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Marlies

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Thursday, February 24th 2005, 3:51pm

INTERESSANT: Bayern

Geschichtliches zu Bayern:

größtes Land der BRD, nimmt die gesamte Osthälfte von Süd-Deutschland ein;
hat Anteil im Osten am Frankenwald, Fichtelgebirge, Oberpfälzer und Böhmerwald, im Süden die Alpen, im Westen
am Schwäbischen Stufenland und im Norden an Spessart und Rhön;

das bayerische Stammesherzogtum (Bajuwaren) mit dem ursprünglichen Zentrum Regensburg begann mit den
Agilofingern; diese sind seit dem 6. Jh. nachgewiesen, standen unter fränkischer Oberhoheit und endeten 788 mit
der Absetzung ihres letzten Vertreters, Tassilos III., durch Karl des Großen;

907 - 937 wurde das Herzogtum unter Arnulf erneuert; Otto der Große versuchte 947, es durch Verleihung an
seinen Bruder Heinrich I. enger an die Krone zu binden;

Otto II. verkleinerte Bayern um Friaul, Kärnten, die Ostmark und den Nordgau (Oberpfalz);

1070 verlieh Heinrich IV. Bayern an die Welfen (Welfen-Este), die es bis 1180 (Sturz Heinrichs des Löwen)
behielten; 1156 wurde die Ostmark (Österreich) abgetrennt, 1180 die Steiermark;

1180 erhielt Otto I. von Wittelsbach das Herzogtum, Otto II. erwarb 1214 die Pfalzgrafschaft bei Rhein; 1314
gewann Ludwig IV. (Ludwig der Bayer) die deutsche Königskrone, dazu Brandenburg, Tirol, Holland, Seeland,
Hennegau und 1340 Niederbayern;

die Kurwürde besaß seit der Goldenen Bulle die Pfälzer Linie; die Universität Ingolstadt wurde durch die Jesuiten
ein Zentrum der Gegenreformation;

Maximilian I. (1597 - 1658) erwarb 1623 die Kurwürde und 1628 die Oberpfalz; 1742 - 1745 errang Karl Albert die
Kaiserwürde (Karl VII.); mit Maximilian III. Joseph erlosch 1777 die bayrische Linie derWittelsbacher; das
Erbrecht Karl Theodors von der Pfalz wurde vergeblich von Kaiser Joseph II. bestritten (Bayrischer Erbfolgekrieg);

in den Revolutions- und Napoleonischen Kriegen stand Bayern nach Abtretung der linksrheinischen Gebiete
an Frankreich (Friede von Lunéville 1803) auf Napoléons Seite;

Maximilian IV. Joseph konnte 1803 und 1805 Bayer.-Schwaben und Franken und bei Eintritt in den Rheinbund den
Königstitel erwerben und auf dem Wiener Kongreß Besitzstand und Krone retten; 1818 erhielt Bayern eine Verfassung;

außenpolitisch hielt sich Bayern bis 1866 an der Seite Österreichs oder versuchte, in der Triaspolitik eine selbst-
ständige Rolle im Dt. Bund zu spielen; 1871 wurde Bayern mit Reservatenrechten Mitglied des Dt. Reichs;

für Ludwig II. übernahm 1886 Prinzregent Luitpold (bis 1912) die Regierung; 1918 mußten die Wittelsbacher
(Ludwig III.) abdanken;

durch die Rätediktatur nach K. Eisners Ermordung, die Gegenrevolution unter G. von Kahr und den Hitlerputsch
erlebte Bayern schwere Erschütterungen; 1933 übernahm General F. von Epp als Reichsstaathalter die Regierung;
1945 kam Bayern zur USA-Besatzungszone;

Coburg hatte sich 1920 an Bayern angeschlossen und 1945 die Pfalz abgetrennt.

(Quelle: Bertelsmann Universal-Lexikon, Ausgabe 1993, Bd. 2, Seite 225
f)