Mittelalter

  • Hallo,


    leicht verständliches über das Mittelalter gibt es hier nachzulesen :


    http://www.freepler.de/mittelalter1


    Dort ist auch aufgeführt, wie einige heutige gebräuchliche Redewendungen im Mittelalter entstanden sind und was sie bedeuten.


    Hättet Ihr gerne mit Mittelalter gelebt ?
    Sicher heute kaum denkbar, aber ich denke schon, dass es viel gemeinschaftlicher war, sei es nun in Bezug auf Familie oder auch das ganze Dorf oder Stadt.
    Schon als Kind hat mich das Mittelalter fasziniert mit den ganzen schönen architektonischen Bauten, dem Rittertum, den Kirchen und dem König.


    Wenn man sich aber mal Geschichtchen anhört, wie der "Rattenfänger von Hameln" gewinnt man keinen besonderen hervorragenden hygienischen Eindruck im Mittelalter ... =)


    Wie denkt Ihr über das Mittelalter ?


    MfG

    Viele Grüße,
    Kolonistenforscher


    "Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander."
    (Konfuzius, verm. 551-479 v. Chr.)

  • Moin,


    nein im Mittelalter hätte ich nicht gerne gelebt, da man sofern man nicht in der Stadt gelebt hätte ("Stadtluft macht frei") von seinen Herrn abhängig gewesen wäre. Dadurch wäre man unfrei gewesen und hätte seine Persönlichkeit nicht ausleben können. Außerdem hätte man nicht Schreiben und Lesen gekonnt (bzw. vielleicht nur sehr stumperhaft) und hätte immer die gleiche Arbeit verrichten müssen, die immer körperlicher Natur war.


    Außerdem wäre man z.B. der Justiz ausgeliefert gewesen (Todesstrafe bei vielen kleinen Delikten) und man wäre geistig nicht so entwickelt gewesen und hätte der Kirche alles geglaubt, was sie verkündet hat.


    Aber eines ist ja sicher bekannt, nur wir Friesen waren im Mittelalter frei und nicht von unserem Feudalherr abhängig, so wie die übrigen "Teutschen".
    (http://de.wikipedia.org/wiki/Friesische_Freiheit)


    Gruß


    Benny

  • Quote

    Original von Benny
    Moin,


    nein im Mittelalter hätte ich nicht gerne gelebt, da man sofern man nicht in der Stadt gelebt hätte ("Stadtluft macht frei") von seinen Herrn abhängig gewesen wäre. Dadurch wäre man unfrei gewesen und hätte seine Persönlichkeit nicht ausleben können.
    Gruß


    Benny


    Moin!


    Das ist so nicht ganz richtig, denn z.B. im Fürstentum Ratzeburg (gehörte später zu Mecklenburg-Strelitz) waren die Bauern niemals Leibeigene und konnten sich somit manchmal ganz erhebliche Vermögen erwirtschaften.
    Sicherlich mußten sie ihre Steuern etc. erbringen, aber dennoch waren sie viel bessergestellt als die leibeigenen Bauern anderswo.


    Gruß Gordon

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gern behalten! :rolleyes:
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    Auf der Suche nach Mahnke, Dahl, Hackbusch, Lange, Pägelow, Manka

  • Also durch meine Spinnerei (mit Wolle) bin ich auf ein Forum gestoßen, in dem sich viele Mittelalter-Fans tummeln. Die gehen fast jedes WE auf irgendwelche Märkte und versuchen sich möglichst so zu verhalten, wie es im Mittelalter eben war. Dabei werden die verschiedensten Handwerkstechniken gezeigt und auch Kämpfe ausgeführt.


    Alle, die es interessiert, können ja mal Flinkhand reinschauen.


    Also ich finde es auf jeden Fall interessant, wie die Leute früher gelebt haben und was sie schon alles beherrscht haben. Vieles davon kennt man heute fast nicht mehr.

  • Gordon Mahnke


    Das ist ja interessant. Bisher war mir nur die Freiheit der Friesen bekannt. Seit wann besteht denn diese "Freiheit"? Das Mittelalter bestand ja fast 1000 Jahre lang, wenn man 500 bis ca. 1500 als Zeitraum eingrenzt.


    Gruß


    Benny

  • Hallo,


    ich finde das mittelalterliche Leben und Wirken gerade ja so spannend, weil in diesem Zeitraum ja unsere Familiennamen entstanden sind !
    Ein Teil mittelalterlicher Kultur "lebt" in bzw. "an" uns weiter ... :D


    MfG

    Viele Grüße,
    Kolonistenforscher


    "Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander."
    (Konfuzius, verm. 551-479 v. Chr.)

  • Hi Benny!


    hier mal ein Link zur Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_Ratzeburg


    Da das Domkapitel Ratzeburg bereits um 1200 aus Orten dieser Gegend seinen Zehnt erhielt, kann man es wohl auch zum Mittelalter zählen.
    Darunter auch die Stadt Wittenburg welche bereits 1230 in dem Register aufegührt und als Stadt genannt wird.
    Oder der Ort Banzin, welcher bereits 1170 in dem Zehntregister aufgeführt wird.



    Gruß Gordon

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gern behalten! :rolleyes:
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  • Was die Familiennamen betrifft gibt es auch eine Ausnahme (?):


    Im Norden, wo die Patronymische Namensgebung besteht, sind Nachnamen erst ganz spät entstanden. Erst als 1811(?) die Franzosen nach Ostfriesland kamen, mussten alle Personen einen Nachnamen annehmen, was jedoch oft nicht gemacht wurde =), sodass Bürgermeister etc. dann einfach Namen vergeben haben. Letztlich wurden diese dann aber auch nicht geführt, sodass hier erst mit der Einführung der Standesämter wirklich VERBINDLICHE Nachnamen festgeschrieben wurden. Also ist die Enstehung der unsrigen Nachnamen teilweise erst 130 Jahre alt.


    Gruß


    Benny

  • Hallo an alle,


    ich war vor Jahren mal auf einem Mittelalterfest in Berlin. Dort wurde alles so originalgetreu wie möglich nachgestellt, so auch Kranke, Bettler, Wahrsagerin, Viehhaltung in der Gasse, üble Gerüche usw.


    Also für 3-4 Stunden ok, aber so leben? Nein danke!


    Viele Grüße au der Moderne (obwohl ich hier auch nicht alles toll finde)


    Michael KRAUß

  • Guten Abend Herr Mahnke,


    für irreführend halte ich den Hinweis bei W i k i , daß es „im Ratzeburger Land keine Leibeigenschaft gab, sondern nur f r e i e Bauern, weil der Bischof und das Kapitel kein Interesse am Bauernlegen besaßen“. Richtig ist vielmehr, daß die fraglichen Bauern dem Bischof bzw. dem Ratzeburger Domkapitel g e h ö r - t e n und daß deshalb die Bewegungsfreiheit dieser Bauern durchaus eingeschränkt war. Hier von 'freien' Bauern zu sprechen, wie Wiki es tut, halte ich für abwegig.


    Ich stimme jedoch Ihrer ergänzenden Anmerkung zu, daß diese – geistlichen - Bauern wirtschaftlich ungleich besser gestellt waren als die – weltlichen - Bauern des mecklenburgischen Adels, welcher die Bauern unterdrückte, da er selbst vom eigenen Landesherrn unterdrückt, d.h. mit übermäßig hohen Abgaben und Dienstleistungen belegt wurde. Daß die 'geistlichen' Bauern des Ratzeburger Bischofs bzw. Domkapitels hingegen in der Lage waren, sich zum Teil erhebliche Vermögen zu erwirtschaften, will ich gern glauben.


    Freundliche Grüße vom Rhein

    Edited once, last by Joachim v. Roy ().

  • Quote

    Original von Joachim v. Roy
    Guten Abend Herr Mahnke,


    für irreführend halte ich den Hinweis bei W i k i , daß es „im Ratzeburger Land keine Leibeigenschaft gab, sondern nur f r e i e Bauern, weil der Bischof und das Kapitel kein Interesse am Bauernlegen besaßen“. Richtig ist vielmehr, daß die fraglichen Bauern dem Bischof bzw. dem Ratzeburger Domkapitel g e h ö r - t e n und daß deshalb die Bewegungsfreiheit dieser Bauern durchaus eingeschränkt war. Hier von 'freien' Bauern zu sprechen, wie Wiki es tut, halte ich für abwegig.


    Guten Abend Herr v. Roy!


    Folgendes Zitat führe ich an, entnommen dem Jahrbuche des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde 1837, S. 141 - 153
    Aufsatz: Der Bauer im Fürstenthume Ratzeburg


    Quote

    Ueber die Verhältnisse der Einwohner des jetzigen Fürstenthums Ratzeburg zu den früheren Landesherren, dem Bischofe und Capitel, enthalten die Urkunden nur vereinzelte Nachweisungen. Aus diesen ergiebt sich nun zuvörderst, daß nie eine Art der Hörigkeit statt fand. In keinem Kaufbriefe über erlangte Dörfer oder Hufen werden die Bewohner als ein erkaufter Gegenstand bezeichnet; auch läßt sich ein Grund für die persönliche Freiheit derselben aus dem bekannten Umstand ableiten, daß die Mehrzahl der ältesten Bewohner des Bisthums Einwanderer aus Gegenden waren, wo keine Hörigkeit bestand. Daher finden wir denn auch förmliche Verhandlungen, wenn die Kirche wieder Güter einziehen wollte, welche sie zum Bebauen ausgethan hatte, so 1285 in Römnitz und wo sie verpflichtet war, Häuser und Gartenmeliorationen nach dem Taxwerth zu vergüten; wir finden, daß Dorfschaften Grundstücke als Eigenthum erkauften, so 1320 in Mahlzow oder daß ganze Höfe zu Bauerrecht gelegt und den Bauern eingethan wurden, so Rodenberg 1379 wir treffen ein Landgericht, wo die Unterthanen unter sich selbst das Urtheil finden aus allen diesen Umständen, die sich leicht vermehren ließen, geht eine persönliche Freiheit unwiderleglich hervor, die übrigens auch nie angefochten ward und noch jetzt, wie die Bauern selbst es deuten, durch das Tragen eines Degens bei Vertrauungen angezeigt wird.



    Gruß Gordon

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gern behalten! :rolleyes:
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    Auf der Suche nach Mahnke, Dahl, Hackbusch, Lange, Pägelow, Manka

  • Hallöchen


    ich selbst besuche ab und zu mittelaltermärkte und bin seit diesem jahr auch lagernde :)
    das heiß0t, dass ich in meinem kleinen bescheidenen zelt am mittelalterlagerleben auf diesen märkten vertreten bin :)


    es macht mir unheimlich viel freude, mal für ein wochenende in dieses "einfache" loeben einzutauchen - es ist eine andere welt....


    im mittelalter leben - ja das habe ich mich auch schon oftmals gefragt ...
    eshat seine vor und nachteile und wenn man die romantische verklärung vom mittelalter wegläßt, überwiegen die nachteile im vergleich zum heutigen leben ...


    dennoch, es gab im mittelalter noch werte, die heute verloren sind oder nur noch vereinzelt in kleinen gruppen / familien eine rolle spielen ...
    zum einen die gemeinschaft an sich - nur gemeinsam war man stark genug zu überleben ....
    es gab nicht diese wegwerfgesellschaft - das was handwerklich hergestellt wurde hatte wert und wurde entsprechend behandelt (und ja es war auch teuer) ....


    ich kann mich zwar selbst nicht von diesen klassischen klischeehaften rmonatischen träumereien vom mittelalter frei machen, aber dennoch - da war mann noch galant und immer ein held *kicher*
    naja gut nicht immer, aber diese werte waren ausgeprägter als heute ...



    ach ja - mein interesse gilt auch dem schottischen mittelalter, nicht dem teutschen ;)


    lg
    dany


    nachtrag: meine vorfahren lebten auch in einem gebiet um hannover, welches die "großen freien vor dem nordwalde" hieß - und die "kleinen freien" gab es auch noch.
    das waren einzelne dörfer, die diesem "bund" angeschlossen waren, wo die bauern nicht der leibeigenschaft unterlagen - das war aber ortsgebunden und nicht personengebunden ....

    Edited once, last by DanielaR ().

  • Hallo Herr Mahnke,


    der von Ihnen freundlicherweise genannte Verfasser vermag mich nicht zu überzeugen. Er bestätigt vielmehr meine Auffassung, daß die in Rede stehenden Bauern dem Bischof bzw. dem Domkapitel von Ratzeburg u n t e r t a n waren. Aus einer schlechten Quellenlage, die der Verfasser selbst eingesteht, kann man nicht den Schluß herleiten, daß die Ratzeburger Bauern „persönlich frei“ waren.


    Im übrigen ist der Hinweis des Verfassers auf „das Tragen eines Degens bei Vertrauungen“ abwegig, da das Führen einer Waffe in der Neuzeit kein Beweis für einen bestimmten sozialen Status einer mittelalterlichen Gesellschaftsgruppe ist. Vgl. auch die zum Markte gehenden – bewaffneten - Bauern bei Albrecht Dürer: http://www.extralot.com/descri…em=22318&partner=2&lang=1.


    Das Thema „freie Bauern“, das auch in diesem Forum erörtert wurde, ist in Deutschland außerordentlich emotionsbeladen. Es wurde in neuerer Zeit von Hermann Löns und Ernst Jünger behandelt (beide sonst von mir sehr geschätzt!), vor allem aber zur Zeit des Nationalsozialismus in extenso diskutiert („Blut und Boden“). Stand der Forschung aber ist, daß es „freie Bauern“ lediglich in F r i e s l a n d gab. Wer dies nicht glauben will, sollte – wie ich – mittelalterliche Geschichte studieren.


    Herzliche Grüße vom Rhein
    bei 33° u. hohen Ozonwerten


    P.S. Ich bin nicht gewillt, mich an einer evtl. weiteren Erörterung dieses Themas zu beteiligen.

    Edited once, last by Joachim v. Roy ().

  • Hallo Dany,


    das finde ich recht interessant, ich bin auch sehr am schottischen Mittelalter interessiert!!!
    Meine Zeit, die ich im Moment als Übungsobjekt mit einer bestimmen Familie benutze, sind die Ahnen des Stuard Geschlechts.
    Das betrifft die Zeit von ca. 1100 - 1500.


    Die Zeit vor 1100 war ein andauerndes ermorden der Nachfolger von irgendwelchen Ansprüchen um an deren Stelle zu treten. Dann widerum wurde der neue Nachfolger ermordet .
    Also keine Zeit für mich.


    ABER... ich würde gern mal einen Tag jeweils an verschiedenen Orten verbringen und es mal 24 Stunden so richtig erleben, mit den armen oder auch mal als reiche!!! Ich würde gern wissen wie sie damals genau geprochen haben und wie es sich anhörte!!!


    Ich persönlich war bisher nur auf einem Mittelaltermarkt, das war 1991 neben dem Palast der Republik in Berlin.
    =) =) =)...und die Kelly`s haben ein spontanes Konzert gegeben.


    Es ist mir schlichtweg zu teuer dort hinzu gelangen und auch die schönen Dinge die man da kaufen kann.
    Ich probiere immer noch alles selbst zu machen!
    Gelingt aber nicht immer, dann hilft mir das Internet... =)


    Ich lese gerade ein Buch und ich kann es nicht lesen, wenn ich unterwegs bin, es spielt 800 Jahre vor heute und es fällt mir schwer damit unterbrochen zu werden und in die heutige Zeit zurück zu kommen :]


    Grüße von Maternus :D

    "Wissen ist Macht" (Heinrich Barth März 1850)
    Nüscht wissn, macht aba ooch nüscht! (der Berliner)
    Je mehr man weiß, desto weniger weiß man nichts! (Ich)

  • Hallo Maternus,


    Quote

    Meine Zeit, die ich im Moment als Übungsobjekt mit einer bestimmen Familie benutze, sind die Ahnen des Stuard Geschlechts.


    sowas finde ich ja mal interessant. Was ist das genau für ein Übungsprojekt ? Mich selbst interessieren sehr die Genealogien der Habsburger . Was führst du da allgemein für Sachen durch ? Ich bin in solchen Sachen immer sehr neugierig ... :D


    MfG

    Viele Grüße,
    Kolonistenforscher


    "Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander."
    (Konfuzius, verm. 551-479 v. Chr.)

  • Hallo Ninetales,


    mein Übunsobjekt sind die Vor-und Nachfolger von "Llywelyn u(a)p Iorwerth" und da speziell seine jüngste Tochter!
    Vater war der Lywelyn und Joan Plantagenets.
    Sie war die Tochter von King John Plantagenets 1199-1216 und wurde als Bastard von ihm bezeichnet.
    Lywelyn war ein walisischer Fürst und sein Spitzname war "Fawr oder Fawt`s".


    Grüße von Maternus :D

    "Wissen ist Macht" (Heinrich Barth März 1850)
    Nüscht wissn, macht aba ooch nüscht! (der Berliner)
    Je mehr man weiß, desto weniger weiß man nichts! (Ich)

  • Quote

    Original von DanielaR
    ich kann mich zwar selbst nicht von diesen klassischen klischeehaften rmonatischen träumereien vom mittelalter frei machen, aber dennoch - da war mann noch galant und immer ein held *kicher*
    naja gut nicht immer, aber diese werte waren ausgeprägter als heute ...


    Das mag vielleicht - aber nur vielleicht - auf den Adel zutreffen. Ansonsten war "Frau" in erster Linie zum Kinderkriegen und für den Haushalt da. Wenn sie nicht gespurt hat, gab's halt ein paar hinter die Ohren. Und sowas wie Liebesheiraten dürften auch eher die Ausnahme gewesen sein. ;)


    Rossi

  • @ Rossi
    aye das ist genau das was ich mit romantisch verklärt meine - heute kann sich das frau einfach nicht vorstellen, ausschließlich die rolle herd und kinderkriegen einzunehmen ....


    Maternus
    hm, das das geschlecht der stuarts (die späteren könige von schottland und teils england) ihren ursprung in wales haben soll, ist mir neu ....
    soweit ich die geschichte der stewart-familie verstanden habe, stammen sie von einem normannen ab, der den titel "high stewart" trug, aus dem sich dann der familienname stewart entwickelte ....
    und die welche könige von schottland wurden, nannten sich stuart, um den unterschied zum clan deutlich zu machen ....


    die zeit um 1100 ist in etwa die zeit, die ich versuche darzustellen, wobei ich nicht verbissen auf authenzität bin - dass ist meiner meinung nach nicht möglich, da es schon daran scheitert, dass die stoffe heute nicht mehr von hand gewebt werden und wenn sie das sind und zudem noch mit pflanzenfarben gefärbt wurden, einfach unbezahlbar sind ....


    welches buch ist es das dich derzeit so fesselt ?


    lg
    dany

  • Ja, manchmal hätte ich gerne im Mittelalter gelebt, aber auf der
    anderen Seite, ist das Leben heute schon etwas einfacher.


    Es ist jetzt, heute, schwer zu sagen, ob man gerne im Mittelalter gelebt hätte, denn die Entwicklung ist einfach zuweit fortgeschritten.

  • Ich habe mich immer schon für das Mittelalter interessiert und dies Interesse hat seit meiner Beschäftigung mit meinen Ahnen (manche Familien lassen sich bis weit ins Mittelalter verfolgen) noch zugenommen. Dementsprechend habe ich auch eine ganze Menge vor allem über die Frauen im Mittelalter gelesen und kann daher nur sagen, dass ich mit keiner weder Bäuerin, Bürgerin noch Adeliger würde tauschen mögen.
    In den meisten Fällen hätte ich mir meinen Mann nicht frei wählen können, wäre immer von ihm abhängig. Dazu kämen vermutlich mehr Schwangerschaften (mit dem Risiko, die Geburt nicht zu überleben), um hinterher möglicherweise auch nicht mehr als meine jetzigen 4 Kinder zu haben, dafür aber die ständige Sorge, ob sie alle groß würden.
    Als Bäuerin oder Handwerkerfrau hätte ich mit Familie und der Arbeit auf dem Hof oder im Geschäft des Mannes eine ordentliche Doppelbelastung. Als adelige Frau wäre ich meinen Kindern möglicherweise sehr entfremdet - müsste sie zwar alle kriegen, aber dann an Ammen weitergeben, um schnell wieder schwanger zu werden...
    Mittelalterliche Städte oder Mittelaltermärkte haben oft so einen Hauch von Romantik. Die Wirklichkeit war es wohl nicht, nur waren unsere Vorfahren einfach daran gewöhnt und kannten nichts anderes. So einen Kulturschock, wie es heutige "mittelalterliche Kulturen" (Afghanistan? und manch andere) dann erleben, wenn ihre Welt und unsere aufeinander prallen, haben die ja nicht gehabt...