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Owain_Glyndwr

Unregistered

21

Saturday, January 20th 2007, 3:31pm

RE: e M a i l s a n B e h ö r d e n

Quoted

Original von Joachim v. Roy
Vielmehr verblüfft es mich immer wieder, wenn ich in diesem Forum lese, daß es tatsächlich Standesämter gibt, die auf eMails antworten.

Freundliche Grüße vom Rhein


Hallo Herr von Roy,

seien Sie mir nicht böse, aber für diese Aussage habe ich kein Verständnis: Wenn jemand nicht auf Emails reagieren möchte, dann hat er keine Email-Adresse. Falls jemand eine Email-Adresse hat, suggeriert er und verpflichtet sich aus Gründen der Höflichkeit und des Services, hier auch zu reagieren.

So einfach ist das! Ein Standesamt, was nicht auf eine Anfrage per Email reagiert, begeht schlichtweg Arbeitsverweigerung!

Viele Grüße
Owain Glyndwr

Benny

Trainee

Location: Emden/Ostfriesland

Societies: UG

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22

Saturday, January 20th 2007, 4:04pm

RE: e M a i l s a n B e h ö r d e n

Moin,

da Du in einer Email aber nicht unterschreiben kannst, darf das Standesamt garnicht Deiner Bitte nach Kopie einer Urkunde nachkommen.

Per Email können lediglich unpersönliche Anfragen beantwortet werden.

Gruß

Benny

V6D502

Unregistered

23

Saturday, January 20th 2007, 4:08pm

RE: e M a i l s a n B e h ö r d e n

Zu dem Beitrag von Herrn Roy brennt mir auch noch etwas auf den Nägeln. Eigentlich hatte ich mir das verkneifen wollen, aber auf die Art schafft man das ja nu auch nicht aus der Welt.
Ich zitiere mal:

Quoted

Seien Sie mir nicht bös, aber so schätze ich die modernen 'Ahnenforscher' ein: diese 'forschen' lediglich im Internet und wenn sie sich 'mal herablassen und eine Nachricht versenden, so geschieht dies ausschließlich per eMail (allenfalls per Telefon).

Ich kenne viele jüngere Wissenschaftler an Hochschulen und Beamte im öffentlichen Dienst, die das Versenden von eMails für einen schlechten Stil erachten und die deshalb auf solche Eingaben n i c h t reagieren. Mich erstaunt es deshalb nicht im Geringsten, wenn auch Pfarrämter sich entsprechend verhalten. Vielmehr verblüfft es mich immer wieder, wenn ich in diesem Forum lese, daß es tatsächlich Standesämter gibt, die auf eMails antworten.

Freundliche Grüße vom Rhein


Ich zähle mich jetzt einfach mal zu den "modernen" Forschern und ziehe mir den Schuh an.
Hier von "Herablassung" zu schreiben und das "Ahnenforscher" in Anführungszeichen zu setzen liest sich doch ziemlich vermessen (bitte nicht böse sein). Es ist nun mal so dass die Zeiten sich ständig ändern und wir uns weiterentwickeln, für jüngere "Ahnenforscher" ist es selbstverständlich mit dem Internet zu arbeiten weil sie damit aufgewachsen sind. Das anderen vorzuwerfen finde ich nicht nett. Natürlich gibt es überall Leute die unhöflich oder unverschämt sind, aber die gibt es ohne Internet auch. Ich bin ein eingefleischter PC-Anhänger, aber es entzückt mich doch sehr auch in einem Archiv zu sitzen und in alten Dokumenten zu stöbern, der Geruch von altem Papier ist einzigartig und was man an Informationen selbst zusammenträgt ist irgendwie wertvoller als aus dem Netz abgetipptes von dem man nicht weiß ob es stimmt.
Eine kleine Erklärung zum "Forschen" per Internet hätte ich da auch noch.
Gerade am Anfang ist man ungeduldig und saugt jede Information auf wie ein Schwamm, während Archive, Pfarr- und Standesämter logischerweise an Öffnungszeiten gebunden sind, ist die Suche im Netz immer verfügbar. Wer sich ernsthaft und auf Dauer damit beschäftigt wird sich sowieso nicht bloß auf den PC verlassen.
Es klingt als ob das "Ahnenforscher"- Sein ein elitärer Kreis sei der Menschen mit anderen Methoden oder Vorstellungen nicht will. Das ist doch Unsinn. Jeder Mensch der sich für seine Wurzeln interessiert soll nach ihnen suchen. Ich selbst würde mich nie als "Forscher" bezeichnen und benutze die Begriffe "Familen- oder Ahnenforscher" nur ungern. Ich interessiere mich ganz einfach für die Geschichte meiner Familie und meiner Umgebung, Forscher sind für mich Wissenschaftler :D
Nix für Ungut, aber Vorurteile muss man versuchen abzubauen, es gibt genug junge Leute die nicht ständig in unverschämter Art und Weise Emails an arme Pfarrer verschicken und meinen es würde einem alles in den Schoß fallen oder anderen die Zeit mit dummen Fragen stehlen.
Grüßle, Melanie

Location: Neu Wulmstorf

Societies: GGHH

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24

Saturday, January 20th 2007, 6:41pm

RE: eMails an Behörden

Hallo Melanie,

ich glaube, da hast Du etwas missverstanden. Ich glaube nicht, dass das so sehr abwertend gemeint war, wie es bei Dir angekommen ist. Den Begriff „Ahnenforscher” hast Du dann ja auch selbst in Frage gestellt.

Ich würde das im Zusammenhang sehen mit dem Beitrag von Rossi: Es gibt viele Leute, die „einfach mal so eben” eine Email schreiben. Das geht schnell, und es wird erwartet, dass sie sofort eine Antwort bekommen. Das ist jedoch bei dem inzwischen stark angewachsenen Email-Aufkommen oft gar nicht möglich.

Eine Email ist schnell geschrieben, schnell und in der Regel kostenlos auf den Weg gebracht. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu einem Brief: Der kostet Porto, man gibt sich viel mehr Mühe mit der Formulierung (sollte man jedenfalls), und auch wenn der Brief heutzutage als altmodisch angesehen wird: Er macht oft beim Empfänger einen anderen Eindruck als eine Email. Es gibt viele Menschen, denen es auf die Formulierung und Schreibweise in einer Email nicht so sehr ankommt. Wohlgemerkt: Das gilt nicht für alle!

Auch ich habe einen regen Email-Austausch mit anderen Leuten. Aber es gibt immer wieder Situationen, in denen ich lieber einen Brief schreibe. Und ich habe gute Erfahrungen damit gemacht.

bebosta

Unregistered

25

Saturday, January 20th 2007, 6:48pm

RE: e M a i l s a n B e h ö r d e n

Hallo Benny
Da bin ich ja mal gespannt was passiert.
Ich habe vor ein paar Tagen eine Anfrage zwecks Ahnenforschung beim Standesamt gemacht.
Habe meinen Ausweis und meine Unterlagen mit meiner Unterschrift eingescannt, dann per e-Mail verschickt.
Schaun wir mal was passiert.
L.G. bebosta ;)

Location: Neu Wulmstorf

Societies: GGHH

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26

Saturday, January 20th 2007, 7:14pm

RE: eMails an Behörden

Hallo Bebosta,

bitte schreib hier dann mal über Deine Erfahrungen. Es ist ja für uns alle interessant zu wissen, ob Du erfolgreich warst.

Rossi

Administrator

Location: Bad Dürkheim

Societies: VFWKWB, VFFOW

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27

Saturday, January 20th 2007, 8:37pm

RE: e M a i l s a n B e h ö r d e n

Quoted

Originally posted by Owain_Glyndwr

Quoted

Original von Joachim v. Roy
Vielmehr verblüfft es mich immer wieder, wenn ich in diesem Forum lese, daß es tatsächlich Standesämter gibt, die auf eMails antworten.

Freundliche Grüße vom Rhein


Hallo Herr von Roy,

seien Sie mir nicht böse, aber für diese Aussage habe ich kein Verständnis: Wenn jemand nicht auf Emails reagieren möchte, dann hat er keine Email-Adresse. Falls jemand eine Email-Adresse hat, suggeriert er und verpflichtet sich aus Gründen der Höflichkeit und des Services, hier auch zu reagieren.

So einfach ist das! Ein Standesamt, was nicht auf eine Anfrage per Email reagiert, begeht schlichtweg Arbeitsverweigerung!


Den Ausdruck "Arbeitsverweigerung" empfinde ich in diesem Zusammenhang als zu hart. Denn mit deiner Mail forderst du eine Leistung ein, die du (normalerweise) zunächst nicht zu bezahlen gedenkst.
Oder was würdest du sagen, wenn die Standesbeamtinnen auf deine Mail hin vier bis fünf Stunden Archivarbeit betreiben würden und dir diese dann in Rechnung stellen würden? Denn eigentlich kann man ja auch eine Mail als eine verbindliche Auftragserteilung sehen...

Der Besitz einer E-Mail-Adresse verpflichtet meiner Meinung nach zunächst zu gar nichts, genauso wenig wie die Veröffentlichung derselben.
Mir selbst erscheint das vergleichbar mit dem Fall, dass ich ein Auto besitze und du nur einen Führerschein. Ich bin dann auch nicht verpflichtet, dich mit meinem Auto fahren zu lassen, nur weil du einen Führerschein hast.

"Ahnenforscher" pflege ich selbst auch gerne in " zu setzen, aus folgendem Grund: Der Wortteil "forscher" impliziert eine Wissenschaft. Die Ahnenforschung ist jedoch keine Wissenschaft.

Rossi

Footsteps

† Ruhe in Frieden

Location: Saarbrücken

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28

Saturday, January 20th 2007, 10:22pm

RE: e M a i l s a n B e h ö r d e n

Hallo Rossi!
.
Ich zitiere mal:

Ahnenforscher pflege ich selbst auch gerne in Gänsefüßchen zu setzen,aus folgendem Grund: Der Wortteil "forscher" impliziert eine Wissenschaft.Die Ahnenforschung ist jedoch keine Wissenschaft.

Aber Wissenschaft ist Forschung: Erforschtes,Kenntnis,Wissen.
Insofern betrachte ich die Ahnenforschung schon als eine Wissenschaft und nicht als eine akademische Disziplin.
Es ist doch im Grunde egal,wie ich zu einem Ergebnis komme,ich habe Kenntnis
von einer Sache ,forsche darüber nach und habe dann das Wissen.
Natürlich bekomme ich Hilfe und brauche sie auch,wie jeder,der nach einer
Sache forscht,die zuvor von jemandem entdeckt wurde,und sei es ,daß ein Mensch dahinter kam,daß man seine Ahnen in Kirchenbüchern wiederfinden
kann.
Aber nachlesen und die Suche vertiefen muß ich immer noch selbst,also forsche ich.

MfG
Footsteps :computer:

PS:ich weiß nicht ,wie der grinsende Kopf da oben reingekommen ist,ich krieg ihn nicht mehr raus!Sorry
It`s me

Location: Neu Wulmstorf

Societies: GGHH

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29

Saturday, January 20th 2007, 11:17pm

RE: eMails an Behörden

Quoted

PS:ich weiß nicht ,wie der grinsende Kopf da oben reingekommen ist,ich krieg ihn nicht mehr raus!Sorry


Hallo Footsteps,

wenn Du immer daran denkst, nach den Satzzeichen ( . , ; ) ein Leerzeichen einzufügen, wird der Text auch richtig dargestellt.

Die Smileys sind so codiert, dass die Zeichen : ) = ) : D usw. als Smiley interpretiert werden (ich habe jetzt absichtlich ein Leerzeichen eingefügt um das deutlich zu machen). Das sieht dann in diesem Beispiel so aus: :) =) :D

Du hast in dem Textteil „... aus folgendem Grund: Der Wortteil ...” das Leerzeichen zwischen dem Doppelpunkt und dem nachfolgenden D weggelassen, dadurch wurden diese beiden Zeichen als Smiley interpretiert. Da Du in Deinem Text häufig dieses Leerzeichen weglässt, kann Dir das an anderen Stellen also auch passieren.

Footsteps

† Ruhe in Frieden

Location: Saarbrücken

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30

Sunday, January 21st 2007, 11:05am

RE: eMails an Behörden

Guten Morgen,Jens!

:danke: :danke:

MfG

Footsteps :computer:
It`s me

Benny

Trainee

Location: Emden/Ostfriesland

Societies: UG

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31

Sunday, January 21st 2007, 3:41pm

RE: eMails an Behörden

Hallo!

Die Ahnenforschung heißt ja in Fachkreisen Genealogie und ist eine historische Hilfswissenschaft und damit auch eine akademische Wissenschaft, zumal es in Deutschland Lehrstühle für historische Hilfswissenschaften gibt, die sich auch mit genealogischen Fragestellungen auseinandersetzen.

Auf dieser Seite mal ein kurzer Überblick über alle Historischen Hilfswissenschaften:

http://www.phil.uni-passau.de/histhw/hihiwi.htm

Gruß

Benny

V6D502

Unregistered

32

Sunday, January 21st 2007, 3:54pm

RE: eMails an Behörden

Quoted

Original von Bonzhonzlefonz
Hallo Melanie,

ich glaube, da hast Du etwas missverstanden.


Moin Moin,
das hatte ich ja auch in Erwägung gezogen und gedacht schreibs doch einfach, sonst wird man Mißverständnisse nie los.

Ich kann mir schon vorstellen dass für jemanden der sich lange mit etwas beschäftigt irgendwann eine gewisse Sparte von Leuten einfach auf den Senkel geht. Manchmal liest sich im Netz Vieles anders als gemeint...

rathna

Trainee

Location: geborener Sachse, gelernter Brandenburger, im Moment glücklicher Hesse, im Herzen Reisender

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33

Sunday, January 21st 2007, 5:01pm

RE: Emails an Pfarrämter

Unkommentiert von mir hier der Fakt zu meinen Anmerkungen vom 17.1.

Gestern rief der besagte Pfarrer zurück, bedankte sich für meine Geduld und dafür, dass ich trotz fehlgeschlagener email (hatte ich im Brief erwähnt) es nicht aufgegeben habe und es noch einmal versucht habe.
Und er bedankte sich auch für meine höfliche Art.

Nun habe ich eine Tel.-Nr. bekommen von jemanden, der mir bei meinem Problem weiterhelfen könne.

Und der Nachname des "Experten" taucht sogar in meiner Ahnenliste auf. Vielleicht ergeben sich hier plötzlich ganz andere Ansatzpunkte.

Andrea
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen. (Konfuzius)

Bitte auch beachten:



www.halloren-hallunken-hallenser.de

Schlumpf

Trainee

Location: davorne links, in der Middelhoffer str

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34

Sunday, January 21st 2007, 6:03pm

RE: Emails an Pfarrämter

Hallo

Nun denn, ich habe einige Male im HSA - Düsseldorf Kopien von Archivalien bestellt. Ich muß sagen: Ich habe immer zustimmen müssen, dass evtl. Gebühren für Suchen fällig werden könnten. Ist bei mir nie passiert: Wenn ich den ERlass vom Kurfürsten von Köln aus dem Scotti vom 27.02.1779 betr. Kirchenbuchführung bestelle, ist das so exakt, das wohl kaum Gebühren anfallen werden.
Wenn man aber als offizielle Stelle Post vom "Muebbydueck@t-online.de" bekommt, fragt man sich bestimmt, welcher Spaßvogel dahinter steckt. Daher wird dann in der Visitenkarte immer mein Name stehen und die Post werde ich auch mit Namen und Adresse und Telefonnr. "unterschreiben". Ich bin aber auch in den Archiven bekannt, bin manchmal da gewesen.
Es gibt nämlich auch Archive (Darmstadt und Düsseldorf sind Beispiele), die aus Prinzip nicht auf Post vom "Hl. Geist@freenet. de" antworten.
Daher kann ich die Äußerungen von Herrn v. Roy in aller Form nur unterstützen. Wenn ich mich persönlich oder auch telefonisch bei dem entsprechenden Pfarramt melde und mich freundlich mit meinem Gegenüber unterhalte, wird der mir in aller Regel fundiert und auch recht freundlich weiter helfen.

Owain_Glyndwr

Unregistered

35

Monday, January 22nd 2007, 9:11am

RE: Emails an Pfarrämter

@ Rossi:

Natürlich meine ich Anfragen, in dem ich deutlich signalisiere, dass ich die Urkunde auch zu bezahlen gedenke. Einen Service, den ich nicht zu bezahlen gedenke, ist aber aus meiner Sicht auch kein Problem der Emails: Wenn ich bei einem Standesamt anrufe oder einen Brief hinschicke, aber nicht bezahlen möchte, ist das genauso problematisch.

@ Benny:

Okay dann erwarte ich aber, dass das Standesamt kurz schreibt. "Vielen Dank, aber wir brauchen die Anforderung per Fax/Brief oder wie auch immer." Es geht aber auch mit Emails-Anforderungen: Viele (leider nicht alle) Standesämter sind hervorragend in ihrem Service.

Ich bleibe übrigens bei "Arbeitsverweigerung". Es kann immer mal durch einen dummen Zufall passieren, dass eine Email verloren geht. Ansonsten ist das nichts anderes als wenn jemand stundenlang sein läutendes Telefon anstarrt und nicht dran geht. Oder aber den Briefkasten 8 Wochen überquillen lässt und der Brieftäger keine neuen Briefe zustellen kann!

Viele Grüße Stefan

This post has been edited 1 times, last edit by "Owain_Glyndwr" (Jan 22nd 2007, 10:23am)


V6D502

Unregistered

36

Monday, January 22nd 2007, 10:15am

RE: Emails an Pfarrämter

Quoted

Original von Schlumpf
Es gibt nämlich auch Archive (Darmstadt und Düsseldorf sind Beispiele), die aus Prinzip nicht auf Post vom "Hl. Geist@freenet. de" antworten.


Wenn damit das Landesarchiv NRW/Hauptstaatsarchiv Düsseldorf gemeint ist muss ich widersprechen, aber vielleicht liegt's ja auch daran dass ich nicht der Hl. Geist@freenet. de bin... :D

Rossi

Administrator

Location: Bad Dürkheim

Societies: VFWKWB, VFFOW

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37

Tuesday, January 23rd 2007, 1:30am

@ Benny: m.E. ist keineswegs alles, was an einer Universität gelehrt wird, eine Wissenschaft. Ich persönlich zweifle beispielsweise den wissenschaftlichen Anspruch von Fächern wie Jura (Rechtswissenschaften) BWL u.ä. gerne an. Im Englischen ist das einfacher, "Science" ist wesentlich klarer definiert als der deutsche Begriff "Wissenschaften".
Um da nicht missverstanden zu werden: ich will solche Fächer damit keineswegs abqualifizieren, es geht mir hier alleine um den Wissenschaftsbegriff. Ein Richter, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt ist in meinen Augen zwar ein Akademiker, aber kein Wissenschaftler.

In dem Zusammenhang auch @Footsteps: Wissenschaft lässt sich auch nicht auf die Forschung reduzieren. Forschung ist definiert als „die geistige Tätigkeit mit dem Ziele, in methodischer, systematischer und nachprüfbarer Weise neue Erkenntnisse zu gewinnen“" (Aus dem Bundeshochschulurteil, irgendwo bei wikipedia geklaut). Sowas per se betreibt beispielsweise auch ein Polizist, der wohl unstrittiger Weise kein Wissenschaftler ist.

@Stefan: mir ist schon klar, worauf du hinaus willst. Nur meiner Erfahrung nach ist es eben so, dass Mails in der Regel wesentlich unverbindlicher geschrieben sind, auch eine wesentlich unverbindlichere Absicht dahinter steckt. Der Aufwand für den Bearbeiter ist nahezu der gleiche wie bei Briefen.
Klar gibt es da auch Ausnahmen. Aber wenn ich beispielsweise vergleiche, was ich an Briefen und im gleichen Zeitraum an Mails bekomme und wenn ich den Inhalt hinzuziehe, besteht da ein absolutes Missverhältnis.
Das fängt an bei Dingen wie Orthographie und Höflichkeit und endet bei der Erwartungshaltung des Absenders (Stichworte: muss extrem schnell sein, umfassend und möglichst kostenfrei).

Rossi

KleineSonnenblume

Unregistered

38

Wednesday, January 24th 2007, 12:18pm

Vom Pfarramt EF-Melchendorf habe ich heute eine Email-Anwort erhalten mit dem Verweis, dass ich mich bezüglich meines Anliegens ans Bistumsarchiv wenden soll. Und hierfür habe ich sogar gleich die Emailadresse des Bistumsarchivs mit erhalten. Also sind ja doch Emailanfragen erwünscht.

Benny

Trainee

Location: Emden/Ostfriesland

Societies: UG

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39

Wednesday, January 24th 2007, 1:58pm

Moin Rossi,

ich finde schon, dass die universitären Fächer Wissenschaften sind. Vielmehr sollte man dann sagen, dass nicht nur an der Uni wissenschaftlich gearbeitet wird.

Wenn Du Dir mal im Brockhaus o.ä. die Beschreibung des Wortes ansiehst, dann steht dort:
- Forschung und Lehre usw. und vor allem: "Die W. beginnt mit den Sammeln, Ordnen und Beschreiben ihres Materials. Weiter Schritte sind die Bildung von Hypothesen und Theorien." Weiter dann noch, dass man die Theorie überprüfen, ob sie stimmt oder nicht.

Danach sollte ja wohl die kleinste Forschung Wissenschaft sein.

Gruß

Benny

Maternus

Moderatorin

Location: Berlin

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40

Wednesday, January 24th 2007, 8:18pm

Hallo Ihr alle,

ich verfolge diese Plauderei schon ein paar Tage und möchte meinen kleinen Klecks Senf dazu geben!
Ich habe es bisher so erfahren, daß die Genealogie eine der Hilfswissenschaften ist (es gibt da mehrere) und wenn es uns private "Genealogen" nicht gäbe, dann...gäbe es die vielen Biografen nicht und es würde für alte Dinge (wie wir sie benötigen) kein Archiv existieren.
Das gleiche empfinde ich für die Geschichte der Menschen auf allen Kontinenten!
Wenn es da keine Forscher gäbe, die es erst ganz privat betreiben und nach etlichen Jahren endlich ein Buch herausbringen (das auch was kosten darf, nach dem Einsatz), dann könnte so ein Forscher in den Kinderschuhen nicht vorwärts kommen, da es doch sehr viel Aufwand erfordert heraus zu bekommen wo man genau suchen muß.
Und da kommt dann z.B. unser Forum ins Spiel!
Wir wollen mit unseren Erfahrungen Euch allen die noch am Anfang stehen, oder wenn auch wir mal "den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen" weiter geben!
Ich empfinde mich auch als gleichberechtigte Forscherin in der Genealogie wie jemand der Studiert hat, der Studierte hat natürlich einen so genannten "Heimvorteil", aber den kann man bei intensiven Forschen auch etwas wettmachen! (ist meine Meinung)
Ich möchte niemanden mit meiner Meinung kränken oder beleidigen!!!
Aber Fakt ist: frag mal einen Genealogen der in Bayern forscht nach den ostfrisischen Inseln", der muß auch erst andere dazu befragen.
Es ist wie in allen Bereichen der verschiedenen Berufsgruppen.

Es ist so ähnlich wie in meinem Beruf: ein Baumschulmeister kennt sich nicht mit Stauden oder Nutz, oder Zierpflanzen aus, obwohl er aus der Branche kommt, er muß einen dann an jemanden verweisen den er, vielleicht, vom Studium her kennt.

Naja ich will sagen, alle die nach Ahnen forschen, sind kleine Genealogen (auch ohne Studium oder Abitur) und sowas wird auch
anerkannt von studierten Leuten! (ist mir passiert bei Prof. Hengst)

Grüße von Maternus :D
"Wissen ist Macht" (Heinrich Barth März 1850)
Nüscht wissn, macht aba ooch nüscht! (der Berliner)
Je mehr man weiß, desto weniger weiß man nichts! (Ich)