Führt jemand Eure Forschung weiter?

  • Hallo,


    auch wir alle leben nicht bis in die Ewigkeit, um nach den Vorfahren forschen zu können. Eines Tages werden wir sterben und uns zu Ihnen gesellen.


    Wie ist es bei Euch? Bekommen Eure Kinder die Aufgabe, Eure Forschungen weiterzuführen? Vermacht Ihr die gesammelten Ergebnisse Archive oder Bibliotheken? Oder macht Ihr Euch große Sorgen, was dann mit der Forschung passiert?


    Ich möchte (ich gehe natürlich davon aus, dass meine Kinder genau die gleiche Interesse an Ahnenforschung haben) die Arbeit an eins oder mehreren meiner Kinder weitergeben. Ich hoffe, dass dies einmal möglich sein wird.


    MfG

    Viele Grüße,
    Kolonistenforscher


    "Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander."
    (Konfuzius, verm. 551-479 v. Chr.)

  • Hallo Ninetales


    hm, also ich habe keine Kinder (vielleicht doch noch irgendwann mal, aber die Uhr tickt) ....
    und in meiner Familie hat soweit ich das überblicken kann, keiner weiter konkret Interesse an der Forschung.... ich bin da so ziemlich die einzige ...


    tja, was wird mit meinen Forschungsergebnissen werden, wenn ich nicht mehr auf dieser Welt wandele?
    ich schätze, sie verschwinden .... vielleicht hab ich mal Muße, meine Daten als Buch zu veröffentlichen, dann gibt es vielleicht mal irgendwann irgendwo jemanden, den das interessiert.... aber sonst ...


    lg Dany

  • Hallo,


    da ich das Hobby leider mit niemandem aus der Familie teile und mein Sohn ( 21 ) sich auch nur solange dafür interessiert hat, so lange es etwas mit Reisen zu tun hatte, wird bei mir alles einmal an eine Bibliothek gehen.


    Viele Grüße
    Michi

  • Hallo,
    bei mir führt keiner Nachforschungen mehr durch, da meine Schwester dazu kein Interesse hat.


    :(Renate

  • Es gibt auch andere Hobby´s, welche viel Geld gekostet haben und die nicht weitergeführt werden, ich denke z.B. an Modellbauer, Rassekatzenzüchter.....


    So ist der Lauf der Dinge.


    Wenn ich irgendwann mal ernsthaft behaupten kann, dass ich "forsche", werde ich mir vielleicht noch mal Gedanken dazu machen.


    Ansonsten gehören die Ergebnisse wohl zu meinem Erbe und ich erfahre es eh nich mehr, was damit passiert.



    Andrea

  • Hallo Michi,


    Dein Sohn ist noch Jung, da kann sich das Interesse noch ändern und er ist später (wenn er selber Kinder hat) froh, daß seine Mutter schon so viel an Familienforschung gemacht hat.
    Außerdem würde ich trotzdem meine Ergebnisse bei einem Verein (meilne Ergebnisse sind schon im Münchner-Verein einzusehen) hinterlegen.


    Viele Grüße
    Gudrun

  • Moin,


    vielleicht eine Gegenfrage:


    Hat jemand von euch schonmal erlebt, dass Vater und Sohn oder Geschwister forschen? Meiner Erfahrung nach forscht immer nur einer aus der Familie.


    Gruß


    Benny

  • Vielleicht setzen unsere Kinder unsere Forschungen mal fort, vielleicht auch nicht - aber ich bin sicher, dass sie nichts wegwerfen.
    Und wenn sie bzw. eine(r) von ihnen dann mal Lust haben sollte, freuen sie sich, dass sie auf solcher Datenmenge aufbauen können...
    ich setze ja auch die Forschungen meines Vaters (auch Großvaters) und von zwei Onkeln fort. Die würden sich sicher freuen, wenn sie das wüssten und staunen, was ich alles herausgefunden habe. Aber nach dem Tod des ersten sind fast 50, nach dem Tod des andern Onkels fast 20 und nach dem meines Vaters 13 Jahre vergangen, bevor ich mit der Ahnenforschung angefangen bin.
    Wichtig ist doch hauptsächlich, dass nichts weggeworfen wird (ich hab sogar jede Menge Notizzettelchen geerbt...) und für uns heißt das sicher, dafür zu sorgen, dass möglichst auch alles ausgedruckt vorliegt, weil niemand weiß, ob jemand mal was mit CDs oder so anfangen kann. Papier vergeht zwar auch, aber bis dahin hat ja vielleicht jemand wieder angefangen...

  • Hallo,
    Ich habe das Glück das meine Tochter begeistert mitforscht und somit ist zumindest die nächste Generation von Forschern da, Enkelkinder gibts noch nicht
    Aber ich denke ich werde zu gegebener Zeit Daten in einem Archiv hinterlegen, um somit auch diese Daten anderen Forschern zugänglich machen


    Liebe grüsse
    Monika

    Dauersuche
    Dargies,Vorrath im Memelland
    Mai,Jüttner aus Waldenburg Schlesien
    Williges,Gund(e)lach aus Helsa,Grossalmerode/Hessen
    Hagemann,Richter, aus Vorpommern
    Fago,Romba aus Lötzen, Jagodnen und Umgebung
    Meyn,Behrmann aus Haseldorf,Haselau,Wedel

    Edited once, last by Monika ().

  • Hallo zusammen!


    Mein Onkel und ich hatten seit Jahren keinen Kontakt miteinander. Nachdem wir uns dann endlich "gefunden" hatten, haben wir festgestellt, dass wir beide die Linie meines Vaters (bzw. seines Bruders und seiner eigenen Eltern) erforschen. Wir beide sind aber auch zeitlich auf dem gleichen Stand mit den Forschungen. Da mein Onkel sehr militärgeschichtlich interessiert ist kümmert er sich aber mehr um die Laufbahnen der Vorfahren innerhalb der Kriege. Mir liegt eher das soziale Umfeld, das "normale" Leben dieser Bauern, Tagelöhner und Knechte. So erforschen wir eigentlich das Gleiche und dann doch was Verschiedenes. Ansonsten interessiert sich aber keiner dafür. Ich höre zwar ab und zu: "Das hat Tante sowieso auch mal gemacht" oder "Onkel soundso hat auch mal...", aber vorhanden ist nichts mehr. Noch nicht einmal Interesse. Schade.


    Gruß, Bianca

  • Ich möchte mich rotrauds Meinung anschließen. Auch wenn es die eigenen Kinder nicht mache, gibt es vielleicht Neffen und Nichten.
    Erste Aufzeichnungen über die Familie hat mein Urgroßvater nach 1900 angelegt und übergab sein gesammeltes Wissen einem seiner vier Söhne, meinem Großvater. Er führte das Ganze weiter – konnte das Wissen sogar im dritten Reich nutzen – . Nach seinem Tod 1960, nahm mein Onkel die Sachen an sich und führe sie weiter. Er verstarb 1995 und dann ruhte alles.
    Im Jahre 2002 wollte ich einfach mal eine familiäre Veröffentlichung meines Onkels von 1989 aktualisieren und habe da irgendwie Blut geleckt. Ein gutes halbes Jahr später erfuhr ich ganz beiläufig, dass sich ein Cousin meiner Mutter ebenfalls der Sache angenommen hat.
    Wir haben dann einen Datenabgleich durchgeführt und jeder seine Arbeit aktualisiert. Obwohl auch unsere Interessen nicht gleich sind, ergänzen wir uns ständig. Wenn er in einem Archiv sitzt und nach Hinterlassenschaften sucht, hocke ich vielleicht gerade in einem Pfarramt und suche nach weiteren Vorfahren. Hinterher tauschen wir unser neuesten Errungenschaften aus und jeder ist glücklich.
    Aber nur so kann ich unter anderem zu der Kopie der Unterschrift meines „Ober-Großvaters“ (8. Generation). Das finde ich ein keinem Kirchenbuch und ich glaube, dass hat nicht jeder.
    So hoffe ich doch, dass mir noch etwas Zeit bleibt um weiterzumachen. Vielleicht findet sich irgendwann unter der Schar an Kindern Neffen und Nichten, denen man so einen Grundstein legen kann und dass sie die Sache weiterführen. Auch wenn ich dann schon nicht mehr bin. Vielleicht bedarf es auch, wie bei mir, einer besonderen Situation um in so ein Hobby einzusteigen und gefallen daran zu finden. Diese Zeit und Gelegenheit müssen wir natürlich unseren Nachfolgern gönnen.


    Gruß Messlatte

  • Hallo,


    ich denke, für unser Hobby muß man ein paar Eigenschaften mitbringen, die mein Sohn z.B., nicht besitz und heute auch immer weniger zu finden sind.
    Unser Hobby setzt, nach meiner Meinung voraus, das man Ausdauer besitzt, gerne schreibt und liest, einen gewissen Ordnungssinn hat, dazu logisches Denkvermögen und eine gute Allgemeinbildung und auch Familiensinn.
    Die meisten Menschen, die ich kenne, sind bereits mit dem normalen Papierkram wie Rechnungen, Kontoauszüge, Anträge, usw. überfordert.
    Ich denke, interessant wird dieses Hobby in der Zukunft nur dann, wenn man sich nicht mehr vom PC wegbewegen muß und alles leicht abrufbar ist denn unsere Kinder, Enkel,..... wachsen heute mit dem PC auf und nicht mit Büchern und auch zu häufig mit fehlenden sozialen Bindungen innerhalb der Familie.


    Viele Grüße
    Michi

  • Also ich habe ja gerade erst mit der Forschung begonnen und hoffe doch mal ganz stark, daß ich noch einige Jahrzehnte Zeit zum forschen haben werde. (Wenn nichts dazwischen kommt :D )


    Ich habe von einer Großtante erfahren, daß mein Uropa einen Stammbaum geführt hat. Es scheint jedoch danach niemand Interesse daran gehabt zu haben, denn es existieren leider keinerlei Unterlagen mehr. :(


    Aber ich stehe ja wie gesagt erst am Anfang, muß erstmal noch eine Menge lernen, um das Ganze intensiv zu betreiben (z.B. Deutsch lesen lernen *lach*). Da mache ich mir noch nicht wirklich Gedanken darum, ob das irgendwann alles für die Katz war oder was damit passiert. Ich weiß nur, daß ich irgendwann allen möglichen Verwandten ein Exemplar (in welcher Form auch immer) zukommen lassen werde, egal ob die es wollen oder nicht, egal ob ich Kontakt zu denen habe oder nicht. Es wird sich ja dann vielleicht auch jemand finden, der Interesse daran hat.


    Einen schönen Tag wünscht


    Franca

  • Hallo Franca,


    so halte ich es auch.
    Mein kleines Büchlein für den 70. meines Vaters wurde jedenfalls mit Begeisterung von allen genommen. Und ich wage zu bezweifeln, dass alle seine Cousins und Cousinen ausgeprägtes Interesse an der Familiengeschichte haben.
    Aber in aufbereiteter Form lesen sie es wohl mit Interesse, wie man eben auch andere Bücher und Veröffentlichungen mal liest.


    Viel Spaß noch beim weiteren Forschen.


    Andrea

  • Hallo,


    bei mir kamen die ersten Überlegungen nach ca. 10 Jahren und anläßlich eines Umzuges. Was vorher in ein rund 200 Quadratmeter Haus passte, mußte damals in rund 40 Quadratmeter passen. Inzwischen forsche ich ja nun schon im 25 Jahr und für mich stellt sich nicht die Frage, wohin mit den Infos, die ich gesammelt habe, dafür gibt es ja viele Möglichkeiten sondern wohin mit den Originalunterlagen ohne das diese bei Ebay oder im Müll landen.


    Viele Grüße
    Michi

  • Quote

    Aber ich denke ich werde zu gegebener Zeit Daten in einem Archiv hinterlegen, ...


    Das ist ein ganz löblicher Vorsatz, aber man sollte auch Francas Bemerkung nicht vergessen:


    Quote

    (Wenn nichts dazwischen kommt :D )


    Es ist also wichtig, dass man beizeiten festlegt, was mit dem Material geschehen soll, wenn man doch unerwartet in die ewigen Jagdgründe geht. Bei mir ist es so, dass meine Kinder mich eher mitleidig belächeln, wenn sie mich über irendwelchen alten Dokumenten brüten sehen, ich an nicht davon ausgehen, dass sie irgendetwas weiterführen werden.


    Ich habe daher festgelegt, dass nach meinem Ableben in bestimmten Archiven Kopien hinerlegt werden. Ein Testament ist dafür z.B. gut geeignet.


    Bitte wartet damit nicht zu lange! Es wäre schade, wenn die Forschungen irgendwann im Müll landen würden, ur weil einer der Nachkommen nichts damit anzufangen weiß.

  • Hallo Jens,


    Quote

    Ich habe daher festgelegt, dass nach meinem Ableben in bestimmten Archiven Kopien hinerlegt werden


    Bitte nicht vergessen, das Archiv darüber zu informieren !!!!!
    Mir ist selbst ein Museum bekannt, das eine Erbschaft in Forum von Unterlagen, Bücher, usw. erhalten hat und diese Unterlagen nun seit Jahrzehnten auf einem Dachboden lagern da kein Platz dafür vorhanden ist.
    Das war sicher nicht so von dem Erblasser gedacht :(


    Viele Grüße
    Michi

  • "mit dem normalen Papierkram wie Rechnungen, Kontoauszüge, Anträge, usw." gebe ich mich auch nicht so gern ab, aber das ist auch was anderes...
    Ich denke, mit Genealogie befasst sich vermutlich sowieso nur eine Gruppe von Leuten, die einen gewissen Bildungshorizont hat und eben auch Freude am lebenslangen Lernen. Bringt ja schließlich nichts, wenn ich nur irgendwelche Namen sammele und mich nicht darum kümmere, wie die Lebensbedingungen dieser jeweiligen Leute waren...
    da meine Kinder durchaus an solchen Sachen interessiert sind, bin ich ziemlich optimistisch, dass sie vielleicht mal weiter machen, zumindest die Älteste (31) hat schon Interesse geäußert. Aber wahrscheinlich ist wirklich überwiegend eine Person in der Familie aktiv. Meine Brüder zum Beispiel freuen sich, dass ich es mache und wollen auch gern die Ergebnisse haben, sehen aber keinen Grund, jetzt selbst anzufangen.
    Damit die Arbeit aber auch anderen zugute kommt, möchte ich noch zu Lebzeiten (bin 58) dafür sorgen, dass vielleicht etwas davon im Internet landet, sei es auf eigener Seite, Gedbas o.ä. oder bei genealogischen Vereinen.
    Am Wochenende war ich auf der Genealogenbörse in Osnabrück und habe dort erfahren, das die Westfälische Genealogische Gesellschaft, den unsortierten Kasten mit genealogischen Notizen aus dem Nachlass meines Patenonkels besitzt, nach dem ich im Stadtarchiv meines Heimatortes vergeblich gefragt habe. Die wussten selbst nicht, wie sie dran gekommen sind, aber es ist nichts weg und dort sicher auch gut aufgehoben. Wir werden demnächst mal einen kleinen "Tauschtag" mit Kopien dieser Dinge veranstalten...

  • Hallo,


    ich habe darüber schon mit meinem Sohn gesprochen.
    Er hat bisher nicht viel Interesse daran, aber weggeschmissen wird nichts, sein Ausspruch.
    Aber trotzdem ist eine Ausfertigung bei meinen Familienforscherverein hinterlegt und eine Ahnenliste beim Ahnenlistenumlauf.


    Viele Grüße
    Gudrun