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Marlies

unregistriert

1

Freitag, 28. Mai 2004, 13:57

vererbung von krankheiten

Hallo, dass bestimmte Krankheiten vererbbar sind, weiß ich, die bekannteste dürfte wohl die Bluterkrankheit sein, aber wie ist das z.B mit Nierenkrankheiten oder Wasserkopf und wenn diese vererbar sind, wie wird sie weitergegeben? nur in männlicher Linie? oder nur weiblich? Überspringt es eine Generation? Gruß Marlies

2

Freitag, 28. Mai 2004, 21:03

RE: vererbung von krankheiten

In meiner Familie gab es eine Mißbildung der Füße, im Volksmund Klumpfuß.
Meine Großmutter väterlicherseits hatte das, mein Vater keinen, dafür aber sein älterer Bruder, also mein Onkel. Er selbst hatte keine Kinder.

Als meine Kinder unterwegs waren hat der Arzt gesagt, dass die Vererbung von der Mutter statistisch wahrscheinlicher ist, als die vom Vater. Da mein Vater von der Mißbildung verschont blieb, war unser Risiko gleich null.
Gruß
Michael Lauffs
Aachen, Eschweiler, Stolberg
ICQ# 48430007
www.Lauffs.de

Man sollte eine Dummheit nicht zweimal machen, es gibt doch so viele davon.

Michaela Ellguth

unregistriert

3

Samstag, 29. Mai 2004, 13:52

RE: vererbung von krankheiten

Hallo,

viele Krankheiten sind vererbbar.
von meiner mütterlichen Seite sterben die Familienangehörigen zwischen 45 und 67 an Krebs ( bei Frauen Unterleibs und Darmkrebs, bei Männern Darmkrebs und Magenkrebs). Wenn einer älter wird, ist das mehr als ungewöhnlich und auch ich kann keine Kinder mehr bekommen ( will man ja mit 43 auch nicht mehr). Väterlicherseits werden alle um die 80 - 100 Jahre alt und schlafen ganz normal ein.

Sofern in der Familie Vorfahren häufig an Herzinfakt gestorben sind, gilt man als Risikoperson, also auch vererbbar.

Mein Arzt ist der Meinung, das einige Krankheiten über die Frauen weitergegeben werden, auch wenn sie oft nicht bei Frauen ausbrechen.

Die Frau meines jüngsten Bruders leidet an einer Hautkrankheit und alle drei Kinder haben diese auch.

Gruß
Michi

Oberbruddler

unregistriert

4

Montag, 31. Mai 2004, 16:30

RE: vererbung von krankheiten

Manchmal glaube ich, dass nur schlecht Dinge vererbt werden. So haben meine beiden Kinder, die "schlechten" Zähne von mir geerbt. Mein Mann hat super gute Zähne. Mein Bruder und ich haben die schlechten Augen von meinem Vater geerbt. Meine Mutter trägt erst seit einigen Jahren eine Briller (vom Alter her).
Da meine weiblichen Vorfahren alle ein hohes Alter erreichten, habe ich Hoffnung auf eine langes erfülltes Leben.

5

Dienstag, 1. Juni 2004, 13:21

RE: vererbung von krankheiten

Hallo Marlies,

man sollte auch nicht aus den Augen verlieren, das viele Krankheiten eine Generation überspringen.

Gruß

Manuela

6

Dienstag, 1. Juni 2004, 14:00

RE: vererbung von krankheiten

Zitat

Original von Oberbruddler
Manchmal glaube ich, dass nur schlecht Dinge vererbt werden.


Das liegt daran, dass "schlechte Dinge" meistens Krankheiten sind, welche vererbt werden. "Gute Dinge" können also nicht vererbt werden, da eine Nicht-Krankheit eben nicht vererbet werden kann.

Das ganze hat mit der mendelschen Lehre zu tun. Wer genauere Informationen zur Vererbung haben möchte, kann mir mal bescheid sagen. Ich werde dann versuchen einen möglcihst einfachen und präzisen Text zu formulieren, da das ganze doch relativ viele Faktoren beinhaltet.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kai N.« (1. Juni 2004, 14:00)


Oberbruddler

unregistriert

7

Mittwoch, 2. Juni 2004, 07:43

RE: vererbung von krankheiten

Hey Kai,

Zitat

Original von Kai N.
[Das liegt daran, dass "schlechte Dinge" meistens Krankheiten sind, welche vererbt werden. "Gute Dinge" können also nicht vererbt werden, da eine Nicht-Krankheit eben nicht vererbet werden kann.


Aber was ist z.B. mit Langlebigkeit? Oder mit Ausdauer in hohem Lebensalter. Das wären doch "gute Dinge" die wohl auch vererbt werden, oder?

8

Mittwoch, 2. Juni 2004, 15:25

RE: vererbung von krankheiten

Moin,

Wenn das Langleben von einer Krankheit abhängig wäre, wäre diese Krankheit eben nicht vererbt worden.

Häufig hängt Langlebigkeit jedoch eher mit den Lebensgewohnheiten und Einstellungen zusammen, di em ir der Erziehung einhergehen.

Kai

jueti

Mitglied

Wohnort: Großenhain

Vereine: AMF

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9

Mittwoch, 2. Juni 2004, 18:18

RE: vererbung von krankheiten

Hallo,

die Diskussion, ob nur schlechtes vererbt wird, finde ich nicht richtig. Der Natur (Genetik) ist das total egal. Der Mensch entscheidet erst was gut und schlecht ist. In der Natur wird alles vererbt, aber nur mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten. Je besser man seinen Stammbaum kennt, besto genauer können die Aussagen zur der Weitervererbung sein.

Bestes Beispiel sind immer die Blutgruppen, da relativ einfach: wenn ich nur die Blutgruppen der Eltern kenne, dann kann ich kaum sagen, was das Kind kriegen wird. Wenn ich aber auch die Blutgruppen der Großeltern kenne, kann ich genau die Wahrscheinlichkeit sagen. Und in Bestimmten Fällen sogar vorher schon sagen was das Kind bekommt.

Und jetzt soll mir mal jemand sagen, welche Blutgruppe gut und welche schlecht ist.

Die Mendelschen Gesetze sind die erste und einfachste Beschreibungsform der Vererbung, aber oft nicht ausreichend. Ich will hier nur die Punkte nennen Gekoppelte Gene und Crossing Over. Das wird alles von Mendel nicht beschrieben.

Es hat nur den Anschein, dass nur die Krankheiten vererbt werden, da diese sehr auffällig sind und schon sehr gut erforscht sind.

Aber auch Haarfarbe, Augenfarbe, Hautfarbe,... um nur einige Bsp. zu nennen werden vererbt.

Und so wird sehr vieles vererbt. Also nicht irgendwelche Diskussionen anfangen.

Nur kurz noch zu meinen Kenntnissen: Ich habe den Leistungskurs Biologie am Gymnasium besucht, da wurde ein halbes Jahr nur Stammbäume genetisch untersucht, z.B. Erbkrankheiten, Vaterschaftserkennung,..., und der Vererbungsweg ermittelt. Darauf hin hab ich mich noch mit einigen Fachbüchern in die Humangenetik eingelesen und versuche es auch bei meinen Stammbaum anzuwenden.

Wer Fragen hat kann Sie ruhig an mich stellen?

Noch mal zum Thema Langlebigkeit. Das einfach von einer Krankheit abhängig zu machen ist totaler Blödsinn. Da spielen vererbungstechnisch viele Dinge eine Rolle: nennen will ich hier mal die Regenerationsfähigkeit des Körpers. Wo ist da eine Krankheit im Spiel?

Ich hoffe ich konnte Euch einige Anregungen liefern.

MfG
Andreas
Neumark: Jüterbock, Heyer
Niederlausitz: Schötz,Kupsch,Jurk,Fulisch,Twarog
TH: Franke,Sachse,Götze,Dittrich,Porsch,Büttner,Große
HH: Mohr,Glade
Sachsen: Kästner,Kockel,Zenker,Mittag
Pasewalk: Marquardt, Mahnke
NSL: Liebchen,Gorisch,Baranke

Marlies

unregistriert

10

Mittwoch, 2. Juni 2004, 19:55

RE: vererbung von krankheiten

Hallo Andreas,

kann man Krankheiten benennen, die generell
1. nur in weiblicher Linie weitergegeben werden
2. nur in männlicher Linie weitergegeben werden
3. immer eine Generation überspringen
(Ausnahmen bestätigen die Regel)

Sind bestimmte Krankheiten bekannt, in denen man ( dank des heutigen Fortschritts)
diese "Kette" durchbrechen konnte?

Gruß Marlies

jueti

Mitglied

Wohnort: Großenhain

Vereine: AMF

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11

Donnerstag, 16. September 2004, 09:46

RE: vererbung von krankheiten

Hallo Marlies,

zu den Punkten 1. und 2. sei gesagt, dass es hier auf die Geschlechtschromosomen ankommt. Weiblich XX und Männlich XY!

Wenn nun eine Erkrankheit nur über ein Geschlecht weitergegeben werden soll, dann kann es das X-Chromosom schon nicht sein, da dieses ja auch Männer erhalten und zwar von Ihrer Mutter!
Also bliebe nur das Y-Chromosom übrig! Dieses wird immer vom Vater an den Sohn vererbt. Mir ist aber keine Erbkrankheit bekannt, welche sich auf dem Y-Chromosom befindet. Dies ist auch einfach zu erklären: Wenn ein Mann ein Gendefekt auf seinem Y-Chromosom besitzt hat er ja andere, unter Umständen schlechtere Voraussetzungen fürs Überleben und die Fortpflanzung. Wenn er trotzdem einen Sohn hat, hat dieser diese Einschränkungen ebenfalls. Dieses Y-Chromosom würde also irgendwann nicht mehr weitervererbt werden.

Fazit: Ich kenne keine Erbkrankheit, welche nur über ein Geschlecht weitergegeben wird.

Zum Punkt 3. ist mir keine Allgemeingültigkeit bekannt. Es gibt selbstverständlich Wege, wo dies der Fall ist, aber diese Möglichkeiten kommen nicht über eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent hinaus.

Zur letztgenannten Frage sei einfach NEIN gesagt. Es gibt Mittel und Möglichekiten die Auswirkungen zu begrenzen, aber mehr nicht. Die Genforschung ist noch am Anfang und Experimente am Menschen höchst umstritten!
Diese "Kette" durchbrechen bedeutet, Eingriffe in die Keimbahn durchzuführen und dies wurde, nach meinen Wissen, noch nicht gezielt gemacht.

Ich hoffe ich konnte es verständlich erklären, ansonsten einfach nachfragen, was nicht verstanden wurde.

Gruß Andreas
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Marlies

unregistriert

12

Donnerstag, 16. September 2004, 10:39

RE: vererbung von krankheiten

Hallo Andreas,


:danke:


Deinen Ausführungen entnehme ich, das man z.B. die Bluterkrankheit (z.B.im ehemaligen Zarenhaus) nicht heilen konnte, aber heute "mehr oder weniger in den Griff bekommt" richtig?



Gruß Marlies

Michaela Ellguth

unregistriert

13

Donnerstag, 16. September 2004, 10:51

RE: vererbung von krankheiten

Hallo Marlies,

die Bluterkrankheit, auch genannt Zarenkrankheit, kann auch heute nicht geheilt werden jedoch gibt es blutgerinnende Stoffe, die gespritzt werden und somit ein Verbluten vermieden werden kann.

Gruß
Michi

Michaela Ellguth

unregistriert

14

Donnerstag, 16. September 2004, 11:09

RE: vererbung von krankheiten

Hallo Marlies,

da ich ja einen Mediziner als Mann habe, habe ich mal einen Blick in seine Fachbücher geworfen :

Bluter : ausschließlich männlich, leidet an Hämophilie = genetisch bedingte Gerinnungsstörung mit x-chromosomalem Erbgang durch Mangel an Aktivität des Faktors VIII oder des Faktors IX.

Gruß
Michi

jueti

Mitglied

Wohnort: Großenhain

Vereine: AMF

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15

Donnerstag, 16. September 2004, 14:18

RE: vererbung von krankheiten

Hallo Marlies,

richtig! Die Bluterkrankheit ist z.B. so ein Beispiel, wovon hauptsächlich Männer betroffen sind, aber es gibt auch Frauen, die dieses haben können.

Gruß Andreas
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Michaela Ellguth

unregistriert

16

Donnerstag, 16. September 2004, 14:29

RE: vererbung von krankheiten

Hallo,

Du meinst sicher die Frauen, die vermehrt unter Hämatome leiden ( das Problem habe ich auch). Dabei handelt sich aber um eine Venenerkrankung, die Venenwände sind zu dünn und blatzen bei Verletzungen ( manchmal reicht schon ein leichter Druck aus). Dies führt im Normalfall aber nicht zum Tode ( außer erhöhte Thrombosegefahr) während es bei Männern zu unkontrollierten Blutungen kommt ( Augenbluten, Nasenbluten, Hautblutungen,usw.) und keine Gerinnungsstoffe vorhanden sind, um die Blutung zu stillen bei einer Frau jedoch die Blutung nach einer gewissen Zeit durch die Gerinnungsstoffe gestoppt wird.
Gruß
Michi

jueti

Mitglied

Wohnort: Großenhain

Vereine: AMF

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17

Donnerstag, 16. September 2004, 15:38

RE: vererbung von krankheiten

Hallo,

nein, ich meine wirklich Frauen die die Bluterkrankheit haben können.
Das ist sehr selten, unter einem Prozent aller Bluter sind Frauen!

Aber es ist eben möglich, da die Frauen ja 2 X-Chromosom besitzen. Es müssen nur beide X-Chromosomen die Bluterkrankheit tragen, ansonsten wird das kranke Chromosom unterdrückt durch das Gesunde!

Gruß Andreas
Neumark: Jüterbock, Heyer
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18

Donnerstag, 16. September 2004, 18:40

RE: vererbung von krankheiten

Moin,

habe jetzt direkt keine Lust das ganze durchzulassen, sondern gehe mal direkt auf die Frage von Springer ein.

In meiner FAmilie ist es so, das Krankheiten eine generation übersprungen hat. Meine Urgroßmutter hatte schuppenflechte, ihr Sohn also mein Großvater udn seine Schwester haben keine Schuppenflechte. Mein Vater und seine Cousine haben aber beide Schuppenflechte.

So ging es auch bei den Generationen davor.

Ansonsten haben sich bei uns keinerlei Krankheiten (bspw. Wassersucht, Lungenkrebs, Sehfehler etc...) weitervererbt.

Weder bei bei Weiblich noch Männlich gab es große Unterschiede.

Die einzigste "Krankheit" die in meiner FAmilie immer wieder Auftritt ist eine sehr dünne Figur, d.h. sehr schlanke Personen. Bei uns ist es nicht normale Schnlankheit sondern wirklich fast schon eine Krankheit. ich besipielsweise wiege nur 73kg bei 1,96m. Und dies ist wirklich in jeder Genaration, udn in jedem weiteren Zweig, bei usn in der FAmilie gibt es keine Übergewichtige Person, trotz Essen ohne Ende :D .

Ansonsten Überspringen auch normale Eigenschaften immer GEnerationen beim Männlcihen Geschlecht, jeder Sohn sieht seinem Großvater wie aus dem Gesicht geschnitten.

Gruss

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PRSLB« (16. September 2004, 18:41)


Marlies

unregistriert

19

Donnerstag, 16. September 2004, 19:36

RE: vererbung von krankheiten

Hallo an alle, die geantwortet haben:

:danke:


Das wird ja richtig spannend, ich sollte mich wohl etwas mehr mit Vererbungslehre befassen: In der Linie meines Vaters sind (fast) alle männlichen Nachkommen, ausgehend vom Urgroßvater, nierenkrank, ich meine schon, das da Vererbung eine Rolle spielt, es müssen einige davon zur Dialyse, das kann doch kein Zufall sein.


Gruß Marlies

krueger

unregistriert

20

Donnerstag, 16. September 2004, 19:39

RE: vererbung von krankheiten

Hallo Marlies,

in der Familie einer Bekannten, ist die Nierenkrankheit auch vererbt:

Sie war jahrelang an der Dialyse, hat jetzt seit ein paar Jahren eine Spenderniere. Ihr Vater hatte die Krankheit auch, ihr Bruder ist ebenso betroffen, wie dessen Kinder.

Ich denke, hier kann man schon von Vererbung sprechen.