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Luna247

unregistriert

1

Dienstag, 15. September 2009, 17:01

Stürme, Hochwasser, Hungersnöte, Frost, heiße Sommer, Überschwemmungen, Sonnenfinsternis

Hallo,

für alle Forscher, die nicht nur an der Sammlung von Namen und Daten sondern auch an den Lebensumständen seiner Vorfahren interessiert ist, stelle ich hier einen Link zur Wetterchronik ein. Man kann Jahr für Jahr durchsuchen.

http://www.wetterzentrale.de/cgi-bin/wetterchronik/home.pl


Viel Spaß beim Stöbern.

LG Regina :thumbsup:

Ahrweiler

Mitglied

Wohnort: Villach/Austria

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2

Dienstag, 15. September 2009, 17:11

Hallo Luna.



Da hast Du wieder mal einen super Link eingestellt.Danke dafür.Es ist ja wirklich so ,dass man sich oft fragt wie die ahnen gelebt haben,was sie getan haben und unter welchen Umständen sie leben mußten.Da gehört natürlich auch das Wetter dazu.



Liebe Grüße

Franz Josef

Roswitha

Mitglied

Wohnort: 37130 Gleichen

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3

Dienstag, 15. September 2009, 19:39

Hallo Luna,

auch von mir herzlichen Dank für den Link.

Viele Grüße
Roswitha
Auf Dauersuche nach dem Namen Creutzburg, Creuzburg, Kreuzburg oder Kreutzburg.

rotraud

Moderatorin

Wohnort: Münsterland

Vereine: WGGF

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4

Dienstag, 15. September 2009, 22:20

Dazu noch eine Leseempfehlung von mir:
Kay Peter Jankrift: Brände, Stürme, Hungersnöte - Katastrophen in der mittelalterlichen Lebenswelt
Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) 2003
Das Buch liest sich gut und ist eine Hilfe für alle, die versuchen, sich das Leben ihrer Vorfahren vorzustellen.

5

Mittwoch, 16. September 2009, 13:37

Hallo,

Auch von mir noch eine Leseempfehlung zu diesem Thema:
"ERNTEGLÜCK UND HUNGERSNOT , 800 Jahre Klima und Leben in Württemberg" von Waltraud Düwel-Hösselbarth


Grüße, Evi

Svenja

Moderatorin

Wohnort: Kanton Luzern, Schweiz; Herkunft: Kanton Zug, Schweiz

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6

Donnerstag, 17. September 2009, 17:00

Hallo

Falls sich jemand für die Hungersnot von 1817 in der Schweiz interessiert,
ich habe gestern in meinen Unterlagen aus der Schulzeit zufällig einen
Zeitungsartikel gefunden, der sehr interessant darüber berichtet.
Ich habe ihn eingescannt und könnte ihn Interessierten mailen.

Es geht in diesem Artikel vor allem um die Ostschweiz, genauer gesagt
um die damalige Situation in den Kantonen Appenzell und Glarus.

Gerade habe ich im Internet noch einen interessanten Bericht
aus der Chronik der Stadt Wil (St. Gallen) gefunden. Man kann auch
die Abschriften von Sitzungsprotokollen der Hilfsgesellschaft und
eine Auflistung der Personen, die deren Suppe bezogen, anschauen.

http://www.wilnet.ch/Default.aspx?Comman…a3-138d7198ba99

Bezüglich eines extremen Hochwassers in Karlstadt/Unterfranken
und Würzburg hatte ich hier schon mal einen Thread eröffnet.
In einem der Links werden auch viele andere Hochwasser erwähnt:

Historische Hochwasser Katastrophen

Im übrigen gibt es in Karlstadt einen Torbogen am Main, wo man
die Hochwassermarken der letzten Jahrhunderte sehen kann.
Falls es jemand interessiert, ich habe ihn fotografiert.

Gruss
Svenja
Geschichten zu meinen Vorfahren und auf den Spuren der ITEN-Familien in den USA.
http://iten-genealogie.jimdo.com/
Mit Linklisten: Auswanderung, Kriegsschicksale, Deutsche Ostgebiete, jüdische Genealogie.

7

Donnerstag, 20. März 2014, 21:17

Für das südliche und westliche Münsterland habe ich begonnen, Ereignisse ab 1500 zu sammeln.
Viele Grüße,
Simone

Familiennamen // Blog zur Familienforschung



Suche alles zur Abdecker-/Wasenmeister-Familie Pickelberger, Pickelsberger, Peckelberger, Peckenberger, Böckelberger, Pöckenberger, Böckenberger u. ä. Schreibweisen in Bayern und Österreich. Auch verwandte Berufe wie z.B. Schuster, Gerber.

rotraud

Moderatorin

Wohnort: Münsterland

Vereine: WGGF

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8

Freitag, 21. März 2014, 19:13

Klasse, Simone! Diese Zusammenfassung ermöglicht es, gezielt nach weiteren Quellen zu suchen.

9

Samstag, 22. März 2014, 16:48

Danke für das Kompliment, Rotraud!

Es war ursprünglich nur als kleines Nachschlagewerk für mich selbst gedacht, um familiäre Ereignisse, gehäufte Todesfälle etc. in einen größeren Zusammenhang stellen zu können. Daher ist es regional auch begrenzt.
Viele Grüße,
Simone

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rotraud

Moderatorin

Wohnort: Münsterland

Vereine: WGGF

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10

Samstag, 22. März 2014, 19:43

Gerade das finde ich gut. Wenn das Gebiet zu groß ist, wird es zu unübersichtlich. Gerade kleinere, nur regionale Ereignisse können sich ja auf die Familiengeschichte enorm auswirken. Z.B. hat ein Vorfahr von mir während eines Pestzuges auf Rügen innerhalb kurzer Zeit beide Eltern verloren, außerdem war kurz vorher die väterliche Schmiede und ein Teil von Bergen abgebrannt - so wurde der Junge von den Verwandten nach Danzig geschickt und wurde statt Schmied in Rügen ein sehr reicher Kaufmann in Thorn...
Wenn man solche Hintergründe nicht kennt, könnte man sich wundern.
Ich schick dir in den nächsten Tagen einen Scan aus dem Brockhaus über Seuchengeschehen in Billerbeck.

11

Samstag, 22. März 2014, 22:49

Schönes Projekt - und die räumliche Begrenzung finde ich durchaus passend. Ich selbst habe schon mal überlegt, etwas entsprechendes für den Raum Halberstadt zu machen, bin aber leider in den Anfängen stecken geblieben. Wäre so etwas nicht möglicherweise eine Idee für ein größeres Projekt, zu dem jeder beitragen kann, dem ein bestimmtes Ereignis in einer bestimmten Region auffällt? Man könnte die Begrenzung z.B. nach Landkreisen machen (dürfte hinreichend eng bzw. weitläufig sein) und eigene Rubriken für Wetterereignisse, Krankheiten, Kriegsereignisse und sonstiges, sowie eine Zeitskala z.B. mit Abständen von jeweils 10 Jahren zugrundelegen, innerhalb derer die Daten jeweils chronologisch angeordnet werden könnten...
IRGENDWIE sind wir doch ALLE miteinander verwandt... ^^

12

Sonntag, 23. März 2014, 08:10

Wäre so etwas nicht möglicherweise eine Idee für ein größeres Projekt, zu dem jeder beitragen kann, dem ein bestimmtes Ereignis in einer bestimmten Region auffällt? Man könnte die Begrenzung z.B. nach Landkreisen machen...
Ich spinne die Idee mal weiter...

Eine geographische Ordnung gibt es ja bereits im genealogischen Ortsverzeichnis GOV. Die könnte man vielleicht übernehmen. Und dann eine Datenbank bauen, die nach Jahren durchsuchbar ist... Das wäre was! Leider habe ich keine Programmierkenntnisse, so dass ich von der Seite nichts beitragen kann.

Viele Ereignisse lassen sich sicher auch im GenWiki oder auf ähnlichen Webseiten finden, aber halt nur "versteckt" in längeren Texten. Ein Vorteil der Datenbank wäre die Suche nach Ereignissen in größeren geografischen Räumen. Man könnte Ortsnamen in der Ereignis-Datenbank mit den GenWiki-Einträgen verbinden...
Viele Grüße,
Simone

Familiennamen // Blog zur Familienforschung



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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »zimba123« (23. März 2014, 08:15)


13

Sonntag, 23. März 2014, 08:37

Hallo zusammen,

na das sind ja mal richtig gute Links und Ideen !!
:danke:

Auch ich suche immer Ereignisse aus der Zeit in der meine Ahnen lebten damit man einen besseren Eindruck hat, womit sie sich auseinander setzen mußten.
Daher wäre so eine Datenbank natürlich toll.
Also werde auch ich mal Daumen halten, ob sich vielleicht jemand findet, der so ein Projekt in Angriff nimmt.

LG
Petra

Berlin-Bob

Administrator

Vereine: CompGen

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14

Sonntag, 23. März 2014, 09:42

Ich habe für ein englisches Ahnenforschungsforum ein "Timelines" Datenbank eingerichtet, die nach Länderen und Kategorien gefiltert werden kann.
http://surname.rootschat.com/lexicon/reflib-timelines.php

So was in dieser Art (mit relevanten Kategorien) könnte ich mir hierfür auch vorstellen.

Gruß,
Bob
.
suche mehr Ahnen für mein Website http://www.margulies-chronicles.com/index.DE.php (deutsch) / (english)
insbesonders Remenyi (Ruml), Margulies, Morser (Mörzer) in Polen, Ungarn, Slovakei, Österreich, ....

brokstedt

Mitglied

Wohnort: Nordhastedt/Dithmarschen

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15

Sonntag, 23. März 2014, 11:40

Wetterfakten westliches Holstein/Elbmarschen/Dithmarschen - Teil 1 bis 1800

Hallo zusammen,

eine entsprechende Datenbank wäre wirklich toll,

ich habe nebenher ebenfalls (bis auf einzelne Tage hinunter) aus allen möglichen Quellen (Chroniken, Tagebücher, Hofberichte etc.) für das westliche Holstein immer wieder entsprechende Aufzeichnungen gesammelt, die ich für meine Familiengeschichten auch immer wieder benutzt habe. Teilweise habe ich die jeweiligen Quellen zwar nicht immer ausformuliert dazugesetzt (müsste natürlich bei einer "professionellen" Datenbank nachgeholt werden), aber zum allgemeinen Interesse stelle ich hier auch einmal meine Sammlung zur Verfügung.

Damit möchte ich auf jeden Fall den Impuls für eine solche Sammlung in "Gemeinschaftsarbeit" verstärken.


Wetter- und sonstige Phänomene in westlichen Holstein (in Teilen sicherlich mindestens auch für Norddeutschland anzuwenden)




nach Allerheiligen 1522 - große
Wasserflut in den Elbmarschen


1565 - große Pestilenz in den
Elbmarschen – viele Tote


23.06.1582 – Erdbeben bei Burg
(Chronik Dithmarschen)


um Michaeli 1593 - schwerer Sturm und
Deichbrüche in den Elbmarschen, viele Tote


Donnerstag vor Jacobi 1598 –
Blitzeinschlag Nordermühle Meldorf


1607/08 Kältewelle – vermutlich
der kälteste Winter seit Tausend Jahren (!)


gegen Weihnachten 1615 - eine schwere
Flut, die ein Drittel der Deiche in den Elbmarschen zerstört – im
Folgejahr 1616 wird Glückstadt gebaut, bis 1620, 1636 Kastell


11.05.1634 - Burchardiflut

1635 - sehr harter Winter, mit Pferd
und Wagen über die Elbe, selbst zum Pferdemarkt in Itzehoe sind sie
noch über die Elbe


1660 - eine jämmerliche Zeit in den
Elbmarschen – Armenhaus Elmshorn 1663 erbaut


1675 - schwere Mäuseplage in den
Elbmarschen


1686 - heißer Sommer

1701 - heißer Sommer

1704 - eher warmer Sommer

1705 - eher warmer Sommer

1708/09 - Europa weit die grausame
Kälte von 1709 – 1709 in weiten Teilen Hungersnot


1712 - Pest in Glückstadt
23 und 24.8 1714 - starker
unerhörter Regen seit Menschengedenken, die Flüsse und
Binnendeiche an der Krückau über die Ufer

Herbst 1714 - dann sehr mild, Vieh
bis Advent auf den Weiden


03.05.1715 – totale
Sonnenfinsternis am Vormittag über Dänemark, SH 80-90% Abdeck.


Herbst 1717 – (Chronik
Windbergen) vorzügl. Witterung wie seit Menschengedenken nicht mehr


Weihnachtsflut 1717 - Eisflut wenige
Tage später im Januar 1718


31.12.1720 - Weststurm zerstört
mehrere Häuser und tötet mehrere Menschen Burg/bis Neujahr (auf
Helgoland wird die Düne von der Hauptinsel getrennt)


1721 - Atmosphäre zwei Monate durch
Hochnebel so verfinstert, dass die Sonne in dieser ganzen Zeit
blutrot ohne ihren gewöhnlichen Glanz erschien


1727 - sehr heißer Sommer

1732 - im Sommer sehr viele
Nordlichter in ganz Deutschland zu sehen


Jan 1740 nach Heiligen Drei Königen
- schwerer Frost mit vielen Erfrorenen in der Elbmarschen – in weiten
Teilen Deutschlands langer Winter/Bäume erst Ende Mai Laub


1740/41 - in weiten Teilen
Deutschlands früher Winter – deshalb Hungersnot 1741


1744 27.2. - Kometensichtungen

1745 - Viehseuchen in der Elbmarschen

12.12.1747 - schwerer Sturm mit
vielen umgerissenen Bäumen und Hausschäden (Elbmarsch)


1748 - ein schwerer Sturm mit vielen
Verwüstungen (Elbmarsch – wann ?)


13.07.1755 – schweres
Sommergewitter in der Elbmarsch mit Donner und schwerem Hagelschlag
mit viel Schaden auf den Feldern


1755/56 - milder Winter nach dem
Erdbeben Lissabon vom Nov 1755


Sommer 1763 - viel Regen in der
Elbmarsch, man konnte auf einzelnen Wiesen Boot fahren


1765 - ist die Kornernte in den
Elbmarschen erst 3-10.11. eingebracht worden/von Johanni (24.6.) bis
Allerheiligen so viel Regen



1769 - ein Komet

15.03.1770 – so starker
Schneefall in der Elbmarsch, dass die Wege unpassierbar waren und
geräumt werden mussen


17.12.1770 - schweres Gewitter in den
Elbmarschen


1771 - Dauerregen im Sommer
vernichtet die Ernte im ganzen Staat Dänemark, Hungersnot


12.08.1777 - schwerer Sturm mit viel
Korn- und Deichschäden in den Elbmarschen


1778 - ein eher warmer Sommer

1778/79 - ein milder Winter


Herbst 1781 – sehr nass –
Schwierigkeiten bei der Wintersaat in der Elbmarschen


Sommer 1782 – sehr schlechtes
Wetter während der Erntezeit, lange Angst vor Mißernte


1783 - sehr heißer trockener
Sommer, glänzende Nordlichter, ab Mitte Mai, viel trockener
Hochnebel, Höherauch oder Hererauch genannt (hervorgerufen durch
Vulkanausbrüche in Island und Sizilien im Frühjahr?) in den
Elbmarschen deshalb geringe Ernte



1783/84 - sehr kalter Winter viel
Schnee und Kälte („vulkanischer Winter weltweit“),bis 13.4.
Frost, 4.4. viel Schnee (Sturm), der bis 22. April liegengeblieben,
am 1.5. nochmals handbreit Schnee während der Gerstensaat in der
Elbmarschen


10.07.1785 (?) - schwerer Sturm in
den Elbmarschen


1788 - ein warmer Sommer

Sommer 1790 – total verregnet,
Regen vom 24.6. bis 7.9.


März 1791 - ungewöhnlich hohe, aber
keinen Schaden bringende Sturmflut


10.12.1792 - großer Sturm, einige
kleine Deichbrüche in den Elbmarschen


19.12.1792 - noch ein Sturm, nur
wenige Stunden, aber viele Häuser zerstört in den Elbm.


1793 - sehr kalter April-Juni,
dagegen sehr heißer Juli und August


26.02.1794 – Kopenhagener Schloss
brennt am helligten Tage



1798 - ein warmer, trockener und
anhaltend angenehmer „Bilderbuchsommer“


1798/99 - langer harter Winter, im
Frühjahr viel Regen, im Mai noch die Felder unter Wasser in der
Elbmarsch, viel Vieh verhungert



Falls jemand noch gute Quellen für den Zeitraum 1750-1830 hat, wäre ich sehr dankbar - Habe mich auf diesen Zeitraum aktuell wegen eines Buchprojektes eingeschossen
Gruß Brokstedt

Suche alles zu FN Giesenhagen (S-H, M-V, BRB), FN Albers, Halkens (in Meldorf/Dithmarschen), FN Kohl (in Meldorf, Elmshorn, Steinburg, Lauenburg und Weickelsdorf/Sachsen) sowie FN Stöcken und Schnau (in Schwansen)

Jede Form von Info-Austausch Süderdithmarschen (allgemein) interessiert.

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Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme (Thomas Morus)

brokstedt

Mitglied

Wohnort: Nordhastedt/Dithmarschen

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16

Sonntag, 23. März 2014, 11:42

Wetterfakten westliches Holstein/Elbmarschen/Dithmarschen - Teil 2 ab 1800

Hallo zusammen,

anbei Teil 2 - ab 1800

1800 - ein eher warmer Sommer, aber
auch – im Norden – ausreichend Niederschlag“


3.11.1801 – schwerer Sturm an der
Westküste, aber keine Sturmflut


1802 - ein eher warmer Sommer,
darunter einige sehr, sehr heiße Tage im August


1803 - ein sehr warmer und
anhaltender Sommer (2. August in HH sehr heiß)


1803/04 - ein milder Winter


1807 - ein eher warmer Sommer (Altona
24.7. schwüle Gewitter, 8.8. drückend heiß)



1810/11 - mäßig kalter Winter mit
Frost nur Anfang Januar


1811 - sehr heißer trockener Sommer,
der schon früh beginnt und lange andauert (noch bis 24. September
sommerlich und trocken) (herausragend- von den Zeitgenossen als
heißester der letzten 120 Jahre empfunden)


1813 - milder Vorfrühling, der früh
die Schiffahrt wieder gestattet (v.a. Ostsee)


Anfang bis Mitte Mai 1813 - (in
Hamburg) Dauerregen


15.08.1813 – strömender Regen in
Hamburg


1813/1814 - ungewöhnlich kalter und
schneereicher Winter (Kosakenwinter)


Mai 1818 – ein Bilderbuchmai !!!
(Elbmarschen)


1825 – Februarflut

Ende1820er und 1830er - Tendenz zu
milden Wintern und nassen, kalte und stürmische Sommer (Jahrbücher
der in- und ausländischen Medizin, Bände 7/8 - Meldorf)


1833/34 - außerordentlich milder
Winter , kaum Frost, vorherrschende Windrichtung Südwest, im Ganzen
recht stürmisch und regenreich, der Westwind verhindert das Öffnen
der Schleusen, niedere Marschgebiete überfluten


1843 27.2. - Kometensichtungen

1845 9.10. - sehr hohe Sturmflut am
Brokdorfer Elbdeich (viele Schiffer verloren ihre Boote)



1847 09.04. - sehr hohe Sturmflut am
Brokdorfer Elbdeich (fast wie 1825)


1848 09.08. - Orkan am Elbdeich
(Brokdorfer Mühle)


1852 09./10.01. - Orkan am Elbdeich
(Brokdorfer Mühle)



1852/53 bis Mitte Februar - sehr
warmer Winter (Stiefmütterchen und Nelken blühen), dann starker
Frost mit fruchtbarem Schneefall


1853 08./09.05. - starker Schneesturm
auss Nord-Nord-Ost in Brokdorf



Neujahrsnacht 1853/54 – eisige
Kälte, furchtbarer turm peitscht Regen bei Blitz und Donner gegen
die Scheiben (Elbmarschen)


1855 01.01. - heftiger Orkan in
Brokdorf , hunderte Schiffe auf der Elbe werden mit gerissenen
Ankerketten weggespült, teilweise bis Hamburg


1858 - sehr trockenes Frühjahr bis
Ende Juli


Sommer 1861 – viel Regen (seit 50
Jahren kein so nasser Sommer )


Feb 1868 – 8 Tage Sturm am Stück

Mai 1868 – wunderschön, ähnlich
wie Mai 1818


Winter 1869/70 – langer starker
Frost zu Beginn 1870, in Hamburg friert die Elbe nach Stade zu
(Schlittschuh)


05.04.1870 – abends 9-10 Uhr
prächtige Nordlichter in großer Höhe (Elbmarschen)


Jan 1872 – sehr milde

Jun 1872 – viele Gewitter

Jan 1882 – sehr milde

Jan 1883 – winterlich, Feb 1883
dann sehr milde


12.02.1894 - furchtbarer Sturm in
den Elbmarschen


Anfang bis Ende April 1896 - immer
Regen



17.07.1900 – schwere Gewitter in
der Elbmarschen


25.08.1927 – 24Stunden Regen,
teils schwer
Gruß Brokstedt

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17

Sonntag, 23. März 2014, 15:13

Klasse, Brokstedt, sehr schön zusammen gefasst,

ich habe auch immer versucht, die Umstände, in denen meine Vorfahren lebten mit in die Familiengeschichte aufzunehmen.
Wegen der Sturmflut 1717/18 und der anschließenden Überschwemmung in der Wilstermarsch, mussten meine Ahnen ihren Heimatort verlassen und zur bevorstehenden Geburt nach Wilster gehen. Welche Dramen sich da abgespielt haben, wenn Haus und Hof verloren waren, und damit die Ernährungsgrundlage, mag ich mir gar nicht vorstellen.

Einen schönen Restsonntag wünscht
Ursula
Viele Grüße :) Ursula

18

Montag, 24. März 2014, 13:05

Seuchen und Epidemien im 18. Jahrhundert in Schleswig Holstein

Hier ist noch ein interessanter Link:

https://sites.google.com/site/ahnensuche…-18-jahrhundert

Viele Grüße, Ursula
Viele Grüße :) Ursula

19

Samstag, 29. März 2014, 09:49

Hallo Brokstedt

Tolle Arbeit und sehr interessant.

Evtl. passt noch die Allerheiligenflut von 1570 in deine Sammlung:

Die Allerheiligenflut 1570 ereignete sich am 1. November 1570.
Die gesamte Küste von Flandern über Groningen bis Nord-West-Deutschland wurde überflutet. Fünf Sechstel von Holland waren überflutet. Es gab etwa 20.000 Tote. Im Alten Land, in Stillhorn, Moorwerder und in den Vier- und Marschlanden brachen die Deiche. In Hamburg wurde die Ellerntorsbrücke zerstört. Im Norden der Insel Strand kam es zu mehreren Deichbrüchen, die erst Jahre später wieder geschlossen werden konnten. Nach dem Hereinbrechen der Allerheiligenflut in den Niederlanden am Vortag setzt sich das Desaster fort. Bei einem Orkan an der Nordseeküste brechen die Deiche von Holland bis Jütland. In den Wassermassen sollen 41.000 Küstenbewohner ums Leben gekommen sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Allerheiligenflut_1570

LG
SAM
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