Alte Fotos: Einscannen oder Abfotografieren?

  • Hallo,


    ich habe im Forum zwar jede Menge Beiträge zu den Themen Scannen, Abfotografieren, Konservieren,... gefunden, aber keine konkrete Antwort darauf gefunden, ob man alte Fotos besser einscannt oder abfotografiert, um sie zu digitalisieren.


    Spontan erscheint mir das Einscannen praktischer, vor allem, weil ich beim Fotografieren das Problem darin sehe, dass die Kamera wirklich genau senkrecht zum Foto steht. Wie siehts mit der Belichtung aus? Mit Blitz gibts wahrscheinlich Reflexionen, ohne ist es vielleicht zu dunkel...


    Aber anscheinend ist das Abfotografieren doch eine durchaus genutzte Alternative zum Scannen.


    Welche Methode erscheint Euch besser?? :help:


    Danke und viele Grüße,
    Reinhard

  • Hallo Reinhard.
    Meiner Meinung nach ist das Abscannen der Bilder
    dem Abfotografieren vorzuziehen. Zumindest dann,
    wenn man dazu die Möglichkeit hat und der Scanner
    etwas taugt ( ist in der Regel so ).
    Aber wie gesagt, daß ist meine Meinung. Gibt bestimmt
    Leute die das anders sehen. Ist natürlich auch eine
    Zeitfrage. Qualitativ bin ich dennoch vom Scanner überzeugt.
    Viele Grüße, Uwe.

  • Moin,


    das Abfotografieren ist schonender für das Foto. Denn der Scanner hat ja diesen harten Lichtstrahl. Wenn man keine entsprechende Fotoausrüstung hat, werden die Fotos oft nicht so gut. Ich würde daher empfehlen die Bilder einmal einzuscannen. Davon werden sie wohl nicht kaputt gehen.


    Gruß


    Benny

  • Also ich Scanne auch immer.
    Ob das schädlich für das Foto ist weiß ich nicht, vielleicht weiß jemand was genaues darüber?


    gruß, basti

  • Wie gesagt, der Lichtstrahl fördert nicht unbedingt die Haltbarkeit des Fotos. U.a. wird ja ds Foto warm und grell bestrahlt, sodass Struktur und "Farben" leiden können, wenn man es zu häufig macht.


    Gruß


    Benny

  • Ok Danke für den Tip. Wußte ich noch nicht, hab ich mir gar nich so "schlimm" vorgestellt.


    gruß, basti

  • Ich würde auf jedenfall das/die Fotos einscannen, ausdrucken
    oder auch nachmachen lassen. Das/die Originalfotos so archivieren
    das es nicht beschädigt wird und dann nur die Kopien benutzen,
    bzw. ansehen. Außerdem kann man dann soviele Kopien machen
    wie man möchte oder auch weitergeben.
    Im Übrigen ist es auch nicht viel besser, wenn man beim fotografieren
    den Blitz benutz oder bei grellen Sonnenschein fotografiert.
    Gruß, Uwe.

  • Der Blitz beim Fotografieren hat den gleichen Effekt. Wenn man die Dinge abfotografiert, sollte man es ohne Blitz machen. Die Archive digitalisieren ihre Akten auch ohne Blitz und mit entsprechender Beleuchtung.


    Gruß


    Benny

  • Meistens ist es auch so, dass man nur dann fotografieren darf, wenn man keinen Blitz benutzt. Auch wenn der nur sehr kurz leuchtet: Die Bücher sollen ja noch möglichst lange halten. Und wenn in dieser langen Zeit viele Fotos mit Blitz gemacht werden würden, kann es durchaus sein, dass die Bücher dadurch beschädigt werden.

  • Hallo,


    bei Reproduktionen von Photos ist es erforderlich möglichst nahe an das Objekt zu gehen, daher ist es wenig sinnvoll hier mit Blitz zu arbeiten. Normalerweise werden hier wegen der Ausleuchtung des Objekts, spezielle Reprostative mit Lichtanlage verwendet. Natürlich läßt sich das mit Qualitätsabstrichen auch mit einem normalen Stativ, Glühlampen oder helles Tageslicht bewerkstelligen.


    Ein optimales Ergebnis auch für den Normalverbraucher dürfte nur mit einem Scanner zu erreichen sein. Da das Original ja nur für eine kurze Zeit der Lichteinwirkung ausgesetzt ist, wird das Material sicherlich nicht beeinträchtigt. Würde man die Originale weiterhin der mechanischen Beanspruchung beim häufigen Betrachten aussetzen, wäre der Schaden bestimmt ungleich größer.


    Auf das Silber von SW-Photos hat Licht ohnehin keinen Einfluß mehr. Hier können lediglich längere Lichteinflüsse das Trägermaterial verändern. Insbesonders bei einer zu kurzen Wässerung können die Rückstände von Chemikalien aus der Entwicklung und Fixierung zur Verfärbungen und Flecken führen.


    Hingegen sind die Farbpigmente gerade bei älteren Farbphotos und deren Negative sehr lichtanfällig und bleichen schon nach einigen Jahren aus. Hier rate ich dringen zum Einscannen der Originale. Über die Haltbarkeit von Datenträgern haben wir uns im Forum auch schon mehrfach ausgetauscht.


    Obwohl ich das Anfertigen von SW-Negativen- und Abzügen für die derzeit optimalste Archivierungsform von Photos halte, rate auch ich hier zur Alternative des Einscannens.



    Gruß
    Reinhard
    :computer:

  • Hallo,


    ich habe alte Bilder, die ich mir von Verwandten geliehen hatte, eingescannt.
    Da die Bilder ja nicht so groß wie eine DinA4 Seite sind, hatte ich dann zwar das Bild, aber auch viel weiß drumherum.


    Das habe ich dann mit Paint "weggeschnitten".


    Nun ist aber mein Problem:


    Nach dem Scannen sind die Bilder nicht mehr in Originalgröße, sie sind viel größer als vorher., ob mit weiß oder ohne.
    Wie kann ich sie denn so abspeichern, dass sie auch genauso groß sind wie im Original??
    Wenn ich sie ausdrucken will, will ich sie doch nicht viel größer haben :(


    MfG,
    Thilo Schubert

  • Hallo Thilo.
    Es gibt jede Menge Programme (liegen meist schon bei Digi-Kameras dabei), die automatisch die gewünschte Größe ausdrucken.
    Gruß Uwe.

  • wenn du es exakt genauso wie das Original haben möchtest, glaube ich ja (da gibt es aber kompetetntere hier). Wenn du es aber einfach in einer handlichen Größs haben möchtest definitv nicht.
    Gruß
    Gisela

    Ein Jegliches Ding hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde
    Derzeitige Lieblingsbaustellen: GRUNER u. LINCKE, Sachsen, ab 1849 auch Schweiz. WURMSER von Schaffoltzheim, Bormio, Schweiz, Elsaß, Heidelberg. STREICHER, Ulm, 16. Jhdt. (Schwenckfelder). WERNBORNER, Hessen u.a.

  • Quote

    Original von ThiloSchubert
    Hallo Schmupa,


    aber muss ich dann dazu nicht die orignale Größe von dem Foto wissen??


    Also die Größe eines Fotos mißt man mit einem Zentimetermaß; und diese Daten kreuze ich auf der Labortasche an. Oder, wenn jemand selbst ausdrucken möchte, werden diese Daten im Druckprogramm des Bildbearbeitungsprogrammes eingegeben. Die Anzahl der Pixel spielt dabei erstmal keine Rolle. Das Labor bzw. der Drucker holt sich, was er braucht.


    Wer nie größer als das Originalbild haben möchte, sollte mit 300 dpi einscannen( besser: mit 600 dpi scannen und nach der Bildbearbeitung entsprechend reduziert speichern).


    mfG


    Heiko

  • Hallo Thilo.
    In meinem Programm kann man so ziemlich alles von 3X4cm bis 20X25cm angeben. Soll es ein anderes Format sein, kannst du das selbst eingeben. Die genaue Ausrichtung übernimmt dann das Programm. Diese Programme gibt es als Freeware, Shareware und auch als Kaufprogramme. Ich selbst benutze HP-Fotodruck. Lag damals bei meiner ersten Digi-Kamera dabei. Bin sehr zufrieden damit. Format wählen und mit der Maus das Bild dort hineinziehen. Das wars.
    Gruß, Uwe.

  • Hallo und vielen Dank für eure Antworten, ich werde mich dann mal auf die Suche nach so einem Programm machen, vielleicht habe ich aber auch selber eins.


    MfG,
    Thilo Schubert

  • hallo,


    ich stand jezt auch vor dem "problem", schuhkartons voll von alten fotos und bildern zu haben.
    da diese digitalisiert werden sollten, habe ich selber gescannt, 300dpi, mit gutem ergebnis auf einem standard-canon scanner.


    mein tipp für gute qualität: unbedingt die fotos vor dem scannen säubern, mit einem anti-statischen tuch.


    nach mehreren stunden arbeit war mir das alle zu viel, und für den nächsten karton habe ich einen scan-service ausprobiert.


    bestellkiste anfordern, bilder rein und eine woche später alles zurück, mit einer dvd, wo alle bilder drauf waren.
    und eine andere dvd, die konnte ich direkt auf dem fernseher anschauen (lustig, wenn es die eigenen ur-uromas sind, im fernseher).


    viele grüße


    jules

  • Hallo jules,
    mich würde interessieren was dieser Dienst gekostet hat und wie er abgerechnet wird. Ich denke mal dass die Bezahlung pro eingescanntes Bild erfolgt.

    viele Grüße
    Ulrich
    suche Volkemer >1720 Pfalz; Elsaß; Lothringen;
    Schmidt in Syrgenstein/Bayern-Schwaben und Lothringen Raum Bitsch > 1720

  • Hallo,


    mittlere Preise für das scannen von Bildern wären in etwa:


    - pro Negativ/Dia ca. 0,45€ pro Stück
    - pro Papierbild ca. 0,70 pro Stück


    Natürlich wie immer: es gibt billigere und teuere. Auf alle Fälle sollte man, falls noch vorhanden, immer die Negative scannen lassen, da hier die Endqualität besser ist.


    mfG


    Heiko