Suche im Forum



Unsere Magazine

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum zur Ahnenforschung . Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

klausdieter

Mitglied, Neu im Forum

  • »klausdieter« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Berlin

Vereine: keine

  • Nachricht senden

1

Samstag, 31. März 2012, 23:16

Suche Vorfahren in der Prignitz

Liebe Forscher in der Prignitz,

suche Vorfahren zunächst in der Ostprignitz, des letzten mir bekannten Ahnen
in Beerenbusch bei Rheinsberg mit folgenden dokumentierten Angaben:

- Joachim Kehrberg (Witwer), Beruf: Theerschweler, wohnhaft: Beerenbusch/Theerofen
- Heirat: Juli 1786 - Helona Hagenau, Pfarramt Menz (Rheinsberg)

Vor längerer Zeit habe ich hier im Forum gelesen, dass ein Johann Karl Friederich Thederan
eine Mühle von seinem Schwiegervater Johann Kehrberg 1791 übernommen haben soll.

Gruß klausdieter

2

Sonntag, 1. April 2012, 11:44

Kehrberg

Guten Tag, klausdieter,

auf www.db-brandenburg.de gibt es etliche Kehrbergs, u. a. auch Müller. Vielleicht gibt es eine Verbindung.

Schöne Grüße
Willi

klausdieter

Mitglied, Neu im Forum

  • »klausdieter« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Berlin

Vereine: keine

  • Nachricht senden

3

Montag, 2. April 2012, 01:21

Vielen Dank Willi,

leider gibt es bei db-brandenburg.de seit 2010 unter Kehrberg nichts Neues zu entdecken.
Aber ich vermisse hier den Forums-Beitrag von ca. 2010 über die Verbindung > Kehrberg - Thederan <.
Hier hatte ein Mitglied(?) auf die Frage nach Thederan geantwortet und auch eine Kehrberg-Linie aufgeführt,
alle Teerschweler von Beruf. Und hier könnte ein Kind dieser Verbindungen mein Joachim Kehrberg sein.

- Joachim Kehrberg oo Dorothea Thederan
*1653 +1708

- Joachim Kehrberg oo Maria Lemke am 5. Feb.1717
*März 1698/Teerofen - *1694 +21.10.1773/Teerofen

- Heinrich Kehrberg oo (Anna) Maria Bubert am 26.Jan. 1751
*15.09.1722/Teerofen - *1731 +01,06.1804/Teerofen
+27.05.1799/Teerofen

Von diesem Heinrich K. könnte mein Joachim als Sohn abstammen und der Mühlenbesitzer Johann Kehrberg
ein Onkel sein, der dem Schwiegersohn Johann Karl Friedrich Thederan seine Mühle im Alter übergab.

- Interessant wäre für mich auch die frühere Verbindung mit Dorothea Thederan des Joachim Kehrberg *1653,
denn genau 50 km westlich ist Pritzwalk und davon 10 km südlich der Ort Kehrberg. Dort hinterließ 1676 ein
Heinrich v. Kehrberg 3 Söhne und auch einen Joachim Chrisoph v. Kehrberg. Der Landreiter stellte 1684 in der
Prignitz 151 Rittersitze und 251 Dörfer fest und erwähnt nur den Sohn Heinrich Christian jun. dort in Kehrberg.
Die letzte noch 1692 belehnte Hälfte des Rittergut ging 1695 dann vollständig an die Familie v. Winterfeldt.

Viele Grüße aus Berlin
klausdieter

4

Freitag, 24. August 2012, 10:40

Hallo Klaus-Dieter,

die von Dir zitierten Daten KEHRBERG/THEDERAN dürften von Olaf Wolter stammen. KEHRBERG ist im nördlichen OPR nicht selten. Ich habe sie öfter im Zusammenhang mit Teerschwelerei gefunden. Ein Joachim KEHRBERG zu Kagar stiftete ca. 1648 einen Leuchter, der in der Kirche von Dorf Zechlin aufbewahrt wird. In Kagar werden Kalkbrenner und Erbpächter unter dem Namen genannt. Ein Joachim KEHRBERG wird als Stellmachermeister zu Schulzendorf im KB Gransee bei der Heirat seines Sohnes 1798 genannt. Ein Teerhaendler KEHRBERG zu Neu-Lögow wird von Klaus Scherler nach KB Gr.Woltersdorf angegeben, also alles in Deiner Gegend.

Auch HAGENOW gibt es im Zusammenhang mit Teerschwelern: 1793 bei Gadow Teerschweler Siegfried HAGENOW, um 1800 HAGNOW in Fristow, da ist eine ganze Sippe von Teerschwelern mit diesem Namen.

Das mit der Mühle betrifft Kunsterspring nördlich Neuruppin. Der Johann Karl Friedrich THEDERAN *ca. 1766 (+18.4.1832 Zühlen) oo 12.10.1790 in Zühlen Maria Wilhelmine Henriette ROSENBERG *ca. 1774 +13.6.1832 Zühlen, deren Mutter Sabina Sophia KEHRBERG, eine Tochter des Musketiers Johann KEHRBERG, der die Mühle in Kunsterspring baut. Dieser THEDERAN ist ein sehr umtriebiger Unternehmer, Mühlenmeister, Gustbesitzer in Gühlen, Amtmann von Zühlen usw. Ich habe 11 Kinder von ihm gefunden.

Hast Du nur die obigen Daten zu Deinem KEHRBERG? Dann wird es schwierig. Weitere Details gern bilateral.

Besten Gruß
Diedrich

5

Samstag, 25. August 2012, 10:12

Noch zur Ergänzung:
Auch der genannte Johann Karl Friedrich THEDERAN betrieb eine Teerschwelerei in Steinberge. Alle genannten Namen sind somit mit der Teerschwelerei verknüpft, was verwandtschftliche Verhältnisse nahe legt.

Diedrich

owolter

Mitglied

Vereine: BGG "Roter Adler", AGoFF

  • Nachricht senden

6

Samstag, 25. August 2012, 11:50

Hallo,

hier nochmals die Daten zu Kehrberg. Sie stammen aus einer Vorfahrenübersicht meines Schwiegervaters.
Generation 1

1. ?? Henriette ?? Charlotta KEHRBERG Tochter von Jos. ?? KEHRBERG und Jos. Karoline HEINZE geboren am 17 Feb 1804 in Teerofen. Sie verstarb am 10 Feb 1886 in Dranse, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg, Deutschland.

Johann Friedrich August JAGOW Sohn von Gottfried Siegfried JAGOW und Johanna Lowisa Friderica SCHÜTZ geboren am 27 Nov 1804 in Dranse, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg, Deutschland. Er verstarb am 11 Jun 1853 in Dranse, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg, Deutschland.

Johann Friedrich August JAGOW und ?? Henriette ?? Charlotta KEHRBERG haben am 09 Mai 1823 in Flecken Zechlin, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg, Deutschland geheiratet. Sie hatten 1 Kind.

Generation 2

2. Jos. ?? KEHRBERG Sohn von Heinrich KEHRBERG und Anna (??) Maria BUBERT geboren am 18 Jul 1768 in Teerofen. Er verstarb am 19 Nov 1842 in Teerofen.

3. Jos. Karoline HEINZE Tochter von Jos. ?? HEINTZ und Magdal. Doroth. GUNDLACH geboren am 16 Dez 1770 in Glashütte. Sie verstarb am 17 Jan 1817 in Teerofen.

Jos. ?? KEHRBERG und Jos. Karoline HEINZE haben am 27 Jul 1797 in Teerofen geheiratet. Sie hatten folgende Kinder:
+ 1. i. ?? Henriette ?? Charlotta KEHRBERG geboren am 17 Feb 1804 in Teerofen. Sie hat Johann Friedrich August JAGOW am 09 Mai 1823 in Flecken Zechlin, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg, Deutschland geheiratet. Sie verstarb am 10 Feb 1886 in Dranse, Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg, Deutschland.

Generation 3

4. Heinrich KEHRBERG Sohn von Joach. KEHRBERG und Maria LEMKE geboren am 15 Sep 1722 in Teerofen. Er verstarb am 27 Mai 1799 in Teerofen.

5. Anna (??) Maria BUBERT geboren im Jahr 1731. Sie verstarb am 01 Jun 1804 in Teerofen.

Heinrich KEHRBERG und Anna (??) Maria BUBERT haben am 26 Jan 1751 geheiratet. Sie hatten folgende Kinder:

+ 2. i. Jos. ?? KEHRBERG geboren am 18 Jul 1768 in Teerofen. Er hat Jos. Karoline HEINZE am 27 Jul 1797 in Teerofen geheiratet. Er verstarb am 19 Nov 1842 in Teerofen.

6. Jos. ?? HEINTZ geboren am 04 Okt 1729 in Glashütte. Er verstarb am 07 Apr 1809 in Glashütte.

7. Magdal. Doroth. GUNDLACH. Sie verstarb am 19 Apr 1804 in Glashütte.

Jos. ?? HEINTZ und Magdal. Doroth. GUNDLACH verheiratet. Sie hatten folgende Kinder:

+ 3. i. Jos. Karoline HEINZE geboren am 16 Dez 1770 in Glashütte. Sie hat Jos. ?? KEHRBERG am 27 Jul 1797 in Teerofen geheiratet. Sie verstarb am 17 Jan 1817 in Teerofen.

Generation 4

8. Joach. KEHRBERG Sohn von Joach. KEHRBERG und Doroth. THEDRIAN geboren im Jahr Mrz 1698 in Teerofen.

9. Maria LEMKE Tochter von Christ. LEMKE geboren im Jahr 1694. Sie verstarb am 21 Okt 1773 in Teerofen.

Joach. KEHRBERG und Maria LEMKE haben am 05 Feb 1717 geheiratet. Sie hatten folgende Kinder:

+ 4. i. Heinrich KEHRBERG geboren am 15 Sep 1722 in Teerofen. Er hat Anna (??) Maria BUBERT am 26 Jan 1751 geheiratet. Er verstarb am 27 Mai 1799 in Teerofen.

Gruß Olaf
http://www.olafwolter.de
Mitglied in der BBG und in der AGoFF

7

Samstag, 25. August 2012, 12:22

Danke Olaf für die nochmalige Aufstellung!

Hast Du Informationen was genau sich hinter den Ortsbezeichnungen Teerofen und Glashütte verbirgt?
Die Kehbergs besaßen 1806-1860 den ältesten Teerofen im Menzer Forst bei Beerenbusch (nach Werte unserer Heimat: Das Rheinsberg-Fürstenberger Seengebiet B 26, S.106), der zuvor als Gollinsofen, ab 1806 als Kehrbergs-Teerofen bezeichnet wird. "Glashütte" kann in der Gegend verschiedenes sein. Es gab sowohl die "Weiße Hütte" (Zechliner Hütte) als auch die "Grüne Hütte". Der Name GUNDLACH ist mit dem Glas über Jahrhunderte verbunden und kommt im nördlichen Brandenburg sehr oft im Zusammenhang mit Glashütten vor.

Gruß
Diedrich

owolter

Mitglied

Vereine: BGG "Roter Adler", AGoFF

  • Nachricht senden

8

Samstag, 25. August 2012, 14:00

Hallo Diedrich,

leider habe ich keine weiteren Informationen zu den Orten.

Gruß Olaf
http://www.olafwolter.de
Mitglied in der BBG und in der AGoFF

silrob85

Mitglied

Wohnort: Prignitz

Vereine: nein

  • Nachricht senden

9

Sonntag, 26. August 2012, 16:01

Teerofen

Hallo,

folgende Einträge habe ich im historischen Ortslexikon für Brandenburg fürTeerofen gefunden:

Teerofen in der Hohenheide ö (= östlich) Havelberg

Prignitz / Kreis Havelberg

Art und Verfassung der Siedlung:
Försterei, Gutsbez. Havelberger Forst, seit 1928 StadtGem Havelberg

Siedlungsform
Einzelsiedlung

Erste schriftliche Erwähnung:
1706 Theerofen

Gerichtszugehörigkeit:
bis 1821 DomG Havelberg, 1821 - 1849 Land- und Stadtg Havelberg, 1849 - 1878 GDeput Havelberg, 1879 - 1952 AmtsG Havelberg

Herrschaftszugehörigkeit:
1706 - 1872 Domkapitel bzw, seit 1819 Amt Havelberg

Wirtschafts- und Sozialstruktur:
1706 Teerofen errichtet
1800 Teerofen; 2 Feuerstellen
1846 Teerofen; 1 Wohnhaus
1860 Forsthaus; 3 öffentliche, 4 Wirtschaftsgebäude

Kirchliche Verfassung:
1817, 1900 in Dom Havelberg eingekircht

Bevölkerungsziffern:
1800: 11, 1817: 13; 1840: 24; 1858: 16; 1895; --> Havelberger Forst, 1925: 6


Teerofen am Gadowschen Wege ---> Hagenowsofen

Hagenows Ofen (Reiherholz) sw Zechlin

(Ruppin - Ostruppin - Kr. Neuruppin/Bez. Potsdam)

Art und Verfassung der Siedlung:
Teerofen, GutsBez Oberförsterei Neuendorf bei Wittstock

Siedlungsform:
Einzelsiedlung

Erste schriftliche Erwähnung:
1721 Teerofen am Gadowschen Wege, 1775 Hagenow-Ofen

Gerichtszugehörigkeit:
bis 1849 Justizamt Zechlin in Wittstock, nach 1849 KreisG Wittstock

Herrschaftszugehörigkeit:
1715 - 1872 Amt Zechlin bzw. Oberförsterei Neuendorf

Wirtschafts- und Sozialstruktur:
1715 Teerofen in der sog. Fahrenholzheide neu angelegt; 1 Teerschweler, 1 Junge, 1 Tagelöhner
1775 Kalkofen
1860 Teerofen zuletzt genannt; 3 Wohn-, 5 WirtschGeb.

Kirchliche Verfassung:
1721, 1860 in Flecken zechlin eingekircht

Bevölkerungsziffern:
1721: 9; 1817: 8; 1840: 19; 1858: 16

Teerofen in der Wittstocker Forst ---> Wittstocker Teerofen

Wittstocker Teerofen (Teerofen in der Wittstocker Forst) nnö Wittstock

Art und Verfassung der Siedlung:
Försterei, Teerofen, StadtGem Wittstock

Gericht- Herrschaftszugehörigkeit:
Wittstock

Wirtschafts- und Sozialstruktur:
um 1700 Teerofen angelegt; um 1750 mit mit 147 morgen Land, nach 1830 eingegangen, um 1900 wieder aktiv
vor 1800 Holzwärterhaus angelegt
1860 1 öffentliches, 2 WirtschGeb.
1925 Waldhaus

Kirchliche Verfassung:
in Wittstock eingekircht

Bevölkerungsziffern:
1840: 10; 1858: 4; 1895: ---> Wittstock, 1825: 6


Vielleicht hilft es euch weiter.

LG Silvia
Prignitz: Blum, Brandt, Bockier, Cornelius, Fritz, Jahnke, Lange, Meyer, Milan, Schumacher, Schlefke, Strenge, Ulrich, Wegner
Sachsen-Anhalt
: Blücher, Gauert, Kraul, Lehmann, Lucken, Meyer, Priem, Schmidt, Stottmeister, Windhaus Pommern: Griep, Lisch, Thoms

10

Dienstag, 28. August 2012, 09:44

Hallo Silvia,

vielen Dank für Deine Mühe. Genauso wie Teerofen nicht eindeutig ist, ist es Glashütte von dem es als Wohnplatz/Ortsbezeichnung etc. zig in Deutschland und mehrere in Mecklenburg und Brandenburg gibt (vgl. GOV).

Bei den Daten von Olaf Wolter vermute ich sogar, dass verschiedene Orte mit Glashütte gemeint sind.

Die Frühindustrie brachte im 18./19. Jahrhundert in Brandenburg einige "Unordnung". Ich fand Zeugnisse, wonach die Glasmacher als unstetes und leichtsinniges Volk von den örtlichen Einwohnern angesehen wurden. Sie verdienten relativ gut, hatten eigene Krüge, Freiheiten ... Das sie in die Dorfgemeinschaft nicht integriert wurden zeigen die Patenschaften in den Kirchenbüchern. Meist waren diese Familien nur wenige Jahrzehnte in der Gegend.

Nochmals vielen Dank und freundliche Grüße

Diedrich

klausdieter

Mitglied, Neu im Forum

  • »klausdieter« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Berlin

Vereine: keine

  • Nachricht senden

11

Freitag, 18. Januar 2013, 19:21

Hallo Diedrich! Hallo owolter!

Etwas sehr spät erst entdeckt - vielen Dank für eure Bemühungen und diese interessanten Nachrichten von euch.
Damit wird natürlich meine sporadische Ahnenforschung wieder erheblich belebt !!!

Viele Grüße
klausdieter