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brokstedt

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Wohnort: Nordhastedt/Dithmarschen

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1

Freitag, 16. Dezember 2016, 12:01

Schleswig-Holstein im Dänischen Gesamtstaat des 18. und 19. Jahrhunderts

Hallo liebe
Forscherkollegen,


nun ist es endlich
so weit:


mit starker
Unterstützung des Vereins für Dithmarscher Landeskunde, dem ich zu
großem Dank verpflichtet bin, wird in diesen Tagen nach einiger
Vorlaufzeit im Rahmen der Reihe „Edition Dithmarscher Landeskunde“
als ein Ergebnis meiner langjährigen Familien- und Regionalforschung
das Buch


Dithmarschen
unterm Danebrog


veröffentlicht,


ISBN 978 3743119529,
500 Seiten, über 80 Abbildungen, u.a. Namensregister mit über 1.000
Einträgen.


Im Gewand der
Lebensbeschreibung meines 4fach-Urgroßvaters, des Kirchspielvogts
Johann Harders, habe ich eine detaillierte Chronik für Dithmarschen
im 18. und frühen 19. Jahrhundert erstellt, die neben zahlreichen
Familienverbindungen auch umfangreich durch die
Verwaltungsstrukturen, die Mentalitätsgeschichte und die größeren
politischen Zusammenhänge des Herzogtums Holstein als Teil des
Dänischen Gesamtstaates führt.


Dithmarschen ist
vielen ja bekannt als „geschichtsträchtige“ Urlaubsregion an der
Nordsee. Aber in der Literatur wird häufig stark fokussiert auf den
spektakulären Freiheitskampf der alten „Bauernrepublik“ und die
berühmte Schlacht bei Hemmingstedt von 1500. Für meine eigene
Familienforschung schien mir gerade das 18. Jahrhundert, trotz seiner
hervorragenden Quellenlage, in der forschenden Bearbeitung immer
etwas zu kurz gekommen, also habe ich selber Hand angelegt...


Erst die Kenntnis
über Zuständigkeiten und Strukturen der Verwaltung hat mir z.B.
stark geholfen, in den jeweiligen Archiven (nach dem
Herkunftsprinzip) gute Aktenfunde zu meiner familienkundlichen
Forschung zu machen.


Neben typisch
familiengeschichtlichen Elementen habe ich u.a. auch für das kleine
Nordhastedt und das Verwaltungszentrum Meldorf der Landschaft
Süderdithmarschen die Gebäude- und Ortsgeschichte des 18.
Jahrhunderts rekonstruieren können. Ebenso eingeflossen sind auch
Wetter- und Ernteberichte, von der Blütezeit des Gesamtstaats zur
Mitte des 18. Jahrhunderts bis hin zur großen Agrarkrise 1819-1829
der Nach-Napoleon-Ära, die auch in Holstein zu ersten großen
Auswanderungswellen führte.


Für alle, die
familienkundliches Interesse an Norddeutschland, und speziell den
Herzogtümern Schleswig und Holstein haben, dürfte wohl etwas dabei
sein.


Das Buch befindet
sich aktuell im Druck und wird unmittelbar nach Weihnachten auch
lieferbar sein. Im Handel wird es jetzt für 15,99 Euro angeboten,
als E-Book für 7,99 Euro.


All denen, die
Interesse an der Region habe, wünsche ich viel Spaß und Erkenntnis
beim Lesen,

allen natürlich weiterhin viel Erfolg und Forscherglück
und eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit


Thomas Giesenhagen
Gruß Brokstedt

Suche alles zu FN Giesenhagen (S-H, M-V, BRB), FN Albers, Halkens (in Meldorf/Dithmarschen), FN Kohl (in Meldorf, Elmshorn, Steinburg, Lauenburg und Weickelsdorf/Sachsen) sowie FN Stöcken und Schnau (in Schwansen)

Jede Form von Info-Austausch Süderdithmarschen (allgemein) interessiert.

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Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme (Thomas Morus)

2

Freitag, 16. Dezember 2016, 12:35

Hallo Thomas,

herzlichen Glückwunsch zum Buch :thumbup: ! So weit kommt selten ein Ahnenforscher. Da hast Du Spuren hinterlassen.
Ich werde es mir auf jeden Fall kaufen!

Mein Familienbuch ist noch in Arbeit, nicht so professionell wie Deins, und auch nicht zur Veröffentlichung gedacht, sondern als Erinnerung für meine Kinder.

Du hast Recht mit der Urlaubsregion. Aber so oft ich auch da war, immer habe ich die Herkunft meiner Vorfahren im Sinn gehabt.

Wahr die Garr de Bur de kumt!

Vor dem Denkmal habe ich auch gestanden.

Dir auch weiterhin viel Erfolg. Es gibt doch immer noch was zu erforschen, oder bist Du nun im Ahnenforscher- Ruhestand?

Schöne Grüße, Ursula
Viele Grüße :) Ursula

brokstedt

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Wohnort: Nordhastedt/Dithmarschen

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3

Freitag, 16. Dezember 2016, 13:05

Hallo Ursula,

vielen Dank für Glückwünsche...

natürlich geht die Forschung weiter - das nächste Projekt ist schon am Haken. Zeitlich bewege ich mich langsam aber sicher zurück - auf Hemmingstedt zu:
In Vorbereitung ist das 17. Jahrhundert - aber wohl erst in zwei Jahren spruchreif - ansonsten habe ich kleinere Portionen im Sinn - als Zwischengang sozusagen (so kurz vor Weihnachten darf man doch schon einmal kulinarisch - oder sollte ich sagen - alkoholisch denken):

Falls Dich die frühe Geschichte der Enthaltsamkeits- und Mäßigkeitsbewegung in Norddeutschland (aus den 1840ern) interessiert - das Thema habe ich fast rund...

Ansonsten würde ich natürlich auch zu gerne Deine Erkenntnisse mal lesen, wenn Sie fertig sind - mindestens den Teil unserer unmittelbaren Berührungspunkte...
Gruß Brokstedt

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Wohnort: Handewitt-Ellund

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4

Freitag, 16. Dezember 2016, 14:37

Hallo Thomas,

herzlichen Glückwunsch zu dieser gewaltigen Leistung! :thumbsup: Bitte denke auch daran, das Buch der Dänischen Centralbibliotek in Flensburg für ihre Südschleswigsche Sammlung anzubieten. Die sind bestimmt auch daran interessiert.
Schöne Grüße aus dem Landesteil Schleswig
Hilsen fra Sydslesvig

5

Dienstag, 7. März 2017, 12:21

Hallo Thomas,

gerade habe ich Dein Buch zu Ende gelesen.

Mein erster Eindruck:
Sehr gut und ausführlich recherchiert.
Ich war einige Male in Meldorf, deshalb fiel mir das Lesen der Beschreibung der Örtlichkeiten leicht und konnte mir vieles gut vorstellen.

Die Lebensgeschichte über mehrere Generationen der Harder-Familie hat mir einen guten Eindruck in die damalige Struktur der „bessergestellten“ Familien gegeben. Sie waren durch die Verwandtschaft mit der Pastorenfamilie sehr privilegiert.
Deshalb habe ich einen Erzählstrang über „einfache“ Leute vermisst. Da hättest Du ja einen Knecht und eine Magd auf dem Harders-Hof erfinden können.
Zitat am Ende des Buches … weil denn überflüssiges auch nicht schaden kann.

Zu Anfang Deiner Familiengeschichte erzählst Du vom Schulgeld, welches Claus Harder für den Sohn bezahlen muss. Ich vermisse da eine Gegenüberstellung mit anderen Preisen um einen Einblick zu bekommen, ob es für die Familien ein Opfer war, oder aus der „Portokasse“ bezahlt werden konnte.

Interessant und faszinierend ist Dein sehr oft erwähntes Wettergeschehen im Laufe der drei Generationen Harder. Das gehört natürlich dazu, gerade für die nahe an der Nordsee wohnenden und von der Landwirtschaft lebenden Leute.

Und sehr beeindruckend, wie elegant Du manchmal die Kurve gekriegt hast, um das europäische Weltgeschehen in die Erzählung zu integrieren. So war es nicht nur eine Harder-Biographie, sondern ein Streifzug durch etwa 200 Jahre europäische Geschichte.

Manche Sätze waren mir zu lang geraten und zu verschachtelt; am Ende des Absatzes musste ich oft an den Anfang zurück, um den Inhalt zu verstehen.

Alles in allem ein gelungenes Erstlingswerk. Auch an manchen Stellen so etwas wie ein OFB.
Hoffentlich findet es viele Leser, denn eigentlich ist es ein Muss für alle Dithmarscher, die an ihren Vorfahren interessiert sind.
Viele Grüße :) Ursula

brokstedt

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Wohnort: Nordhastedt/Dithmarschen

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6

Mittwoch, 8. März 2017, 12:45

Hallo Ursula,

vielen Dank für die ausführliche und freundliche Rezension.
Mit Deinem Hinweis auf eine vermisste Dienstboten-Vita legst Du natürlich einen Finger auf eine offene Wunde. Ich war tatsächlich lange Zeit hin und her gerissen zwischen der Idee eines reinen Sachbuches und einer romanhaften Ausschmückung oder Begradigung hier und da. Mit Blick auf meine Selbsteinschätzung habe ich mich schließlich für Ersteres entschieden. Auch weil ich fand, dass die recherchierte Faktenlage am Ende ausreichen sollte, die Geschichte lebendig genug gestalten zu können und ich beim Leser keine Unklarheiten aufkommen lassen wollte, was Fakt und was Fiktion ist. ... Zugegeben ein vielleicht etwas altmodischer Ansatz in unseren "postfaktischen" Zeiten.

Schulgeld für weiterführende Gelehrtenschule (S. 46/47): bis zu 20 Mark pro Jahr (ohne die Kosten für Unterbringung und Verpflegung des Jungen). Siehe hierzu auch die anderen Preisvergleiche z.B. S. 87 - ein durchschnittliches Arbeitspferd kostet z.B. vor 1800 40-50 Mark (50 Mark = ca. 17 Reichstaler = ca. 1.700 Euro (heutige Kaufkraft)). Der durchschnittliche Jahresverdienst eines Knechtes auf der Dithmarscher Geest wird um 1770 wohl bei 40 Reichstaler (= 120 Mark = 4.000 Euro) gelegen haben (um 1800 nach erheblichen Inflationswellen 60-80 Taler belegt, siehe S. 227). Damit wäre das jährliche Schulgeld für einen Lateinschüler um 1770, die Verpflegungskosten und ein entsprechender eigener Einkommensverzicht nicht mitgerechnet, auf zwei Monatslöhne eines Dienstknechts anzusetzen. Ein entsprechender klärender Hinweis wäre wohl sinnvoll gewesen.

Zu den Schachtelsätzen: fein beobachtet ;) . Meine Korrekturleser, denen ich für ihren unermüdlichen Einsatz zu größtem Dank verpflichtet bin, haben sich alle Mühe gegeben, sehr, sehr Vieles zu begradigen. An einigen wenigen - hoffentlich verkraftbaren - Stellen habe ich mich dann doch entschieden, die "komplexeren" Versionen beizubehalten. Ich finde, dass sie mit ihren Verschachtelungen ganz gut den voluminösen und teils umständlichen Stil der Epoche wiederspiegeln. Auf Seite 215/216 findest Du Dich in bester Gesellschaft mit Goethes Hader mit der Unsitte oder Klopstocks Geiselung als "Schwachheit und Pestilenz", wenn es um die überlagen, gedrechselten und kunstvoll verschachtelten Briefkonstruktionen jener Jahre geht. Ich gebe aber zu, dass ich dabei vielleicht doch zu viele Originaldokumente gelesen habe, als dass ich mich davon ganz hätte freimachen können oder wollen.
Gruß Brokstedt

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Jede Form von Info-Austausch Süderdithmarschen (allgemein) interessiert.

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Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme (Thomas Morus)

7

Mittwoch, 8. März 2017, 13:22

Hallo Thomas,

danke für Deine Antwort.

Ich habe natürlich die anderen Preise und die Kaufkraft auf Deinen angegeben Seiten auch gesehen und in etwa zurückgerechnet, was der Schüler seine Eltern gekostet haben mag.

Für den Leser ist eine „Harder-Biographie“ mit Dithmarscher Geschichte sehr speziell. Eine breitere Leserschaft hättest du m. M. nach mit einer teils wie beschriebenen realen Familie Harder, teils einem fiktiven Nordhastedter Bauern erreichen können. Einige Ansätze waren ja schon da, z.B. bei den Deicharbeiten.

Aber das ist meckern auf hohem Niveau.

Du hast es schon gut gemacht :thumbup: . An manchen Stellen fühlte ich mich wie dabei gewesen.

Alles Gute und viel Erfolg mit diesem Buch.
Viele Grüße :) Ursula

Wohnort: Kreis Steinburg

Vereine: AGoFF, AGGM (Arbeitsgemeinschaft Genealogie Magdeburg), GGHH, AKVZ Schleswig-Holstein

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8

Montag, 13. März 2017, 10:25

Lieber Thomas,

lese gerade erst von der Fertigstellung Deines Werkes. Das werde ich auf jeden Fall einmal anschauen !
Allein schon die "technischen Daten" - Hut ab ! Herzlichen Glückwunsch von mir.
Gruss

Hedwig-Pauline

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