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Sonntag, 24. Mai 2015, 22:19

Geesthacht: Streit um das Strandrecht - Einwohner aus Geesthacht als Zeugen im Jahre 1607

Quelle: StAHH, Lübecker Senatsakten betreffend Bergedorf, 415-1, Vol. 31 Fasc. 1 f, Schreiben v. 03.06.1607. Bearbeitet von Andree Peterburs (24.05.2015)


Streit um das Strandrecht im Jahre 1607

Im Jahre 1607 verunglückte bei Geesthacht ein mit Korn beladenes Schiff. Die Zeugen Hans und Baltzer Elvers, Jochim Brüggeman, Henneke Kine [Kien], Franz Holthoff, Claus Burmester, Claus Rike [Rieke, Rieken], Henneke Kopes und Jochim Reimers, alle neun in Geesthacht wohnhaft, berichteten, dass das bei Geesthacht gestrandete Schiff nicht in Geesthacht, sondern in Besenhorst von den Lauenburgern aufgebracht und das Korn auf dem Schiff nach Besenhorst geholt worden sei (siehe Schreiben vom 3. Juni 1607). Das Herzogtum Sachsen-Lauenburg geriet daraufhin wegen der Ausübung des Strandrechts in Streit mit den beiden Städten Hamburg und Lübeck, die ihre Hoheitsrechte über den halben Elbstrom bei Geesthacht verletzt sahen.

Anmerkung: Der Zeuge Claus (Clawes) Rike (Rieken) war kein gebürtiger Geesthachter. Dies geht aus dem Protokoll der Zeugenvernehmung vom 25.06.1605 hervor, dem zu entnehmen ist, dass er erst ab 1604 in Geesthacht lebte, siehe hierzu meinen Beitrag: Sächsischer Bauermeister zu Geesthacht. Woher Claus Rike stammte, wird in den Quellen nicht erwähnt. Das verwandtschaftliche Verhältnis von Claus Rike zu der bereits im 16. Jahrhundert in Geesthacht ansässigen Familie Ricke (Rieke, Rieken), die zu den ältesten Familien in Geesthacht zählt, so wird im Register von 1570 der Hufner Hein Ricke zu Geesthacht, im Register von 1598 sein Sohn Lütke Ricke zu Geesthacht genannt, ist unklar. Möglicherweise stammte Claus Rike aus dem Nachbarort Besenhorst, wo der Familienname Ricke (Rieken) bereits im Landbederegister aus dem Jahre 1525 erscheint.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »peterbories« (10. April 2016, 12:55)