Gramps für Windows - der Test

  • Seit einer guten Woche gibt es eine voll lauffähige, stabile Version von Gramps (V.2.2.2) für Windows.
    Gramps ist OpenSource und frei erhältlich und weiterverbreitbar.


    Da ich Gramps schon seit geraumer Zeit unter Linux nutze und sehr zufrieden damit bin, habe ich mich entschlossen, das Programm auch auf meiner Windows-Partition zu installieren.


    Da ich selbst erstmal über die Installation gestolpert bin, kurz wie's geht, da vor der Installation von Gramps erstmal ein paar andere Programmpakete heruntergeladen werden müssen. Gramps ist von diesen Programmen abhängig, ohne die lässt es sich nicht installieren.


    Welche, steht hier:
    http://www.gramps-project.org/windows/


    Wichtig ist dabei auch die Reihenfolge, da diese Programme Linux-typisch aufeinander aufbauen.


    Das dickste Paket ist dabei die Programmiersprache Python, mit 10.4 MB, Gramps selbst hat nur 2.5 MB.


    Mein erster Fehler war hier, nur das Gramps-Paket installieren zu wollen, mein zweiter Fehler, zwischen der Installation der Programmpakete im gramps den Rechner nicht neuzustarten. Bin ich von Linux eben nicht gewohnt.


    Beachtet man diese beiden Dinge, ist es kein Problem, zumindest habe ich sowohl meine unter Linux gespeicherten Gramps-Dateien problemlos öffnen können als auch meine Gedcoms.


    Mehr gibt's aber morgen.


    Rossi

  • Hallo


    Gramps ist ein Computerprgramm für Ahnenforschung, lief bisher nur unter Linux / Gnome.
    Es ähnelt bekannten Win-Programmen wie PAF usw.

    mit freundlichem Gruss


    Ulrich Holthausen

  • So, los geht's.
    Als erstes fällt auf, dass Gramps beim ersten Start nach der Installation ewig braucht, bis es geladen ist.
    Danach geht es rasend schnell.
    Und gleich zu Beginn gibt's eine unliebsame Überraschung: obwohl ich bei der Installation die Sprachdateien mitinstalliert habe, ist die Oberfläche bis auf wenige Buttons in Englisch. Das ist bei der Linux-Version nicht so.


    Für mich kein Problem, viele deutsche User wird das jedoch abschrecken.


    Die Oberfläche ist wie von den alten Linux-Versionen gewohnt sehr aufgeräumt und übersichtlich.
    Auf der linken Seite befinden sich Buttons für Leute, Beziehungen, Orte, Quellen und so weiter, neu ist ein Button für "Pedigree".
    Oben eine spartanische Menüleiste.


    Das ändert sich jedoch, wenn die erste Datei geladen ist. Für solche Tests verwende ich meine Test-Gedcom-Datei, die etwa 1.000 Personen erhält, darunter einige Doubletten und einige logische Fehler (Mutter vor Kindgeburt bereits verstorben usw.).
    Nachdem die Gedcom-Datei geladen ist, erscheinen auch die gewohnten Buttons zum Erstellen verschiedener Reports (Buch, Verwandtschaftsgrafik, Ahnentafel, Stammbaum, Homepageerstellung etc.) und Tools (Datenbankanalyse, SoundEx-Erstellung, Plausibilitätsprüfung), Notizablage sowie Gedcom-Import und Verschmelzung.


    Jede Menge nützliche Funktionen. Die von Gramps ausgegebenen Ahnentafeln sind sehr ansprechend, jedoch lassen sich auch eigene Vorlagen generieren. Aber auch hier wieder ein Haken: im Gegensatz zur Linux-Version lassen sich die (graphisch übrigens sehr ansprechenden) Bäume nur als Open Document Text (odt), Postscript (ps), SVG und Staroffice Text (swx) ausgeben.


    Nun mal schnell eine Homepage mit Gramps erstellt. Das geht mit wenigen Mausklicks. Dabei lassen sich auch die Daten noch lebender Personen automatisch schützen, ich akzeptiere den Vorschlag des Programms, alle Personen, die vor weniger als 30 Jahren gestorben sind, zu schützen.
    Allerdings stolpert Gramps hier auch über einige von mir eingebaute Fiesheiten:
    - Frank Breig hat 1882 geheiratet, Geburts- und Sterbedatum ist in der Datenbank nicht enthalten. Frank wird automatisch geschützt als noch lebend.
    - Anna Maria Bernauer hingegen wurde 1721 getauft, andere Daten sind auch hier nicht vorhanden. Anna Maria wird richtigerweise nicht geschützt.
    - Weniger lustig ist, dass mein Vetter (nur Name vorhanden, Geburtsdatum lässt sich aber anhand der Daten seiner Eltern schätzen), der sich derzeit bester Gesundheit erfreut, ungeschützt ist.
    Das bedeutet, hier muss man zuerst eine Testseite erstellen und überprüfen, ob der Personenschutz richtig ist. Zum Glück geht das manuell recht einfach.


    Für die Homepage gibt es auch verschiedene Vorlagen von klassisch bis modern. Im Gegensatz zu beispielsweise Php-Gedview besteht die ausgegebene Homepage offenbar ausschliesslich aus html-Code. Die mit der Voreinstellung erstellte Homepage erlaubt es, die Personen in der Datenbank nach Orten, Nachnamensanfangsbuchstaben und Quellen zu sortieren. Einfach, ohne viel Schnickschnack, aber sehr übersichtlich.
    Gramps erstellt für jede Person auf der Homepage auch ein kleines interaktives Pedigree im Profil, das einen nett durch die Datenbank hangeln lässt.


    So weit mein erster Eindruck, der durchaus gemischte Gefühle hinterlässt. Einige Dinge bedürfen durchaus noch einer Verbesserung.


    Mal sehen, ob ich heute abend zu mehr Erkenntnissen komme, wenn ich die Plausibilitätsprüfung und die Gedcom Verschmelzung teste.


    Rossi

  • Hallo Rossi und Ihr Windows-GRAMPS Interessierten,


    ergänzend zu Rossi's Test möchte ich noch hinzufügen, dass eine deutsche Programmoberfläche (über Umwege) möglich ist.


    Es scheint in dieser Beziehung noch einige Probleme zu geben, wie die Mailingliste zeigt: http://sourceforge.net/mailarc…d=30900454&forum_id=48944


    Eine vorübergehende Lösung ist die in o.g. Thread vorgeschlagene Variante[1]. Damit man aber den ganzen Spaß nicht jedesmal eingeben muss, kann man es über eine "Batchdatei" lösen. Ich habe mal eine kleine Textdatei angehängt, mit der Ihr folgendermaßen verfahrt:
    [list=1]
    [*]Speichert sie am besten direkt auf den Desktop.
    [*]Öffnet sie mit einem einfachen Texteditor[2] und schaut, ob die Verzeichnisse mit Eurer Installation übereinstimmen. Wenn nicht, müsst Ihr die Pfade entsprechend anpassen.
    [*]Nun noch die Dateiendung in .bat ändern, fertig.
    [*]Die Datei "gramps.bat" einfach doppelklicken.
    ACHTUNG: Es öffnet sich ein Konsolenfenster, das während der Arbeit mit GRAMPS nicht geschlossen werden darf -- sonst schließt man auch GRAMPS. Das ist nicht schön, aber momentan gehört das leider dazu. ;([/list=1]Da es also nicht nur Einzelfälle sind, bei denen die Umschaltung auf die richtige Sprache nicht funktioniert, müssen die Entwickler da noch 'n bissl basteln, aber ich denke, mit der Batch-Variante kann man vorerst einmal leben.


    Wer die eben genannte Vorgehensweise probieren will, aber mit meiner kurzen Erklärung nicht zurecht kommt, kann entweder hier antworten oder mir eine PN schicken.


    Beste Grüße,
    Dirk.


    [1] In dem Thread steht sie im 4. Beitrag, Autor: Arturas Sleinius
    [2] z.B. der Windows Editor: Start --> Programme --> Zubehör: Editor

    [font='Geneva, Arial, Helvetica, sans-serif']Sachsen: Weßner, Kund, Heyne, Wadewitz, Graichen, Reinsdorf, Nestmann
    Thüringen: Kunze (Eisenberg), Heilmann (Altenburg, Meuselwitz)
    Nord- u. Mittelböhmen: Rosenkranz, Kohlschütter, Wend, Hanuschka, Nestmann, Sláma, Rubaš


    Meine Daten in GEDBAS: http://gedbas.genealogy.net/database/show/4963

    Edited 2 times, last by Dirk Weßner ().

  • Danke, Dirk.
    Statt "PL" muss in der Batchdatei natürlich "DE" für deutsch stehen. Funktioniert übrigens prima.


    So sieht die Batch-Datei dann bei mir aus:
    cd C:\Programme\gramps
    set LANG=DE
    C:\Programme\python\pythonw.exe
    "C:\Programme\gramps\gramps.py"


    Rossi

  • So, weiter geht's.
    Ich bin selbst etwas gehandicapt, da bei der Arbeit einen kleinen Unfall hatte und mir Säure über die Hand geschüttet hatte, deswegen ist das Tippen nicht ganz unproblematisch, aber mausen tut.


    Dank Dirks Hilfe habe ich jetzt die deutsche Benutzeroberfläche.
    Erstmal will ich nach Dubletten in meiner Datenbank suchen.
    Das geht über Werkzeuge -> Datenbankverarbeitung -> finde doppelt vorkommende Personen.
    Zuerst fragt mich Gramps, ob die Ähnlichkeit hoch, mittel oder niedrig sein soll. Weiter bekomme ich angeboten, die SoundEX-Codes zu verwenden.
    Ich wähle hohe Ähnlichkeit und lasse SoundEx aktiviert.
    Angenehm fällt hier auf, dass die Ähnlichkeiten bewertet von 1 (niedrig) bis 5.5 (hoch) sind. Ein Klick auf die rechte Spalte sortiert die Ähnlichkeiten aufsteigend.
    Das Zusammenführen ist einfach: die Zeile mit den vermutlichen doppelt orkommenden Personen markiert, auf "compare" klicken, nachmal schnell in den dann erscheinenden Datenblättern kontrollieren, ob es wirklich Dubletten sind und bestätigen.
    Wermutstropfen:
    Gramps findet Eleonora Schüle nicht. Selbst die Quellenangabe ist in diesen beiden Datensätzen identisch, nur eben der Nachname einmal mit "ü" und einmal mit "ue" geschrieben. Wenig später stelle ich fest, dass ich prizipiell keine Ähnlichkeiten vorgeschlagen bekomme, wenn der Name ein "ü" enthält. Mit allen anderen Umlauten funktioniert es komischerweise.


    SoundEx habe ich in einem zweiten Durchgang abgeschaltet. Haas und Hug/Huck, Saar und Sauer sind Namen, die bei mir oft vorkommen, ich bekomme einfach zu viele (falsche) Ergebnisse zurück.
    Die "niedrige" Ähnlichkeitssuchenstufe erweist sich in meinen Daten als völlig nutzlos.


    -> die Ähnlichkeitssuche ist praktisch, dennoch denke ich, dass man das hätte besser lösen können. Wünschen würde ich mir hier vor allem, dass man die Option hat auszuwählen, welche Daten man in den neu verschmolzenen Datensatz übernehmen will. So muss ich die Person hinterher nochmal manuell editieren und doppelt vorhandene Daten/Quellen aus dem Datensatz löschen.


    Auch eine manuelle Verschmelzung ist möglich und funktioniert analog zur automatischen Suche.


    Rossi

  • Die Plausibilitätsprüfung:
    Als störend fällt hier auf, dass es zumindest in der deutschen Version recht schwierig ist, die Plausibilitätsprüfung überhaupt zu finden. Es gibt zu viele ähnlich klingende Menüeinträge (Datenbankprüfung, Prüfung der Datenbank) die verschiedene Funktionen betreffen.
    Nach längerem Suchen finde ich sie unter Werkzeuge -> Werkzeuge -> Datenbankprüfung.
    Positiv finde ich die vielen manuellen Einstellungsmöglichkeiten. Maximales Alter, maximales und minimales Hochzeitsalter, Altersabstand und so weiter.
    Die Suche ist recht flott, die Egebnisse aber irritieren manchmal etwas.
    Dass der Vater vor der Geburt des Kindes (aber nach dem err. Zeugungstermin) verstorben sein kann, ist durchaus möglich und muss nicht unbedingt ein logischer Fehler sein.
    Dass ich allerdings Kinder, die in ihrem Geburtsjahr gestorben sind, als "vor der Geburt verstorben" angezeigt bekomme, ist reichlich verwirrend.
    Prinzipiell sind das aber Dinge, mit denen ich leben kann.


    Als wesentlich lästiger empfinde ich es, dass man manche der gefundenen Fehler in der Datenbank nur sehr umständlich korrigieren kann. Einzelne Personen kann man in dem Ausgabefenster direkt anklicken und editieren, Familien aber offenbar nicht.
    Im aktuellen Fall habe ich mehrere Personen mit doppelt vorkommenden Eltern. Da muss ich zuerst die Zielperson im Personenfenster auswählen, dann ins Beziehungsfenster gehen und kann da die Familie editieren. Lästig dabei ist, dass ich keines der inzwischen aufgegangenen Fenster minimieren kann.


    Was mir generell mittlerweile auffällt: Langsam bekomme ich den Eindruck, dass im Vergleich zur Vorgänger-Linuxversion beim neuen Gramps einiges verschlimmbessert wurde.
    Das Beziehungs-Fenster hat mir in der alten Version besser gefallen, war intuitiv bedienbar und kinderleicht. Hat beispielsweise eine Weile gedauert, bis ich darauf gekommen bin, dass man auch in das Fenster mit der graphischen Darstellung der Verwandtschaftsbeziehungen gehen kann und von dort mit Doppelklick auf die Linien/Personen Daten editieren bzw. hinzufügen kann.
    Einen Ehegatten hinzuzufügen ist in meinen Augen viel zu kompliziert geworden.
    Ich muss mich von vorneherein entscheiden, ob ich eine neue Person in die Familie hinzufügen möchte oder eine schon existierende. Das sind zwei verschiedene Eingabefenster. Ich meine mich erinnern zu können dass das in der Vorgängerversion eines war, dass ich da einfach sehen konnte, ob ich die Person schon in der Datenbank habe.
    Schade. Graphisch sieht das Programm ansprechender aus als in der Vorgängerversion, hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit definitiv ein Abstieg.
    Bei einigen Funktionen erschliesst sich mir auch noch nicht, was die eigentlich tun und wozu diese gut sind.


    Rossi

  • Ich verwende Gramps (Version 2.2.4) für Linux. Habe ähnliche Erfahrungen gemacht. So z. B. kann ich trotz langem Herumprobieren keine Relationen zwischen Eheleute setzten. Es gibt zwar einen Knopf ("Partner hinzufügen"), dort gelange ich aber nur zu den Kinderverbindungen. Mache ich da etwas falsch?
    Die neue Version kann zwar etwas mehr, die Bedienung ist aber etwas gewöhnungsbedürftig. Ich habe noch nicht einen klare Bedienungsstruktur gefunden!


    Gruß


    Der Freistaedter

  • Ich habe unter Linux inzwischen die Version 2.2.4 wieder entfernt und eine ältere Version installiert.
    Es ist schade, mit der neuen Version wurde einiges "verschlimmbessert". Gramps hat nach wie vor einige Features, die wenige andere Ahnenforschungsprogramme haben, nur die neue Version ist in meinen Augen eine Enttäuschung.


    Rossi

  • Hallo Rossi,


    vielen Dank für den ausführlichen Bericht, es hilft bestimmt vielen bei der Entscheidung, wirklich toll gemacht.
    Ich habe eine Frage zu der html Fähigkeit von GRAMPS. Hast Dur irgendwo eine Site, wo ich mal die Datenschutzqualitäten testen kann ? D.h. eine Site die ich mal kompromittieren kann ?

    Gruß
    Michael Lauffs
    Aachen, Eschweiler, Stolberg
    ICQ# 48430007
    www.Lauffs.de

    Man sollte eine Dummheit nicht zweimal machen, es gibt doch so viele davon.

  • Ich hatte ein Teil meiner eigenen Daten mit Gramps online gestellt, habe sie aber inziwschen wieder heruntergenommen.
    Stelle das aber demnächst nochmal online, ic beabsichtige nach wie vor, meine HP mit Gramps zu erstellen (Gedview ist mir einfach zu kompliziert, steige da nicht wirklich durch).


    @Freistaedter: das geht, ist aber im Gegensatz zur Vorversion ziemlich verwirrend:
    Du wählst die Person aus, zu der du einen Ehepartner hinzufügen willst und gehst dann ins Beziehungsfenster. Dann auf das "+"-Zeichen bei "Familie". Damit gründest du eine neue Familie, bestehend aus Vater und Mutter, heisst, zu deiner Zielperson wählst du entweder die andere aus einer Liste aus oder fügst sie neu hinzu.


    Gruß, Rossi

  • Lieber Rossi,


    auf die einfachsten Dinge kommt man selten! Ich habe nach deinem Vorschlag meine GRAMPS wieder downgedatet auf Version 2.0.X.X und kann wieder flott arbeiten. Ich bin nämlich gerade dabei aus etwa 25.000 dBase-Files mit Personendaten Famileinverknüpfungen in GRAMPS zu erstellen. Das wäre mit der neuen Version schon etwas nervig.


    Vielen Dank


    Der Freistaedter

  • Quote

    Originally posted by Michael Lauffs
    Ich habe eine Frage zu der html Fähigkeit von GRAMPS. Hast Dur irgendwo eine Site, wo ich mal die Datenschutzqualitäten testen kann ? D.h. eine Site die ich mal kompromittieren kann ?


    Da:
    http://genealogy.maleri.de/
    Habe ich gerade mit einem Testfile erstellt. Das Template, das ich ausgewählt habe, nennt sich "antik".
    Schau' aber bitte nicht zu sehr auf die Datensätze, da sind einige Dinge falsch/doppelt und einige sehen grauslig aus. Habe mir nicht wirklich die Mühe gemacht das manuell nachzuarbeiten.
    Kann noch ein bisschen dauern, bis der Upload komplett ist, das meiste dürfte aber schon drauf sein.
    Da kannst du machen, was du willst, da sind sonst auch keine wirklich relevanten Daten drauf, schiess' mir nur bitte nicht gleich den ganzen Server ab.


    Rossi

  • Hallo die Runde,
    neugierig geworden habe ich mir heute die Installationsdateien heruntergeladen und versucht zu installieren - schon bei der zweiten bekomme ich eine Fehlermldung:


    D:\Gramps\GTK-DE~1.EXE
    Die NTVDM-CPU hat einen ungültigen Befehl entdeckt.
    CS: 0f7f IP: 01b5 OP: 63 29 20 4f 70
    Klicken Sie auf "Schließen", um die Anwendung zu beenden.


    Schade für den Versuch.
    Da auch Kaufversionen von anderen Programmen nicht lauffähig sind (XP) ist es bei einer Probeversion nur vertane Zeit. Der Kunde testet es schon aus ...

  • Mahlzeit!


    GRAMPS besteht nur aus einer Installationsdatei, die anderen sind die Grundvoraussetzungen für die Lauffähigkeit von GRAMPS unter Windows.


    Was sich bei Dir nicht installieren lässt ist GTK, GRAMPS hat damit nix zu tun. Woran das liegt, kann ich Dir auch nicht sagen, aber Windows ist 'ne eigene Welt, die von Microsoft streng gehütet wird. (Linux-) OpenSource-Programmierern werden -- wenn überhaupt -- Informationen nur stückchenweise zur Verfügung gestellt, wodurch dann genau solche Probleme entstehen. Vielleicht wendest Du Dich mal an die GRAMPS-Entwickler und teilst Dein Problem mit? Möglicherweise gab es bei anderen Windows Anwendern das gleiche Problem und es ist mittlerweile gelöst?


    GRAMPS ist ja von Haus aus ein Linux-Programm. Es wurde für die Desktop-Umgebung GNOME geschrieben und diese baut auf dem GTK (GIMP-Toolkit) auf. Mit GTK werden grafische Benutzeroberflächen erstellt, es ist daher (soweit ich weiß) bei den meisten Linux-Distributionen standardmäßig dabei bzw. kann einfach nachinstalliert werden.


    Microsoft Windows funktioniert hingegen völlig anders, Linux-Programme lassen sich daher nicht ohne weiteres unter Win betreiben. Sie müssen für Windows übersetzt werden, zudem benötigt man dafür noch bestimmte weitere Voraussetzungen, meist für Windows übersetzte Linux-Komponenten. Im Falle von GRAMPS ist das eben GTK.



    Und zum Schluss an alle:


    GRAMPS ist derzeit das einzige funktionierende Genealogie-Programm speziell für Linux, es ist OpenSource und die Entwickler opfern ihre Freizeit dafür! Es gibt keine angeheuerten Alpha- und Betatester wie in den Firmen, die kommerzielle Pendants herstellen. Sie sind auf Rückmeldungen der Nutzer angewiesen, um Fehler aufzuspüren oder die Funktionalität zu verbessern. "Der Kunde testet es aus..." ist einer der Bestandteile der OpenSource-Bewegung.


    Um eines möchte ich daher alle Tester unbedingt bitten:
    Probiert das Programm nicht einfach nur aus und gebt hier lediglich einen negativen Kommentar dazu ab, wenn's nicht funktioniert. Wendet Euch an das GRAMPS-Entwickler-Team über die Mailinglisten, die auf der Projekt-Seite unter http://sourceforge.net/mail/?group_id=25770 zu finden sind und teilt Euer Problem, Eure Negativ-Erfahrung oder Wünsche mit. Nur dann kann sich daran auch etwas verbessern!


    Beste Grüße,
    Dirk



    PS: Wer GRAMPS unter Windows nicht zum laufen bekommt, trotzdem neugierig darauf ist, der kann sich die "Linux Genealogy Desktop CD 2.0" von dieser Seite herunterladen: http://www.gramps-project.org/…E_id=19&MMN_position=33:9. Davon eine CD brennen und den Rechner mit dieser CD neu starten. Es wird nichts auf dem Rechner installiert oder verändert!

    [font='Geneva, Arial, Helvetica, sans-serif']Sachsen: Weßner, Kund, Heyne, Wadewitz, Graichen, Reinsdorf, Nestmann
    Thüringen: Kunze (Eisenberg), Heilmann (Altenburg, Meuselwitz)
    Nord- u. Mittelböhmen: Rosenkranz, Kohlschütter, Wend, Hanuschka, Nestmann, Sláma, Rubaš


    Meine Daten in GEDBAS: http://gedbas.genealogy.net/database/show/4963

  • Nebenbeibemerkt, inzwischen gibt es Version 2.2.6 von gramps. Ich habe es mir auch unter Windows installiert und es läuft problemlos. Die anderen programme wie GTK etc. musste ich für das Update nicht neu installieren.


    Ist mir bisher nicht aufgefallen, ob das in der Vorversion schon so war, aber inzwischen kann ich beispielsweise meine Dateien für die Homepage als html, php, php3, cgi und in einigen anderen Formaten erstellen lassen.


    Mittlerweile habe ich mich auch an die andere (im Vergleich zu den Vorversionen) Bedienung gewöhnt und komme sehr gut damit klar.
    Alle Features habe ich allerdings noch längst nicht ausprobiert (Medieneinbindung, Buchreports, graphische Reports).


    "Killerargument" ist für mich persönlich die Verschmelzungsfunktion von Gramps, das brauche ich recht häufig und sowas bietet abgesehen von Ages meines Wissens kein anderes Ahnenforschungsprogramm. Allerdings ist hier nach dem Verschmelzen immernoch viel Handarbeit nötig.


    Ich habe mal eine meiner Gedcom-Dateien online gestellt (http://genealogy.maleri.de/). Dabei habe ich eines der Standard-Templates von Gramps verwendet und die Dateien als html ausgeben lassen.
    Edit: die Gedcom-Datei habe ich mittlerweile wieder vom Server genommen, mittlerweile aber auf meiner Homepage mehrere mit Gramps erstellte php-Ahnentafeln in mein Joomla-CMS eingebaut.


    Ein nettes Spielzeug ist die Statistikausgabe, die sagt mir, mit welchem Alter die meisten meiner Ahnen geheiratet haben, wieviele Kinder sie hatten etc.


    Rossi