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1

Mittwoch, 30. November 2016, 13:57

Ist eine Geburtsurkunde eine Quelle oder ein Quellenzitat?

Hallo allerseits,

ich beschäftige mich gerade damit, wie ich Quellen, Quellenzitate (oder Fundstellen in Gramps) nutze und vorhandene sortiere.

Ich habe gelesen, Quellen sind z.B. Sterberegister. Ist eine Abschrift aus dem Sterberegister dann ein Quellenzitat bzw. eine Fundstelle oder ist das selbst eine Quelle?

Und wie ist das mit einer Geburts- oder Sterbeurkunde?

Ich habe schon eine ganze Weile im Netz gelesen und auch einiges für Anfänger in der Genealogie gefunden. Aber wie man mit Quellen, Aufbewahrungsorten, Fundstellen richtig umgeht, da gibt es wohl nichts.

Danke für die "Erleuchtung". ;)

Sebastian

2

Mittwoch, 30. November 2016, 15:36

In gramps kann man nur Fundstellen mit einem Ereignis verknüpfen. Eine Geburts- oder Sterbeurkunde wird man (zumindest ich mache das so) mit einer Geburt oder einem Todesfall verknüpfen, um einen Beleg für das Ereignis zu haben. Also muss die Urkunde eine Fundstelle sein, sonst geht das nicht. Jede Fundstelle in gramps benötigt aber auch eine Quelle. Ob man jetzt als Quelle die Urkunde selbst anlegt oder etwas eher Virtuelles wie "Geburtsregister der Stadt NN", ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich persönlich ziehe es vor, die Urkunde als Quelle anzulegen, die andere Variante erscheint mir etwas gekünstelt. Andererseits würde für die andere Variante sprechen, dass ich nur eine Quelle anlegen müsste und nicht mehrere, wenn ich mehrere Urkunden aus der gleichen Gemeinde hätte. Genau das mache ich bei Kirchenbüchern. Ich habe nur eine einzige Quelle "Kirchenbuch Pfarrei XY" und für diese eine Quelle dann n Fundstellen, die jeweils einen bestimmten Eintrag in Band y, Zeile z identifizieren. Also wie so oft im Leben: "It depends" ;-))

Schöne Grüße

Ulrich

3

Mittwoch, 30. November 2016, 16:14

Ist eine Abschrift aus dem Sterberegister dann ein Quellenzitat bzw. eine Fundstelle oder ist das selbst eine Quelle?


Hallo Sebastian,

ich würde dies als QuellenZITAT eintragen mit dem deutlichen Hinweis: Sterberegister ABSCHRIFT. Denn wie wir wissen, können bei jeder Abschrift bzw. jedem Zitat Fehler unterlaufen. Es ist eben nicht das ORIGINAL Register.

Ein QuellenZITAT wäre z. B., wenn ich als "Quelle" ein heimatkundliches Buch zitiere, das sich aber auf eine mittelalterliche Urkunde als Original-Quelle stützt. Ein QuellenZITAT bzw. eine Sekundärquelle wäre es auch, wenn Du Daten aus Gedbas übernimmst. Im besten Fall verfolgst Du alle Zitate zurück bis zur Originalquelle und überprüfst die Angaben dort.

In der Hoffnung, etwas Klarheit in die Sache gebracht zu haben...
Viele Grüße,
Simone

Familiennamen // Blog zur Familienforschung



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4

Mittwoch, 30. November 2016, 18:55

Also mal kurz zusammengefasst:

Quelle: Urkunden, Kirchenbücher, Sterberegister usw.

Quellenzitate/Fundstellen: Abschriften aus Kirchenbüchern, Sterberegistern usw.

Watf

Mitglied

Wohnort: Baden-Württemberg

Vereine: CompGen e.V

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5

Sonntag, 18. Dezember 2016, 19:35

Hallo,

passend zu dieser Fragestellung lohnt es sich einen Blick in Computergenealogie Heft 4/2016 zu werfen. Thema: Quellen zitieren, aber richtig!

MfG Watf

6

Montag, 19. Dezember 2016, 15:38

Daran habe ich auch gedacht als ich jetzt das Heft in der Hand hielt.

Dort heißt es: Quelle ist das, was Du selbst (!) in irgendwelchen Originalunterlagen gefunden hast. Wenn Du also Daten von einem anderen Forscher übernimmst und als Fundort zitierst: Trauregister Pussemuckel, Band 2, 1625-1713, fol. 7, dann ist das erst einmal KEINE Quelle - es sei denn, Du hast den Eintrag selbst überprüft.
Viele Grüße,
Simone

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7

Sonntag, 14. Mai 2017, 12:21

Daran habe ich auch gedacht als ich jetzt das Heft in der Hand hielt.

Dort heißt es: Quelle ist das, was Du selbst (!) in irgendwelchen Originalunterlagen gefunden hast. Wenn Du also Daten von einem anderen Forscher übernimmst und als Fundort zitierst: Trauregister Pussemuckel, Band 2, 1625-1713, fol. 7, dann ist das erst einmal KEINE Quelle - es sei denn, Du hast den Eintrag selbst überprüft.


Also hätte ich für einen solchen Eintrag keine Quelle sondern nur einen Fundort?
Dann hätten ja viele Genealogen kaum Quellen. ;-)

Denn es würde ja bedeuten, alle Einträge aus Ancestry oder FamilySearch wären keine Quellen.

8

Sonntag, 14. Mai 2017, 17:52

Denn es würde ja bedeuten, alle Einträge aus Ancestry oder FamilySearch wären keine Quellen.

Sofern Ancestry bzw. Familysearch auf Scans der OriginalQUELLEN Zugriff geben, hast Du natürlich eine. Ansonsten hast Du Recht: Mangels Quelle kannst Du Dir bestenfalls den Fundort notieren.
Viele Grüße,
Simone

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Rossi

Administrator

Wohnort: Bad Dürkheim

Vereine: VFWKWB, VFFOW

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9

Montag, 15. Mai 2017, 12:26

es ist vielleicht einfacher, zwischen (Primär-)Quelle und Sekundärquelle zu differenzieren als zwischen Quelle und Fundort.
Fundort ist nach meinem Verständnis ein physischer Ort (z.B. ein kirchliches Archiv). Primärquelle oder einfach nur Quelle das Kirchenbuch bzw. die Geburtsurkunde, Sekundärquelle die Abschrift davon bis hin zur Gedcom-Datei, die selbst wiederum die Originalunterlagen zitiert.

Dann wären die Einträge aus Ancestry Sekundärquellen, Ancestry selbst der Fundort...

Viele Grüße,
Rossi

chamonier

Mitglied

Wohnort: Sachsen-Anhalt Landkreis Stendal

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10

Mittwoch, 21. Juni 2017, 06:46

Guten Morgen,

meiner Auffassung nach verbirgt sich hinter dem Begriff "Quelle" grundsätzlich die Herkunft einer bestimmten Angabe. Beispiele:

Quelle: Geburtsregistereintrag Standesamt XYZ, 5/1912

Quelle: Interview mit Person XYZ am ....

Quelle: Literaturverweis

Quelle: Internetseite, am...

usw.

Wie belastbar jede Quelle für sich ist, bzw. wie sicher deren Aussage ist, ist noch einmal eine ganz andere Bewertung. Sicher ist allerdings gar nichts, ich habe auch schon falsche Angaben in Standesamtsunterlagen gefunden.

Grüße

Lothar