Fußartillerie-Regiment 124 ?

  • Hallo zusammen.
    Ich suche Information über das Fußartillerie-Regiment 124.
    Laut Kopie der Wehrstammkarte meines Großvaters, hat er dort seinen
    Wehrdienst vom 1.5.1915 - 1918 als Kolonnenfahrer verbracht.
    Gruß Frank

  • Stimmt die Regiments-Nummer? Wenn man der 1926 vom Deutschen Offizier-Bund herausgegebenen „Ehren-Rangliste des ehemaligen Deutschen Heeres 1914 – 1918“ folgen will, dann gab es im Ersten Weltkrieg lediglich 22 Fußartillerie-Regimenter (was mir recht wenig erscheint, doch mögen im Laufe des Krieges weitere hinzugekommen sein).


    Freundliche Grüße vom Rhein

  • Hallo Joachim,


    warum erscheinen Dir 22 Fußartillerieregimenter wenig?


    Der Schein trügt hier, bei diesen Einheiten handelte es sich um die schwere Artillerie der Korpstruppen. Die Numerierung der Einheiten muß auch nicht fortlaufend vorhanden sein. Sofern es ein FußArtRgt 124 gab, muß es deshalb nicht zwingend 124 solcher Regimenter gegeben haben. Neben den Regimentsnummern aus der Friedenszeit wurden auch gleiche Nummern an Reserveregimenter vergeben (z.B. FußArtRgt 20 und ResFußArtRgt 20). Ich selbst habe jedoch noch keine Regimentsnummer über 20 gefunden.


    Es hatten auch nicht alle Korps über Fußartillerie verfügt und bei manchen waren nur einzelne Bataillone zugeteilt. Bei diesen Bataillonen wurden abweichend von der üblichen Numerierungen auch Nummern jenseits der 20 vergeben. Was darauf schließen läßt, daß es sich hier um selbstständige Bataillone gehandelt hatte. Leide habe ich auch dort noch keine Einheit mit einer Kennung über 22 gefunden.


    Frank schreibt, daß sein Großvater Kolonnenfahrer war. Diese Fahrer hatten nichts mit den Geschützen selbst zu tun, sondern mit dem Munitionstransport und gehörten zu den Artillerie-Munitions-Kolonnen, welche auch eine eigene Numerierung besaßen. Leider habe ich nur von Württemberg Angaben zu diesen Kolonnen, dort wird z.B. eine ArtMunKolonne 166 angeführt. Es ist deshalb vorstellbar, daß der Großvater einer Kolonne 124 angehörte, welche einem FußArtRgt fest zugeordnet war.


    Es wäre in diesem Zusammenhang auch interessant, in welcher Heimatregion der Großvater gelebt hatte, man könnte dann in der Friedensgliederung nach einem passenden FußArtRgt suchen. Da der Großvater bereits ab Mai 1915 in dieser Einheit war, glaube ich nicht so recht, daß zu diesem Zeitpunkt ein neues FußArtRgt aufgestellt worden war.


    Gruß
    Reinhard
    :computer:

  • Hallo zusammen.
    Folgende Informationen habe ich noch. Anhand eines Fotos meines Großvaters wurde mir mitgeteilt, das er …
    a) ein Angehöriger des Pommerschen Pionier-Bataillons Nr. 2, Standort Altdamm / Stettin.
    b) ein Angehöriger des Pommerschen Train-Abteilung Nr. 2, Standort Altdamm / Stettin.
    … sei.
    Geboren ist mein Großvater am 31.3.1895 in Schmillinghausen.
    Heute Kreis Waldeck-Frankenberg, ca. 50 km westlich von Kassel.
    Gruß
    Frank

  • Fußartillerie- Regimenter:


    - Am 02.August aufgestellt: 1.G (III. 15.09.16), 2.G (III. 30.12.16), 1 (IV. 04.08.16), 2 (III. 14.08.16; IV. 02.07.17), 3 (III. 15.01.17), 4 (I.-III.), 5 (III. 01.06.15), 6 (I.-III.), 7 (IV. 24.09.17), 8 (III. 26.01.16), 9 (I.-III.), 10 (III. 15.01.17), 11 (III. 15.01.17), 12 (IV. 21.09.16), 13 (III. 22.07.16; IV. 28.08.16), 14 (III. 03.11.15; IV. 15.01.17), 15 (III. 30.12.16), 16 (III. 15.09.17), 17 (III. 19.07.18), 18 (IV. 09.11.15), 19 (III. 01.06.15), 20 (III. 15.01.17); 1.b. (III.03.03.15), 2.b. (III. 17.09.16), 3.b. (nur I.und II.).
    - Im Jahr 1916 aufgestellt: 21 (I. 28.11.16; II. und III. 15.01.17), 22 (I. 28.11.16; II. und III. 15.01.17), 23 (I. 28.11.16; II. und III. 15.01.17); 4.b. (I. und II. 27.12.16).
    - Im Jahr 1917 aufgestellt: 3.G (I.-IV. 12.12.17), 24 (I.-II. 19.12.17), 25 (I.-III. 15.01.17), 26 (I.-III. 15.01.17), 27 (I.-III. 15.01.17), 28 (I.-III. 15.01.17).
    - Am 11.Mai 1918 aufgestellt: 5.b. (I.-II.), 6.b. (I.-II.).


    http://www.agw14-18.de/formgesch/formatio_allgemein.html



    Jo Alois

  • Hallo Frank,


    mit Deinem letzten Beitrag kommt doch etwas Licht in die Sache.


    Das Pommersche Pionierbataillon Nr. 2 (Stettin) und die Pommersche Trainabteilung Nr.2 (Altdamm) gehörten zum II. Armeekorps/Stettin. Bei diesem Korps befanden sich auch das FußArtRgt von Hindersin (1.Pommersche) Nr. 2 in Swinemünde-Emden und das 2. Pommersche FußArtRgt Nr. 15 in Bromberg-Graudenz.


    Auf dem Photo des Großvaters sind bei der Uniform die eindeutigen Merkmale der Trainabteilung 2 aus Altdamm zu erkennen. Am Rock trugen diese hellblaue Aufschläge, Schulterklappen und Kragen. Auch die waagrechte Anordnung der Knöpfe, das weiße Koppel und der Umstand, daß hier auch Mannschaften einen Säbel trugen passen. Die fraglichen Pioniere und Artilleristen hatten eine deutlich andere Uniform.

    Auf Grund der vorhandenen Daten gehe ich davon aus er bereits bei der Mobilmachung aktiver Soldat war. Vermutlich hatte er zu seinem 18. Geburtstages bereits im Raum Stettin gelebt und wurde Ende 1913 eingezogen.


    Ich habe nun auch die Gliederung des II. Armeekorps während des Krieges durchgesehen, leider ohne Erfolg. Mit dem Beitrag von Alois werden meine Ausführungen nochmals bestätigt. Wie wir dort sehen, endet auch dort die Numerierung bei 28 und die Bataillone werden in römischen Zahlen dargestellt.


    In der Tat sprechen die Eintragungen in der Wehrstammkarte eine andere Sprache und geben hier ein Rätsel auf. Unabhängig von dieser Stammkarte sei aber gesagt, daß sich auch bei Personalunterlagen Fehler durch die Sachbearbeiter einschleichen können.


    Ich möchte nun nicht penetrant eine Richtung vertreten, dennoch würde ich mich einmal mit den FußArtRegimenter Nr. 2, Nr. 15, MunKolonnen und der Trainabteilung Nr. 2 beschäftigen. Selbst wenn hier ein neues Regiment gebildet wurde, spielten diese Einheiten eine wesentliche Rolle. Keine Einheit ist in so kurzer Zeit aus dem Nichts entstanden.


    Ist denn auf dem Photo irgendwo ein Datum zu finden? Eventuell ließe sich so etwas weiterkommen.


    Gruß
    Reinhard
    :computer:

  • Hallo zusammen.
    Ich habe mir noch mal die Fotos meines Großvaters angeschaut. Leider ist nirgends ein Vermerk darauf.
    In der Wehrstammkarte steht unter „Vorgeschichte“ der Eintrag „1917 Typhus“.
    Da er zur dieser Zeit noch seinen Wehrdienst ableistete, wird er wahrscheinlich in einem Lazarett gewesen sein.
    Ich habe nun noch eine Anfrage beim Krankenbuchlager in Berlin gestellt. Die Antwort wird wahrscheinlich etwas
    dauern, aber vielleicht Licht in das Dunkel bringen.
    Anbei noch ein Foto mit Großvater auf Pferd.
    Schon mal danke für Eure Beteiligung.
    Gruß
    Frank

  • Hallo Frank,


    Typhus war sicherlich schlecht für den Großvater, aber gut für Recherchen.
    Melde Dich wieder, wenn etwas aus Berlin gekommen ist, das rätselhafte FußArtRgt 124 würde mich auch interessieren.


    Viel Erfolg
    Reinhard



    Nachtrag: Nachstehendes Buch habe ich bei ZVAB.com gesehen:


    Droege, Joseph
    Zu-gleich. Geschichte der Fußartillerie-Batterie 481 der späteren 1. Batterie Fußartillerie-Bataillon 65. Im Auftrage der Kameraden nach amtlichen und privaten Kriegstagebüchern und Aufzeichnungen bearbeitet
    Oldenburg, Stalling 1938


    Die Bezeichnung der Batterie und des Bataillons decken sich mit meinen Vermutungen.

  • Hallo ihr lieben.
    Habe den Beitrag von Frank gelesen und hoffe das ihr mir auch helfen könnt.
    Mein Großvater Heinrich Ulrich geb. 16.03.1898 in Hamburg, diente einer alten Gerichtsakte nach im 1. Weltkrieg. Meine Daten dazu sind jedoch sehr dürftig. Weiß nur, daß er beim Inf. Reg. 464 war und er 1917 in Arras ( Frankreich ) verschüttet wurde ( hat er aber überlebt ).
    Wann er in die Armee eingetreten ist weiß ich nicht. Vermerkt ist dort nur, daß er am 05.06.1917 in englische Kriegsgefangenschaft geriet und erst am 22.10.1919 wieder nach hause durfte. Habe zwar bei Google und Yahoo gesucht, aber über das Inf. Reg. 464 kann ich beim besten willen nichts finden. Vieleicht kann mir ja einer von Euch einen Tip geben.
    Vielen Dank im Vorraus.
    Gruß, Uwe.

  • Hallo Reinhard.
    Danke dir tausend mal für deine Info. Hätte ich alleine wohl nie gefunden. Habe dort schon mal reingeschaut. Muß man aber wohl richtig studieren. Ist jedenfalls `ne riesen Menge an Material das für mich wichtig sein könnte.
    Weißt du auch zufällig, ob man irgendwo die Namen der Menschen erfahren kann, die in diesem Regiment gedient haben oder ob es ein Amt gibt bei dem man nachfragen kann?
    Nochmals recht vielen dank.
    Gruß, Uwe. :banana:

  • Hallo Uwe,


    die Frage läßt sich leider nicht so aus dem Stand beantworten. Die meisten Stammrollen der preußischen Armee waren bei einem Bombenangriff im II. Weltkrieg verbrannt. Dennoch könnte man einmal im Bundesarchiv in Freiburg anfragen. Die Bestandsübersicht und Adresse zu diesem Archiv findest Du im nachstehenden Link:


    http://www.bundesarchiv.de/auf…tion/dienstorte/freiburg/


    Viel Spaß und Erfolg
    Reinhard
    :computer:

  • Hallo Reinhard.
    Vielen dank für deine schnelle Antwort.
    Wüßte überhaupt nicht an wen ich mich
    bei sowas hinzuwenden hätte. Ist halt doof
    wenn man im ganzen Freundes, Bekannten
    und Verwandtenkreis niemanden hat, der sich
    auch mit Ahnenforschung beschäftigt. Bin echt
    froh, dieses Forum gefunden zu haben.
    Werde mal sehen, ob die dort etwas über
    meinen Großvater archiviert haben. Werde es
    dich bei gelegenheit wissen lasse.
    Bist echt :angel:
    Viele Grüße, Uwe

  • Hallo Reinhard.
    Hatte dir ja versprochen dich auf den Laufenden zu halten.
    Habe heute eine E-mail vom Bundesarchiv Freiburg bekommen.
    Leider ( wie schon so oft in letzter Zeit ) negativ.
    Hier die Kopie meiner E-Mail:


    Sehr geehrter Herr Schmidt,


    leider muss ich auf Ihre o. a. Anfrage mitteilen, dass im Militärarchiv
    keine Akten über Personen und ihre Militärdienstzeiten aus dem 1. Weltkrieg
    und davor überliefert sind. Alle Stammrollen und sonstigen Karteimittel der
    ehemaligen Preußischen Armee sind bei einem Luftangriff der alliierten
    Truppen auf Potsdam im Jahre 1945 im Heeresarchiv verbrannt.
    Nur Aktensplitter sind erhalten geblieben und ins Archiv gelangt.
    Es ist grundsätzlich nicht zu erwarten, dass die hier überlieferten
    sachbezogenen Schriftgutreste der Preußischen Armee Informationen über den individuellen Lebensweg ehemaliger Soldaten enthalten.


    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag


    Tja, es sollte halt nicht sein. ;(
    Viele Grüße, Uwe.

  • Hallo Uwe,


    es tut mir leid, daß ich mit den Stammrollen Recht behielt und so gut wie nichts mehr vorhanden ist. Ich würde mich an Deiner Stelle mehr mit der Geschichte des InfRgt 464, 238. InfDiv und dem IX. Armeekorps beschäftigen, da läßt sich dann der Weg des Großvaters rekonstruieren.


    Ich hatte auf diese Weise auch zu meinem Urgroßvater im Krieg 1870/71 recherchiert.


    Schau Dir auch noch einmal den Link zum I. Weltkrieg an. Wie Du dort sehen kannst, wurde im November 1916 das 464. InfRgt im Lockstedter Lager bei Hamburg aufgestellt. Dein Großvater hatte im März seinen 18. Geburtstag und wurde dann auch gleich in eines der auf Seite 1 aufgeführten Ersatzbataillone eingezogen (vermutlich im Juli). An Hand der Standorte dieser Ersatzbataillone läßt sich eventuell auch schon die fragliche spätere Kompanie im Regiment des Großvaters eingrenzen. Auf dieser Seite wird auch von 115 Rekruten berichtet, welche bei der Aufstellung des Regiments zukommandiert wurden: Hier war auch Dein Großvater dabei!


    Ab der Seite 5 wird es dann erst richtig interessant: 8-)


    Quote


    12.04.1917
    Inf.Regt.464: Bahntransport des Regiments vom Lockstedter Lager über Hamburg, Uelzen (hier erster Aufenthalt zum Verpflegungsempfang), Hannover, Hannoversch-Münden, Kassel, Limburg an der Lahn, Koblenz, Trier, Luxemburg, Sedan, Charleville, Givet, Namur, Le Cateau, bis zu den Ausladebahnhöfen Bertry und Caudry.


    Auf den restlichen Seiten findest Du dann auch den weiteren Verlauf der Ereignisse. Mit diesen Angaben läßt sich in diesem Fall jedenfalls mehr herauslesen, als dies mit den wenigen Angaben aus der Stammrolle möglich gewesen wäre. Du kannst ja noch Ausschau nach antiquarischen Sachbüchern zum IX. Armeekorps und der 238. Division halten. Bücher zu diesem Thema wurden meist in den Zwanzigerjahren verfaßt. Die Kreis- und Stadtarchive in Flensburg und Hamburg sind da sicherlich eine ergiebige Quelle. Hier könnten eventuell auch noch Aushebungs- oder Rekrutierungslisten zu finden sein.


    Also nicht den Mut verlieren und einfach beharrlich weitersuchen. :]


    Reinhard
    :computer:

  • Hallo Reinhard.
    Habe mir selbstverständlich die ganzen Seiten schon ausgedruckt und auch gelesen. Das Problem besteht aber darin, das es vom Inf.Reg.464 mehrere Abteilungen gab. Wüßte ich bei welcher mein Opa war, könnte ich seinen Weg besser verfolgen. Trotzdem weiß ich schon jetzt weit aus mehr als zuvor. =)
    Aber eventuell kannst du mir ja auch noch sagen, ob es in England eine Stelle gibt, wo ich über seine Gefangenschaft etwas erfahren kann. Vieleicht wurde darüber ja etwas schriftlich festgehalten.
    Vielen dank noch mal und die besten Grüße, Uwe.

  • Hallo Uwe,


    die von Dir bezeichneten Abteilungen heißen Kompanien. Ein Regiment hatte drei Bataillone, die mit römischen Ziffern bezeichnet wurden (z.B. III. Bataillon). Ein Bataillon hatte 4 Kompanien, welche aber im Regiment durchnummeriert wurden. So war die 6. Kompanie im II. Bataillon des Regiments.


    Die Ersatzbataillone waren für den Personalersatz (Grundausbildung etc.) einer ganz bestimmten Einheit zuständig und verblieben meist an dem ursprünglichen Friedensstandort des aktiven Regiments. Die Rekrutierung erfolgte aus dem Umland des Standortes. Lebte der Urgroßvater in Flensburg, so wurde er auch in ein Ersatzbataillon an diesem Standort eingezogen, alle andere Ersatzbataillone scheiden somit aus.


    Soweit ich Deinen Angaben entnehmen kann, war der militärische Werdegang des Großvaters bereits nach knapp zwei Monaten beendet. Da kann man nur sagen, daß im da eine Menge erspart geblieben ist. Ich brauche hier nicht noch näher erläutern, daß der Blutzoll in diesen Kämpfen gewaltig war. Wie der Buchtitel „Im Westen nichts Neues“ lesen sich dann auch die Eintragungen zum Juni 1917 in der Chronik des Links: „Stellungskämpfe in Flandern und Artois.“ Wenn Du nachempfinden möchtest, was Dein Großvater erlebt hatte, kann ich Dir dieses Buch von Remarque nur empfehlen.


    Du schreibst, daß der Großvater verschüttet war, das könnte auch zur Folge gehabt haben, daß er dabei verletzt wurde und eine kurze Zeit im Lazarett war. Ich würde da auch einmal im Krankenbuchlager anfragen. Henry hat da unter nachstehendem Link Einzelheiten angeführt: Unterlagen aus dem ersten Weltkrieg und danach


    Zu den Kriegsgefangenen im Ersten Weltkrieg in Großbritannien habe ich noch keine näheren Erkenntnisse. Ich würde mich da aber einmal an die Ausführungen von Michaela aus einem weiteren Link anhängen:


    Wie suche ich in Großbritanien ?


    Schöne Feiertage
    Reinhard
    :computer:

  • Hallo Reinhard.
    Nochmals vielen dank für deine Hilfe. Was mir nicht so ganz einleuchtet sind z.B. folgende Daten:
    Da gibt es Ersatztruppenteile des IX.Armeek.:
    Stab/I.Batl./Inf.Reg.464 und 1.Komp./Inf.Reg.464. / 2.Komp./Inf.Reg.464 usw. 1.Maschinengewehr
    2.Maschinengewehr. Geht als so weiter. Genauso ist es dann bei den einzelnen Kämpfen und Schlachten. Wenn ich herausbekommen würde das er z.B. beim 1.Maschgew.Komp./Inf.Reg.464 gewesen wäre, könnte ich auch nachvollziehen das er an diesem oder jenen Tag an dieser oder jenen Schlacht teilgenommen hat. Aber so weiß ich ja nur, das er beim Inf.Reg.464 war.
    Mit dem Lazaret wird es wohl nichts werden, denn in der Gerichtsakte steht zwar, daß er aussagt, er wäre verschüttet gewesen, dies aber nicht beweisen kann, da es darüber keinerlei Nachweise gibt ( es ging damals um eine beantragte Rente die er dann aber nicht bekam ).
    Im Westen nichts neues, kann ich auch nur jeden empfehlen. Habe ich sowohl als Buch, als auch als Film ( neue und alte Version ). Außerdem besitze ich etliche Dok.Film über 1. u. 2. Weltkrieg. Dennoch ist es etwas anderes, wenn man weiß, hier oder da hat mein Vater/Opa dies oder das erlebt. Aufgeben werde ich natürlich nicht, zumal ich gerade über diesen Opa schon sehr viele daten aus seinem Leben sammeln konnte und er der best erforschte meiner Ahnen ist. :D
    Viele Grüße und ein gesegnetes Weihnachtsfest. Uwe.

  • Hallo Frank,


    bei Recherchen zu einer anderen Sache bin ich auf eine umfangreiche Liste der deutschen Truppen in der Zeit von 1914-16 gestoßen, in der auch alle Regimenter der Fußartillerie aufgeführt werden. Nachstehend eine Zusammenfassung zu diesen Regimentern:


    Bis zur Mobilmachung existierten zunächst die FußArt-Regimenter 1-20. Mit der Mobilmachung wurden dann die Reserve FußArt-Regimenter mit gleicher Numerierung aktiviert. Ab 1916 wurden dann noch die Regimenter 21-26 und die Regimenter 101-125 sowie 203-225 aufgestellt.


    In dieser Liste werden neben dem Aufstellungsjahr 1917 zum Regiment 124 jedoch keine weiteren Angaben mehr gemacht.


    Ich würde mich hier einmal an das Bundesarchiv in Freiburg oder an das Armeemuseum in Raststatt wenden.


    Viel Spaß und Erfolg
    Reinhard
    :computer:

  • Hallo Reinhard,


    da Du gerade die Aufstellung gefunden hast, hier auch eine Frage von mir.
    In der Krankenakte meines Urgroßvaters ist 1917 vermerkt:
    Fußartl. Bat. 70, 2 Battr., 5. Armee


    Läßt sich aus diesen Daten das Regiment ableiten?


    Kann man in dem Buch von Remarque auch zu einigen Bataillonen Einzelheiten finden?
    Mein Urgroßvater wurde nahe Pierrepont durch einen Granatsplitter verletzt als er sein scheuendes Pferd halten wollte.


    Andrea


    PS: zum Glück gibt es hier Männer, die sich schon immer für diese Kriegsereignisse interessiert haben, mir fällt es nämlich ziemlich schwer, die einzelnen Begriffe, wie z.B. Kompanie, Regiment, Bataillon usw. auseinander zu halten.