Stürme, Hochwasser, Hungersnöte, Frost, heiße Sommer, Überschwemmungen, Sonnenfinsternis

  • Hallo Luna.



    Da hast Du wieder mal einen super Link eingestellt.Danke dafür.Es ist ja wirklich so ,dass man sich oft fragt wie die ahnen gelebt haben,was sie getan haben und unter welchen Umständen sie leben mußten.Da gehört natürlich auch das Wetter dazu.



    Liebe Grüße


    Franz Josef

  • Hallo Luna,


    auch von mir herzlichen Dank für den Link.


    Viele Grüße
    Roswitha

    Auf Dauersuche nach dem Namen Creutzburg, Creuzburg, Kreuzburg oder Kreutzburg.

  • Dazu noch eine Leseempfehlung von mir:
    Kay Peter Jankrift: Brände, Stürme, Hungersnöte - Katastrophen in der mittelalterlichen Lebenswelt
    Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) 2003
    Das Buch liest sich gut und ist eine Hilfe für alle, die versuchen, sich das Leben ihrer Vorfahren vorzustellen.

  • Hallo,


    Auch von mir noch eine Leseempfehlung zu diesem Thema:
    "ERNTEGLÜCK UND HUNGERSNOT , 800 Jahre Klima und Leben in Württemberg" von Waltraud Düwel-Hösselbarth



    Grüße, Evi

  • Hallo


    Falls sich jemand für die Hungersnot von 1817 in der Schweiz interessiert,
    ich habe gestern in meinen Unterlagen aus der Schulzeit zufällig einen
    Zeitungsartikel gefunden, der sehr interessant darüber berichtet.
    Ich habe ihn eingescannt und könnte ihn Interessierten mailen.


    Es geht in diesem Artikel vor allem um die Ostschweiz, genauer gesagt
    um die damalige Situation in den Kantonen Appenzell und Glarus.


    Gerade habe ich im Internet noch einen interessanten Bericht
    aus der Chronik der Stadt Wil (St. Gallen) gefunden. Man kann auch
    die Abschriften von Sitzungsprotokollen der Hilfsgesellschaft und
    eine Auflistung der Personen, die deren Suppe bezogen, anschauen.

    http://www.wilnet.ch/Default.a…c4-49e5-bba3-138d7198ba99


    Bezüglich eines extremen Hochwassers in Karlstadt/Unterfranken
    und Würzburg hatte ich hier schon mal einen Thread eröffnet.
    In einem der Links werden auch viele andere Hochwasser erwähnt:


    Historische Hochwasser Katastrophen


    Im übrigen gibt es in Karlstadt einen Torbogen am Main, wo man
    die Hochwassermarken der letzten Jahrhunderte sehen kann.
    Falls es jemand interessiert, ich habe ihn fotografiert.


    Gruss
    Svenja

  • Danke für das Kompliment, Rotraud!


    Es war ursprünglich nur als kleines Nachschlagewerk für mich selbst gedacht, um familiäre Ereignisse, gehäufte Todesfälle etc. in einen größeren Zusammenhang stellen zu können. Daher ist es regional auch begrenzt.

  • Gerade das finde ich gut. Wenn das Gebiet zu groß ist, wird es zu unübersichtlich. Gerade kleinere, nur regionale Ereignisse können sich ja auf die Familiengeschichte enorm auswirken. Z.B. hat ein Vorfahr von mir während eines Pestzuges auf Rügen innerhalb kurzer Zeit beide Eltern verloren, außerdem war kurz vorher die väterliche Schmiede und ein Teil von Bergen abgebrannt - so wurde der Junge von den Verwandten nach Danzig geschickt und wurde statt Schmied in Rügen ein sehr reicher Kaufmann in Thorn...
    Wenn man solche Hintergründe nicht kennt, könnte man sich wundern.
    Ich schick dir in den nächsten Tagen einen Scan aus dem Brockhaus über Seuchengeschehen in Billerbeck.

  • Schönes Projekt - und die räumliche Begrenzung finde ich durchaus passend. Ich selbst habe schon mal überlegt, etwas entsprechendes für den Raum Halberstadt zu machen, bin aber leider in den Anfängen stecken geblieben. Wäre so etwas nicht möglicherweise eine Idee für ein größeres Projekt, zu dem jeder beitragen kann, dem ein bestimmtes Ereignis in einer bestimmten Region auffällt? Man könnte die Begrenzung z.B. nach Landkreisen machen (dürfte hinreichend eng bzw. weitläufig sein) und eigene Rubriken für Wetterereignisse, Krankheiten, Kriegsereignisse und sonstiges, sowie eine Zeitskala z.B. mit Abständen von jeweils 10 Jahren zugrundelegen, innerhalb derer die Daten jeweils chronologisch angeordnet werden könnten...

    IRGENDWIE sind wir doch ALLE miteinander verwandt... ;)

  • Wäre so etwas nicht möglicherweise eine Idee für ein größeres Projekt, zu dem jeder beitragen kann, dem ein bestimmtes Ereignis in einer bestimmten Region auffällt? Man könnte die Begrenzung z.B. nach Landkreisen machen...

    Ich spinne die Idee mal weiter...


    Eine geographische Ordnung gibt es ja bereits im genealogischen Ortsverzeichnis GOV. Die könnte man vielleicht übernehmen. Und dann eine Datenbank bauen, die nach Jahren durchsuchbar ist... Das wäre was! Leider habe ich keine Programmierkenntnisse, so dass ich von der Seite nichts beitragen kann.


    Viele Ereignisse lassen sich sicher auch im GenWiki oder auf ähnlichen Webseiten finden, aber halt nur "versteckt" in längeren Texten. Ein Vorteil der Datenbank wäre die Suche nach Ereignissen in größeren geografischen Räumen. Man könnte Ortsnamen in der Ereignis-Datenbank mit den GenWiki-Einträgen verbinden...

  • Hallo zusammen,


    na das sind ja mal richtig gute Links und Ideen !!
    :danke:


    Auch ich suche immer Ereignisse aus der Zeit in der meine Ahnen lebten damit man einen besseren Eindruck hat, womit sie sich auseinander setzen mußten.
    Daher wäre so eine Datenbank natürlich toll.
    Also werde auch ich mal Daumen halten, ob sich vielleicht jemand findet, der so ein Projekt in Angriff nimmt.


    LG
    Petra

  • Ich habe für ein englisches Ahnenforschungsforum ein "Timelines" Datenbank eingerichtet, die nach Länderen und Kategorien gefiltert werden kann.
    http://surname.rootschat.com/lexicon/reflib-timelines.php


    So was in dieser Art (mit relevanten Kategorien) könnte ich mir hierfür auch vorstellen.


    Gruß,
    Bob

  • Hallo zusammen,


    eine entsprechende Datenbank wäre wirklich toll,


    ich habe nebenher ebenfalls (bis auf einzelne Tage hinunter) aus allen möglichen Quellen (Chroniken, Tagebücher, Hofberichte etc.) für das westliche Holstein immer wieder entsprechende Aufzeichnungen gesammelt, die ich für meine Familiengeschichten auch immer wieder benutzt habe. Teilweise habe ich die jeweiligen Quellen zwar nicht immer ausformuliert dazugesetzt (müsste natürlich bei einer "professionellen" Datenbank nachgeholt werden), aber zum allgemeinen Interesse stelle ich hier auch einmal meine Sammlung zur Verfügung.


    Damit möchte ich auf jeden Fall den Impuls für eine solche Sammlung in "Gemeinschaftsarbeit" verstärken.



    Wetter- und sonstige Phänomene in westlichen Holstein (in Teilen sicherlich mindestens auch für Norddeutschland anzuwenden)




    nach Allerheiligen 1522 - große
    Wasserflut in den Elbmarschen


    1565 - große Pestilenz in den
    Elbmarschen – viele Tote


    23.06.1582 – Erdbeben bei Burg
    (Chronik Dithmarschen)


    um Michaeli 1593 - schwerer Sturm und
    Deichbrüche in den Elbmarschen, viele Tote


    Donnerstag vor Jacobi 1598 –
    Blitzeinschlag Nordermühle Meldorf


    1607/08 Kältewelle – vermutlich
    der kälteste Winter seit Tausend Jahren (!)


    gegen Weihnachten 1615 - eine schwere
    Flut, die ein Drittel der Deiche in den Elbmarschen zerstört – im
    Folgejahr 1616 wird Glückstadt gebaut, bis 1620, 1636 Kastell


    11.05.1634 - Burchardiflut


    1635 - sehr harter Winter, mit Pferd
    und Wagen über die Elbe, selbst zum Pferdemarkt in Itzehoe sind sie
    noch über die Elbe


    1660 - eine jämmerliche Zeit in den
    Elbmarschen – Armenhaus Elmshorn 1663 erbaut


    1675 - schwere Mäuseplage in den
    Elbmarschen


    1686 - heißer Sommer


    1701 - heißer Sommer


    1704 - eher warmer Sommer


    1705 - eher warmer Sommer


    1708/09 - Europa weit die grausame
    Kälte von 1709 – 1709 in weiten Teilen Hungersnot


    1712 - Pest in Glückstadt
    23 und 24.8 1714 - starker
    unerhörter Regen seit Menschengedenken, die Flüsse und
    Binnendeiche an der Krückau über die Ufer

    Herbst 1714 - dann sehr mild, Vieh
    bis Advent auf den Weiden


    03.05.1715 – totale
    Sonnenfinsternis am Vormittag über Dänemark, SH 80-90% Abdeck.


    Herbst 1717 – (Chronik
    Windbergen) vorzügl. Witterung wie seit Menschengedenken nicht mehr


    Weihnachtsflut 1717 - Eisflut wenige
    Tage später im Januar 1718


    31.12.1720 - Weststurm zerstört
    mehrere Häuser und tötet mehrere Menschen Burg/bis Neujahr (auf
    Helgoland wird die Düne von der Hauptinsel getrennt)


    1721 - Atmosphäre zwei Monate durch
    Hochnebel so verfinstert, dass die Sonne in dieser ganzen Zeit
    blutrot ohne ihren gewöhnlichen Glanz erschien


    1727 - sehr heißer Sommer


    1732 - im Sommer sehr viele
    Nordlichter in ganz Deutschland zu sehen


    Jan 1740 nach Heiligen Drei Königen
    - schwerer Frost mit vielen Erfrorenen in der Elbmarschen – in weiten
    Teilen Deutschlands langer Winter/Bäume erst Ende Mai Laub


    1740/41 - in weiten Teilen
    Deutschlands früher Winter – deshalb Hungersnot 1741


    1744 27.2. - Kometensichtungen


    1745 - Viehseuchen in der Elbmarschen


    12.12.1747 - schwerer Sturm mit
    vielen umgerissenen Bäumen und Hausschäden (Elbmarsch)


    1748 - ein schwerer Sturm mit vielen
    Verwüstungen (Elbmarsch – wann ?)


    13.07.1755 – schweres
    Sommergewitter in der Elbmarsch mit Donner und schwerem Hagelschlag
    mit viel Schaden auf den Feldern


    1755/56 - milder Winter nach dem
    Erdbeben Lissabon vom Nov 1755


    Sommer 1763 - viel Regen in der
    Elbmarsch, man konnte auf einzelnen Wiesen Boot fahren


    1765 - ist die Kornernte in den
    Elbmarschen erst 3-10.11. eingebracht worden/von Johanni (24.6.) bis
    Allerheiligen so viel Regen



    1769 - ein Komet


    15.03.1770 – so starker
    Schneefall in der Elbmarsch, dass die Wege unpassierbar waren und
    geräumt werden mussen


    17.12.1770 - schweres Gewitter in den
    Elbmarschen


    1771 - Dauerregen im Sommer
    vernichtet die Ernte im ganzen Staat Dänemark, Hungersnot


    12.08.1777 - schwerer Sturm mit viel
    Korn- und Deichschäden in den Elbmarschen


    1778 - ein eher warmer Sommer


    1778/79 - ein milder Winter



    Herbst 1781 – sehr nass –
    Schwierigkeiten bei der Wintersaat in der Elbmarschen


    Sommer 1782 – sehr schlechtes
    Wetter während der Erntezeit, lange Angst vor Mißernte


    1783 - sehr heißer trockener
    Sommer, glänzende Nordlichter, ab Mitte Mai, viel trockener
    Hochnebel, Höherauch oder Hererauch genannt (hervorgerufen durch
    Vulkanausbrüche in Island und Sizilien im Frühjahr?) in den
    Elbmarschen deshalb geringe Ernte



    1783/84 - sehr kalter Winter viel
    Schnee und Kälte („vulkanischer Winter weltweit“),bis 13.4.
    Frost, 4.4. viel Schnee (Sturm), der bis 22. April liegengeblieben,
    am 1.5. nochmals handbreit Schnee während der Gerstensaat in der
    Elbmarschen


    10.07.1785 (?) - schwerer Sturm in
    den Elbmarschen


    1788 - ein warmer Sommer


    Sommer 1790 – total verregnet,
    Regen vom 24.6. bis 7.9.


    März 1791 - ungewöhnlich hohe, aber
    keinen Schaden bringende Sturmflut


    10.12.1792 - großer Sturm, einige
    kleine Deichbrüche in den Elbmarschen


    19.12.1792 - noch ein Sturm, nur
    wenige Stunden, aber viele Häuser zerstört in den Elbm.


    1793 - sehr kalter April-Juni,
    dagegen sehr heißer Juli und August


    26.02.1794 – Kopenhagener Schloss
    brennt am helligten Tage



    1798 - ein warmer, trockener und
    anhaltend angenehmer „Bilderbuchsommer“


    1798/99 - langer harter Winter, im
    Frühjahr viel Regen, im Mai noch die Felder unter Wasser in der
    Elbmarsch, viel Vieh verhungert



    Falls jemand noch gute Quellen für den Zeitraum 1750-1830 hat, wäre ich sehr dankbar - Habe mich auf diesen Zeitraum aktuell wegen eines Buchprojektes eingeschossen

    Gruß Brokstedt


    Suche alles zu FN Giesenhagen (S-H, M-V, BRB), FN Kohl (S-H und Weickelsdorf/Sachsen) sowie FN Schubert (Raum Chemnitz)


    Jede Form von Info-Austausch Dithmarschen (allgemein) interessiert.


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    Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme (Thomas Morus)

  • Hallo zusammen,


    anbei Teil 2 - ab 1800


    1800 - ein eher warmer Sommer, aber
    auch – im Norden – ausreichend Niederschlag“


    3.11.1801 – schwerer Sturm an der
    Westküste, aber keine Sturmflut


    1802 - ein eher warmer Sommer,
    darunter einige sehr, sehr heiße Tage im August


    1803 - ein sehr warmer und
    anhaltender Sommer (2. August in HH sehr heiß)


    1803/04 - ein milder Winter



    1807 - ein eher warmer Sommer (Altona
    24.7. schwüle Gewitter, 8.8. drückend heiß)



    1810/11 - mäßig kalter Winter mit
    Frost nur Anfang Januar


    1811 - sehr heißer trockener Sommer,
    der schon früh beginnt und lange andauert (noch bis 24. September
    sommerlich und trocken) (herausragend- von den Zeitgenossen als
    heißester der letzten 120 Jahre empfunden)


    1813 - milder Vorfrühling, der früh
    die Schiffahrt wieder gestattet (v.a. Ostsee)


    Anfang bis Mitte Mai 1813 - (in
    Hamburg) Dauerregen


    15.08.1813 – strömender Regen in
    Hamburg


    1813/1814 - ungewöhnlich kalter und
    schneereicher Winter (Kosakenwinter)


    Mai 1818 – ein Bilderbuchmai !!!
    (Elbmarschen)


    1825 – Februarflut


    Ende1820er und 1830er - Tendenz zu
    milden Wintern und nassen, kalte und stürmische Sommer (Jahrbücher
    der in- und ausländischen Medizin, Bände 7/8 - Meldorf)


    1833/34 - außerordentlich milder
    Winter , kaum Frost, vorherrschende Windrichtung Südwest, im Ganzen
    recht stürmisch und regenreich, der Westwind verhindert das Öffnen
    der Schleusen, niedere Marschgebiete überfluten


    1843 27.2. - Kometensichtungen


    1845 9.10. - sehr hohe Sturmflut am
    Brokdorfer Elbdeich (viele Schiffer verloren ihre Boote)



    1847 09.04. - sehr hohe Sturmflut am
    Brokdorfer Elbdeich (fast wie 1825)


    1848 09.08. - Orkan am Elbdeich
    (Brokdorfer Mühle)


    1852 09./10.01. - Orkan am Elbdeich
    (Brokdorfer Mühle)



    1852/53 bis Mitte Februar - sehr
    warmer Winter (Stiefmütterchen und Nelken blühen), dann starker
    Frost mit fruchtbarem Schneefall


    1853 08./09.05. - starker Schneesturm
    auss Nord-Nord-Ost in Brokdorf



    Neujahrsnacht 1853/54 – eisige
    Kälte, furchtbarer turm peitscht Regen bei Blitz und Donner gegen
    die Scheiben (Elbmarschen)


    1855 01.01. - heftiger Orkan in
    Brokdorf , hunderte Schiffe auf der Elbe werden mit gerissenen
    Ankerketten weggespült, teilweise bis Hamburg


    1858 - sehr trockenes Frühjahr bis
    Ende Juli


    Sommer 1861 – viel Regen (seit 50
    Jahren kein so nasser Sommer )


    Feb 1868 – 8 Tage Sturm am Stück


    Mai 1868 – wunderschön, ähnlich
    wie Mai 1818


    Winter 1869/70 – langer starker
    Frost zu Beginn 1870, in Hamburg friert die Elbe nach Stade zu
    (Schlittschuh)


    05.04.1870 – abends 9-10 Uhr
    prächtige Nordlichter in großer Höhe (Elbmarschen)


    Jan 1872 – sehr milde


    Jun 1872 – viele Gewitter


    Jan 1882 – sehr milde


    Jan 1883 – winterlich, Feb 1883
    dann sehr milde


    12.02.1894 - furchtbarer Sturm in
    den Elbmarschen


    Anfang bis Ende April 1896 - immer
    Regen



    17.07.1900 – schwere Gewitter in
    der Elbmarschen


    25.08.1927 – 24Stunden Regen,
    teils schwer

    Gruß Brokstedt


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  • Klasse, Brokstedt, sehr schön zusammen gefasst,


    ich habe auch immer versucht, die Umstände, in denen meine Vorfahren lebten mit in die Familiengeschichte aufzunehmen.
    Wegen der Sturmflut 1717/18 und der anschließenden Überschwemmung in der Wilstermarsch, mussten meine Ahnen ihren Heimatort verlassen und zur bevorstehenden Geburt nach Wilster gehen. Welche Dramen sich da abgespielt haben, wenn Haus und Hof verloren waren, und damit die Ernährungsgrundlage, mag ich mir gar nicht vorstellen.


    Einen schönen Restsonntag wünscht
    Ursula

  • Hallo Brokstedt


    Tolle Arbeit und sehr interessant.


    Evtl. passt noch die Allerheiligenflut von 1570 in deine Sammlung:


    Die Allerheiligenflut 1570 ereignete sich am 1. November 1570.
    Die gesamte Küste von Flandern über Groningen bis Nord-West-Deutschland wurde überflutet. Fünf Sechstel von Holland waren überflutet. Es gab etwa 20.000 Tote. Im Alten Land, in Stillhorn, Moorwerder und in den Vier- und Marschlanden brachen die Deiche. In Hamburg wurde die Ellerntorsbrücke zerstört. Im Norden der Insel Strand kam es zu mehreren Deichbrüchen, die erst Jahre später wieder geschlossen werden konnten. Nach dem Hereinbrechen der Allerheiligenflut in den Niederlanden am Vortag setzt sich das Desaster fort. Bei einem Orkan an der Nordseeküste brechen die Deiche von Holland bis Jütland. In den Wassermassen sollen 41.000 Küstenbewohner ums Leben gekommen sein.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Allerheiligenflut_1570


    LG
    SAM

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