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1

Mittwoch, 13. April 2016, 21:27

gefallen in Riga trotz Bataillon in Frankreich?

Hallo,

mir liegt vom Kriegslazarett in Riga ein Brief vor, dass mein Verwandter Rudolf Brandt von der Feldposteinheit 19326 c am 30.03.44 aufgenommen wurde und am 07.04.44 seinen Verletzungen erlag.

Nach meinen Recherchen handelt es sich bei dem 19326c um die 2. Kompanie des Bau-Bataillon 89 bzw. Festungs-Bau-Bataillon 89, welches jedoch im Westen (Eifel, Frankreich) eingesetzt war.

Wie kann das sein?

Gibt es dafür auch eine Art Gefechtskalender?
»MHenschel« hat folgende Datei angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MHenschel« (13. April 2016, 22:06)


JuergenP

Mitglied

Wohnort: Niedersachsen

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2

Mittwoch, 13. April 2016, 22:55

Moin "MHenschel",

da wird wohl etwas nicht stimmen.
Es ist richtig, die 19326 gehörte nach Frankreich, Anfang 1944 zwar nicht zum Bau-Btl. 89 sondern zur 2. Kompanie des Festungs-Bau-Btl. 11, aber auch diese Einheit war in Frankreich im Einsatz.
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Glie…Btl/FBB11-R.htm

Weiterhin paßt das "C" nicht, denn die Nummer war direkt an eine Kompanie vergeben, insofern macht der Zusatzbuchstabe keinen Sinn.
Eventuell gab es einen Übertragungsfehler, Zahlendreher, ...

Klarheit wird nur eine WASt-Auskunft bringen. Da Rudolf Brandt in der Online-Datenbank des Volksbundes gelistet ist, lohnt sich eine Anfrage an den Volksbund. Dort kann man Dir eventuell die letzte Einheit nennen und Du brauchst nicht 18 Monate und mehr warten.

Herzliche Grüße Jürgen

3

Donnerstag, 14. April 2016, 07:58

Moin,

ich habe zwei ähnliche Fälle aus dem 1. Weltkrieg.

Fall 1: Laut standesamtlicher Urkunde gefallen in Frankreich, laut Sterbebildchen gefallen auf dem Balkan. Richtig ist Balkan. Lerne: Auch standesamtliche Sterbeeinträge können falsch sein.
Fall 2: Laut Anzeige in de Zeitung gefallen in Frankreich, laut standesamtlichem Sterbeeintrag gefallen an der Ostfront. Richtig ist Ostfront.

Meine Frage wäre: Woher hat der Volksbund seine Informationen? Auch von der WASt?
Viele Grüße,
Simone

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4

Donnerstag, 14. April 2016, 08:00

Hallo Jürgen,

das vermute ich leider auch.

Ich habe noch ein weiteres Dokument von einer zuständigen Dienststelle 19 329 C finden können. Diese Dienststelle hat den Brief, indem die Feldpostnummer 19 326 C genannt wird, an die Hinterbliebenen geschickt. Das war allerdings erst im November `44.

Also irgendwas stimmt da nicht. Leider habe ich keinen Wehrpass vorliegen. Das würde mehr Klarheit bringen.

Danke trotzdem

VG
Marianne

5

Donnerstag, 14. April 2016, 08:17

Hallo Jürgen,

in welcher Volksbunddatenbank hast du ihn denn gefunden.

Ich habe da keine exakten Übereinstimmungen finden können.

VG
Marianne


Neu: Ach, jetzt hab ich ihn auch gefunden. Die Schreibweise des Geburtsortes weicht ab. Er ist aus Wolhynien.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MHenschel« (14. April 2016, 08:21)


Wohnort: Calenberger Land - Kgr. Hannover

Vereine: CompGen, Verein f. Orts- u. Familienkunde Barsinghausen e.V., Mühlenverein Wichtringhausen,

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6

Donnerstag, 14. April 2016, 09:43

Moin Marianne,

die FP-Nr. 19329 paßt zum Gren.Rgt. 273, dieses Rgt. ist zu der fraglichen Zeit an der Ostfront gewesen.
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Glie…enter/GR273.htm
------------------------------

VG vom Deisterrand :thumbup:
Harald

7

Donnerstag, 14. April 2016, 15:17

Hallo,

ja das sieht schon besser aus und würde auch zum fraglichen Zeitpunkt mit Riga übereinstimmen.

Was so ein Schreibfehler alles für Auswirkungen hat. Vielen Dank, dann habe ich einen weiteren Anhaltspunkt.

JuergenP

Mitglied

Wohnort: Niedersachsen

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8

Donnerstag, 14. April 2016, 21:33

Guten Abend zusammen,

Marianne: na mit dieser Feldpostnummer sieht es doch gleich ganz anders aus. Und auch der Zusatzbuchstabe "C" macht in diesem Falle Sinn.
Somit gehörte Dein Verwandter zur 2. Kompanie des Grenadier-Regiment 273.
Um das abzusichern, solltest Du aber in jedem Fall beim Volksbund nachfragen.

Simone: Bei einer Anfrage nach Soldaten des 2. Weltkrieges holt der Volksbund auch eine Kurzauskunft von der WASt ein. Darin enthalten sind - so bei der WASt vorhanden - die EM-Nummer und die letzte Einheit.

Herzliche Grüße Jürgen

9

Freitag, 22. April 2016, 11:00

Also ich halte persönlich vom Volksbund nichts. Die Oma meines Mannes hat vor ein Paar Wochen Info bekommen, dass ein im Krieg vermisster Verwandter durch Grabungen gefunden wurde und auf einen Friedhof umgebettet.
Nur Sie hat diesen Brief bekommen obwohl noch mehr Geschwister leben und keiner eine Suchanfrage gestellt hat. Seitdem kommt aller 2 Wochen ein Brief indem der Volksbund Geld haben will.

Die Oma war mit Ihrn 82 Jahren Fix und fertig nach der Nachricht.

10

Freitag, 22. April 2016, 11:17

Hallo,

kann es sein, dass die Oma (oder jemand anderes in ihrem Namen) vor Jahren mal eine Anfrage die Grablage des Verwandten betreffend gestellt hat und sie sich nicht daran erinnert?

Wie sonst soll der Volksbund die Verbindung zwischen dem Gefallenen und Deiner Oma herstellen? Normalerweise schreibt der Volksbund in seinen Antworten auf solche Anfrage, dass er darüber informieren wird, falls das Grab gefunden und ggfs. umgebettet wird.

Die unerwünschte Post sollte mittels einer kurzen E-Mail doch abzubestellen sein, oder?
Viele Grüße,
Simone

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schmupa

Mitglied

Wohnort: Bruchköbel

Vereine: nein

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11

Freitag, 22. April 2016, 14:09

Ich halte sehr viel vom Volksbund. Ich finde es sehr toll, daß er sich auch noch so viele Jahre nach den Kriegen um die vermissten Soldaten kümmert und auch um den Erhalt der Soldatenfriedhöfe. Da sich dieser Verein überwiegend durch Spenden finanziert ist es verständlich, daß er darum bittet. Außerdem ist es ja nicht so, daß sich der Volksbund beschwert, wenn man ihnen nichts zukommen lässt. Es ist ja auch so, daß Anfragen bei ihm nichts kosten. Auch kann man die Suchoption nach Kriegsgräbern kostenlos nutzen. Für ein Foto des Grabes meines Großvaters in Italien, habe ich inklusive einer Spende 50 Euro gezahlt. Hätte ich dort hinfahren müssen, wäre mich das sehr viel teurer gekommen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß ihrer Oma unaufgefordert eine Nachricht über ihren Angehörigen zugeschickt wurde. Vieleicht hat sie dort ja schon mal vor vielen Jahren einen Antrag gestellt und weiß es blos nicht mehr. Davon abgesehen wäre es mir lieber zu wissen, wo mein Angehöriger bestattet ist - und vor allem - was mit ihm geschehen ist, als ständig nur zu wissen, daß er als vermisst gilt. Ich hoffe nur, daß es den Volksbund noch ganz lang gibt.

Viele Grüße, Uwe.