den Angehörigen 1950 an das DRK gemeldeten vermißten Soldaten dieser Einheit finden sich in der Vermißtenbildliste Band FK Seite 450 und 451.

Dann ist da noch die Frage nach dem Kriegslazarett 4/602:
Die Kriegslazarett-Abteilung 602 wurde am 14.01.1941 in Leipzig mit 2 Kriegs- und 2 Leichtkranken-Kriegslazaretten aufgestellt und der Deutschen Heeresmission Rumänien unterstellt. Danach Unterstellung der 12. Armee (Heeresgruppe E) und 1944/1945 der Heeresgruppe E.
Letzte bekannte Standorte: Stab/602 Gmunden, 1/602 Oschatz, 2/602 Heidelberg, 3/602 Böhmen und 4/602 Zeithain.

Soviel zu den mir bekannten Daten.

Herzliche Grüße Jürgen

8

Mittwoch, 21. März 2018, 21:09

Hallo Jürgen,

vielen dank für diese Informationen!
Wo findet man eigentlich solche Infos wie die über das Kriegslazarett? Ich nehme an, es gibt Fachliteratur?
Mein Großvater war ab Juni 44 drei Wochen in dem Lazarett 4/602 und ist dann über eine weitere Station ins Res. Laz. Uelzen geschickt worden, wo er bis September blieb.
Wenn ich Fotos von dem Lazarett in Uelzen suchen wollte, wo müsste ich da schauen?

Viele Grüße,
Micha

JuergenP

Mitglied

Wohnort: Niedersachsen

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9

Mittwoch, 21. März 2018, 22:01

Moin Micha,

ja, die Informationen stammen aus Fachbüchern. Eines der wichtigsten Werke für den Einstieg zur Suche ist der sogenannte Tessin oder ausführlich:
"Georg Tessin, Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939-1945" Das sind 17 Bände in 20 Büchern. Wenn man dann intensiver sucht und nicht auf Primärquellen verzichten will, dann braucht man Kriegstagebücher und Aufzeichnungen aus dem Militärarchiv oder dem amerikanischen NARA.
Wo man Fotos findet, kann ich so allgemein nicht sagen, wenn man Glück hat, findet man Fotos in diversen Sammlerforen oder bei Online-Auktionen. Manchmal wird man auch bei Ortschronisten oder in lokalen Archiven fündig.

Herzliche Grüße Jürgen