Kirchlicher Suchdienst

  • Hallo Leute,


    bin gestern auf den Kirchlichen Suchdienst gestoßen, der sich vorallem mit Personen aus dem Vertreibungsgebieten beschäftigt.


    Nun hab ich sie mal wegen meinem Urgroßonkel zwecks Heimatanschrift und Geburtsort angeschrieben, dort gibt es ja die Heimatortskartei (HOK)


    Nun wollte ich mal fragen ob Ihr schon Erfahrungen mit dem Suchdienst gemacht habt.


    Vielleicht kann ja auch jemand der schon mit dem Suchdienst Erfahrungen gemacht hat, sein Suchergebniss hier vorstellen.


    Würde mich nämlich interessieren wie die Ergebnisse so ausgefallen sind.


    Danke schonmal


    Gruß Alex

  • Hallo Alex,


    soviel ich weis, arbeitet dieser kirchliche Suchdienst mit der Wast zusammen.


    Gruß Marlies

  • Hallo Marlies,


    danke für die Links, bin aber schon selbst auf die selbigen gestoßen.
    Habe sie ja auch schon angeschrieben.


    Wollte eigentlich nur wissen wer mit dem Kirchlichen Suchdienst schon Erfahrungen gemacht hat und mit welchem Ergebniss eventuell zu rechnen ist.


    Gruß Alex

  • Hallo Alex,


    die Adressen hab ich für alle anderen rausgesucht, dass Du sie hast, war mir klar.


    Gruß Marlies

  • Hallo Alex,


    also bei meiner Anfrage ist leider nichts heraus gekommen ;(
    aber nach meiner Erfahrung haben sie schnell meinen Suchantrag bearbeitet und mir auch mitgeteilt das sie noch nicht aufgeben nd noch ein paar andere Quellen abarbeiten wollen.Erst wenn sie absolut nichts finden können werden sie Mitteilung machen das die Suche erfolglos war.


    VG
    Claudia

  • Hallo,


    bei mir war es fast genauso. Mein Antrag wurde schnell bearbeitet, aber leider ohne Erfolg, aber bei neuen Erkenntnissen würden sie mich anschreiben.


    Grüße

  • Hallo,


    es ist immer die Frage, was man sucht. Der kirchliche Suchdienst leistet sehr gute Arbeit ( jedoch nicht kostenlos) aber ich würde auch immer den DRK-Suchdienst einbeziehen, gerade, wenn es um Krieg und Vertriebung geht.


    Gruß
    Michi

  • Hallo,


    ich wußte garnicht das es zwei verschiedene Suchdienste gab. Haben das DRK und die Kirche zusammengearbeitet um all die Vermiißten zu finden?
    Oder gab es irgendwie einen Datenaustausch?
    Viele Grüße
    Petra

  • Hallo Petra,


    ich denke, die Suchdienste werden in irgendeiner Weise zusammen arbeiten aber es wird auch Unterschiede geben.
    So hat das DRK zwischen 1950 und 1970 Suchlisten herausgegeben, die auch im Net inzwischen versteigert werden. Diese Suchlisten sind dicke, bebilderte Bücher, mit Personenbeschreibung, usw. und diese Bücher wurden im Auftrag von Familienangehörigen herausgegeben.
    Desweiteren verfügt das DRK über enge Kontakte zu Veteranen - Vereinen der beiden Weltkriege, hat Listen über Vertreibungen und die Unterbringung bzw. den Verbleib der Personen, usw.
    Das DRK kümmerte sich um Gefangenen- und Arbeitslager, um die Adoption von Kindern, usw.
    Da sie unabhängig von Konfessionen arbeiten, ist die Möglichkeit, jemanden zu finden, dort höher.


    Gruß
    Michi

  • Hallo Michi und Marlies
    schönen Dank für die Information.
    Dann werde ich zuerst beim DRK nachfragen bevor ich mich an die kirchlichen Suchdienste wende.
    Meine Oma ist mit ihren Kindern im Lager Friedland gelandet. Da ist wohl beim DRK die Chance größer etwas zu erfahren.
    Vielen Dank
    Petra

  • Hallo,


    hier wurde das Lager Friedland erwähnt, ich kenne es in Berlin unter der Friedlandhilfe und das war von der Kirche. In meinem Fall war es die Kleiderkammer der Friedlandhilfe in Berlin Tempelhof.


    Grüße von Maternus

    "Wissen ist Macht" (Heinrich Barth März 1850)
    Nüscht wissn, macht aba ooch nüscht! (der Berliner)
    Je mehr man weiß, desto weniger weiß man nichts! (Ich)

  • Hallo Marternus


    Friedland wird heute noch als Grenzdurchgangslager genützt. Spätaussiedler werden dort zunächst untergebracht.
    Ob es dort auch ein Archiv gibt?


    Viele Grüße
    Petra

  • Hallo,


    also ich bin noch mal meine alten Akten durchgegangen und habe den Stempel der Friedlandhilfe gefunden und diese Friedlandhilfe ist evangelisch, also denke ich die haben auch ein Archiv. Dort wurde damals alles notiert damit die Leute nicht auf die Idee kamen doppelt oder dreifach etwas abzugreifen.
    Ich habe keine Ahnung ob die Friedlandhilfe sich noch dort befindet wo ich damals war (ist schon 19 Jahre her), aber hier ist die Adresse vom Lager mit der Telefonnummer:
    Zentrale Aufnahmestelle des Landes Berlin
    für Aussiedler
    Marienfelder Allee 66 - 80
    12277 Berlin
    Tel.: 030 - 90173-0
    Da kannst du nachfragen .
    Ansonsten müßtest du die evangelische Kirche anrufen eine in deiner nähe die können dir bestimmt sagen wo du alles findest.


    Grüße von Maternus

    "Wissen ist Macht" (Heinrich Barth März 1850)
    Nüscht wissn, macht aba ooch nüscht! (der Berliner)
    Je mehr man weiß, desto weniger weiß man nichts! (Ich)

  • Hallo,


    hier ist die Adresse vom Aufnahmelager Friedland :


    Bundesverwaltungsamt, Außenstelle Friedland
    Heimkehrerstr. 16
    37133 Friedland
    Tel: (0 55 04) 8 01-0
    Fax: (0 55 04) 8 0 1-3 91


    joachim.mrugalla@bva.bund.de



    Marienfelde ist für das Land Berlin, dann gibt es ja da auch noch Unna-Mssen, Gießen, usw.


    Gruß
    Michi

  • Hallo Marternus und Michi


    vielen Dank für die schnelle Info. Die Frage kam mir spontan beim Schreiben.
    Aber ich werde dort natürlich sofort mal anfragen. :computer:


    Bis Bald
    Petra

  • Hallo,


    ich habe am 11.4. 2 Anträge per email an den kirchlichen Suchdienst gestellt. Heute hatte ich die erste Antwort im Briefkasten. Leider haben Sie keinerlei Unterlagen zu meinem Urgrossvater, haben mir aber das zuständige Archiv in Bialystok mit Adresse mitgeteilt. Nun bin ich mal gespannt, was aus meiner 2. Anfrage wird !
    Und natürlich, was Bialystock an Unterlagen hat ! Kirchenbücher sind zu diesen Orten nämlich nicht verfilmt worden.


    Lieben Gruss
    Eva Maria

  • Hallo,


    DRK arbeitet auch mit Suchdiensten aus anderen Ländern zusammen:
    Meine Anfrage ans DRK bezüglich meines Vaters (er galt bis 1968 als vermißt) wurde, mit einem in deutsch gehaltenen Zusatzschreiben,
    vom russischen roten Halbmond beantwortet.


    Gruß


    Marlies

  • Hallo,
    heute habe ich zu meiner 2. Anfrage vom 11.4. die Antwort erhalten. Nun habe ich auch das Sterbedatum meines Ururgrossvaters ! Interessanterweise gab es noch mehr Einwohner des Ortes mit dem Nachnamen. Hierzu wurde mir vom Kirchlichen Suchdienst nun angeboten- gegen Gebühren - Kontakt herzustellen !
    Ich denke, eine Anfrage an den Kirchlichen Suchdienst lohnt sich auf jeden Fall !
    Lieben Gruss
    Eva Maria

  • Quote

    Original von Eva Maria Krüger


    Hierzu wurde mir vom Kirchlichen Suchdienst nun angeboten- gegen Gebühren - Kontakt herzustellen !


    Eva Maria


    Hallo Eva Maria,


    das finde ich, auch, wenn es was kostet, nett! Es wirkt mit Sicherheit seriös, wenn die Kirche auf jemanden zukommt und sagt, da gibt es jemanden, der sucht nach evtl. Verwandten, ich meine, das gerade in kleineren Ortschaften dann die Aussagebereitschaft höher ist.


    Andererseits könntest Du, da Du ja jetzt Namen und Ort hast, (oder nicht?) selbst Kontakt knüpfen, es könnten (weitläufige) Verwandte sein.


    Ach ja: GLÜCKWUNSCH zum Erfolg!


    Gruß Marlies