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Agnagha

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  • »Agnagha« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Landkreis Oldenburg

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1

Sonntag, 2. November 2008, 08:51

Sator

Weiß jemand, was ein "Sator" ist ???
Dazu habe ich folgende Information:
Beruf: sator in Honigfelde (1842), inquilinus in Honigfelde (1843), Schuster in Honigfelde (1844), Instmann in Honigfelde (1845, 1847), Käthner in Honigfelde (1851-1870)
Schöne Grüße von Agnagha

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Agnagha« (5. November 2008, 08:59)


Gisela

Mitglied

Wohnort: bei Heidelberg

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2

Sonntag, 2. November 2008, 08:59

Hallo Agnagha,
im Prinzip ist das jemand, der die Aussaat macht, ein Säer. Daher in übertragenem Sinne auch ein Urheber, Anstifter, Vater.
Es kann u.U. auch ein Gärtner gemeint sein.
viele Grüße
Gisela
Ein Jegliches Ding hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde
Derzeitige Lieblingsbaustellen: GRUNER u. LINCKE, Sachsen, ab 1849 auch Schweiz. WURMSER von Schaffoltzheim, Bormio, Schweiz, Elsaß, Heidelberg. STREICHER, Ulm, 16. Jhdt. (Schwenckfelder). WERNBORNER, Hessen u.a.

Agnagha

Mitglied

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Wohnort: Landkreis Oldenburg

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3

Sonntag, 2. November 2008, 09:33

Hallo Agnagha,
im Prinzip ist das jemand, der die Aussaat macht, ein Säer. Daher in übertragenem Sinne auch ein Urheber, Anstifter, Vater.
Es kann u.U. auch ein Gärtner gemeint sein.
viele Grüße
Gisela
Danke, jetzt ist es klar. Bei meinem Vorfahr gibt es eine ganze Reihe von Berufsbezeichnungen aus dem landwirtschaftlichen Bereich, die man heute wohl unter einem Oberbegriff zusammengefasst hätte. Schönes Wochenende! Agnagha

Paladin

Mitglied

Wohnort: Südwest-Pfalz

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4

Sonntag, 2. November 2008, 10:23

Agnagha,
was ganz anderes aus dem Fremdwörterbuch habe ich Sator lateinisch Palindrom. Welches ein magisches Quadrat war was in früheren Zeiten als Abwehrzauber gegen verschiedene Unbillen verwendet wurde.
viele Grüße
Ulrich
suche Volkemer >1720 Pfalz; Elsaß; Lothringen;
Schmidt in Syrgenstein/Bayern-Schwaben und Lothringen Raum Bitsch > 1720

Gisela

Mitglied

Wohnort: bei Heidelberg

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5

Sonntag, 2. November 2008, 10:57

Hallo Ulrich, und Agnagha,
@ Ulrich: interessante Idee,
guckt mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sator-Quadrat
http://www.decemsys.de/sator/satorqu.htm

Gisela
Ein Jegliches Ding hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde
Derzeitige Lieblingsbaustellen: GRUNER u. LINCKE, Sachsen, ab 1849 auch Schweiz. WURMSER von Schaffoltzheim, Bormio, Schweiz, Elsaß, Heidelberg. STREICHER, Ulm, 16. Jhdt. (Schwenckfelder). WERNBORNER, Hessen u.a.

rosaria

Mitglied

Wohnort: Nordhessen

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6

Sonntag, 2. November 2008, 20:06

Hallo,

ich wohnte einmal bei einer Familie Sator, das war in Mannheim. Es ist also auch ein Familienname.

Daher schon denkbar, dass es eine Berufsbezeichnung war.

rosaria

G.Schmid

Mitglied

Wohnort: Schwarzenbach

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7

Sonntag, 2. November 2008, 21:16

Hallo,
könnte das vielleicht auch Sartor heißen, dann wäre es ein Schneider.

Gruß
Georg

Agnagha

Mitglied

  • »Agnagha« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Landkreis Oldenburg

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8

Sonntag, 2. November 2008, 22:58

Das Sator - Rotas Quadrat kannte ich auch, aber in meinem Fall war es wohl der Säer!

9

Montag, 3. November 2008, 17:52

Hallo,
unter Berufsbezeichnung Sator-Sartor fand ich bei Genwiki = Bedeutung Schneider
Gruß Jojo

Gisela

Mitglied

Wohnort: bei Heidelberg

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10

Montag, 3. November 2008, 18:31

Hallo Jojo,
im deutschen wird das r nach Vokal und vor Konsonant sowie am Wortende oft "verschluckt", sprich sartor wird oft fast genauso gesprochen, wie sator. Daher mag es kommen, daß manchmal in KBs beide Worte vermischt wurden. Dem mag der Autor des Gen-wiki Beitrages Rechnung getragen haben. Oder es gibt andere Gründe, warum er es so eingetragen hat. :zuck: z.B. sollen auch im Internet mal versehentliche Tippfehler vorkommen (hab ich mal gehört). Allerdings halte ich meine erste Vermutung auch für möglich. Es wäre dann allerdings praktisch, wenn die eigentliche Form auch angegeben wäre.

Lateinisch richtig bleibt jdoch: sator = Säer (und alles wie oben Beitrag 2)
sartor = Schneider.
Was das für Agnaghas Vorfahren bedeutet, wird sie bestimmt mit Hilfe ihrer weiteren Forschungen beurteilen können.

"satus" heißt übrigens "gesät" und dieser ganze lateinische Wortfamilie (die ohne r) ist verwandt mit deutsch "Saat", engl. "seed" usw.
die deutschen FNs Sartor/ius sind eine Übersetzung des FN Schneider.

viele Grüße
Gisela
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11

Montag, 3. November 2008, 18:52

Hallo Gisela,
es war auch nur ergänzend von mir gedacht. Hatte Sator auch gefunden. Bedeutung Sämann, woanders Schöpfer. Es muss
Agnaghas selber wissen, wie es zu Ihrem Ahn passt. Schön ist, das zusammen jemanden geholfen wird. Dabei auch selber etwas lernfähiges mitbekommt.
Wünsche einen schönen Abend
Gruß Jojo

Gisela

Mitglied

Wohnort: bei Heidelberg

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12

Montag, 3. November 2008, 19:15

Ja, Jojo,
so hatte ich das auch gemeint. Denn es kann ja auch ganz gut möglich sein, daß der Pastor, der Agnaghas Vorfahren aufgeschrieben hat, auch das r nicht gerollt hat :D , und es deshalb gleich mal weggelassen hat.
Das kam sicher mehr als einmal vor.
Ich finde es nur wichtig, um zu wissen woran man ist, daß die ursprünglichen Bedeutungen auseinandergehalten werden, d.h. daß klar ist was was bedeutet und was eine Abweichung ist. Sonst überträgt man leicht falsche Bedeutungen auf andere Situationen, z.B. wenn das gleiche Wort an anderer Stelle wieder vorkommt, und dann plötzlich die andere Bedeutung hat bzw. die ursprünglich richtige.

Was mir in diesem Zusammenhang zu denken gibt, ist daß ich noch nie den Beruf sator in einem KB gesehen habe, immer nur Ackerer und wenn es denn mal Latein sein mußte, dann agricola.
Na ja, einmal ist immer das erste mal. :zuck:
viele Grüße
Gisela
Ein Jegliches Ding hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde
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MichaKrauß

unregistriert

13

Montag, 3. November 2008, 21:51

Das magische Quadrat:

SATOR
AREPO
TENET
OPERA
ROTAS

Gruß Micha

FaFoFan

Mitglied

Wohnort: Darmstadt (in einem Ort in der Nähe)

Vereine: AGoFF

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14

Montag, 3. November 2008, 22:35

Lateinisch sator oder sartor?

Hallo,

zu der regen Diskussion möchte ich auch noch meinen "Senf" hinzugeben:

Zwar geht aus der Anfrage weder Zeit noch Ort hervor, doch halte ich sartor=Schneider für viel wahrscheinlicher. Die meisten Landwirte in den 1700er und 1800er Jahren waren ja Kleinbauern (Gärtner/Gärtler oder - mit noch weniger eigenem Land - Häusler = lat. z.B. casarius/gazarius), das gilt z.B. für meine Forschungsgebiete Schlesien und Mähren / Tschechien, Altösterreich und auch woanders. Davon konnten sie nicht leben, d. h. diese Kleinbauern mußten Dienste z.B. beim Gutsherrn ableisten. Oft hatten sie auch neben der kleinen Landwirtschaft noch ein weiteres Gewerbe, und da finde ich sehr häufig die Kombination mit dem Schneider (oder auch Schuster).

Ein sator als Säher ist mir jedoch noch nie vorgekommen! Übrigens, 'Bauern' waren demgegenüber die Landwirte, die eine ganze Hufe (oder Lehen) zu eigen hatten (lat. z.B. rusticus oder agricola).

Hoffe, etwas zur Klärung beigetragen zu haben.

Gruß Fafofan :|
Mit freundlichen Grüßen

:) Fafofan ;)

Agnagha

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15

Dienstag, 4. November 2008, 08:12

Also, in meinem Fall ist mit größter Wahrscheinlichkeit der Säer gemeint, denn ich habe über den gleichen Mann, der übrigens aus Westpreußen kommt, folgende Informationen:
Beruf: sator in Honigfelde (1842), inquilinus in Honigfelde (1843), Schuster in Honigfelde (1844), Instmann in Honigfelde (1845, 1847), Käthner in Honigfelde (1851-1870)
Warum ich nur „mit größter Wahrscheinlichkeit“ schreibe: Alle Berufsbezeichnungen passen in die Landwirtschaft, bis auf den Schuster. Da haben wir genau die Kombination und Situation, die Fafofan angesprochen hat. Hinzu kommt, dass er auch noch nachweislich 17 Kinder hatte, die waren bestimmt nicht so leicht satt zu bekommen.
Wenn mein Vorfahr als Schuster gearbeitet hat, könnte er natürlich theoretisch auch noch Schneider gewesen sein. Aber zwei so unterschiedliche Handwerksberufe auf einmal?
Was mir so sehr an eurem Meinungsaustausch gefallen hat: Es ist so richtig deutlich geworden, wie schwer das mit Begriffsdeutungen in alten Dokumenten ist. Man kann ganz leicht etwas falsch verstehen, wenn man die Umstände nicht kennt. Und wann kennen wir die schon bei unserem Hobby?
Was ich auch noch bemerkenswert finde, ist die begriffliche Nähe zu „Urheber“ und „Schöpfer“ und das Auftauchen des Sators im magischen Quadrat. In vorchristlicher Zeit war das Ausbringen der Saat immer auch ein mit bestimmten Ritualen verbundener Vorgang, in einigen Kulturen sogar nur besonderen Leuten vorbehalten. Klar, die Menschen waren viel offensichtlicher auf die „Gaben von Mutter Erde“ angewiesen als wir heute, bzw. waren sich dessen mehr bewusst.
In jedem Fall vielen Dank Euch allen für die interessanten Antworten. Agnagha

Josef Gassenhuber

unregistriert

16

Dienstag, 4. November 2008, 10:38

Sator

Hallo - guten Tag alle Ahnenforscher

Auszug aus: Wörterbuch zur Familien- und Heimatforschung in Bayern und Österreich von Reinhard Riepl:

Sator > Sämann, Pflanzer, Gärtner.

Auszug aus Langenscheidt Schulwörterbuch Latein:

Sator, öris, m, Säer, Pflanzer; Urheber, Schöpfer, Vater.

Sartor, öris, m, Heger und Pfleger.

Ob zur damaligen Zeit ein Unterschied zwischen Sator für Bauer, Kleinbauer und sonstige Bezeichnungen, oder Sator für Gärtner (Pflanzer), gemacht wurde entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls war es ein - heute würde man sagen - landwirtschaftlicher Beruf.

MfG Josef Gassenhuber

Agnagha

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17

Dienstag, 4. November 2008, 17:40

Ich denke, dass trifft auch auf Westpreußen und meinen Vorfahren zu. Wobei die Feinheiten, wann und wo welcher Begriff gebraucht wurde, für mich wohl ein ewiges Rätsel bleiben.

Wohnort: Bayreuth

Vereine: Gesellschaft für Familienforschung in Franken

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18

Dienstag, 4. November 2008, 18:37

Was soll denn das ganze Gestochere. Man muss schon den Kirchenbucheintrag vor sich haben, um zu beurteilen können, ob es sich um eine Berufsangabe zum "legitimen" Vater oder um die Benennung des "illegitimen" Vaters handelt.
Sator hat zum einen die Bedeutung "Säer, Pflanzer", zum anderen die Bedeutung "Zeuger, Hervorbringer, Vater, Urheber".
Also nichts wie einen vollständigen Kirchenbucheintrag!!!!
Mit freundlichen Grüßen
Friedhard Pfeiffer

Josef Gassenhuber

unregistriert

19

Dienstag, 4. November 2008, 19:05

Sator usw.

Hallo Agnagha

Hallo Fried. Pfeiffer

Hallo an alle Ahnenforscher

Ich muß Friedh. Pfeiffer grundsätzlich recht geben. Wenn man Wörter usw. richtig deuten bzw übersetzen soll, müßte man den gesamten Text (Sinn des Satzes) kennen!!!!!

Leider sind immer wieder nur kleine Ausschnitte zu sehen, so daß meistens nur ein großes Ratespiel entsteht.

Also - an Alle - beim nächsten Mal den gesamten Text bzw den ganzen Satz einstellen; zum Vorteil für uns alle.

MfG Josef Gassenhuber

Agnagha

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20

Mittwoch, 5. November 2008, 08:52

...oder um die Benennung des "illegitimen" Vaters handelt.
...
Sehr geehrter Herr Pfeiffer, es interessiert mich einfach, auch wenn es vielleicht am Thema vorbeigeht: Kam es Ihrer Erfahrung nach öfter vor, dass in Kirchendokumenten "illegitime" Väter benannt wurden?
Mit freundlichen Grüßen
Agnagha