Kreis Karthaus Personen-u. Ortschaftswappen

  • Guten Tag,


    suche im Zusammenhang mit der "Erforschung" des Kreises Karthaus WP, folgende Familien-/Ordens-/Ortschaftswappen und/oder Siegel:


    1. Ludwig von Werden (eine Familie aus Danzig mit Liegenschaften in Karthaus Mitte des 16 Jahrhunderts)


    2. Kloster Karthaus (Bestand bis 1823)


    3. Smolsin, Kreis Karthaus und/oder Seefeld, Kreis Karthaus Westpreussen


    4. Hochmeister Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach (fuehrte 1525 den dt. Orden in ein weltliches Herzogtum)


    Besten Dank & schoenes WE,


    Michael


    Gerne auch Info`s zu weiteren Buechern / Informationsquellen betreffend obigen Namen/Orten

  • Die Danziger Handelsherren v. WERDEN (auch: v. WERDA) erhielten 1525 vom polnischen König eine Bestätigung ihres Adels. Zugleich wurde ihr Familienwappen (= von Silber über Rot geteilt, das Ganze belegt mit einem auffliegenden schwarzen goldbewehrten Adler) mit einem Herzschild 'gebessert', der das polnische Stammwappen „Odrowaz“ enthielt (= in Rot ein nach unten offenes silbernes Wurfeisen [eine Art Hufeisen], oben besteckt mit einer silbernen Spitze).


    Abbildung des Wappens bei Senator a.D. Dr. Hubertus Schwartz, Danziger Wappenwerk, Danzig 1935, lfd. Nr. 46.



    Ein Wappen des KARTHÄUSERKLOSTERS St. MARIEN-PARADIES ist mir nicht bekannt. Im übrigen wäre hier zwischen dem Wappen (Siegel) des jeweiligen Abtes und dem Wappen (Siegel) des Klosterkonvents zu differenzieren. Während nämlich die Siegel der westpreußischen ÄBTE in aller Regel den persönlichen Heiligen des Abtes kombiniert mit seinem Familienwappen zeigten (so z.B. 1618 das Siegel des Abtes des Zisterzienserklosters Pelplin b. Danzig Leonardus v. Rembowski), so wiesen die Siegel der KLOSTERKONVENTE meistens die Jungfrau Maria mit dem Jesuskinde auf (so z.B. im gesamten 16. Jahrhundert das Siegel des Konvents des Zisterzienserklosters Oliva b. Danzig).



    SMOLSIN (früher auch Schmoltzin) und SEEFELD waren vor der 1. Teilung des Königreichs Polen [1772] Ortschaften (Güter), die keine eigenen Wappen gehabt haben dürften; wappenführend dürften vielmehr die jeweiligen Gutsbesitzer gewesen sein.



    MARKGRAF ALBRECHT v. BRANDENBURG-ANSBACH führte als Hochmeister des Deutschen Ordens das allgemein übliche Hochmeisterwappen (= die vier Balken des schwarzen Ordenskreuzes belegt mit je einer goldenen Lilie), das Ganze belegt mit einem silbernen Herzschild, der den preußischen schwarzen Adler aufwies (vgl. das entsprechende Glasfenster in der St. Sebald-Kirche zu Nürnberg).


    Abbildung des Wappens bei Prof. Dr. Walther Hubatsch, Albrecht von Brandenburg-Ansbach und die Kultur seiner Zeit, Düsseldorf 1968, Tafel V.


    Freundliche Grüße vom Rhein


    Nachtrag:


    Zu den Herren v. WERDEN und v. ROY, Vasallen des Karthäuserklosters St. Marien-Paradies, vgl. Joachim v. Roy, Die Besitzer des Ritterguts Quadendorf bei Danzig – Ein Beitrag zum westpreußischen Lehnswesen, abgedruckt in der Zeitschrift 'Ostdeutsche Familienkunde', Bd. XI, 35. Jg., Heft 1, Neustadt a.d. Aisch 1987, S. 146 - 149.

    Edited once, last by Joachim v. Roy ().

  • Guten Abend,


    herzlichen Dank fuer die Info`s - super. Werde mir die Werke zulegen.


    Schoenen Gruss aus SH