Suche im Forum



Unsere Magazine

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum zur Ahnenforschung . Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 9. August 2017, 19:42

Führen des Familienwappens trotz anderen Namens

Guten Abend,

ich habe eine Frage zur Führung des Familienwappens.

Situation:

Ich befinde mich in der 16. Generation einer aus einer Region im heutigen Belgien stammenden Familie. Das Familienwappen kenne ich von Kindheitstagen an von Siegelringen, von Erzählungen, von Büchern und u.a. auch von einem Gemälde aus dem 16. Jahrhundert, welches einen meiner Vorfahren zeigt. Auf diesem ausgestellten Gemälde ist das Familienwappen deutlich erkennbar.

"Leider" ist es so, dass ich den Nachnamen der Familie nicht trage, da Frauen in früheren Zeiten üblicherweise den Namen des Mannes angenommen und den ihren abgelegt haben. So wie es meine Ur-Großmutter tat. Zur Info: Es tragen aber noch einige mir bekannte Familienmitglieder den "ursprünglichen" Namen.

Frage:

Ich habe gelesen, dass grundsätzlich nur die Person einer Familie, die auch den Namen, der mit dem Wappen verbunden war, berechtigt sein soll das Wappen zu tragen. In diesem Fall gehe ich davon aus, dass die Person auch nachweislich dieser Familie entstammt und nicht nur den selben Namen trägt.

a) Gibt es davon Ausnahmen?

b) Spricht etwas dagegen, wenn ich das Wappen aufgrund des Zugehörigkeitsgefühls zur Familie und Vergangenheit in welcher Form auch immer (Ring, Armband, etc.) trage?

Würde mich freuen in diesem Zusammenhang ein paar Stimmen zu hören.

Vielen Dank!

Henriette52

Moderatorin

Wohnort: Im Lauenburgischen

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 9. August 2017, 20:08

Hallo Bixente,

ich habe Dein Thema mal hierher in die Wappenkunde verschoben, weil ich denke, dass Du hier eher sachkundige
Antworten bekommst.
Viele Grüße
Henriette :)

Wohnort: Handewitt-Ellund

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 10. August 2017, 08:42

Hallo Bixente,

grundsätzlich ist es so, daß das Familienwappen immer an den Familiennamen gebunden ist. Das ist die Standardregel. Davon kann jedoch abgewichen werden. Diese Abweichungen kann jedoch nur der ursprüngliche Wappenstifter verfügen und sie müssen hinterlegt sein. Das dürfte in Deinem Falle jedoch nicht zutreffen. Soweit die reine Lehre.

Ob Du das Wappen aus Gründen der Verbundenheit mit der Familie dennoch führen möchtest, kannst nur Du beantworten. Da es noch Namensträger dieser Familie gibt, rate ich Dir, dies in jedem Falle mit ihnen abzusprechen. Wenn sie keine Einwände haben, dann ist alles okay. Wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter!
Schöne Grüße aus dem Landesteil Schleswig
Hilsen fra Sydslesvig

4

Donnerstag, 10. August 2017, 09:10

Hallo Bixente,

wie Du weißt, dürfen nur männliche und weibliche Personen das Wappen eines Wappenstifters führen, wenn sie nachweislich seine Nachkommen in direkter Blutslinie sind und seinen Familiennamen tragen.
Weibliche Nachkommen verlieren die Berechtigung zum Tragen des Familienwappens, sobald sie eine eigene Familie gründen und den Familiennamen des Ehegatten annehmen. Gefühlte Verbundenheit reicht nicht aus. Die einzige Ausnahme besteht darin, dass Bräute im Zuge der Heirat einen Doppelnamen annehmen.
In Deinem Falle ist diese Voraussetzung wohl nicht gegeben.

Gruß
Detlef

PS: Deine Darstellung liest sich so, als stammte sie aus meiner Genealogie. Fängt der Name Deines Wappenstifters mit "B" an?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Detlef05« (10. August 2017, 09:16) aus folgendem Grund: PS ergänzt


Billet

Heraldiker

Wohnort: Baden-Württemberg

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 10. August 2017, 16:02

Herr v. Roy schreibt hierzu :

Hallo Bixente,

ich teile Herrn Ossowski's Auffassung, daß es Ihnen unbenommen bliebe, das Wappen Ihrer Vorfahren, denen Sie sich besonders verbunden fühlen, zu führen. Wie Sie wohl selbst wissen, ginge das fragliche Wappen dadurch nicht auf Ihre Person über.

Ich selbst trage seit beinahe siebzig Jahren verschiedene Wappenringe (Siegelringe) meiner eigenen Familie, gelegentlich auch solche meiner – nicht zur eigenen Familie gehörenden – Vorfahren, denen ich mich besonders verbunden fühle. Zum Siegeln (was selten vorkommt) benutze ich jedoch ausschließlich Petschafte und Siegelringe, welche das eigene Familienwappen aufweisen.

Freundliche Grüße vom Rhein
Wappen-Billet.de
M.d.WL.
M.d.HGW.
M.d.IDW.
M.d.MWH.
M.d.H.

6

Donnerstag, 10. August 2017, 16:41

Hallo Bixente,

da Du nach Berechtigung und nicht nach Gefühlsinterpretation gefragt hast, schau mal hier, insbesondere Pkt. 6 bis 9: http://www.wappenkunde-niedersachsen.de/wappenrecht.html.

Gruß
Detlef