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Joerg277

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Vereine: AMF, Verein f. Computergenealogie, AGGM

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1

Dienstag, 11. September 2018, 17:31

Nachtrag in Sterbeeintrag

Hallo ihr lieben Helfer,

ich habe hier einen Ausschnitt aus einem Sterbeeintrag von 1854 (Berlin, Invalidenhaus-Gemeinde), in dem quer über die letzten drei Spalten nachträglich eine kurze Anmerkung von anderer Hand geschrieben wurde.
Da die sogar unterschrieben ist, könnte sie wichtig sein.
Aber außer dem ersten Wort "Mit" kann ich nichts lesen. Vielleicht auch, weil ich nicht die geringste Idee habe, um was es ich hier drehen könnte.
Vergleichstext habe ich nicht, einzige Stelle in dieser Schrift.

index.php?page=Attachment&attachmentID=10838

Ich hoffe auf eure Hilfe :thumbsup:
Freundliche Grüße
Jörg

Aktuelle Jagdreviere:
Berlin und Umgebung: Mohr, Hartung, Zienicke, Krusnick, Grünack, Linto (vor 1750); Magdeburger Börde (rund um Egeln, etwa 1600 - 1800)
Gera: Dix (vor 1740); Wunstorf: Brandes, Steinmann (vor 1800), Hildesheim: Michael (vor 1800)

2

Dienstag, 11. September 2018, 18:03

Hallo Jörg,
spaltenweise gelesen:
Lungenlähmung
Chausseestraße No. 82
den 30sten März
Invalidenhaus

(über die letzten drei Spalten geschrieben): Mit ...(???)
Gruß - Detlef

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Detlef05« (11. September 2018, 18:06)


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3

Dienstag, 11. September 2018, 18:15

Man kann es ja nur mit Phantasie angehen:

Mit dem Journal übereinstimmend.
Viele Grüße
h :) nry

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"Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns immer wieder gepredigt wird." J. W. v. Goethe
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geschichte-hessisch-oldendorf.de

Joerg277

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4

Dienstag, 11. September 2018, 22:54

Hallo Henry,

das scheint tatsächlich die richtige Lesung zu sein. Wäre ich vermutlich nie drauf gekommen.

Hast du - oder jemand anderes - eine Idee, was das bedeuten könnte?
Ein vergessener, späterer Eintrag ist das nicht, die ganze KB-Seite ist in richtiger Datumsfolge.

Oder wurden vielleicht etliche Einträge bis zu "meinem" aus einer Notiz-Kladde abgeschrieben und so von irgendjemand bestätigt?

Ich habe eben mal von diesem Eintrag ausgehend ein paar Seiten zurückgeblättert und fand im Februar 1854 genau die gleiche Notiz (und da ist "Journal" relativ gut zu lesen!).
Vorgeblättert: im April 1855 wieder so ein Eintrag.

Das bringt mich auf die Idee, dass dies hier das Digitalisat der vorgeschriebenen KB-Zweitschrift ist und mit "Journal die Erstschrift gemeint ist.
Keine Ahnung, wie ich das ggf. verifizieren könnte, am Filmanfang steht allerlei wesentliches - dazu aber nichts.

Immerhin habe ich da gesehen, dass hinter "Invaliden-Gemeinde" die Gnadenkirche steckt - und das macht sehr viel Sinn.
Freundliche Grüße
Jörg

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5

Dienstag, 11. September 2018, 23:30

Das bringt mich auf die Idee, dass dies hier das Digitalisat der vorgeschriebenen KB-Zweitschrift ist und mit "Journal die Erstschrift gemeint ist.
Keine Ahnung, wie ich das ggf. verifizieren könnte, am Filmanfang steht allerlei wesentliches - dazu aber nichts.


Mir ist dieser ganze Sachverhalt völlig unbekannt, aber es finden sich etliche Belege dafür, dass es mit Erstschrift und Zweitschrift zu tun hat, z.B.:

index.php?page=Attachment&attachmentID=10839
Viele Grüße
h :) nry

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Joerg277

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6

Dienstag, 11. September 2018, 23:41

Vielen Dank, Henry,

deine Lesung und jetzt das Zitat bringen mich weiter!
Ich bin jetzt ein paar Tage im Kurzurlaub. Wenn ich zurück bin, werde ich mich etwas genauer damit auseinandersetzen.

Immerhin weiß ich, dass das Invalidenhaus kaum 100 m von der Gnadenkirche entfernt war, und das da wie auch immer geartete Zusammenhänge bestehen.
Freundliche Grüße
Jörg

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7

Mittwoch, 12. September 2018, 10:08

Hallo,
zur Führung der Kirchenbuch-Erstschrift (=Journal, quasi täglich geschrieben) durch den Pfarrer und -Zweitschrift i.d.R. nach Jahresende enbloc geschrieben durch den Küster siehe nach Preußischem Landrecht z.B. https://books.google.de/books?id=n2Wo-KI…hriften&f=false.

Der Pfarrer beglaubigte durch Unterschrift die Richtigkeit der Zweitschrift. Wer Zweitschriften z.B. in Staatsarchiven liest, stößt auf Streichungen und Berichtigungen durch den Pfarrer.
Unterjährige Beglaubigungen einzelner Einträge könnten vielleicht daher rühren, dass der Küster Schwierigkeiten bei der Entzifferung des Originals hatte.
Gruß - Detlef