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Sandrabj71

Unregistered

1

Tuesday, November 8th 2005, 3:24pm

von der Pfalz nach NRW ausgewandert

Hallo liebe Forumteilnehmer,

Auszug aus "Die Vogelfreien der Bönninghardt":

Die Bönninghardt war noch im Mittelalter völlig unbesiedelt und galt am Niederrhein wegen ihrer Öde und Unfruchtbarkeit als unbewohnbar, bis (vermutlich im 16. Jahrhundert) ein Strom pfälzischer Auswanderer, die über Holland nach Amerika übersiedeln wollten, am Niederrhein in finanzielle Bedrängnis gerieten und, da sie keinen anderen Ausweg wußten, in der Bönninghardt Zuflucht suchten.


Da meine Vorfahren auch auf der Bönninghardt wohnten, würde mich interessieren woher aus der Pfalz die Aussiedler kamen. Hat vielleicht schon einmal jemand die Geschichte verfolgt? Wo kann man erfragen ob meine Vorfahren auch zu diesen Auswanderern gehörten.

Über zahlreiche Antworten würde ich mich sehr freuen.

Lieben Dank

Sandra

Paladin

Trainee

Location: Südwest-Pfalz

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2

Saturday, October 22nd 2011, 10:33am

Hallo Sandra,
ich wollte mal fragen, ob Du bei dieser Suche schon fündig geworden bist ?
viele Grüße
Ulrich
suche Volkemer >1720 Pfalz; Elsaß; Lothringen;
Schmidt in Syrgenstein/Bayern-Schwaben und Lothringen Raum Bitsch > 1720

Sandrabj71

Unregistered

3

Saturday, October 22nd 2011, 2:35pm

Hallo Ulrich,



ich bin soviel weiter gekommen, das ich nun weiß, dass meine Vorfahren nicht aus der Pfalz kamen. Ich bin bis ca. 1590 zurück und meine Vorfahren stammen wohl seit jeher vom Niederrhein.



Nach welchen Familiennamen suchst du denn?



Lg

Sandra

Neandertaler

1936 - 2014 †

Location: Raum Düsseldorf

Societies: D´dorfer Verein f. Familienkunde

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4

Monday, October 24th 2011, 5:05pm

Hallo Sandra,
die hängengebliebenen Pfälzer gründeten doch Pfalzdorf und Louisendorf bei Kleve.
Freundlichen Gruß, Wilfried

Paul

Unregistered

5

Monday, October 24th 2011, 7:35pm

Hallo Sandra,
Herr Jürgen Wiegert hat die kurkölnische Bönninghardt bis 1794 auf knapp 400 Seiten handschriftlich aus dem Hauptstaatsarchiv Düsseldorf übersetzt und ausgewertet. Ruf ihn an, er freut sich. 1769 waren die ersten 6 Pfälzer auf der Bönninghardt. Die Namen sind bekannt. Die meisten sind dann auf die Gocher Heide. Im Buch von Emil Böhmer sind diese und deren Herkunftsorte gelistet. 1741 ist ein Strom von Pfälzern zur Schenkenschanz und wegen einem Seekrieg zwischen England und Spanien hängen geblieben. Die meisten hat ein Herr Weber erfasst. Sehr interessante Forschung. Einige Pfälzer sind noch nach Ostfriesland. Ich habe ein Buch, vielmehr die Kopien von Engelke dort sind alle aufgeschrieben. Die Auswanderungen der jetzigen Ostfriesen, die doch Pfälzer waren sind auch erfasst und zusammen getragen wurden. Unsere Vorfahren, welche eigentlich Pfälzer sein sollten kamen aber auch aus der Schweiz. Ansonsten vom Hunsrück. Diese hat Michael Frauenberger im Oberamt Simmern erforscht. Welchen FN erforscht Du. Vielleicht habe ich gerade zu ihm einiges.
Frage: Die Vogelfreien der Bönninghardt---Hast Du dieses Buch?
Gruß Paul
Gruß Paul der ganz schön blind war. Ist ja ein ganz alter Beitrag. Na, macht nichts. Ups

Sandrabj71

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6

Monday, October 24th 2011, 9:00pm

Hallo Paul,
Wer ist denn Jürgen Wiegert und wo kann ich ihn erreichen?



Frage: Die Vogelfreien der Bönninghardt---Hast Du dieses Buch? KLAR HAB ICH DAS ;)


Meine FN sind:

Awater - Bislich 
Balzen – Drüpt - Krefeld-Hüls – Alpen - Bönninghardt
Bongards
Bruns - Veen 
Bucksteegen - Veen - Borth
Buesers - Donsbrueggen 
Cleve - Veen
Clothen - Menzelen 
Cremers – Alpen - Kamp-Lintfort
Dalhuis
Deckers - Repelen-Baerl 
Dickskes - Repelen-Baerl 
Dirks – Hazerswoude - Zoeterwoude 
Does – Hazerswoude – Cranenburg
Driessen - Groesbeek 
Drothbaum – Krefeld-Hüls
Eickers - Menzelen 
Feldmann - Alsum 
Gathmann
Gerrits - Groesbeek 
Gietmann - Neukirchen-Vluyn - Vierquartieren - Veen 
Gnäjen
Graefen
Haeckers - Bönninghardt - Bislich 
Hanßen 
Heggemann
Hendricks
Herken - Repelen-Baerl - Neukirchen-Vluyn 
Hertogs – Winnekendonk - Veen 
Hessemann - Wijler-Silva 
Hogers
Holtermann - Nederrijkswald /Groesbeek 
Höltgens
In gen Haeg - Uedem 
Kamps - Veen - Alpen - Borth
Kauvers - Groesbeek - Wijler in Duitsland - Kranenburg - Wijler-Silva - Donsbrueggen 
Kersbaum (Brauers)
Kisters – Duisburg - Oberhausen-Sterkrade - Dinslaken-Hiesfeld - Oberhausen-Holten - Essen-Borbeck - Oberhausen-Osterfeld - Alpen - Bönninghardt - Köln - Sonsbeck - Uedem - Capellen-Geldern 
Kiwitz - Veen 
Kösters - Repelen-Baerl 
Lamers – Cranenburg - Groesbeek - Nederrijkswald/Groesbeek - Wijler in Duitsland
Lantermann
Leenders - Wijler in Duitsland - Groesbeek - Wijler-Silva 
Maas - Repelen-Baerl 
Meetschen - Götterswickerhamm - Repelen-Baerl 
Mölders - Oberhausen-Osterfeld - Groesbeek 
Nagels
Nyenhuis
Oudewater - Groesbeek 
Reinen - Wijler in Duitsland
Rijnen - Nederrijkswald/Groesbeek - Wijler in Duitsland 
Rissen
Roos - Winnekendonk
Schmitz - Neukirchen-Vluyn - Tönisberg - Repelen-Baerl 
Scholten
Schroeers – Capellen - Veen 
Stengs - Bislich - Menzelen 
van Bonn - Veen - Essen-Borbeck - Menzelen - Menzelnerheide 
von Kempen - Veen 
Vyghen - Repelen-Baerl 
Weihofen, Wintjes Oder Kempers – Menzelen
Wijers - Groesbeek 
Wildenberg – Alpen - Borth - Drüpt
Willemsen
Windhuss
Windschuh;Kinschu - Dermbach (Stift Filda) 




Ansonsten kann man meine bislang erforschten Ergebnisse hier sehen:



http://www.kisters.de.tl/



Lieben Gruß

Sandra

Paul

Unregistered

7

Monday, October 24th 2011, 10:06pm

Hallo Sandra,
erst einmal bitte ich um Nachsicht. Die Pfälzer vom Niederrhein waren einmal ein großes Thema für mich, das ich eigentlich abgeschlossen hatte. Aber wenn man an einem Strohhalm ziehen kann, man zieht, denn es juckt in den Fingern. Hier ein Link.
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=pf…Qz21VGHrmQXYqzw

Ich hatte einmal angerufen, kam leider nicht weiter. Ist aber schon eine Weile her. Habe natürlich alle meine Daten gespeichert und werde es im Rentenzeitalter nachholen. Ich arbeite mit dem Ahnenblatt. Ist am einfachsten. Leider weiß ich nicht wie ich meine Namen aus dem Pfälzer Bereich rausholen kann. Habe 1500 verschiedene Familiennamen in meiner Anlage. Zu Deinen eingestellten passt leider keiner. Auf der Verhohlen Genealogie sind viele von unseren Ahnen.
Frage: Im Buch die Vogelfreien der Bönninghardt, sind dort Namen und Zahlen oder nur Geschichten?
Erst einmal Gruß
Paul

Sandrabj71

Unregistered

8

Monday, October 24th 2011, 10:55pm

In dem Buch werden einige Namen genannt und auch das ungefähre Jahr, aber eigentlich handelt es sich nur um die Geschichte vom Räuber Brinkmann. Es ist lustig zu lesen und wenn man die Gegend um die Bönninghardt kennt (ich bin in Veen aufgewachsen) ist es schon spannend zu lesen, wo er sich überall rumgetrieben hat. Aber für eine Ahnenforschung ist es nicht unbedingt geeignet.

Ich wollte mich immer mal an meinen alten Grundschulrektor Herrn Schmitz wenden, der auf der Bönninghardt im Historischen Verein sehr aktiv ist, aber die Zeit lässt es bei mir im Moment noch nicht zu. Meine Zwillingstöchter sind jetzt in den Kindergarten gekommen, nächste Woche fahren wir für 3 Wochen zur Kur und dann im neuen Jahr werde ich meine Forschung hoffentlich mal wieder rauskramen können 8-)

Paul

Unregistered

9

Tuesday, October 25th 2011, 6:23pm

Hallo Sandra,
zu den Namen werden dort auch Herkunftorte genannt?
Bei 3 Mädchen hat man zu tun! Wünsche angenehme Kur. Vielleicht auf nächstes Jahr!
Gruß Paul

Katrin07

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10

Tuesday, October 25th 2011, 7:41pm

Hallo Sandra,
Herr Jürgen Wiegert hat die kurkölnische Bönninghardt bis 1794 auf knapp 400 Seiten handschriftlich aus dem Hauptstaatsarchiv Düsseldorf übersetzt und ausgewertet. Ruf ihn an, er freut sich. 1769 waren die ersten 6 Pfälzer auf der Bönninghardt. Die Namen sind bekannt. Die meisten sind dann auf die Gocher Heide. Im Buch von Emil Böhmer sind diese und deren Herkunftsorte gelistet. 1741 ist ein Strom von Pfälzern zur Schenkenschanz und wegen einem Seekrieg zwischen England und Spanien hängen geblieben. Die meisten hat ein Herr Weber erfasst. Sehr interessante Forschung. Einige Pfälzer sind noch nach Ostfriesland. Ich habe ein Buch, vielmehr die Kopien von Engelke dort sind alle aufgeschrieben. Die Auswanderungen der jetzigen Ostfriesen, die doch Pfälzer waren sind auch erfasst und zusammen getragen wurden. Unsere Vorfahren, welche eigentlich Pfälzer sein sollten kamen aber auch aus der Schweiz. Ansonsten vom Hunsrück. Diese hat Michael Frauenberger im Oberamt Simmern erforscht. Welchen FN erforscht Du. Vielleicht habe ich gerade zu ihm einiges.
Frage: Die Vogelfreien der Bönninghardt---Hast Du dieses Buch?
Gruß Paul
Gruß Paul der ganz schön blind war. Ist ja ein ganz alter Beitrag. Na, macht nichts. Ups
Hallo Paul,
ich klink mich mal eben ein.
Ist es wirklich klar, dass die Pfälzer nur aus der Schweiz oder dem Hunsrück kamen?
Ich bin nämlich schon seit ewigen Zeiten auf der Suche nach der Herkunft eines Vorfahren.
Es geht um den FN Scherff.
lg
Katrin

Paul

Unregistered

11

Tuesday, October 25th 2011, 8:32pm

Hallo Katrin07,
hatte ich wohl ein wenig kurios formuliert! Kamen auch aus der Schweiz. Zum Beispiel der FN Weisskopf, Alexander erstmal erwähnt in Battweiler 1715, geboren in Stanzertal,Tirol. Heiratete Eva Mairer. Beider Sohn Johann Jacob *1727 heiratete Maria Elisabeth Büffel *1726, die ich der Büffel Familie nicht zuordnen konnte. Habe ziemlich alle Büffel aus Contwig, auch die Ausgewanderten, hatte da auch versucht sie einzureihen. Tochter war dann Maria (Gertrud ) Catharina *1756 Contwig und nicht wie es einige annehmen 1759 Eichloch. Wie in der Genealogie Hans, da angeblich mit dem FN Eisenhauer oder Rocker nach Pfalzdorf kolonisierten. Sie ist mit den von Loh dorthin. Nehme ich mal an. Da die Mutter zuerst mit einem Mathias von Loh verheiratet war. Ist aus den KB von Contwig.
Es gibt einen Johann Philipp Scherff/Scharff in Laumersheim ev/luth, doch nicht 1746 geboren sondern 1749. Der hängt bei mir an der Pinwand, mit dem Vermerk<>Da machst Du irgendwann weiter. Da ich auch in Büdingen eine Zeit nach Herrn Scharff suchte. Dort gab es einen Wilhelm Scharff *Februar 1746, Sohn von Georg Scharff. Leider gab es nur diesen einen Eintrag von dieser Person. Sonst nichts.
Mit freundlichen Gruß Paul

Baerbel

† 2016 Ruhe in Frieden

Location: Frankfurt/Main (gebürtige Ur-Vorderhunsrückerin)

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12

Tuesday, October 25th 2011, 8:33pm

Hallo zusammen,

wenn ich das Stichwort "Pfälzer am Niederrhein" lese, kommt mir automatisch die Assoziation: Goch - bzw. Pfalzdorf und Louisendorf in der Nähe von Goch. Von den beiden "Erstgründungen" wurden später weitere "Kolonien" gegründet und einige der Nachkommen der "Pfälzer" zogen tatsächlich nach Ostfriesland (in die Gegend um Aurich) weiter.
Die Geschichte ist gut dokumentiert und das Jahr der geplanten Auswanderung war wohl 1741. Der größte Teil der verhinderten Amerika-Auswanderer strandete an der niederländischen Grenze und die, die nicht mehr weiter oder zurück konnten, "campierten" mehr schlecht als recht ca. 2 Jahre in einer Heide nahe Goch. Dann bekamen sie von höchster Stelle die Genehmigung sich dort niederzulassen und die Erlaubnis Unterstützung von den umliegenden Orten zu bekommen. Das war der Beginn von "Pfalzdorf". In den folgenden Jahrzehnten ließen sich noch mehr "Pfälzer" dort nieder. Es gibt Bücher und Listen aus den Kirchenbüchern im Internet aus denen u. a. die Herkunftsorte der ersten Siedlergenerationen hervorgehen.

Die Bezeichnung "Pfälzer" ist da sehr weit zu fassen. Die allermeisten Siedler waren protestantisch (reformiert oder lutherisch) und der größte Teil von ihnen kam aus "kurpfälzischen" Orten (aber nicht alle). "Kurpfälzisch" ist in dieser Zeit territorial-politisch zu verstehen und heißt nicht zwingend geographisch aus der heutigen Pfalz, sondern viele waren aus unterschiedlichen Orten des mittleren und südlichen Hunsrücks oder vom Mittelrhein, aus "Rheinhessen" (linksrheinisch, westlich und südwestlich von Mainz), aus dem Naheland und aus der Pfalz. Einige kamen wohl von weiter her evt. der heutigen "Kurpfalz" (rund um Mannheim) oder sogar aus der Schweiz.
Bei vielen der Auswanderer aus dem heutigen Rheinland-Pfalz (insbesondere bei den Hunsrückern) können die Linien in der alten Heimat noch ein paar Generationen zurück verfolgt werden. Wie es für die Personen, die aus der (geographischen) Pfalz bzw. aus anderen Regionen kamen, ist, weiß ich jetzt nicht.

(Ich habe sogar selbst sehr entfernte Verwandte, die im 18. Jh. nach Pfalzdorf und einige später weiter bis nach Ostfriesland auswanderten. Es war ein Bruder eines mehrfachen Ur-ur-ur-ur... ur-Opas von mir, der eine protestantische Frau geheiratet hatte, mit seiner Familie. Der mehrfache Ur-ur-... ur-Opa von mir blieb katholisch und auf dem Hunsrück. Er und sein Bruder waren in einem kleinen Dorf in der Nähe von Kastellaun aufgewachsen.)

Wenn ich Deine Ahnenliste durchsehe, sehen die meisten Nachnamen für mich ziemlich "niederrheinisch" aus. Da fällt mir keiner auf, der nach "Mittelrhein" oder Hunsrück klingt.

Du schreibst, dass Du nach "Scherff" suchst. Hast Du schon mal die Listen aus den Kirchenbüchern von Pfalzdorf durchsucht?

Guck mal hier: http://wiki-de.genealogy.net/Pfalzdorf_%…29/Batchnummern

Viel Erfolg bei der weiteren Suche

VG
Bärbel

Katrin07

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13

Tuesday, October 25th 2011, 8:51pm

@paul: ich bin tatsächlich auf der Suche nach dem Geburtsort von Johann Philipp Wilhelm Scherf/Scharf. Ich habe als Geburtstag 02.1747 notiert.
Er heiratete in Gau-Köngernheim am 04.04.1768 Maria Magdalena Zerbin (Zerbe). Die Ehefrau ist gebürtig aus Wiesbaden Sonneberg.
Der Sohn Johann David ist in Pfalzdorf geboren und mein direkter Vorfahre.
Vielleicht findest du einen Anschluss?
@bärbel: Ja ich habe mich eingehend mit den Pfälzer Siedlern beschäftig. War auch schon in Pfalzdorf bzw in Goch. Dort gibt es auch einen sehr netten Heimatverein. Leider konnte ich da auch nicht weiter kommen. Auch in Aurich bei der Upstaalsboom-Gesellschaft tappt man bei Scherf im Dunkeln.
Die KB von Pfalzdorf u.a. habe ich als DVD vorliegen. Bringt mich aber nicht weiter weil dort zwar die Geburt des Sohnes verzeichnet ist aber keinerlei Hinweise auf die Herkunft des Vaters. Ist alles sehr verwirrend. Die Ehefrau muss auch irgendwo auf der Reise von Pfalzdorf/Niederrhein nach Ostfriesland verstorben sein da er dann noch eine Weißkopf geheiratet hat. Für mehr Infos müsste ich den Ordner heraussuchen.
Verräts du mir deine FN?
lg
Katrin

Baerbel

† 2016 Ruhe in Frieden

Location: Frankfurt/Main (gebürtige Ur-Vorderhunsrückerin)

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14

Tuesday, October 25th 2011, 8:52pm

Hallo zusammen,

noch ein Nachtrag zu den Kirchenbücher Pfalzdorf.

Habe jetzt die Seite wieder gefunden:

http://home.kpn.nl/~ferwerd/verhohlen/interest.htm

Viel Glück bei der Suche

VG
Bärbel

Baerbel

† 2016 Ruhe in Frieden

Location: Frankfurt/Main (gebürtige Ur-Vorderhunsrückerin)

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15

Tuesday, October 25th 2011, 9:40pm

Hallo Kathrin,

Gau-Köngersheim ist heute ein Teil von Gau-Odernheim - ganz grob "Rheinhessen" im Dreieck zwischen Bad-Kreuznach, Bingen und Mainz.

Die "Gau-...-Orte" liegen meistens in der Ecke zwischen Bad-Kreuznach und Bingen und von dort Richtung Mainz (z. B. Gau-Algesheim, Gau-Bischofsheim, Gau-Bodenheim, usw.)

Zu Zerbe/Zerbin habe ich die Assoziation "Zerwas/Zerwes" - Es gibt in der weiteren Umgebung eine ganze Reihe Zerwas/Zerwes/Zirwes/Serves/Servas-Familien. Sowohl an der mittleren Mosel als auch auf dem mittleren Hunsrück bis hin an die Nahe und Richtung Rheinhessen. Im örtlichen Dialekt mancher Dörfer wird "w" wie "b" gesprochen. Da kann der Name in einem Ort mit B und im nächsten mit W geschrieben worden sein. Suche mal nach Zerwas/Zervas/Zirwes - ist alles der gleiche Name (und wahrscheinlich mit Zirbes identisch) und könnte Dir vielleicht helfen.

Weisskopf-Familien gibt es bis heute in einigen Hunsrückdorfern. Der Name ist aber selten.

Du fragst nach meinem Nachnamen. - Guck mal auf meiner Profilseite bzw. bei meiner Mailadresse. :)

Ich habe zwar ein ganz typischen Nachnamen für die Region (wahrscheinlich "katholische" Schreibvariante) aber die entfernten Verwandten von mir, die im 18. Jh. nach Pfalzdorf auswanderten, hatten einen anderen Nachnamen.

Sie hießen "Wickert" und der Ehemann der Familie, die auswanderte, war wahrscheinlich in Hollnich bei Kastellaun geboren und hatte eine Protestantin aus Alterkülz geheiratet. (Andere protestantische Orte in der Nähe waren Hasselbach, Bell und Völkenroth sowie Uhler und Krastel)

Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute, dass die Wickert eigentlich aus den Dörfern Mannebach oder Beulich kamen und einer aus dieser Sippe später nach Hollnich heiratete. Einer der Söhne heiratete die Protestantin und wanderte aus. Mindestens zwei weitere Söhne blieben in der Region und ließen weiter ihre Kinder katholisch taufen. Diese Wickert-Linie von mir (ich habe noch weitere Wickert-Linien in der Ahnenreihe) lebte danach in Buch bei Kastellaun. (Buch ist ein katholisches Dorf während Hollnich ein eigentlich protestantisches Dorf ist und in Alterkülz gab es wohl immer beide Konfessionen (wenn nicht sogar alle drei wichtige Konfessionen des Hunsrücks seit den späten 17. Jh.: katholisch, lutheranisch und reformiert.) - Die Reformation und Gegenreformation haben auf dem Hunsrück ein konfessionelles Durcheinander hinterlassen, das nur noch durch das territoriale Durcheinander der frühen Neuzeit übertroffen wird.
Das wäre aber alles noch mal eine lange Geschichte.

Ich hoffe, das hilft ein wenig.

VG

Bärbel

Paul

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16

Tuesday, October 25th 2011, 10:31pm

Hallo Katrin,
J.P.W.Scharff ist 02.1746 laut KB Plaggenburg geboren. Ist errechnet. Wo, das größte Fragezeichen welches es gibt. Du hast meine Mail-Adresse ist eine ewige Zeit her. Weiß gar nicht mehr ob ich die Auszüge aus KB Plaggenburg Dir gesendet hatte. In der Zwischenzeit habe ich einige neue Daten gesammelt, doch diesen Teil der Ahnenforschung abgebrochen. Später mal wieder.
Hallo Bärbel,
der FN Wickert ist tatsächlich nach Plaggenburg. Mal Wichert, dann Wickert geschrieben. Geht zurück auf Peter aus Hollnich * um 1650. Hatte dort nicht mehr weiter verfolgt. Steht aber in meiner AL. da mit all möglichen FN verheiratet.
Gruß Paul aus Ostfriesland

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Baerbel

† 2016 Ruhe in Frieden

Location: Frankfurt/Main (gebürtige Ur-Vorderhunsrückerin)

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17

Thursday, October 27th 2011, 7:18pm

Hallo Paul,

ich habe noch mal nachgesehen. Es war kein Sohn, sondern wohl ein Enkel von Peter Wickert aus Hollnich, der die Protestantin heiratete und später nach Pfalzdorf "auswanderte". Peter Wickert und seine Ehefrau ließen ihre bekannten Kinder alle katholisch taufen. Die Taufen (und Hochzeiten der bekannten Söhne) stehen im katholischen KB von Kastellaun bei den Mormonen.

Ich habe die Nebenlinien noch nicht in meiner digitalen Ahnenforschungsdatei eingetragen, hatte aber mal vor einiger Zeit versucht, mögliche Herkunftsfamilien für Peter Wickert aus den mir zugänglichen Wickert-Familien der Gegend zu identifizieren. Sichere Daten habe ich keine gefunden, nur eine Vermutung mit einigen Indizien, die aber insgesamt sehr unsicher sind. Irgendwo hatte ich dazu mal was aufgeschrieben, was ich suchen muss.

Falls Du daran interessiert bist - es sind, wie geschrieben, keine sicheren Beweise vorhanden - kann ich mal suchen und es Dir schicken. Mir selbst ist das noch viel zu unsicher um es in meine Datenbank aufzunehmen, aber es gibt ein paar bemerkenswerte Übereinstimmungen mit einer Wickert-Familie aus Mannebach (bei Kastellaun).

Viel Erfolg bei der weiteren Suchen

VG
Bärbel

Paul

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18

Thursday, October 27th 2011, 8:10pm

Moin Bärbel,
Johann David Wickert, Leinenweber aus Hollnich, Sohn des Johannes Wickert Tagelöhner in Hollnich und der Anna Catharina Ludwig aus Alterkülz, heiratete Maria Catharina (Möhner)Minor 1790 in Pfalzdorf/Niederhein. Nach 1802 kam er nach Plaggenburg. Dort verstarben sie. Hast Du die Aufzeichnungen von Herrn Weber? Oder Engelke/ Böhmer? Da in Plaggenburg untereinander geheiratet wurde hatte dann jeder FN mit jedem eine Verwandtschaftsbeziehung.
Falls weiterführende Daten auf Verdacht vorhanden sind. Dann möchte ich diese wohl einsehen. Ist bestimmt interessant.
Gruß Paul

Baerbel

† 2016 Ruhe in Frieden

Location: Frankfurt/Main (gebürtige Ur-Vorderhunsrückerin)

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19

Sunday, October 30th 2011, 12:18am

Hallo Paul,

da ich vom Vorderhunsrück bin und meine Vorderhunsrücker Vorfahren zusammen zu bringen versuche, habe ich mich vor allem mit den auf dem Hunsrück gebliebenen katholischen Wickert beschäftigt (soweit sie meine Linien betreffen). Dass dabei eine Verbindung zu der protestantischen Familie, die nach Pfalzdorf "ausgewandert" ist, aufgetaucht ist, ist für mich eine nette Überraschung, aber ich habe mich noch nicht näher mit den Pfalzdorfern und ihren Nachkommen beschäftigt. Das ist für mich eher eine interessante "Randerscheinung", bei der ich mal "reinlese" aber nicht tiefer einsteige. - Sorry. Daher habe ich bisher auch weder die Aufzeichnungen von Herrn Weber noch Engelke noch Böhmer gelesen. - Ist eben für meine "Forschungen" bisher noch nicht relevant gewesen. - Ist nicht bös gemeint nur eben bisher nicht mein Anliegen gewesen.

Wenn Du die Aufzeichnungen, die Du genannt hast, eingesehen hast, waren da irgendwelche Paten oder Trauzeugen von Ereignissen, die noch auf dem Hunsrück stattgefunden haben, angegeben? Wenn ja, könnte das sehr wichtig werden - insbesondere soweit es die noch bekannten Hunsrücker Generationen der Wickert angeht.

Vorbemerkungen:


In unserer Gegend waren die Paten der Kinder und die Trauzeugen bei einer Hochzeit in aller Regel enge Verwandte: Geschwister der Eltern, Cousins/Cousinen (1., 2. oder 3. Grads wobei der 3. Grad schon recht weit war, aber vorkommt), Onkel, Tanten bzw. jeweils die Ehepartner. Die Kinder eines Paares hatten meistens alle unterschiedliche Paten und diese waren in aller Regel mit den Eltern verwandt oder verschwägert.
(Ausnahmen sind Paten aus den "Herrschaften" oder von Pfarrern usw., die aber nur in bestimmten Familien auftreten und dort gewisse enge "Arbeits-" oder "Vertrauensbeziehungen" (aber keine Verwandtschaftsbeziehungen) zu den Herrschaften ausdrücken oder Kinder von nichtsesshaften Hirtenfamilien, bei denen oft die Ortsvorsteher (Schöffen) als Paten dienten, wenn keine Verwandtschaft in der Nähe war.)
(Ich gewinne langsam den Eindruck, dass über gegenseitige Patenschaften für Kinder vielleicht sogar der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung von verwandten Familiensippen über mehrere Generationen hinweg gefestigt, gesichert und immer wieder erneuert wurde - was auf dem armen Hunsrück oft bitter notwendig war.)
Auf dem Vorderhunsrück kann man daher manchmal über Patenschaften Verwandtschaftsbeziehungen aufdecken. Dazu kommt, dass viele Kinder die Vornamen ihrer Paten erhielten (oder wenigsten Teile der Namen). Doppelnamen waren recht häufig. Besondere, ansonsten in der Region ungewöhnliche Namen oder Namenskombinationen wurden auf diesen Wegen in verwandten Sippen verbreitet. Es lohnt sich bei "besonderen Vornamen" immer auf die Paten zu sehen und sich diese Familien genauer zu betrachten. Ich hatte schon ein paar Mal Erfolg in der Art, dass ich Frauen, die nur mit Vornamen erschienen über die Paten ihrer Kinder mit über 95-%iger Sicherheit einer Herkunftsfamilie zuordnen konnte.


Die Wickert-Familie in Hollnich und mögliche Nachkommen:

Grundsätzlich ist es wichtig zu bemerken, dass die Orte Hollnich, Gödenroth, Alterkülz, Bell, Hasselbach und Völkenroth protestantische Dörfer sind. Die Wickert-Familien, die ich bisher gefunden habe, sind katholisch gewesen (bis auf Johann Wickert aus Hollnich, der Anna Catharina Ludwig aus Alterkülz heiratete. Er war wohl katholisch getauft, ist aber später (wohl bei der Hochzeit) konvertiert.

1. Generation: (Daten nicht selbst erhoben, sondern aus einer Drittquelle Rootsweb) - Die Angaben könnten aber zu den späteren Daten aus der Mormonendatenbank passen)

Peter Wickert, lebte in Hollnich
oo
Anna Catharina

Kinder:
Nicolaus Heinrich
Maria Catharina
Johann Jacob
Franz
Margaretha

Die Kinder müssten ca. +/- 1670 bis 1680 geboren sein.

2. Generation: (Die Daten sind aus der Mormonendatenbank www.familysearch.org, die aber für ganze Kirchbücher relativ gut zu sein scheint.)

Es gibt in den katholischen Kirchenbüchern von Kastellaun verschiedene Hochzeiten und Kindtaufen, die mit großer Wahrscheinlichkeit die Kinder von Peter Wickert betreffen. - Bei Nicolaus Heinrich halte ich es für sicher, für Johann Jacob und Franz für sehr wahrscheinlich. Sie lebten alle als Katholiken in protestantischen Dörfern, heirateten aber katholisch und ließen ihre Kinder (zumindest, die bisher bekannten) katholisch taufen.

Nicolaus Heinrich Wickert (lebte wahrscheinlich in Hollnich)
oo (vor 1691)
Anna Gertrud

Kinder:
Johann Adam *16.10.1691 oo
(verschiedene Möglichkeiten, evt. I. 1713 Elisabeth Hecker aus Buch - vielleicht 2. Anna Maria Schneider (1717) und 3. Ehe 1736 Maria Margaretha Thomes (alle Varianten passen aber nicht zueinander, da Kinder von Johann Adam und Elisabeth bis 1730 belegt sind.))
Johann Peter *21.01.1694
Maria Catharina *10.01.1695
Johann Nicolaus *20.01.1698
Johann Peter *17.05.1701 (oo 1722 Maria Barbara Peters aus Buch) (meine Linie)
Johann *11.03.1703
Anna Catharina * 24.05.1705
Anna Elisabeth *1707
Elisabeth * 21.03.1709


(Johann) Jacob Wickert (lebte in Gödenroth (evangelischer Ort, war aber katholisch) (tritt als Pate 1701 bei einem Kind von Johann Georg Pies und Anna Margaretha Gärtner in Mannebach auf (evt. Verwandtschaft mit den Wickert aus Mannebach))
oo 1700
Anna Margaretha Laux

Kinder (katholisch getauft)
Johann Adam *19.01.1701 (ebenfalls möglicher Johann Adam Wickert für die Hochzeit mit Maria Margaretha Thomes)
Sophia Apollonia *02.01.1703 (auffällige Vornamenskombination)
Anna Barbara *08.01.1706
Johann Schwickart *17.03.1708 (auffällige Vornamenskombination)


Franz Wickert (lebte wohl in Völkenroth - evangelischer Ort, selbst aber wohl katholisch - der Vorname Franz ist nicht so häufig, taucht aber bei den Wickert in Mannebach ebenfalls auf)
oo 10.10.1702
Anna Magdalena Antes (Anthes) (der Nachname Antes taucht in der Pfarrei Mannebach häufiger auf)

Kinder
Maria Catharina *22.02.1704
Johann Wilhelm *03.04.1705


Bei der 3. Generation sind wir bei (Johann) Peter Wickert aus Hollnich, der Anna Barbara Peters aus Buch heiratete (meine Linie). Hier habe ich die einzigen Daten aus einer Primärquelle (Fotos bzw. Fotokopien der Originalkirchenbücher, die ich selbst eingesehen habe). Der Vater von Peter Wickert wird als Johann Nicolaus aus Hollnich angegeben. Das ist sicher. (Ich wollt das lange nicht glauben, da ich Hollnich als protestantischen Ort nicht für möglich hielt.)
Ich kann Dir weitere Daten schicken, aber die bisherigen Ausführungen sind wichtig, um die Zusammenhänge bei einem Mail zu verstehen, dass ich im letzten Jahr zu der Familie und meinen Vermutungen an Mahelene geschickt habe.

Ich hänge das Mail gleich in einer neuen Antwort an.
Im Prinzip geht es darin um die Vermutungen zur Herkunft von Peter Wickert, der später in Hollnich lebte. Er ist sicher nicht in Hollnich geboren. Ich vermute, dass Peter Wickert aus der Mannebacher Wickert-Sippe stammte - kann es aber nicht endgültig beweisen.

Noch ein paar zusätzliche Informationen zu alten Wickert-Einträgen im OFB Mannebach:

Nr. 540
Georg Wickert, Mannebach
oo vor 1649
Anna
Kind: Johann Michael *11.11.1649 (Paten: Johann Michael Meurer; Maria Frau von Anton Müller)

Nr. 545
Peter Wickert, Korweiler
oo vor 1687
Catharina
Kind: Elisabeth *12.01.1687 (Paten: Elisabeth Pies; Theodor Hammes)

Ohne Nummer:
Schwickart Wickert, Mannebach; +17.07.1698 an Schlaganfall
oo
Sophia Apollonia +14.06.1705 (Patin 1681 bei Wöhlen und 1690 bei einer Tochter von Peter Wickert)
(Die Beiden könnten eine Rolle bei der Aufdeckung von verwandtschaftlichen Beziehungen spielen.)

So, gleich kommt eine etwas gekürzte Form meines damaligen Mails an Mahelene zu meine Vermutungen zur Herkunft der Familie

Bis gleich

Bärbel

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Baerbel

† 2016 Ruhe in Frieden

Location: Frankfurt/Main (gebürtige Ur-Vorderhunsrückerin)

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Sunday, October 30th 2011, 1:06am

Hallo Paul,

hier meine geistigen Ergüsse zu den Wickert und meine Vermutungen zu einer Herkunft aus Mannebach. Es war eine Antwort auf ein anderes Mail, daher die "Du"- Ansprache:

„... Du hast
geschrieben, dass Du in Buch bei den Wickert rein kommst. Du meinst damit sicher Nachkommen von Nicolaus Heinrich Wickert aus Hollnich, oder?


Die Familie habe ich auch in der Linie.Vor über 15 Jahren hatte ich aus Fotokopien der Originalkirchenbücher von Buch (die im Pies-Archiv
lagen) mal die Bucher Familien zusammengestellt, die ich damals schon in der Linie hatte. Damals suchte ich aber vor allem nach Hastenpluch, Peters und
Wickert ...


Was mich damals stutzig machte war, dass ich bei der Herkunft von Nicolaus Heinrich Wickert, die im Heiratseintrag seines Sohnes Peter Wickert oo Maria Barbara Peters, angegeben war, "Hollnich" zu lesen glaubte. .... Ich wollte das damals nicht glauben, da die Wickert katholisch waren und Hollnich ein protestantisches Dorf ist. Aber die Familie scheint tatsächlich in Hollnich gewohnt zu haben. Die Kinder von Nicolaus Heinrich Wickert oo Anna Gertrud wurden alle in der katholischen Pfarrei in Kastellaun getauft (sind in der Datenbank der Mormonen aufgeführt). Die katholischen Einwohner der protestantischen Orte rund um Kastellaun pfarrten nach Kastellaun (z. B. Hollnich, Gödenroth, Uhler, Bell, Roth, Alterkülz, Leideneck evt. Völkenroth, Hasselbach usw.) In den evangelischen Pfarreien von Kastellaun und Gödenroth
sind keine Wickert-Einträge vorhanden und in der von Alterkülz nur ein jüngerer Eintrag eines Enkels von Nicolaus Heinrich Wickert, der aufgrund seiner Heirat
scheinbar konvertierte.

Habe mir daraufhin auch die Einträge im Roots-Web noch mal angesehen. Die Angaben, dass Nicolaus Heinrich ein Sohn von Peter Wickert und Anna Catharina wohnhaft in Hollnich war, scheinen eine große Wahrscheinlichkeit zu haben. Auch die Geschwister Johann Jacob (+ in Gödenroth), Franz (+in Völkenroth), Maria Catharina und
Maria Margaretha scheinen ins Bild zu passen. Nach den Einträgen in Kastellaun heiratete Johann Jacob Wickert 1700 Anna Margaretha Laux und Franz Wickert 1702
Anna Magdalena Anthes - jeweils katholische Hochzeiten und Taufen (der Kinder beider Ehepaare) in Kastellaun.


Aber was macht eine katholische Familie im protestantischen Hollnich (bzw. in den ebenfalls protestantischen Gödenroth und Völkenroth)? Es ist recht unwahrscheinlich, dass sie dort ihren Ursprung hatte und weitaus wahrscheinlicher, dass sie aus irgendeinem Grund dahin zog. - Als Müller z. B. oder als Hofpächter eines Gutshofs
einer adligen Familie?

Wo kamen sie ursprünglich her? - Das ist fraglich, aber ich habe ältere Wickert-Familien in Dommershausen/Eveshausen, evt. Macken, Beulich und Mannebach in meinen
Unterlagen. Einige Wickert aus Buch treten in der Pfarrei Mannebach als Paten auf (1745 Balthasar Wickert aus Buch beim Kind von Johann Etzkorn und Agnes
Wickert in Mannebach; 1738 Maria Catharina Wickert aus Buch beim Kind von Franz Wickert und Catharina Seibert in Mannebach), genauso wie Johann Jacob Wickert
wohnhaft in Gödenroth (1701 beim Kind von Johann Georg Pies und Anna Margaretha Gärtner in Korweiler). Da muss es familiäre Verbindungen geben, auch wenn sie
nicht unbedingt über Wickert selbst laufen müssen.


Noch ein paar Auffälligkeiten:

- Johann Jacob Wickert und Anna Margaretha Laux aus Gödenroth lassen einen Sohn Johann Schwickart und eine Tochter Sophia Apollonia taufen, Namenskombinationen, die nicht so häufig sind, aber auch bei den Mannebacher Wickert-Familien sowie in mit ihnen verwandten Familien (z. B. Knöppel, Pies, Gärtner) vorkommen.

- Die Sippe Anthes/Antes scheint eine Beziehung zur Pfarrei Mannebach bzw. zur Burg Waldeck (vor der Zerstörung von 1689) gehabt zu haben. Sie tritt häufiger bei Ehepartnern oder Paten auf, obwohl sie scheinbar nicht in der Pfarrei lebte. Teilweise ist bei den Paten die Ortsangabe "Waldeck" gemacht - ich vermute seit Jahren,
dass ein Teil der Sippe Bedienstete auf der Burg waren.


- Der älteste Wickert aus dem OFB Mannebach, Nicolaus Wickert (* ca. 1615) (oo Gertrud Pies) scheint ein besonderes Verhältnis zu den Herren von Waldeck gehabt zu haben. Junker Philipp Hartmann Boos von Waldeck ist nämlich Pate bei seinem vierten Kind.
Wenn ein "Landesherr" die Patenschaft beim Kind eines Untergebenen übernahm war das kein Zeichen von Verwandtschaft (wie gerade im Fall Wickert/Pies fälschlicherweise immer wieder behauptet wird), sondern ein Zeichen besonderer
Ehre für einen verdienten Untertan, der bestimmte Funktionen in der Verwaltung der Herrschaft übernommen hatte, also z. B. eine Hofpacht und -verwaltung, das
Amt eines Vogtes, Verwaltung einer herrschaftlichen Mühle, Ämter bei Gericht und so weiter.
Es gibt im OFB Mannebach gelegentlich bei ganz bestimmten Bauern- und Bedienstetenfamilien diese Patenschaften durch Mitglieder der herrschenden Familie. Eine familiäre Bindung der Herrschaft zu den entsprechenden Bauernfamilien schließe ich aber aus.
In jedem Ort, an dem die Herrschaft Besitz hatte, gab es entsprechende Ämter zu besetzen. Daneben gab es in den Dörfern auch Hofgüter anderer Feudalherren z. B. verschiedener Klöster oder weiterer weltlicher Herrscher. Die Bauernfamilien, die als Hofleute die entsprechenden Höfe bewirtschafteten oder entsprechende Ämter bekleideten, heirateten auffällig häufig untereinander. Es sieht ganz so aus, als ob es so etwas wie eine bäuerliche "Oberschicht" gab, die über die Dörfer und
eigentliche "Herrschaftsgrenzen" hinweg familiär miteinander verbunden war. Sie scheint ein wenig mobiler gewesen zu sein, als andere Familien aus den gleichen Dörfern ohne die entsprechenden Stellungen.
Nicolaus Wickert aus Mannebach gehörte auf jeden Fall in diese Schicht.

Es wäre interessant zu erfahren, welchen Tätigkeiten die Wickert in Hollnich, Buch, Gödenroth und Völkenroth ausführten bzw. welche Ämter sie bekleideten. Falls sie zu dem Kreis der Hofleute, Müller und sonstigen Amtsträger gezählt haben, wäre über eine ursprünglich familiäre Bindung zu den Wickert aus Mannebach nachzudenken.


Nicolaus Wickert war aber nicht der einzige Wickert in seiner Verwandtschaft. Als Paten seiner Kinder sind auch noch Jacob Wickert (unklar woher), Georg Wickert (bzw. dessen Frau Anna) und Gertrud Wickert (jeweils aus Mannebach) genannt, von denen keine oder nur ganz wenige weitere Daten bekannt sind.


Sehr spekulativ, aber nicht ganz ausgeschlossen ist auch folgende Konstellation:

Nicolaus Wickert und Gertrud Pies aus Mannebach hatten u. a. einen Sohn Peter, der im Mai 1649 geboren wurde. Er heiratete am 11.02.1680 in Mannebach Agnes Kölzer aus Sabershausen. Von beiden sind im OFB Mannebach nur zwei Töchter verzeichnet, obwohl beide erst 1725 starben. Die Töchter Maria Margaretha *1682 und Sophia
Apollonia (*1690) sind für die damalige Zeit extrem weit auseinander. Hatte das Ehepaar wirklich keine weiteren Kinder oder lebte es zeitweise nicht in der Pfarrei Mannebach und andere Kinder wurden anderswo geboren und getauft (vielleicht in Sabershausen vielleicht auch woanders). Die Kinder von Peter Wickert und Anna Catharina, die in Hollnich lebten, sind nach Schätzungen so zwischen 1670 und 1680 geboren - die Taufen sind in der katholischen Pfarrei Kastellaun nicht aufgeführt. Es könnte daher vielleicht keine zeitliche Überschneidung zwischen den Kindern der beiden Ehepaare Peter Wickert und Anna Catharina bzw. Peter Wickert und Agnes Kölzer geben. 5 Kinder in ca. 7 - 10 Jahren waren damals "machbar". ... Ich will damit nicht sagen, dass die beiden Peter Wickert identisch sind und es die Kinder aus zwei Ehen des gleichen Peter Wickert sind - dazu gibt es bisher keine weiteren Belege. Das ist zu spekulativ und problematisch um eine solche Verbindung in eine Datenbank
aufzunehmen. Aber rein denkbar ist das schon. Als mögliche Verbindung bei "Bemerkungen" kann man es mal vermerken und bei der weiteren Forschung in die Richtung mal Augen und Ohren aufhalten. (Aufschlussreich könnten Patenschaften sein, die in den Originalkirchenbücher aber leider nur in wenigen OFBs vermerkt sind.)


Ganz ausgeschlossen ist diese Spekulation also nicht. Es könnte sich bei beiden Peter Wickert aber auch um (entfernte??) Verwandte aus einer größeren Wickert-Sippe gehandelt haben. Irgendwelche Verbindungen scheinen aber zwischen den Nachkommen der Wickert aus Hollnich und denen der Wickert in Mannebach bestanden zu haben, auch wenn sie vielleicht nicht - wie es auf den ersten Blick scheint - über die Wickert selbst gelaufen sein könnten. ...“

Soweit mein Mail von damals. Kann sein, dass es recht unübersichtlich ist, wenn man die Verhältnisse vor Ort nicht kennt.
Es wäre auf jeden Fall wichtig, die Paten der Wickert-Kinder, die in den Kirchenbüchern von Kastellaun stehen, zu kennen. Das würde wahrscheinlich sehr weiterhelfen.
So, dann mach damit mal was Du willst :) - Wenn Du den Wickert aus Pfalzdorf bei Deinen Ahnen hast, sind wir aber mit ziemlicher Sicherheit miteinander verwandt.
Viel Erfolg bei der weiteren Suche
Viele Grüße
Bärbel