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Marie

Mitglied

  • »Marie« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schwerin

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1

Dienstag, 13. Oktober 2009, 19:18

FACKLAM - Was könnte dieser Name bedeuten?

Könnt ihr Euch erklären, woher der Name Facklam kommt? Ein "weitläufiger" Verwandter von mir interessiert sich dafür, und ich natürlich auch, denn ich habe den Namen ja auch in meinem Stammbaum.

Viele Grüße
Bärbel
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2

Dienstag, 13. Oktober 2009, 19:29

Facklam ist nach Hans Bahlow, Deutsches Namenslexikon, ein wendischer Orts[herkunfts]name [vgl. Anklam].
MfG
Friedhard Pfeiffer

Laurin

Mitglied

Wohnort: Oberfranken

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3

Dienstag, 13. Oktober 2009, 19:45

Facklam ist nach Hans Bahlow, Deutsches Namenslexikon, ein wendischer Orts[herkunfts]name [vgl. Anklam].
MfG
Friedhard Pfeiffer
Hallo Bärbel
@Friedhard Pfeiffer,

habe ein bißchen recherchiert und finde keinen Ort namens Facklam. Kann dieser evtl. wüst gefallen sein?
Freundliche Grüße
Laurin

Marie

Mitglied

  • »Marie« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schwerin

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4

Dienstag, 13. Oktober 2009, 20:31

Vielleicht sollte ich noch dazu schreiben. Der Name Facklam taucht in einer veröffentlichten Publikation zum ersten Mal um 1650 in dem Dorf Alt Meteln bei Schwerin auf. Um diese Linie geht es. Es ist unbekannt woher dieser Facklam stammte.

Viele Grüße
Bärbel

P.S. Auf jeden Fall vielen Dank für Ihren Hinweis Herr Pfeiffer
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Hina

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5

Dienstag, 13. Oktober 2009, 21:31

Hallo,
nach Bahlow ist der Name in Mecklenburg (Wismar, Schwerin) beheimatet. Es ist sehr anzunehmen, dass der Ort in der Gegend lag und vermutlich sogar schon lange nicht mehr existiert.
Viele Grüße
Hina

PS:
Eintrag im Wismarer Grundbuch:
Gerd Facklam dot. Oculi 1632
"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann

6

Sonntag, 15. September 2013, 06:10

Hallo Bärbel,

ich sah, dass Du Dich nochmal mit dem Facklam-Rätsel beschäftigt hast.

Hier gibt es zwei weitere Deutungen ( Schwein-Lamm und oft lahm), leider nicht ausführlich.
http://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/programm/nnds870.html

Man müsste vor allem wissen, warum Udolph die Bahlow-Deutung verwirft, und was er für "Oftlahm" anführt. Bisher haben wir nur drei Hypothesen. Bahlows Ort habe ich auch nicht gefunden, die beiden anderen Deutungen sind nicht belegt.

Für mnd. vak gibt es weitere Bedutungen, Grundbedeutung ist Fach. Aber auch damit gelingt mir keine Deutung.
http://www.koeblergerhard.de/wikiling/mn…anslation_long=

Viele Grüße
Xylander

7

Sonntag, 15. September 2013, 15:30

Hallo Xylander,

Anklam bedeutet an/auf dem Hügel. Chlum - Hügel, Höhe.

http://books.google.de/books?id=-pUrAQAA…20chlum&f=false

"An" ist die Präposition, also ist bei Facklam "Fa" die Vorsilbe. Da werden die Erstsiedler mit verschiedenen "ver/va/fa/ den Ort benannt haben.

Ich denke auch, wie der Bauer Facklam, es ist ein und derselbe Ort.

Liebe Grüße, Ursula

P.S. Und natürlich liebe Grüße an Marie, die diese Frage gestellt hat.
Viele Grüße :) Ursula

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sommer« (15. September 2013, 15:32)


Marie

Mitglied

  • »Marie« ist der Autor dieses Themas

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8

Sonntag, 15. September 2013, 18:22

Hallo Xylander, Hallo Ursula,


danke für die Grüße Ursula. Das ist ja herrlich. Durch Zufall bin ich gerade gestern mal wieder auf meine
Anfrage im Forum gestoßen.


Schön, das ihr der ganze Sache noch einmal wieder einen neuen Schub verliehen habt.


In den Anfängen wurde der Name so gar noch - Facklang - geschrieben.


Viele Grüße
Marie
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9

Sonntag, 15. September 2013, 18:30

Hallo Ursula,

ja, sehr schön, das erklärt schon mal Anklam. Auch die Bildeweise, ganz ähnlich wie bei deutschen Wohnstättennamen mit Präposition + topographisches Objekt, und die Aufpropfung durch die (nieder)deutschen Siedler, to anklam oder so ähnlich wird sie gelautet haben, das klingt sehr plausibel. Also, vorbehaltlich dessen, dass ich von wendischen Vokabeln keine Ahnung habe und das jemand prüfen müsste, sage ich mal: das halte ich für einen guten Ausgangspunkt.

Wenn man das überträgt auf Facklam, *faklam, und auch hier chlum - Hügel zugrundelegt, müssen nicht unbedingt die Kolonisatoren mitgemischt und fa oä. aufgepropft haben. Es könnte sich auch um eine rein wendische Präposition fa handeln - dies wie gesagt ohne jede Kenntnis, aber theoretisch wäre es denkbar.

Schweinelamm und Oftlahm kommen mir recht verzweifelt vor, Vorschläge auf die man kommt, wenn man garnix findet. Aber das liegt sicher an der verkürzten Wiedergabe. Der Rudolf Zoder hat sich mit ostfälischen Namen beschäftigt, insofern müsste man eigentlich prüfen, ob er dort Facklam oder ähnliche Namen untersucht hat - dann käme die rein niederdeutsche Bildung doch wieder ins Spiel.

Wen meinst Du mit dem Bauern Facklam? Da stehe ich auf dem Schlauch.

Viele Grüße
Xylander

10

Sonntag, 15. September 2013, 18:32

Hallo Marie,
das hat sich gekreuzt und ergibt wieder neue Aspekte. Nun müssen wir nachdenken.
Viele Grüße
Xylander
Hilfreich wäre eine kleine Liste mit Namensvarianten und den zugehörigen Jahreszahlen, Orten und Ereignissen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Xylander« (15. September 2013, 18:44)


11

Sonntag, 15. September 2013, 18:42

Hallo Marie und Xylander,

Facklang ist sicher eine Schreibweise, die aus der Zeit stammt, als noch nach Gehör eingetragen wurde. Weil er im Zusammenhang mit Facklam steht. Andernfalls ist damit ein völlig neuer Name zu deuten.

http://www.hof-facklam.de/site-8.html

Dies ist die Seite des Bauern.

Liebe Grüße, Ursula
Viele Grüße :) Ursula

12

Sonntag, 15. September 2013, 18:49

Ja Ursula, dann hätte der Name ursprünglich schlicht van Anklam geheißen und wir müssten garkeinen zweiten Ort mit wendischem Namen suchen.

Aber jetzt haben wir ja eine neue Lage. Wie Du sagst, es wäre zu klären, ob Verschreiber oder ganz anderer Name.

Also, Marie, wir brauchen wohl noch mehr Informationen.

Viele Grüße
Xylander

13

Sonntag, 15. September 2013, 19:25

Wobei die Form Facklang sehr selten zu sein scheint. Doch ein Verschreiber?
https://familysearch.org/search/record/r…untry%3AGermany

Demgegenüber Facklam:
https://familysearch.org/search/record/r…untry%3AGermany

Viele Grüße
Xylander

Marie

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  • »Marie« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Schwerin

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14

Montag, 16. September 2013, 13:06

Ich muss dazu ganz ehrlich sagen, ich habe Facklang irgendwann einmal in Facklam geändert und kann den Übergang
wahrscheinlich nicht mehr genau nachvollziehen. Ich gehe aber noch einmal in meine Datenbank rein.

Viele Grüße
Marie
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15

Dienstag, 17. September 2013, 08:08

Facklam in meiner AL

Hallo

in der AL meiner Frau kommt der Name auch vor. * 1765 aus Qualitz dann Kirchdorf in Mecklenburg.

VG

Hans-Hermann

16

Dienstag, 17. September 2013, 08:30

Hallo Marie, hallo Hans-Hermann,

bisher haben wir ja vier Deutungsmöglichkeiten, wenn man die eventuelle Alternative Facklang mal außer Betracht lässt.

Wobei mich eines stutzig macht: Udolph ist ausgesprochener Spezialist für deutsch-slawische Wechselwirkungen bei der Ortsnamen- und Familiennamenbildung. Und natürlich weiß er, was seine Kollegen schon mal gedeutet haben.

Wenn er hier der wendischen Hypothese von Bahlow oder dem Bauern Facklam nicht folgt und stattdessen einen rein niederdeutschen Namen sieht, zu dem er auch nur eine merkwürdig klingende Deutung (oft lahm) hat, dann muss er gewichtige Gründe haben. Aus der Extraktversion im Rundfunkbeitrag können wir die nicht erkennen. Und nur Oftlahm beurteilen - für mich eben eine lahme Sache.

Viele Grüße
Xylander

Marie

Mitglied

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17

Dienstag, 17. September 2013, 10:36

Hallo Xylander, Hallo Hans-Hermann,


ich habe "dummerweise" die Schreibweise Facklang in meiner Datenbank auch schon in Facklam umgewandelt.


Übrigens, Hans-Hermann, falls es bei Deinen Facklams auch eine Verbindung nach Alt-Meteln geben sollte, bin
ich für Dich genau die richtige Ansprechpartnerin.


Viele Grüße
Marie
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18

Dienstag, 17. September 2013, 11:18

Hallo,
Alt-Meteln scheint ja der Ort des frühesten greifbaren Auftauchens zu sein. Habt Ihr da denn alle Quellen ausgeschöpft? Irgendwo könnte doch stehen, woher der erste Namensträger in Alt-Meteln kam.
Viele Grüße
Xylander

19

Dienstag, 17. September 2013, 16:21

Hier ist noch eine frühe Erwähnung.

Facklam. Dreves Hadeler. Hans Brandt, Bauersmann zu Mecklenburg. 1572 bei Andreas Ernestin.

http://books.google.de/books?ei=uDs4UhWnguAEtf-BqAw&hl=de&id=RbkjAQAAIAAJ&dq=grevesm%C3%BChlen&q=mecklenbvrg

Dann denke ich wie Xylander im Post 12, Facklam deutet sich als ein van/von Anklam.

Gefunden habe ich noch die alten Namen. Tanglym, Tanglim, Tanclym, Tancklim, Angelehem, Ankelem, Angleem, Anglim, Ancklym. Das "T" wurde verschluckt gesprochen und ist im Laufe der Zeit verschwunden. Schon im XIII. Jahrhundert war der Name Anclem. Der Forscher Dr. Gustav Kratz verwirft die Silbe "chlum" - "Berg", (weil keiner vorhanden)stattdessen nennt er "glamb" - "Tiefe, tiefes Wasser, Moor, Bruch". Die alte Vorsilbe "Tang" erklärt er mit dem Namen Tango-mir, Tango-slaw. Also, viele Forscher, viele Meinungen.

Liebe Grüße, Ursula

Viele Grüße :) Ursula

20

Dienstag, 17. September 2013, 17:34

Hallo Ursula,

ganz wunderbar, danke. Der Facklam hieß übrigens Caspar und war wohl einer der Stifter der Glocke, auf der sich die Inschrift befand, hab dem Snippet noch was abgeluchst:
http://books.google.de/books?id=-9gjAQAA…ved=0CDwQ6AEwAg

Schade, mit dem anderen Stifter Dreves Hadeler, dem Andreas aus dem Lande Hadeln, hätten wir es leichter gehabt.

Von Anklam bleibt aber leider immer noch Hypothese.

Und Bahlow hat sich ein Sumpfwort entgehen lassen :)

Viele Grüße
Xylander