Nordenham Frauenlager Ost WW2

  • PHP
    Hallo zusammen!
    Suche Info über dem Frauenlager im Nordenham, bzw. es war eine Fabrik, wo die Flugzeuge gebaut wurden (Hinweis aus der Postkarte). Die Schwester von meinem Opa (Fedortschenko Olga) wurde im Jahr 1942 aus Russland nach Deutschland entführt. Mein Großvater (ihr Bruder) war damals sehr klein und kann sich die Schwester kaum erinnern, aber es gibt die Postkarten von ihr, dort steht "Nordenham i.O. Frauenlager Ost Fliegerdamm 2". In den Postkarten beschreibt sie ein bisschen ihr Alltag, dass sie irgendwelche "medizinische Untersuchung" gehabt hat, gesundheitliche Probleme, Hunger und weißt auf „nicht weit von Bremen“ hin. Ihre letzte Postkarte wurde mit „Juli 1943“ datiert und dann sie ist verschwunden bzw. vermutlich gestorben. Im Internet finde ich keine Info zum Arbeitslager in Nordenham. Ich würde gerne wissen, wo Olga begraben ist und vielleicht existieren irgendwelche Dokumente von ihr (Foto? Ergebnisse der „med. Untersuchung“? Hinweise auf ihre Arbeit im Lager? Todesliste?) In welchem Archive könnte ich ein bisschen Info über "Nordenham i.O. Frauenlager Ost Fliegerdamm 2" nachfragen oder etwas finden?
    Danke im Voraus für jede Hilfe.
    LG Olga W.
  • Hallo Olga,


    ich habe ein bisschen im Internet gesucht.


    In Nordenham gab es die "Weser-Flugzeugbau" kurz Weserflug. Diese ist gezielt kurz vor dem 2. Weltkrieg aufgebaut worden und hatte mehrere Standorte.

    Quote

    Die Expansion ging weiter. Noch 1935 ist die vormalige Frerichs-Werft in Nordenham-Einswarden übernommen worden. Dort sollten künftig Schwimmer für Wasserflugzeuge und später auch komplette Maschinen hergestellt werden. Für diese konnte man die Weser als Startmöglichkeit nutzen. Da größerer Bedarf an Reparaturkapazitäten für Wasserflugzeuge bestand, das Werk in Einswarden jedoch keine Erweiterungsmöglichkeit bot, ist im Hafengebiet von Nordenham ein weiterer Betrieb eingerichtet worden. Im September 1938 wandelte man das Gelände des Luftpark-See Nordenham zum Reparaturwerk der Weserflug um. Diese Liegenschaft lag nur knapp 3 km flußaufwärts vom Werk Einswarden. … Im II. Weltkrieg entwickelte sich die „Weser“-Flugzeugbau GmbH zum viertgrößten Flugzeughersteller des Deutschen Reiches. Den Höchststand an Beschäftigten erreichte die Firma 1944 mit fast 30.000 Menschen, verteilt über alle Standorte. Die deutschen Kräfte sind im Laufe des Krieges durch immer mehr Fremd- und Zwangsarbeiter ersetzt worden. Es kamen auch Kriegsgefangene zum Einsatz. KZ-Häftlinge hatte man beim Bau von Fabrikationsanlagen eingesetzt.

    Zitiert aus: https://www.relikte.com/brm_weserflug/index.htm


    Es gab eine Straße "Am Fliegerdamm", heute "Helgoländer Damm". (Quelle: NWZonline)


    Auf dem Friedhof Blexen gibt es eine Grabstätte für über hundert sowjetische Zwangsarbeiter.
    Es gibt einen Forscher, der sich damit beschäftigt hat: https://www.nwzonline.de/weser…he_a_10,4,2363140194.html
    Vielleicht ist es möglich, bei der Zeitung anzufragen und den Kontakt zu dem Forscher herzustellen.


    Wenn deine Großtante in Nordenham gestorben ist, müsste der Tod dort beurkundet sein. Auskunft gibt das Standesamt Nordenham, oder das Stadtarchiv, falls es eines gibt. https://www.nordenham.de/de/ra…nd-soziales/36-standesamt – Wenn du die Namen anklickst, gibt es ein Kontaktformular (keine Emailadressen).


    Eventuell kannst du auch hier Auskünfte erhalten:
    Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten https://www.stiftung-ng.de/de/
    Internationaler Suchdienst Große Allee 5 - 9 34454 Bad Arolsen http://www.its-arolsen.org


    Ich wünsche dir Erfolg bei deiner Suche,
    viele Grüße, Micha