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Trecin

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1

Dienstag, 21. August 2018, 23:20

Verzwickte Konstellation

Hallo,

ich habe vor kurzem angefangen die Vergangenheit meiner Familie zu erforschen. Nach Ausschöpfung des Wissens der noch lebenden, der Friedhöfe und alten Sterbebildern bin ich nun dazu übergegangen - bisher bei "einem Ast" - Kirchenbücher zu Rate zu ziehen.

Was teilweise auch sehr gut funktioniert. Ich habe die Taufe meines Uropas gefunden (Geburtsort [Anzenkirchen] und -datum waren bekannt).

Dadurch bin ich dann auf meinen Ur-Uropa und meine Ur-Uroma gestoßen und konnte durch den Hochzeits-Eintrag (in Anzenkirchen) der beiden weitere Infos ziehen. (Ich habe also Namen der Eltern und die Geburtsdaten der beiden Ur-Ur's und deren Wohnort)

Und dann gibts die ersten Probleme und ich hoffe ihr könnt mir Tipps oder Hinweise geben.

Mein Ur-Uropa war ein uneheliches Kind und obwohl ich alle in Frage kommenden Kirchenbücher, d.h. die im Umkreis von 30km (Radius) durchforstet, finde ich aber keinen Taufeintrag von ihm.
Bei der Eheschließung trug er den Namen der Mutter - also sollte der auch so getauft worden sein oder?
Kann es auch sein dass Kinder früher nicht getauft wurden - aber dann trotzdem kirchlich heiraten konnten?!?

Und mein zweites Problem ist - bei folgenden vorhandenen Daten: die Eltern meines Ur-Uropas waren Köck Peter, Bauerssohn v. Rotthalmünster u. Bachinger Anna ledig Bauerst[ochter].
Ich habe dann in Rotthalmünster und nahen Umgebung (8km Radius) nach den entsprechenden Namen gesucht und wurde auch fündig.

Zu verifizieren ob es sich dabei jedoch um die "richtigen" handelt - hier würde mich interessieren was ihr empfehlen würdet oder ob es hier keine Möglichkeit mehr gibt, Sicherheit zu haben.
Ich habe bisher nur rausgefunden, dass die Mutter (geb. 1819) des Ur-Uropas 12 Jahre nach dessen Geburt (1842) in Anzenkirchen geheiratet hat (1854) - was insoweit würde, als dass mein Ur-Uropa 1872 in Anzenkirchen gewohnt und geheiratet hat (bestätigt durch Kirchenbucheintrag).


Ich hoffe ihr versteht was ich geschrieben habe, denn für mich ist es klar aber ich befasse mich ja auch seit ein paar Tagen mit diesem Problemchen ;-)

Aber Rückfragen beantworte ich gerne.

LG Robert

2

Mittwoch, 22. August 2018, 00:10

Hallo Robert,

vielleicht hat die Mutter das Kind bei Verwandten bekommen und es wurde dort getauft.
Meine Großmutter hat auch ihr erstes Kind ledig bei den zukünftigen Schwiegereltern bekommen, 30 km entfernt.

Möglich ist auch, daß das Kind unter der Taufe erst den Namen des Vaters erhielt, der sich dazu bekannt hatte.
Später dann hat der Vater, aus welchem Grund auch immer, Einspruch erhoben und das Kind erhielt den FN der Mutter. Das geschah nicht mal so selten.
Aber auch das wurde immer irgendwo vermerkt.

Viele Grüße von Rentier

3

Mittwoch, 22. August 2018, 08:44

Hallo Robert,

unter bestimmten Voraussetzungen wurden Taufen verweigert, siehe z.B.: https://books.google.de/books?id=YwZhDAA…weigert&f=false

Gruß - Detlef

4

Mittwoch, 22. August 2018, 15:17

Hallo Robert,

da 1872 kirchlich geheiratet wurde, muss es eine Taufe geben.
Ich würde um 1854 herum die Konfirmation suchen, die sollte am Wohnort statt gefunden haben.
Falls nicht, bleibt noch die Taufe kurz vor der Hochzeit.
Viel Glück.

Trecin

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5

Mittwoch, 22. August 2018, 21:30

Hallo zusammen,

also die Suche nach einer Taufe auf den Namen des Vaters war auch ergebnislos - ebenso die Taufe kurz vor der Hochzeit - Fehlanzeige.

Ich werde also nach der Erstkommunion suchen müssen...

Auch Interessant - einen Sterbeeintrag finde ich auch nicht. Die einzigen "Lebenszeichen" sind seine Hochzeit und die Taufe seines Sohnes...

Trotzdem Danke für eure Hilfe.

VG Robert

6

Donnerstag, 23. August 2018, 07:26

Hallo Robert,

Ich hätte auf den standesamtlichen Sterbeeintrag verwiesen, denn da ist in der Regel der Geburtsort vermerkt.

Zum Sterbeeintrag: Meine Empfehlung wäre, alle seine Kinder zu erheben und dann auch deren Heiratseinträge. Darin sind ja die Eltern und evtl. auch deren Wohnort vermerkt sowie verstorben oder nicht. So könntest Du die Nadel im Heuhaufen "einkreisen".
Viele Grüße,
Simone

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Trecin

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7

Donnerstag, 23. August 2018, 14:48

@zimba123

Führt leider auch zu nichts. Ist bei allen Hochzeiten noch als Vater ohne weitere Hinweise aufgeführt.... :(

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Trecin« (23. August 2018, 14:51)


8

Donnerstag, 23. August 2018, 18:53

Hallo Robert,
ich hab ihn gefunden !
hier ist die Taufe:
http://data.matricula-online.eu/de/deuts…larn/030/?pg=85

Die Lösung war einfach. Du hattest ja hier in einem anderen Thema bei der Heirat der Anna Bachinger um Lesehilfe gebten. Beim Vater stand dort als Herkunft die Pfarrei Kößlarn. Also wahrscheinlich, dass die Tochter dort auch lebte.
Jetzt hatte der Pfarrer dort zwei Taufregister geführt. Im Hauptbuch hatte er nur nur die ehelichen Kinder eingetragen. Die unehelichen Kinder hatten ein separates Buch.
Viele Grüße
Helmut

Trecin

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9

Donnerstag, 23. August 2018, 21:37

Hallo Helmut,

VIELEN DANK. Da hab ich wohl vor lauter Bäumen den Wald nicht gesehen. Kößlarn hab ich x-mal durchgeblättert - aber wohl immer die Bücher mit den Ehelichen Kindern ;(

Naja egal. Jetzt hab ich ihn ja und es ist auch klar das die beiden seine Eltern sind. Perfekt :-)



VG Robert