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karli

Trainee

  • "karli" started this thread

Location: Sachsen

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1

Monday, January 29th 2007, 11:49pm

Begriff: TAGARBEITER

Hallo,

in verschiedenen, mir vorliegenden Urkunden (Zeitraum 1850 - 1900) taucht immer wieder der Begriff “Tagarbeiter” auf.

Leider geben die Internet-Suchmaschinen dazu nur wenig Anhaltspunkte.

Bestimmt hat sich jemand von Euch schon einmal intensiver mit dieser Bezeichnung beschäftigt?

Was war ein “Tagarbeiter”?
Welche Tätigkeiten (hier speziell im ländlichen Raum) übten diese Personen aus?
Kann man davon ausgehen, dass diese Leute keinen erlernten Beruf hatten?
Gibt es vielleicht sogar einen Zusammenhang mit dem Begriff “Tagelöhner”?

Für Eure Hinweise möchte ich mich schon jetzt bedanken.

Karl-Heinz

KleineSonnenblume

Unregistered

2

Tuesday, January 30th 2007, 8:34am

RE: Begriff: TAGARBEITER

Hallo Karli,
in dem mir vorliegenden Fall hing der Begriff wirklich mit Tagelöhner zusammen. Mag aber auch sein, dass es nicht in jedem Falle zutrifft.

sebastian

Unregistered

3

Tuesday, January 30th 2007, 10:20am

RE: Begriff: TAGARBEITER

Also ich habe es auch öfter, das der Begriff Tagarbeiter/Tagelöhner in Urkunden bei mir vorkommt. Ist aber bei mir auch so das is anderen Urkunden der Begriff des erlernten Berufs drinsteht.
Habe einen Bäckermeister bei mir im Sammbaum wo aber in der Sterbeurkunde "Tagelöhner" drinsteht.
Wahrscheinlich ist damit die damals aktuelle Situation im Beuf angegeben worden.

gruß, basti

Benny

Trainee

Location: Emden/Ostfriesland

Societies: UG

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4

Tuesday, January 30th 2007, 11:46am

RE: Begriff: TAGARBEITER

Moin,

der Tagelöhner ist nicht in jeder Region als eine Person zu verstehen, die sich jeden Tag um eine neue (Hilfs)-Arbeit bemühen muss, sondern oft handelt es sich einfach um den Arbeiter, der nicht immer näher klassifiziert wird.

Gruß

Benny

Gerda

Trainee

Location: D-Schleswig-Holstein

Societies: Genealogische Gesellschaft Hamburg

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5

Tuesday, January 30th 2007, 7:53pm

Hallo Karl-Heinz,

ich habe das Buch "Das Leben eines Landarbeiters" (Ende des 19. Jahrhunderts) von Franz Rehbein.

Ein Dienstknecht hat sich dem Bauern gegenüber auf lange Zeit fest verpflichtet. Er hatte ein Dach über dem Kopf, keine Nahrungssorgen und geregeltes Einkommen. Allerdings hatte dieser auch mehr Pflichten und ggf. längere Arbeitszeiten als ein Tagelöhner.

Das Leben eines Tagelöhners war dagegen etwas unsicherer. Gab es nicht genug zu tun, hatte der Tagelöhner auch kein Geld. Gute Chancen, Arbeit zu bekommen hatte er in der Ernte- und Dreschzeit. Aber dazwischen.... Dafür aber eine gewisse Unabhängigkeit, die für einige sicherlich einen hohen Stellenwert hatte.

Viele Grüße
Gerda
Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern (André Malraux)
Familienforschung in S-H und Nds http://www.hps4u.net/members/wittencramme