Suche im Forum



Unsere Magazine

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum zur Ahnenforschung . Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Sonntag, 9. August 2009, 21:43

Tagebuch - Folgende Seiten - Die Seite zum Sonntag

Hallo Franz-Gemeinde,

hier nun die erste von den nachfolgenden Seiten im Tagebuch unseres Franzels.

Die Überschrift würde ich deuten als: Jung geliebter Franz und Vater

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wolfgang F.« (20. September 2009, 21:47)


Henriette 52

unregistriert

2

Sonntag, 9. August 2009, 21:54

Hallo Wolfgang,

die Überschrift sollte lauten

Innig geliebter Franz und Vater!

Na, da sieht es ja so aus, als erfahren wir doch noch ein wenig mehr über unseren Franz..... :thumbup:

Welch eine Schrift !!

Liebe Grüße
Henriette

joerg277

Moderator

Wohnort: Haan

Vereine: AMF, Verein f. Computergenealogie, AGGM

  • Nachricht senden

3

Sonntag, 9. August 2009, 23:52

Puuh, da wollte ich mich doch gleich an die Arbeit machen (planmäßig wäre ich ja wohl dran),
aber das ist ja nun nicht in paar Minuten gelöst ?( .
Das scheint mir ein Brief an Franz, den Gatten und Vater der gemeinsamen Kinder zu sein, durchsetzt mit Selbstvorwürfen der Schreiberin.

Mein augenblicklicher Eindruck: da wird wohl eher eine konzertierte Aktion nötig sein - und heute abend bringe ich sicher nicht mehr viel sinnvolles zustande.
Aber einen Versuch zur ersten Hälfte der Seite, durchsetzt mit vielen Lücken, stelle ich doch schon mal ein:


>>> und habe ihn am 10.8. in das Folgeposting übetragen, damit die Seite nicht gestückelt ist

Da kommt zu der abenteuerlichen Schrift eine noch abenteuerlichere Orthographie hinzu, an manche seltsame Grammatik sind wir schon gewöhnt.
Ich bin auf die Korrekturen und Ergänzungen gespannt!
Und wenn sich jemand an die zweite Hälfte macht, ist mir das sehr recht, ansonsten werde ich morgen nachmittag wieder rangehen.
Freundliche Grüße
Jörg

Aktuelle Jagdreviere:
Berlin und Umgebung: Mohr, Hartung, Zienicke, Krusnick, Grünack, Linto (vor 1750); Magdeburger Börde (rund um Egeln, etwa 1600 - 1800)
Gera: Dix (vor 1740); Wunstorf: Brandes, Steinmann (vor 1800), Hildesheim: Michael (vor 1800)

joerg277

Moderator

Wohnort: Haan

Vereine: AMF, Verein f. Computergenealogie, AGGM

  • Nachricht senden

4

Montag, 10. August 2009, 17:09

Tagebuch Folgeseite 1

Hier kommt jetzt der Lückentext der ganzen Seite (mit dem ursprünglich schon gestern abend eingestellten Teil), auch bei dem "gelesenen" ist einiges mehr geraten, Beinchenzählen ist fast hoffnungslos, ihr habt damit noch richtig Arbeit, denn diese Transkription ist nicht viel mehr als ein Grundgerippe:

Korrekturen bis 10.8., 21:50 sind eingetragen!
➜ der komplettierte vollständige Text steht in Henry's posting #12!

Deine zwey Briefe habe ich und .... habe ich erhalten

und da rausersehen das du lieber Franz Gesund und wohl bist erst recht

mich herzlich Freud den du bist ja mein alles welches ich

jetz sehr fühle da ich dich nicht habe und eine .... sehr leidet dich

so eine Zeit (?) nicht zu sehn da wir doch nimanden so herzlich lieb haben

und so herzlich bleiben dem Geliebten Gatte ich sehe es s jetzt sehr

ein wie sehr ich dich beleittig habe dad [das?] ich dich verlaßen wolte

mit ... lieben Kleinen da ich ... ichs nöhtig und dich blos mit

meinen unbesonnenheiten krän(k)te und dir Schmerz machte Geliebter Gatte


so sehr schmerz es mich auch jetzt da ich dich nicht habe und nur denke

muss wirst du deinen Lieben Gatten wieder sehn welcher dich

doch herzlich liebt da er nicht bey dir sein kann und es seine verhält

niße nicht anders mit brin(g)en als ab mich eine Zeit zu verlassen

Geliebter Gatte und Vater gesund und wohl sind wir bis jetz

noch beide und es fehlt uns grade nichts als

du den der Bernhard spricht nur Baba weid fort alle alle

raus und Er wiel gar nicht mehr hi.... bleiben und sind es

.... Sohnmann .... Baba durt baba und da will Er Ihn
haben


Ist das der Entwurf für einen Brief der liebenden daheimgebliebenen Ehefrau an ihren vergötterten Mann, der irgendwo in der Fremde die Brötchen verdient? Der wirkliche Brief kann es ja wohl nicht sein, schließlich ist die Seite ja Bestandteil des Tagebuch-Blocks.

Was für eine Schrift - macht manchem Pfarrer und KB-Führer Konkurrenz
Freundliche Grüße
Jörg

Aktuelle Jagdreviere:
Berlin und Umgebung: Mohr, Hartung, Zienicke, Krusnick, Grünack, Linto (vor 1750); Magdeburger Börde (rund um Egeln, etwa 1600 - 1800)
Gera: Dix (vor 1740); Wunstorf: Brandes, Steinmann (vor 1800), Hildesheim: Michael (vor 1800)

5

Montag, 10. August 2009, 21:34

Hallo Jörg,
meine bescheidenen Ergänzungsversuche, aber sicher bin ich
dabei nicht...
du erwähntest es ja schon, die Rechtschreibung, Grammatik plus Mundart
machen es uns wohl nicht leicht, wir sind verwöhnt :D


Z1: Deine zwey Briefe

Z2: wohl bist erst recht

Z8: da ich s nicht nöhtig

Z9: meinen unbesonnenheiten kränk(t)e

Z13: niße nicht anders mit brin(g)en

Z18: raus sohnmann
Viele Grüße Bianka

:?: Suche Spuren von Anton Weil *1740 ???, + 1797 in Heiligenbeil :?:

joerg277

Moderator

Wohnort: Haan

Vereine: AMF, Verein f. Computergenealogie, AGGM

  • Nachricht senden

6

Montag, 10. August 2009, 21:48

Hallo Bianka,

dies ist wirklich eine Herausforderung - aber mit etwas Mühe sollten wir es schaffen (dazu sind Herausforderungen doch da :D ).

Deine Lesungen für die Zeilen 1 bis 9 find ich ok, ich kann das jetzt(!) so auch lesen.
Auch Zeile 13 ist wirklich gut gelesen, dann heißt das folgende Wort, das ich als ab gelesen hatte tatsächlich aber als !

Bei Zeile 18 kann ich den Sohnmann nachvollziehen, mit raus als erstem Wort oooops!! ich seh grad, da hast du dich wohl verschrieben.
Wenn das raus als erstes Wort der vorletzten Zeile gemeint ist - dann ist auch das ok.

Prima gemacht Bianka :thumbsup: , nur keine falsche Bescheidenheit!
Auf dich ist Verlass, wo sind die anderen alle geblieben? Ich weiß, Bea und Henriette sind im Moment nicht oder selten hier, Böhme ist auch für mindestens zwei Wochen weg, dennoch: ich vermisse ein paar kluge Helferlein
Freundliche Grüße
Jörg

Aktuelle Jagdreviere:
Berlin und Umgebung: Mohr, Hartung, Zienicke, Krusnick, Grünack, Linto (vor 1750); Magdeburger Börde (rund um Egeln, etwa 1600 - 1800)
Gera: Dix (vor 1740); Wunstorf: Brandes, Steinmann (vor 1800), Hildesheim: Michael (vor 1800)

7

Montag, 10. August 2009, 21:59

Hallo Jörg,
hoffe auch dass sich noch andere beteiligen... ;(
raus - natürlich in der Zeile über sohnmann!

im Groben kann man den Inhalt ja erfassen, die letzten Zeilen
sind etwas tricky, sie scheint wörtlich wiederzugeben wie
der Sohn Bernhard nach dem "PAPA" ruft, oder was soll das alles heißen?
Viele Grüße Bianka

:?: Suche Spuren von Anton Weil *1740 ???, + 1797 in Heiligenbeil :?:

Henriette 52

unregistriert

8

Montag, 10. August 2009, 22:11

Hallo Jörg,

diese Schrift hat es wirklich in sich ! Da mußte ich wirklich oft raten, um den Sinn zu erfassen.
Eine ganz kleine Ergänzung bzw. Korrektur kann ich noch beisteuern:

In Zeile 9 müßte es wohl heißen
...meiner unbesonnenen Seite kränk(t)e.....

Was haltet Ihr davon ?

Liebe Grüße

Henriette

joerg277

Moderator

Wohnort: Haan

Vereine: AMF, Verein f. Computergenealogie, AGGM

  • Nachricht senden

9

Montag, 10. August 2009, 22:37

Hallo Henriette,

ich glaube schon das es unbesonnenheite(n) [danke für deinen Hinweis, da hab ich das n geschrieben, obwohl es fehlt] heißt, der erste Buchstabe von deinem Vorschlag Seite sieht anders aus als die S oder s die Franz' Frau sonst schreibt (zB Schmerz in der gleichen Zeile oder der schmerz in der Zeile darunter).
Freundliche Grüße
Jörg

Aktuelle Jagdreviere:
Berlin und Umgebung: Mohr, Hartung, Zienicke, Krusnick, Grünack, Linto (vor 1750); Magdeburger Börde (rund um Egeln, etwa 1600 - 1800)
Gera: Dix (vor 1740); Wunstorf: Brandes, Steinmann (vor 1800), Hildesheim: Michael (vor 1800)

10

Montag, 10. August 2009, 23:01

Na ? Das ist doch mal was ! Wie ich sehe, seid Ihr gut beschäftigt. Deshalb gibt es auch nur eine Seite pro Woche - Die Seite zum Sonntag.

Um die Zeit bis zum Treff etwas zu überbrücken.

Wolfg.

11

Montag, 10. August 2009, 23:10

minimale Ergänzung:

Zeile 1 könnte das fehlende Wort Brod (Brot) sein,

"Zeit" würde ich auch lesen, passt auch sinngemäß


bis später
Viele Grüße Bianka

:?: Suche Spuren von Anton Weil *1740 ???, + 1797 in Heiligenbeil :?:

Wohnort: Weserbergland

  • Nachricht senden

12

Montag, 10. August 2009, 23:59

Hallo, ihr Lieben, ich hatte wenig Zeit:

Deine zwey Briefe und Brod habe ich erhalten

und da rausersehen das du lieber Franz Gesund und wohl bist erst welchs

mich herzlich Freud den du bist ja mein alles welches ich

jetz sehr fühle da ich dich nicht habe und mir es[?] sehr leid dut dich

so eine Zeit (?) nicht zu sehn da wir doch einander so herzlich lieb haben

und so herzlich bleiben dem Geliebten Gatte ich sehe es s jetzt sehr

ein wie sehr ich dich beleittig habe dad [das?] ich dich verlaßen wolte

mit ... lieben Kleinen da ich es nicht nöhtig hatte und dich blos mit

meinen unbesonnenheiten krän(k)te und dir Schmerz machte Geliebter Gatte

so sehr schmerz es mich auch jetzt da ich dich nicht habe und nur denke

muss wirst du deinen Lieben Gatten wieder sehn welcher dich

doch herzlich liebt da er nicht bey dir sein kann und es seine verhält

niße nicht anders mit brin(g)en als ab mich eine Zeit zu verlaßen

Geliebter Gatte und Vater gesund und wohl sind wir bis jetz

noch beide und es fehlt uns grade nichts als

du den der Bernhard spricht nur Baba weid fort alle alle

raus und Er wiel gar nicht mehr hiere bleiben und sied er

einen Hofemann durt: Baba durt baba und da will Er Ihn

haben
Viele Grüße
h :) nry

_____________________________________________________________________________________________________
"Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns immer wieder gepredigt wird." J. W. v. Goethe
_____________________________
geschichte-hessisch-oldendorf.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »henrywilhelm« (11. August 2009, 00:01)


13

Dienstag, 11. August 2009, 00:16

Hallo henry,
ganz schön babbsch, oder...

hofemann ist eigentlich gar nicht so schwer zu lesen, jetzt wo du es schreibst....
Viele Grüße Bianka

:?: Suche Spuren von Anton Weil *1740 ???, + 1797 in Heiligenbeil :?:

joerg277

Moderator

Wohnort: Haan

Vereine: AMF, Verein f. Computergenealogie, AGGM

  • Nachricht senden

14

Dienstag, 11. August 2009, 22:43

Henry, du hast es einfach drauf!

Etliches blieb mir einfach rätselhaft, weil ich die einzelnen Buchstaben nicht auseinander dividieren konnte oder überhaupt nicht definieren konnte.
Mit deiner Vorlage nun: ja klar :D aber das ist mir ja schon bei Franz immer wieder so gegangen.

Jetzt bleibt nur noch ein Wort:

... dad [=das] ich dich verlaßen wolte mit ..??.. lieben Kleinen ...
Heißt das evtl. und ??? oder uns(erem)??? Irgenwie macht das nicht so Recht Sinn, für mich müsste vom Kontext her "dem" da stehen - nur das steht definitiv nicht da.

Unklar ist mir der Begriff Hofemann. Jemand der an dem Hof arbeitet, an dem anscheinend auch Franz jetzt arbeitet (und von dem er "auf Montage" :D geschickt wurde)?

Auch Franz' Ehe scheint ja dramatische filmreife Phasen zu haben, wenn ihn seine Frau offensichtlich mal verlassen wollte. Bin gespannt wie der Briefentwurf weiter geht, vielleicht haben wir sogar Glück und es wird ein Datum und der Name der Frau genannt.
Freundliche Grüße
Jörg

Aktuelle Jagdreviere:
Berlin und Umgebung: Mohr, Hartung, Zienicke, Krusnick, Grünack, Linto (vor 1750); Magdeburger Börde (rund um Egeln, etwa 1600 - 1800)
Gera: Dix (vor 1740); Wunstorf: Brandes, Steinmann (vor 1800), Hildesheim: Michael (vor 1800)

Wohnort: Weserbergland

  • Nachricht senden

15

Mittwoch, 12. August 2009, 00:14

Hallo Jörg,

Zitat: Heißt das evtl. und ??? oder uns(erem)???

Ja, ich denke, das heißt "unserem", bzw. das sollte es werden.

Hofemann ist mir auch nicht ganz klar. Vielleicht ist Jeder gemeint, der Uniform trägt.
Viele Grüße
h :) nry

_____________________________________________________________________________________________________
"Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns immer wieder gepredigt wird." J. W. v. Goethe
_____________________________
geschichte-hessisch-oldendorf.de

16

Sonntag, 16. August 2009, 21:32

Tagebuch Folgende Seiten 2 - Die Seite zum Sonntag


Wohnort: Weserbergland

  • Nachricht senden

17

Sonntag, 16. August 2009, 22:35

Geliebter Gatte das Bette ist auch besorgt und du solst
nur sehen wie herrzlich Er sich alle mal freud wenn Er schlafen geht
und wie würstet[!] du dich Freuen wen du Ihn Schlafen sähst
Geliebter Franz auch hat mir dein Vater Geschrieben
ich soll mit Bernharden auf zwey Monate hinkommen
Sie hätten für mich arbeit und für Bernharden Zeitvertreib
1) lich 2 Katzen 2 Hinner und 2 Gänze. Lieber Franz
ich habe aber Schreiben müßen das ich nicht kan indehm
ich keine Stunde mich so weid fortraute auch habe ich dan
Vater geschrieben das du gesund und wohl bist den ich hatte
gleich deinen lieben Brief erhalten den letzten auch das
du vielzusehen bekomst geliebter Gatte ich will heute
schlüßen denn ich kan gar nicht lange sietzen und verbleiben
daher deine Innig liebenten Gatten und Sohn Theresie und Bernhard
Stuwche[?] Kumpfe
Stuwche[?] Kumpfe
Viele Grüße
h :) nry

_____________________________________________________________________________________________________
"Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns immer wieder gepredigt wird." J. W. v. Goethe
_____________________________
geschichte-hessisch-oldendorf.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »henrywilhelm« (16. August 2009, 22:39)


Henriette 52

unregistriert

18

Sonntag, 16. August 2009, 22:44

Hallo henry,

super gemacht ! :thumbsup:
Daran gibt es nichts auszusetzen. :thumbup:

Nur einen kleinen Tippfehler hab ich gefunden

....lieben Brief erhalten den letzten......


Liebe Grüße :)
Henriette

19

Sonntag, 16. August 2009, 22:59

Hallo Leute,

der Franz hat also eine Therese geheiratet. Hoffentlich ist es die uns bekannte. Da scheint, die in der Ahnenfolge genannte Ehefrau evtl. die zweite zu sein. Der "Brief" wurde vor Mai 1853 geschrieben, da Franz sein Vater Bernhard in diesem Monat verstorben ist.

Die Rechtschreibung ist grauslich.

Wolfg.

20

Sonntag, 16. August 2009, 23:00

wie jetzt?? ist der Brief von der Therese?????????????



ups, hat sich grad mit Wolfgangs Posting überschnitten, ich war ganz aufgeregt!! 8o
Viele Grüße Bianka

:?: Suche Spuren von Anton Weil *1740 ???, + 1797 in Heiligenbeil :?: