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JPS

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Mittwoch, 7. Februar 2018, 22:56

OFB aus Standesamtsunterlagen?

Hallo zusammen,

vorweg: falsch ich am falschen Ort bin, bitte verschieben.

zum meinem Anliegen: seit längerem treibe ich mich mit dem Gedanken rum, die Standesamtsunterlagen von Ober Ellguth (http://gov.genealogy.net/item/show/object_187829) im Kreis Kreuzburg, Oberschlesien, systematisch auszuwerten.
Ich habe selber viele Vorfahren aus dem Ort und der Gegend. Glücklicherweise sind die Standesamtsunterlagen von Gottersdorf-Ellguth in weiten Teilen via www.szukajwarchiwach.pl und Ancestry digital verfügbar.
Die "neueren" Standesamtsbücher findet man über Ancestry, die älteren über dieses polnische Suchportal was wohl irgendwie mit dem Staatsarchiv Oppeln zusammenhängt.

Die älteren, "Oppelner Aufzeichnungen", sind jedoch nicht indexiert. Weil sich die Suche nach Personen daher für mich "erschwerte" kam mir eben der Gedanke dies alles zu erfassen und somit durchsuchbar zu machen.

Mir ist wohl bewusst, dass in der Anleitung zur Erstellung von OFBs erwähnt wird, dass man sich bei Fragen an Herrn Herbert Juling wenden soll (http://wiki-de.genealogy.net/Projekt_OFB).
Ich hätte aber gerne auch die Meinung "der Mehrheit", insbesondere um meine grundsätzlichen Fragen klären zu können.

Hier nun meine Fragen:

1. Wie seht ihr den Bedarf an einem solchen Online-OFB, dessen "Rohdaten" zwar frei verfügbar und auch gut lesbar, aber nicht indexiert sind?
2. Ist die Auswertung als Online-OFB überhaupt passend oder sollte ich einen anderen Weg gehen?
3. Gibt es irgendwelche rechtlichen Probleme in Bezug auf die systematische Veröffentlichung von Daten die dem Staatsarchiv Oppeln bzw. Ancestry "gehören" ?
und natürlich:
4. mag sich ggf. jemand beteiligen?

Ich erwarte natürlich keine eindeutige Antwort und werde mich auch noch einmal an Herrn Juling wenden, würde mich aber einfach über eine konstruktive Diskussion zu dem Thema freuen.
Falls sie fruchtet, kann ich mir auch gut vorstellen, in Zukunft ggf. noch weitere "Standesamts-Online-OFBs" zu erstellen, da sich insbesondere die Suche nach Vorfahren in unserem deutschen Osten ja oftmals als schwieriger erweist, als die Suche nach Ahnen in der eigenen, lokalen Heimat.

Ich freue mich auf eure Kommentare!
Lg, JPS - Die Toten sind nicht tot, sie gehen mit, unsichtbar sind sie nur, unhörbar ist ihr Schritt. (Gorch Fock 1880 - 1916)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »JPS« (7. Februar 2018, 23:50)


rotraud

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2

Donnerstag, 8. Februar 2018, 10:14

Ich denke schon, dass es sinnvoll ist, ein OFB aus auch sonst frei zugänglichen Daten zu erstellen, weil du dabei ja wohl im Sinn hast, diese Daten nicht nur abzuschreiben, sondern auch zu verknüpfen, oder? Ich denke allerdings, dass es nicht ausreicht, nur eine einzige Quelle auszuwerten, zumal die Standesamtsunterlagen ja erst spät beginnen.
Ich arbeite selbst an einem OFB und benutze Kirchenbücher, Zivilstandsregister, Standesamtsunterlagen und Zeitungsberichte. zusätzlich profitiere ich von Forschungsergebnissen, die mir andere Genealogen zukommen lassen. In meinen Augen macht diese Arbeit Sinn, weil es für nicht hier Ansässige, die aber Vorfahren hier haben, sehr schwer ist, sich durch die hiesigen Familienstrukturen und die teils komplizierte Namensgebung (Hofnamen) hindurch zu wurschteln.
Wie sich das in Oberschlesien darstellt, weiß ich nicht, aber wenn du es selbst schwierig fandest, dir einen Durchblick zu verschaffen, kann deine Arbeit andern auf jeden Fall helfen.
Nun dauert die Erstellung eines OFB ja sehr lange. Ich habe, zumindest für die Zwischenzeit, den Weg gewählt, die von mir erfassten Daten erst einmal bei Gedbas einzustellen - da erwartet niemand Vollständigkeit und ich habe dadurch etliche Leute gefunden, die teilweise mitarbeiten, durch neue Daten oder auch Korrekturen und Informationen. Ob ich dann versuchen werde, das Ganze in einigen Jahren als Online-OFB zu veröffentlichen, wird sich zeigen.
Vielleicht fängst du auch erst mal "klein" an und findest auf diesem Wege Mitstreiter.

JPS

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  • »JPS« ist der Autor dieses Themas

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3

Donnerstag, 8. Februar 2018, 12:09

Hallo Rotraud,

danke für deine freundlichen Worte!

Grundsätzlich gebe ich dir recht. Eine Kombination aus Standesamtsunterlagen + Kirchenbücher + weitere Quellen wäre natürlich ideal und auch eventuell das langfristige Ziel.
Da es die Kirchenbücher aber leider (noch) nicht online gibt, stellt deren Auswertung eine größere Herausforderung dar.
Mit den Standesamtsbüchern könnte ich derzeit die folgenden Zeiträume abdecken:

Geburten: 1874 - 1909
Hochzeiten: 1874 - 1929
Sterbefälle: 1874 - 1938

Das ist imho schonmal ein schöner Zeitraum, der einen Datensatz von bestimmt über 10.000 Personen ergibt. Mein Ziel wäre es, diese Bücher innerhalb von 1 bis 2 Jahren auszuwerten. Natürlich plane ich die Personen auch zu verknüpfen.
Das Einstellen auf Gedbas finde ich eine schöne Idee. Ich denke, das werde ich vorläufig so beginnen und dann später ein Online-OFB daraus machen. :)
Lg, JPS - Die Toten sind nicht tot, sie gehen mit, unsichtbar sind sie nur, unhörbar ist ihr Schritt. (Gorch Fock 1880 - 1916)

rotraud

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4

Freitag, 9. Februar 2018, 22:50

Ja, der Vorteil ist, dass du mit der Veröffentlichung bald anfangen kannst, z.B. wenn du einen Jahrgang erfasst hast oder was dir passend erscheint. Kann ja gut sein, dass bereits deine erste "Lieferung" schon jemand weiter hilft. Ich drücke dir den Daumen, dass du auch Kontakte bekommst, die dich weiter bringen.

JPS

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5

Samstag, 10. Februar 2018, 01:13

Danke dir! Motiviert auf jeden Fall und ich werde es angreifen - die ersten 55 Personen sind schonmal in einer Datei drin :thumbsup:
Lg, JPS - Die Toten sind nicht tot, sie gehen mit, unsichtbar sind sie nur, unhörbar ist ihr Schritt. (Gorch Fock 1880 - 1916)

rotraud

Moderatorin

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6

Samstag, 10. Februar 2018, 09:37

Viel Spaß! Wenn du anfangen kannst, Personen zu verknüpfen, wird es richtig spannend. Auf die Dauer erhält man Einblick in die sozialen Strukturen eines Ortes, das ist dann viel mehr als stumpfes Abschreiben...