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Mittwoch, 7. November 2018, 00:56

Nordenham Frauenlager Ost WW2

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Hallo zusammen!

Suche Info über dem Frauenlager im Nordenhambzwes war eine Fabrikwo die Flugzeuge gebaut wurden (Hinweis aus der Postkarte). Die Schwester von meinem Opa (Fedortschenko Olgawurde im Jahr 1942 aus Russland nach Deutschland entführtMein Großvater (ihr Bruderwar damals sehr klein und kann sich die Schwester kaum erinnernaber es gibt die Postkarten von ihrdort steht "Nordenham i.O. Frauenlager Ost Fliegerdamm 2"In den Postkarten beschreibt sie ein bisschen ihr Alltagdass sie irgendwelche "medizinische Untersuchung" gehabt hatgesundheitliche ProblemeHunger und weißt auf „nicht weit von Bremen“ hinIhre letzte Postkarte wurde mit „Juli 1943“ datiert und dann sie ist verschwunden bzwvermutlich gestorbenIm Internet finde ich keine Info zum Arbeitslager in NordenhamIch würde gerne wissenwo Olga begraben ist und vielleicht existieren irgendwelche Dokumente von ihr (FotoErgebnisse der „medUntersuchung“Hinweise auf ihre Arbeit im LagerTodesliste?) In welchem Archive könnte ich ein bisschen Info über "Nordenham i.O. Frauenlager Ost Fliegerdamm 2" nachfragen oder etwas finden?

Danke im Voraus für jede Hilfe.

LG Olga W.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »OlgaW« (7. November 2018, 01:00)


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Mittwoch, 7. November 2018, 07:00

Hallo,

hast du das schon gelesen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Blexen

Viele Grüße, Stefan

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Mittwoch, 7. November 2018, 09:08

Hallo Olga,

ich habe ein bisschen im Internet gesucht.

In Nordenham gab es die "Weser-Flugzeugbau" kurz Weserflug. Diese ist gezielt kurz vor dem 2. Weltkrieg aufgebaut worden und hatte mehrere Standorte.

Zitat

Die Expansion ging weiter. Noch 1935 ist die vormalige Frerichs-Werft in Nordenham-Einswarden übernommen worden. Dort sollten künftig Schwimmer für Wasserflugzeuge und später auch komplette Maschinen hergestellt werden. Für diese konnte man die Weser als Startmöglichkeit nutzen. Da größerer Bedarf an Reparaturkapazitäten für Wasserflugzeuge bestand, das Werk in Einswarden jedoch keine Erweiterungsmöglichkeit bot, ist im Hafengebiet von Nordenham ein weiterer Betrieb eingerichtet worden. Im September 1938 wandelte man das Gelände des Luftpark-See Nordenham zum Reparaturwerk der Weserflug um. Diese Liegenschaft lag nur knapp 3 km flußaufwärts vom Werk Einswarden. … Im II. Weltkrieg entwickelte sich die „Weser“-Flugzeugbau GmbH zum viertgrößten Flugzeughersteller des Deutschen Reiches. Den Höchststand an Beschäftigten erreichte die Firma 1944 mit fast 30.000 Menschen, verteilt über alle Standorte. Die deutschen Kräfte sind im Laufe des Krieges durch immer mehr Fremd- und Zwangsarbeiter ersetzt worden. Es kamen auch Kriegsgefangene zum Einsatz. KZ-Häftlinge hatte man beim Bau von Fabrikationsanlagen eingesetzt.
Zitiert aus: https://www.relikte.com/brm_weserflug/index.htm

Es gab eine Straße "Am Fliegerdamm", heute "Helgoländer Damm". (Quelle: NWZonline)

Auf dem Friedhof Blexen gibt es eine Grabstätte für über hundert sowjetische Zwangsarbeiter.
Es gibt einen Forscher, der sich damit beschäftigt hat: https://www.nwzonline.de/wesermarsch/pol…2363140194.html
Vielleicht ist es möglich, bei der Zeitung anzufragen und den Kontakt zu dem Forscher herzustellen.

Wenn deine Großtante in Nordenham gestorben ist, müsste der Tod dort beurkundet sein. Auskunft gibt das Standesamt Nordenham, oder das Stadtarchiv, falls es eines gibt. https://www.nordenham.de/de/rathaus/verw…s/36-standesamt – Wenn du die Namen anklickst, gibt es ein Kontaktformular (keine Emailadressen).

Eventuell kannst du auch hier Auskünfte erhalten:
Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten https://www.stiftung-ng.de/de/
Internationaler Suchdienst Große Allee 5 - 9 34454 Bad Arolsen www.its-arolsen.org

Ich wünsche dir Erfolg bei deiner Suche,
viele Grüße, Micha

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »M.I.F.E.« (7. November 2018, 10:38)