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Robart

Mitglied, Neu im Forum

  • »Robart« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Münster

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1

Donnerstag, 17. Mai 2018, 21:10

Einjähriger in Friedesnzeiten gleich Offiziersaspirant in WK I?

Hallo,

auch wenn ich einen artverwandten Beitrag gefunden habe, ist mir der Rang des Offiziersaspiranten bei älteren Männern im Ersten Weltkrieg noch nicht ganz klar: Ich recherchiere gerade die Biografie eines 1876 in Berlin geborenen Kaufmanns aus gutgestellter, nationalkonservativer Fabrikantenfamilie, der 1903 nach Wismar umgezogen ist. Deshalb vermute ich, dass er vorher seinen Wehrdienst im Raum Berlin abgeleistet hat. 1914 wird er dann wohl wahrscheinlich(?) in Wismar eingezogen und ist im November 1914 in Nordfrankreich stationiert. Im Frühjahr 1915 wird ihm das Eiserne Kreuz verliehen, er ist 38 Jahre alt und im Rang eines Offiziersaspiranten. Lässt sich aus dieser Tatsache ableiten, dass er seinen Wehrdienst lediglich als Einjährig-Freiwilliger abgeleistet hat? Bei normalem zwei- oder dreijährigen Dienst müsste ein Mann dieses Alters doch vom Rang weiter gewesen sein? Oder verstehe ich da etwas falsch?

Viele Grüße,
Rolf

Ahrweiler

Mitglied

Wohnort: Villach/Austria

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2

Freitag, 18. Mai 2018, 06:24

Hallo Rolf
Lt Google ist ein Offiziersaspirant im 1.WK ein Offiziersanwärter.
LG
Franz Josef

Jensus

Mitglied

Wohnort: Deutschland, Hessen

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3

Freitag, 18. Mai 2018, 10:06

Hallo Rolf,

ein Offiziersaspirant muss nicht zwangsläufig ein Einjährig-Freiwilliger gewesen sein (Offiziersaspirant ist auch kein Dienstgrad/-rang).
Jeder konnte den Armeedienst als Einjährig-Freiwilliger leisten, wenn er es auch selbst finanzieren konnte.
(war damit auch kein „Berufssoldat“!)

Jeder der den „normalen“ Pflichtdienst absolvierte, konnte über die Zeit befördert werden (z. B. zu den jährlich zweiwöchigen (Reserve-)Übungen).
Hier z. B. (unter Punkt II. ) findest Du einige Tabellen zu Beförderungszeiten: http://www.agw14-18.de/formgesch/formatio_rek.html

In Kriegszeiten kam es dann aber schon eher mal zu schnelleren Beförderungen. Soldaten mit einem höheren Bildungssgrad (z.B. Abiturienten, Studenten, etc…),
mit guter Führung und gutem „auftreten“, etc. wurden dann bevorzugt genommen. Ein Unteroffizier der irgendwann zum Offiziersaspirant ernannt wurde,
musste im Krieg diverse Kurse absolvieren und wurde dann oft z. B. zu einem Leutnant der Reserve befördert.

Da Dein genannte Person vermutlich im Alter von ca. 21 Jahren im dienstpflichtigen Alter war und wohl aus einer finanziell gutgestellten Familie stammt,
ist vermutlich eher wahrscheinlich das er seine Dienstpflichtzeit (im Frieden) als Einjährig-Freiwilliger um ca. 1900 (+/- 5 Jahre) ableistete!?
Und zu Kriegsbeginn vielleicht schon Unteroffiziers d. Res./Ldw. war (z. B. Sergeant, Vize-/Feldwebel), um daraufhin ein Offiziersaspirant zu werden.

Evtl. auch mal hier nach dem Namen suchen (dort wurden auch Verletzte/Vermisste aufgelistet): Verlustlisten 1. WK
Alles ganz unverbindlich - bin auch kein Experte zu dem Thema!
;) Gruß Jens

Robart

Mitglied, Neu im Forum

  • »Robart« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Münster

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4

Freitag, 18. Mai 2018, 21:32

Vielen Dank für die Antworten. Jens, das von Dir geschilderte Szenario erscheint mir auch am wahrscheinlichsten. Leider finde ich in den Listen nichts weiter über den Mann. Da er als Wismarer 1914 an der Westfront ist, dort die Unterbringung der Pferde erwähnt und später an der Ostfront stationiert ist, vermute ich, dass er in einem der beiden mecklenburgischen Dragoner-Regimenter dient. Im Stadtarchiv Wismar war nichts zu seiner Militärzeit zu finden.
Liebe Grüße, Rolf