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1

Freitag, 20. Mai 2016, 17:12

Veränderung im Vornamen

Hallo zusammen,

Folgendes beschäftigt mich:

Bei der Taufe eines Mädchens sind im Kirchenbuch die Eltern Franz Carl Böhmer und Anna Catharine Wilken genannt.

Bei der Hochzeit der Eltern wird er nun im Kirchenbuch aber JOHANN Franz Karl Böhmer genannt. Also habe ich seinen Taufeintrag gesucht, getauft wurde er aber ebenfalls auf den Namen "Franz Carl".

Wie kommt sowas zustande? Ist bei "Johann" von einem Fehler auszugehen, was ich doch sehr merkwürdig finden würde oder gibt es noch andere Erklärungen?

Viele Grüße,
Anja

Ahrweiler

Mitglied

Wohnort: Villach/Austria

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2

Freitag, 20. Mai 2016, 17:45

Hallo Anja
Das ist mir nichts neues.Will mal ein Beispiel schreiben.Bei der Taufe hieß das Kind z.B. Anna Maria.2 Jahre später hieß es dann beim Begräbnis desselben Kindes Tochter N.N.oder bei der Taufe dews Sohnes bekam er den Namen Josef Arnold bei der Heirat hieß er dann Franciscus Arnold Josef.Ich hatte auch schon in einem KB den Namen des Kindes den Namen des Vaters doch von der Mutter fehlte jede Spur.Auch mit den Geburtsdaten haben es die Pfarrer nicht gehabt.Z.B. Geburtsdatum 15.6.1753 bei der Heirat war dann das Geb.Datum 15.6.1751.Ich hatte bei einem sogar einen Unterschied von 10 Jahren.Ich handhabe das so,dass ich unter den Bemerkungen eintrage unterschiedliches Geburtsdatum lt.KB und schreibe dabei dann beide Daten hin.Bei den Namen mache ich dies genau so.
Liebe Grüße
Franz Josef

3

Freitag, 20. Mai 2016, 17:56

Hallo Franz Josef,

vielen Dank für die Aufklärung! Man merkt, ich bin noch ein Frischling :-)

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
Anja

4

Freitag, 20. Mai 2016, 20:16

Hallo Anja,

die Namen Johann (Joan) bei Jungen und Maria bei Mädchen wirst Du ganz oft als erste Vornamen finden. Sie besagten, dass das Kind getauft war. Leider finde ich momentan keine Webseite, wo erklärt ist, warum das so war.

Ob das aber auch der Rufname war, musst Du prüfen. Ich gehe im Allgemeinen davon aus, dass der Vorname, der bei Geburt, Heirat, Taufen der Kinder und Tod am häufigsten erwähnt wird, auch der Rufname war.
Viele Grüße,
Simone

Familiennamen // Blog zur Familienforschung



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rotraud

Moderatorin

Wohnort: Münsterland

Vereine: WGGF

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5

Freitag, 20. Mai 2016, 22:37

Jo(h)an als erster Vorname ist so häufig, dass ich mich mittlerweile eher wundere, wenn er fehlt. Wenn weitere Namen folgen, gehe ich eher davon aus, dass einer der anderen Namen der Rufname war. Das findet sich oft im Eheeintrag oder noch häufiger bei den Taufen der Kinder.
Wenn nur der Name Johann angegeben ist, wird das dann auch der Rufname in seiner lokalen Art sein (Jan, Hans usw.)

6

Dienstag, 24. Mai 2016, 01:10

Hallo zusammen,

vielen Danke für die interessanten Auskünfte. Dass der Name Johann etwas mit der Taufe zu tun hat, habe ich bisher noch nicht gehört. Wieder was gelernt :-)

Liebe Grüße
Anja

7

Donnerstag, 2. Juni 2016, 11:42

Hallo Anja,

nur, damit kein Missverständniis entsteht:
Die Vergabe von Vornamen ist erst seit Einführung der Standesämter in 1875 ein verbindlicher Rechtsakt. Davor wurden Kinder i.d.R. in einem kirchlichen Akt auf einen oder mehrere Vornamen getauft.
Johannes (mit all seinen zahlreichen unterschiedlichen Schreibweisen und Kurz- bzw. Koseformen) ist im Prinmzip ein Name wie jeder andere. Der Name ist aus der Bibel übernommen, ist hebräischen Ursprungs und bedeutet übersetzt "Gott ist gnädig". Kein anderer Vorname drückt die Dankbarkeit der Eltern für die Geburt eines Kindes unmittelbarer aus. Es gibt viele bedeutende Personen der Religionsgeschichte, die diesen Namen trugen oder annahmen, z.B. Johannes der Täufer https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_der_T%C3%A4ufer, der Apostel und Evangelist Johannes sowie zahlreiche Heilige und Päpste.
Das erklärt die enorme Verbreitung des Namens (ebenso wie Johanna in der weiblichen Form) in der christlichen Welt, die gegen Ende des Mittelalters ihren Höhepunkt hatte.

Gruß
Detlef

8

Donnerstag, 2. Juni 2016, 15:51

Hallo ihr Lieben,
ist derjenige katholisch? Wenn ja, in weiten Landstrichen war es üblich, wenn jemand getauft war, ihn Johann zu nennen, egal ob es so im Taufeintrag steht oder nicht. Man kann das so interpretieren als stände dort " der Getaufte" Franz Carl. Bei meinen wurde z.B. der Name Johann deshalb immer vor den eigentlichen Namen gestellt. Am Anfang hat mich das gewundert...Es kam z.B. auch vor schon zu Standesamtszeiten, dass ein bestimmter Name angemeldet wurde und bei der späteren Taufe noch der Johann vorangestellt wurde, so dass derjenige offiziell z.B. Stephan hieß, aber kirchlich Johann Stephan.
Liebe Grüße
Jutta
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TheCaedmon

Mitglied

Wohnort: Brandenburg an der Havel

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9

Samstag, 9. Juli 2016, 20:55

Hallo,
ich habe auch das "Problem" mit den Vornamen.
Bei meinen deutschen Vorfahren, die in Zdunska Wola, Lodz, Polen gelebt haben, werden sehr häufig die Vornamen Gotfryd, Gottfried zu Bogumir und Gotlyb, Gottlieb zu Bogumil, aus Johann wird Jan, aus Anna Marianna wird einfach Maria oder Anna.
Das ist bei der Recherche natürlich viel Arbeit um die Namen alle richtig zuzuordnen.
Viel schlimmer allerdings ist es bei meinen Nachnamen. Dazu eröffne ich ein neuen Thread.

Liebe Grüße
Uwe

Anortha

Mitglied

Wohnort: Thüringen

Vereine: AMF,AGOFF,zahlreiche Listen genealogie.net und yahoo Ahnenforscherlisten

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10

Donnerstag, 14. Juli 2016, 21:54

Hallo Uwe,
teilweise finde normal bzw. entsprechend der Zeit. Bei mir Woytek - Albrecht, Thomek- Thomas.
Auch die FN waren bei mir in der Linie wechselhaft in Ostpreußen. z.B. am Anfang kannte ich Szi....., aber beim Urgroßvater war es schon Sczcy.....
Nicht alle konnten schreiben bzw. oft schrieb man wie man es "hörte"....
VG, "Anortha"

11

Freitag, 15. Juli 2016, 06:49

Hallo Anortha,

wie man von Woytek (bzw. Varianten davon) zu Albrecht, Albert, Adalbert etc. kommt, darüber habe ich mal etwas geschrieben. Eigentlich ist es aber falsch, diese beiden Namen gleichzustzen.

http://familienforschung-steiner.blogspo…ciechowski.html
Viele Grüße,
Simone

Familiennamen // Blog zur Familienforschung



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