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Bonzhonzlefonz

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Dienstag, 31. Juli 2007, 09:50

Unseriöse Internetangebote

Liebe Mitglieder,

in letzter Zeit findet man immer häufiger Internetangebote, in denen versucht wird, ahnungslosen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne dass dafür eine adäquate Gegenleistung erbracht wird. Ich möchte daher auf einige Punkte hinweisen, die man unbedingt beachten sollte:

Kostenlose Angebote nutzen
Ahnenforschung ist ein zeitaufwändiges Hobby. Es ist normalerweise nicht möglich, innerhalb kurzer Zeit zu einer Fülle von korrekten Informationen über Vorfahren zu kommen, ohne dass man intensiv in alten Urkunden, Archiven, Kirchenbüchern, Mikroverfilmungen usw. stöbert. Eine kommerzielle Firma ist daher nicht in der Lage, seriöse Forschungen für einen vergleichsweise niedrigen Betrag durchzuführen.

Wenn ein Anbieter verspricht, diese Informationen innerhalb sehr kurzer Zeit zu besorgen, sollte man misstrauisch sein: Häufig bekommt man dann für sein Geld lediglich Daten, die mit einer kurzen eigenen Recherche auch kostenfrei aus Telefonbüchern, aus im Internet veröffentlichten genealogischen Dateien oder aus den Daten der Mormonen zugänglich sind. Die hier genannten Links sind nur Beispiele; es gibt viele weitere kostenlose Möglichkeiten, nach Vorfahren zu suchen.

Vorsicht vor unbeabsichtigtem Vertragsabschluss
Man sollte sich nicht dazu verleiten lassen, auf Schaltflächen zu klicken, deren wahre Bedeutung nicht von vornherein klar ist. Jede Seite sollte sorgfältig daraufhin durchgesehen werden, ob ein versteckter Hinweis enthalten ist, dass man durch Anklicken einer Schaltfläche (manchmal mit einem unverfänglichen Begriff wie z.B. <weiter>, <OK>, <abfragen>, <Suche starten> u.ä.
Der Hinweis auf eine kostenpflichtige Dienstleistung (die manchmal auch als Abonnement erbracht werden soll) findet sich oft versteckt in den AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen). Ein Link, der zu den AGB führt, oder ein Hinweis auf ein kostenpflichtiges Angebot erscheint häufig an unauffälliger Stelle, so z.B. in hellgrauer Schrift am unteren Rand der Seite in einem Bereich, der ohne Scrollen nicht sichtbar ist.

Vorsicht vor Anbietern, die nicht oder nur schwer erreichbar sind
Anbieter, die ihren Sitz im Ausland haben, sind nur schwer zu belangen. Sie entziehen sich den deutschen Gerichten. Bei Anbietern, die nur eine 0900- oder 0180-Telefonnummer angeben, muss man daran denken, dass ein Anruf sehr teuer werden kann. Man landet in der Regel in einer Warteschleife, an der der Anbieter weiteres Geld verdient.

Nicht allen Versprechungen glauben
Wenn ein Anbieter verspricht, bei einem beliebigen Standesamt ein Dokument zu besorgen, sollte man folgendes beachten:
- Geburtsurkunden, Abschriften oder Kopien aus Familienbüchern usw. bekommt man nur, wenn man schriftlich nachweist, dazu berechtigt zu sein. Wenn ein Anbieter allein durch das Ausfüllen eines „Suchformulars” dazu beauftagt wird, eine Urkunde zu bestellen, wird er beim Standesamt Probleme haben, seine Berechtigung nachzuweisen.
- Jeder kann selbst tätig werden und bezahlt deutlich weniger Geld: Die Bestellung einer Urkunde bei einem Standesamt kostet zurzeit 7,00 € (31.07.2007; Auskunft eines Hamburger Standesamtes); dazu kommen Porto- und Telefongebühren. Es gibt Internetanbieter, die dafür (natürlich als Vorauszahlung!) erheblich mehr verlangen, ohne jedoch eine Rückerstattung vorzusehen, falls eine Beschaffung der Urkunde nicht möglich ist! Auch hier ist es wichtig, vorher genau die AGB durchzulesen.

Informationen über den Anbieter einholen
Man sollte sich das Impressum genau ansehen: Dort muss der genaue Firmenname und der Name des Geschäftsführers genannt werden. Ehe man viel Geld investiert, sollte man sich die Zeit nehmen, diese Namen in eine Suchmaschine einzugeben. Es kann nämlich sein, dass man dort überraschende Informationen bekommt: Geschädigte berichten über ihre Erlebnisse...

Fragen zu diesem Thema bitte im Forenbereich Plaudereien stellen, dort findet man auch Erfahrungsberichte unserer Mitglieder. Wer bereits geschädigt ist, sollte sich unbedingt an die nächstgelegene Verbraucherzentrale wenden. In der Regel sind die unseriösen Anbieter dort bereits bekannt; oft gibt es dort auch Musterbriefe zum herunterladen.

Viele Grüße
Jens

Links aktualisiert 14.12.2009
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