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MaikNeubert

unregistriert

1

Freitag, 12. Mai 2006, 17:12

Wegfall Kirchernbuchausweis in Sachsen

Hallo an alle Mitforscher,

dem im sächsischen Raum suchenden Familienforscher ist es sicherlich bekannt. Es wurde vom Kirchenrat ein Ausweis verlangt der bei dieser "Behörde" zu beantragen war. Dieses Document hatte eine Geltungsdauer von 2 Jahren und musste dannach verlängert werden, diese Verlängerung ist jedoch nur 4 bis 5 mal völlzogen worden und wurde dann nciht mehr gewährt, da man mit der Forschung fertig zu sein hatte.

Heute erreichte mich aus der Mailingliste "Sachsen-L" folgender Beitrag.

" LIEBE FORSCHERKOLLEGEN !


Sicherlich wissen es einige von euch schon !? Für die die es noch nicht gehört haben hier die Info des Monats :


Der Kirchenbuchausweis fällt weg !!!


Dies ist kein schlechter oder verspäteter Aprilscherz ! Dies teilte Frau Bürger - die Ahnenforschern ja bekannt sein dürfte - in einem dreiseitigem Brief mit.

Es gibt aber in dem Brief noch weitere Punkte :
- es ist ein Benutzungsantrag im jeweiligen Pfarramt auszufüllen
- Kirchenbücher können gespeert werden
- Datenschutz muss beachtet werden
- die Kirchgemeinden werden Anträge strenger prüfen
- das abschreiben oder Kopieren ganzer Archivalien ist verboten (nur ausnahmsweise)
- Veröffentlichung ganzer Archivalien und Abrschiften werden nicht genehmigt
- Kopien aus KB sind nicht möglich (auser bei verfilmten)
- Es darf nicht fotografiert werden !!! (nur das Pfarramt kann unter Umständen Repros als Papierabzüge anfertigen)

Offiziell soll es für Ahnenforscher erst ab Juni/ Juli werden. Aber die Regelung hat jetzt schon seine Gültigkeit !

Also viel Spaß bei Forschen (welches in Zufunft etwas erleichtet sein wird)


Glück auf !

Falk Drechsel"


Ich für meinen Teil finde das sehr gut und hoffe das es keine weiteren Probleme gibt.

Liebe Grüße

Maik aus Jena

Lars_Heidrich

unregistriert

2

Freitag, 12. Mai 2006, 18:17

RE: Wegfall Kirchernbuchausweis in Sachsen

Hallo Maik,

ich kenne die Sache etwas anders. Danach sollen alle Kirchenbücher in einem Zentralarchiv in Dresden eingelagert werden mit der Einschränkung, dass keine Besucherausweise ausgestellt werden. Nach meiner Info soll die Ahnenforschung für Privat erheblich erschwert werden, mit der Begründung des dafür vorzuhaltenen Personalaufwandes mit Fachkunde. Wenn so kommt, dann Prost Mahlzeit für die Genealogie.

Gruß! Lars

MaikNeubert

unregistriert

3

Samstag, 13. Mai 2006, 20:05

Hallo Lars,

das wäre wirklich alles andere als Hilfreich, ein zentrales Archiv wäre fast das Ende, auf jeden Fall aber ein riesiger Schritt in die Falsche Richtung.

Nun da werde ich mal am Montag in einem mir bekannten Pfaaramt anrufen. Sicherlich werden sie hier genauer beschreid wissen, wie es sich nun verhält.

Ich werde selbstverständlich das Ergebniss des Gespräches hier reinstellen.

MfG und bis Montag

Maik aus Jena

MaikNeubert

unregistriert

4

Montag, 15. Mai 2006, 10:09

Hallo und guten Morgen,

ich habe gerade beim Landeskirchenrat angerufen und einiges interessantes erfahren.

Es soll ab ende Juni so werden wie ich in meinem ersten Beitrag geschrieben habe. Auf die direkte Anfrage nach einem Zentralen Archiv in Dresden wurde mit "nein" geantwortet. Lediglich von den Pfaarämtern wird der Personalausweis verlangt und die Daten notiert.

Ich schlage also für alle vor noch bis Juli mit der Termin zu warten, oder sich einfach für diese Zeit Termine geben zu lassen. Da es wirklich nicht Sinnvoll ist, jetzt noch so viel Papierkrieg auszulösen.

Anders sieht es jedoch mit den Terminen bis ende Juni aus. Da können die Pfaarämter sich noch auf dei Hinterbeine stellenund du musst den Ausweis vorzeigen. Also wer bis zu diesem Zeitpunkt einen Termin hat braucht den Ausweis noch.

Liebe Grüße an Alle,

Maik aus Jena

5

Samstag, 27. Mai 2006, 19:57

Hallo Maik & Lars!
Was Lars sicherlich mit dem zentralen Archiv meinte ist folgendes:

Die Landeskirche Sachsen hat schon vor einiger Zeit damit begonnen die Kirchenbücher zu verfilmen. Diese verfilmten KBs sind dann nur noch im Landeskirchenarchiv in Dresden einsehbar (z. B. viele Gemeinden des Kirchenbezirkes Meißen). Im Januar wollte ich in Lommatzsch bei Meißen in die Kirchenbücher einsehen, mit dem Hinweis, daß diese verfilmt sind und nur noch in Dresden einsehbar wären. Da hat ich mir einen Termin hier in Dresden machen müssen, mit 3 Monaten Wartezeit. Leider weiß ich nicht, inwieweit die Landeskirche diese Verfilmungen weiter vorantreiben wird.

Wünsche ein schönes Wochenende!

Lars_Heidrich

unregistriert

6

Sonntag, 20. August 2006, 20:52

Hallo,

nach meinem Urlaub kann ich Euch meine Erfahrung in Bezug zu Besuchen in sächs. Pfarrämtern der Ev.-luth. Kirche berichten.

1. Meine Besuche wurden etwa 14 Tage vorher per Mail angemeldet und zu 100% nach Terminkoordinierung bestätigt.

2. Beim Besuch im jeweiligen Pfarramt wurden mir nach einer kurzen gegenseitigen Vorstellung die erforderlichen oder gewünschten KB´s zur Einsicht vorgelegt.

3. Nach einem Besucherausweis wurde nur im einem Pfarramt gefragt, wobei dieser eh schon abgelaufen war. Ansonsten wurden weder irgendwelche persönliche Daten noch Sinn und Zweck meiner Forschung erfragt.

4. Am Ende des Besuches wurden 5,00 € für den ganzen Tag fällig, was ich schon durch die Mail´s wußte. In einem Pfarramt wollte man sogar nicht´s kassieren.

5. Ich konnte eine konstruktive und äußerst hilfreiche Behandlung in den Pfarrämtern erfahren.

6. Bei einigen kurzen Gesprächen wurde seitens der kirchlichen Mitarbeiter, meist war der Pfarrer nicht vor Ort, meine Kenntnis in Bezug auf die Lesbarkeit der KB´s lobend erwähnt und Beispiele gegeben, auf Ahnenforscher, die die Mitarbeiter wegen fehlender Kenntnisse gestreßt haben, obwohl sie vorgaben, die Bücher lesen zu können.

Alles in allem waren die Besuche der vier Pfarrämter von Erfolgen gekrönt und die AL´s werden in eingien Punkten korrigiert und an anderen Stellen erweitert, so dass etwa 50 neue Personen und etwa 200 weitere, schon bekannte Personen per Datenabgleich in dem Ahnenprogramm eingepflegt werden konnten.

Gruß! Lars

MaikNeubert

unregistriert

7

Montag, 21. August 2006, 08:13

Hallo Lars,

es ist schön das zu hören, damit ist das leidige Thema "Kirchenbuchausweis" vom Tisch und man kann ohne große Umstände direkt ins Pfarramt fahren, natürlich nach anmeldung.

Das man erstaunt ist über Ahnenforscher die die Kirchenbücher wirklich lesen können ist mir auch schon vorgekommen. IOch bin janun nicht wirklich alt mit meinen 24 Jahren und die meisten schauen an mir hoch und wieder runter und verziehen dann das Gesicht nach dem Motto "Das wird ein anstrengender Tag". Wennich dann erzähle das ich das seit 7 Jahren mache, schauen sie ungläubig und sind dann positiv überrascht das ein so junger Mensch soetwas lesen kann. Wo ich nachfragen musssind ortbezogene Nennungen von Namen, hatte den Fall des Wolfswinkels, da geht es aber eher darum wo das war als was das heißt.

Ich freue mich über deinen Bericht,

Liebe Grüße

Maik aus Jena