Klein- oder Großschreibung?

  • Hallo,


    es ist nichts weltbewegendes, aber ich möchte es gerne richtig machen.


    Wie würdet Ihr das A in anermelten transkribieren? Klein oder groß? (Ich tendiere zu klein)
    Dazu einige Beispiele, wie sonst das A geschrieben wurde.


    Einen schönen Start in die neue Woche,
    Gruß Ursula

    Files

    • anermelten.jpg

      (33.09 kB, downloaded 5 times, last: )
    • Achtzig.jpg

      (20.18 kB, downloaded 4 times, last: )
    • auf.jpg

      (17.41 kB, downloaded 3 times, last: )

    Viele Grüße :) Ursula

  • Hallo liebe Ursula,


    bei den ersten beiden Beispielen würde ich die Großschreibung wählen, im dritten Beispiel
    aber die Kleinschreibung.

    Viele Grüße
    Henriette :)

  • Liebe Henriette,


    danke für Deine schnelle Antwort.
    Ich bin aber noch etwas unschlüssig. Bei dem groß geschriebenen kleinen A könnte ich mir dies als Lösung vorstellen:
    ….. Anermelten (anermelten) ….


    Der Schreiber hat es aber auch drauf:
    Mal das kleine D genauso in Groß, das Und mitten im Text ebenso. Tja, so haben wir was zu diskutieren.


    Viele Grüße, Ursula

  • Hallo Ursula,


    ich stimme Henriette vollkommen zu. M.E. ist das auch kein groß geschriebenes kleines 'a', sondern ohne jeden Zweifel der Großbuchstabe 'A'. Er wurde durchaus so geschrieben, genauso übrigens wie der Großbuchstabe 'D'.
    Schau mal z.B. hier.


    Eine andere Sache ist, wie man so etwas dann im Transkript dokumentiert bzw. archiviert. Das ist natürlich auch Geschmacksache. Wer auf größtmögliche Originalität bedacht ist, wird Transkripte mit allen (aus heutiger Sicht) Rechtschreib- und Interpunktionsfehlern archivieren. Wer es für unsere heutige Zeit verständlicher machen will, wird an manchen Stellen vielleicht ein Auge zudrücken oder zu Lösungen wie der Deinen greifen.


    Viele Grüße
    Uwe

    Forschungsschwerpunkte:
    Schönhengstgau: Raum Zwittau/Leitomischl +++ Ostpreußen: Raum Gerdauen, Raum Gumbinnen
    Baden-Württemberg: Raum Abtsgmünd, Raum Rottenburg/Neckar

  • Jo, klar Uwe,


    ich muss noch anfügen, dass meine Angaben aus einer Textstelle von 1659 stammen.


    Den Tipp von Henriette hatte ich ja umgesetzt. Ich denke immer sehr logisch und rational, was in der Ahnenforschung/Transkription oft nicht angebracht ist. Hier bei den Beispielen war es einfacher zu erkennen, es gab aber auch schon Buchstaben, die ein Mittelding zwischen klein und groß waren.


    Natürlich übertrage ich alles buchstabengetreu. Auch die Zeichen. Zum besseren Verständnis späterer Leser (Enkel?) mache ich jedoch Fußnoten mit Erklärungen für heute nicht mehr gebräuchliche Wörter.


    Viele Grüße, Ursula