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1

Montag, 1. Mai 2006, 19:26

außereheliches Kind

Hallo,



Meine Großmutter stammt aus der Beziehung meine Ur-Großmutter mit einem verheirateten Mann. Dessen Name (ohne weitere Daten) ist mir bekannt; in der Geburtsurkunde taucht er nicht auf; Kirchenbücher existieren so weit ich weiß auch nicht mehr (Ostpreussen).
Ich weiß von einer Halbschwester, die in Südtirol verheiratet war und dort vor wenigen Jahren verstorben ist.
Ich habe Skrupel, deren Familie jetzt zu kontaktieren, da die außereheliche Beziehung dort wahrscheinlich nicht bekannt ist.
Eine direkte Verbindung zu mir könnte ich auch nicht nachweisen, da meine Großmutter den Namen ihrer Mutter erhielt und später (warum auch immer) von ihrer Hebamme adoptiert wurde.
Dass ich keine Urkunden o.ä. bekommen kann, ist mir schon klar. Mir geht es hier hauptsächlich um Daten meines Ur-Großvaters.

Wie würdet ihr (wenn überhaupt) hier weiter vorgehen?

Carsten
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Benny

Mitglied

Wohnort: Emden/Ostfriesland

Vereine: UG

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2

Montag, 1. Mai 2006, 20:09

RE: außereheliches Kind

Moin,

woher kennst Du den Namen Deines Urgroßvaters? Wie wurde das damals mit dem Kind gehandhabt? Hat man den Vater offiziel verschwiegen, oder wurde Unterhalt gezahlt? Hat der Mann das Kind gar anerkannt?

Wenn Du die Familie kontaktieren solltest, würde ich alles sehr gründlich und sachlich formulieren und auch eine "Beweisführung" machen. Wenn diese den Fall nämlich nicht kennen, werden sie m.E. bestimmt unverständlich reagieren, und sich fragen, wie Du auf einmal dazu kommst, so etwas zu behaupten, bzw. was das überhaupt soll.

Zu wem kannst Du keine direkte Verbindung nachweisen? Ich blick da momentan nicht ganz durch.

Viele Grüße

Benny

3

Montag, 1. Mai 2006, 21:22

RE: außereheliches Kind

Hallo,

nun ja, Beweise über die Vaterschaft habe ich keine..
Meine Mutter sagte mir, dass meine Großmutter mal einen Ostpreussenbrief(?) erhalten hätte, auf ein Bild zeigte und sagte, dies wäre ihre Halbschwester.
Bei dieser handelte es sich um eine bekannte Malerin. Hierüber konnte ich Geburtsdatum und -ort sowie den Namen des Vaters ermitteln.
Die ganze Angelegenheit wurde damals (bis weit in die 50er Jahre tot geschwiegen). So wurde z.B. die Mutter meiner Großmutter gegenüber der restlichen Familie als "Tante" ausgegeben. Was das ganze sollte, weiss keiner mehr. Und die es wussten, kann ich nicht mehr fragen...

Carsten
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Michaela Ellguth

unregistriert

4

Montag, 1. Mai 2006, 21:41

RE: außereheliches Kind

Hallo Carsten,

könntest Du den Ort in Ostpreußen angeben. Sehr viele Unterlagen ( Gerichtsakten,.....) aus Ostpreußen befinden sich im Geheimen Staatsarchiv in Berlin-Dahlem.

Gruß
Michi

5

Montag, 1. Mai 2006, 22:15

RE: außereheliches Kind

Der Wohnort des Vaters war Gut Karlsfeld, Kreis Oletzko.
Meine Großmutter wurde 1908 in Königsberg geboren.

Gruß
Carsten
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Michaela Ellguth

unregistriert

6

Montag, 1. Mai 2006, 22:46

RE: außereheliches Kind

Hallo,

der Wohnort des Vaters dürfte nicht wichtig sein.

Die Adressbücher bis 1944 befinden sich hier :http://staatsbibliothek-berlin.de/


Die Standesamtsunterlagen befinden sich hier : http://www.berlin.de/standesamt1/index.html

Hier findest Du weitere Infos : http://www.plew.info/ahnensuche_tipps.htm

Gruß
Michi

7

Dienstag, 2. Mai 2006, 12:12

RE: außereheliches Kind

Hallo Michi,

nochmal eine Frage zum Standesamt.

Ich habe eine Geburtsurkunde meiner Großmutter ohne Angaben zum Kindesvater.
Ebenso eine Adoptionsurkunde.

Habe ich dann überhaupt eine Chance beim Standesamt weitere Angaben über den Vater zu erhalten (z.B. über eine Abstammungsurkunde)??

Gruß
Carsten
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Betonmöwe« (2. Mai 2006, 12:13)


8

Dienstag, 2. Mai 2006, 12:49

RE: außereheliches Kind

Hallo Carsten,
meine Mutter wurde auch adoptiert, in ihrer Abstammungsurkunde befindet sich nur der Name der Mutter. Wenn sie den Vater nicht angegeben hat, wird das wohl schwierig werden. Ich komme bei meiner Mutter jedenfalls nicht weiter.

Gruß
Ann

Michaela Ellguth

unregistriert

9

Dienstag, 2. Mai 2006, 13:25

RE: außereheliches Kind

Hallo,

wie Ann schon schrieb, kommt man selten mit den staatlichen Urkunden auf den Vater. Bei kirchlichen Unterlagen sieht es da häufig anders aus. Oft wurde in diesen Unterlagen ( Taufeintrag ) der Vater angegeben da die Pfarrer sich oft weigerten, das Kind zu taufen, wenn kein Vater angegeben wurde.


Gruß
Michi

rotraud

Moderatorin

Wohnort: Münsterland

Vereine: WGGF

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10

Dienstag, 2. Mai 2006, 13:54

RE: außereheliches Kind

Wenn du den Namen deines Urgroßvaters weißt, hilft möglicherweise nur ein freundlicher Brief an seine Nachfahren. Immerhin ist dieser Seitensprung fast 100 Jahre her.
Mein Mann hat vor fast zwei Jahren seinen Mut zusammen genommen und einen ihm fremden Mann angeschrieben, um ihn zu fragen, ob er mit seinem Vater (der Name steht auch nicht in seinen Papieren) verwandt sei und ihm vielleicht Informationen zukommen lassen könnte. Die Antwort kam nicht gerade postwendend - aber dann ein Anruf zum Geburtstag. Dieser Mann war der Bruder meines Mannes! Er und seine Schwestern hatten die Nachricht, dass sie einen unbekannten Bruder hatten, erst mal "verdauen" müssen, aber bei einem späteren Treffen wurde meine Mann umso herzlicher in die Familie aufgenommen.
Ich denke, da es ja nicht um deinen Vater, sondern deinen Urgroßvater geht, sollte man hoffen, dass Nachkommen mit so etwas fertig werden. Es ist natürlich Glücksache, ob sie dir glauben und auch weiter helfen, aber den Versuch ist es doch wohl wert.