• Hallo,


    hier ein paar neue Infos, die über die Sachsen-Liste kamen :



    Gruß
    Michi

  • Zitat aus der BaWue-Liste:



    Ob es sinnvoll ist, evtl. Regressforderungen hinzuschicken, bezweifle ich jedoch. Besser ist von vornherein die Altpapiersammlung.

  • Aus einer Mailingliste:



    Gruß,
    Dieter

  • Hallo Claus,


    mal Anschreiben und sehen, was bzw. wer dahinter steckt ?
    Das die Wappen genauso viel bedeuten wie eine bedruckte Toilettenrolle schreibt er ja selbst nur mit netteren Worten :D


    Gruß
    Michi

  • Hallo,


    man sollte ebay und auch den "Hersteller" wohl mal aufmerksam machen, denn Ärger dürfte vorprogrammiert sein.


    Gruß Marlies

  • Hallo alle zusammen,


    habe die verschiedene Links mal recherchiert und bin zu folgender Ergebnisse gekommen:


    1. Die Adresse in Weinstadt-Schnait ist schon merkwürdig. Entweder gibt es dort keine Firma und es ist lediglich irgendeine Wohnung, oder wird die Post weitergeleitet. Die angegebenen Telefon- bzw. Faxnummern gehören allerdings nicht zu Schnait, wo die Vorwahl 07151 und nicht 066... ist.


    2. Beim Antwortschreiben von den liebenswürdigen Herrn von Aa (Aha!) wird auf einen Verband in Ditzingen verweist. Zu bemerken ist hier, dass einer der grössten Adressenverkäufer in Deutschland auch in Ditzingen sein Hauptsitz hat. Siehe http://www.schober.de/site/index.php?id=78


    3. Die Tatsache, dass Genealogen auch Post von diesem Herrn bekommen, ist - meines Erachtens - der Beweis dafür, dass die Adressen gekauft werden. Würde mich schon interesserien, was für einen Kriterium für Auswahl angewandt wurde. Ich vermute sehr stark, dass es das Alter war, z. B. > 40.


    4. Hier müsste man mal bedenken, dass für jeden Brief, der bei einem Genealogen gelandet ist, circa 1.000 bei Ahnungslose ankamen. Leider kenne ich Leute, die dieses Unwerk gekauft haben, und sehr zufrieden damit waren!


    Wenn die Staatsanwaltschaft tatsächlich Interesse an der Sache hat, könnte der liebe Herr von schon zur Strecke gebracht werden!

  • Hallo,


    danke für Deine Ausführungen.


    Das Problem der Staatsanwaltschaft ist, das der Herr nicht in Deutschland wohnt sondern in Holland und da ist nunmal nicht die Deutsche Staatsanwaltschaft zuständig.
    Der Herr begeht in Holland keine Straftaten und daher wird er dort auch nicht verfolgt. Ein Auslieferungsantrag der Deutschen Staatsanwaltschaft hätte wenig Aussichten da es sich um einen geringfügigen Wirtschaftsbetrug handelt ( er mag zwar in der Gesamtsumme enorm sein aber nicht in den Einzelbeträgen). Somit ist die Deutsche Staatsanwaltschaft machtlos mit Ausnahme, es würde ein Haftbefehl erlassen und der Herr würde Deutsches Gebiet betreten.


    Gruß
    Michi

  • Hmm, ich habe mir das mittlerweile alles mal in Ruhe durchgelesen und frage mich nun - mal abgesehen vom moralischen Standpunkt - was an dem, was dieser Herr von Aa nun treibt, eigentlich rechtswidrig ist.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, behauptet er nirgends, dass derjenige, dem er die Wappen verscherbelt, diese auch führen darf, er behauptet m.E. nichtmal, dass diese Wappen auch echt sind. Und böse gesagt, ist der Begriff "Familienbuch" auch sehr dehnbar.
    Wo liegt also der Haken?


    Ganz nebenbeibemerkt habe ich hier in Südafrika schon desöfteren einen Stand auf Jahrmärkten gesehen, an dem man sich - neben Handlesen mittels eines Computerscanners - sozusagen "Instantwappen" erstellen lassen kann. Das kostet in etwa 5 Euro und dauert keine 5 Minuten. Dazu gibt's eine niedliche Geschichte über die Herkunft der Familie und nett sehen die Dinger auch aus. Die sind auch nicht weniger "echt" als die von Herrn von Aa und kosten wesentlich weniger. :D


    Rossi

  • Hallo Rossi,


    der Herr Aar bietet ein Familienbuch mit Wappen einer Familie an. In seiner Beschreibung behauptet er, er habe jahrelang nach den Informationen gesucht und diese zusammen getragen.
    Der Käufer muß also davon ausgehen, das es sich um den Stammbaum und das Wappen der eigenen Familie handelt.
    Tatsächlich nimmt er die Daten, die bei der Bestellung angegeben sind als Grundlage und sucht dann irgendwelche Namen bei den Mormonen raus, die er verändert ( aus Hermann Müller * 1700, + 1800, wird dann Hermann Meyer da der Käufer Meyer heißt).
    Dann nimmt er ein Wappen, das er aus einem Wappenbuch kopiert und fügt es den Daten hinzu, wobei auch dort der Name und die Wappenbeschreibung auf den Käufer angepasst wird.


    Es kann durchaus passieren, das Du die gleichen Daten und das gleiche Wappen bekommst, wie ich auch nur mit geänderten Namen.


    Auf diese Weise haben dutzende von Personen die gleichen Daten und das gleiche Wappen.
    Es ist richtig, das er nicht behauptet, man düfe das Wappen tragen aber er schließt die Möglichkeit der Eintragung nicht aus und teilt auch nicht mit, dass dieses Wappen ja durch die rechtmäßigen Träger in Benutzung ist.


    Da liegt der Betrug.


    Im übrigen habe ich gestern gelesen, das auch unser Stammwappen ( von Larisch) gefälscht wurde und verkauft ( auch dieses Wappen wird noch rechtmäßig getragen) nur steht leider nicht da, wer der Falscher ist.


    Gruß
    Michi

  • V.a. habe ich mir überlegt, warum die Justiz nichts dagegen tut, mal abgesehen davon, dass der Sitz der Firma nicht in Deutschland ist. In den Niederlanden gibt's doch sicher ähnliche Gesetze wie in Deutschland. Daher ist in mir der Verdacht aufgekeimt, dass sich "Steinadler" eventuell in einer rechtlichen Grauzone aufhält.
    Moralisch gesehen ist das verwerflich, was er tut, darum ging es mir aber nicht.
    Die Frage ist dabei, ob er wirklich dezidiert darauf hinweisen muss, dass eine Eintragung des Wappens ausgeschlossen oder zumindest fraglich ist.
    Ansonsten träte der Betrugsfall meiner Ansicht nach erst auf, wenn einer seiner Käufer das Wappen wirklich führt, das wiederum würde bedeuten, dass der Käufer der Betrüger ist, der Käufer seiner Informationspflicht nicht nachkommt und nicht er.


    Weiter, wenn er wirklich behauptet, er habe "jahrelang nach den Namen/Informationen gesucht", gewährleistet auch diese Behauptung alleine nicht, dass es die richtigen Informationen sind oder er dezidiert nach diesen Informationen gesucht hat. Und um es überspitzt auszudrücken: womöglich hat er wirklich jahrelang bei den Mormonen herumgeklickt.


    Rossi

  • Hallo Rossi,


    1.)
    Er nimmt ein geschütztes Wappen und verändert dies.
    Ein Wappen ist ein Bestandteil einer Urkunde und darf nicht verändert werden.


    2.)
    Er behauptet ganz klar, das es sich bei den Daten um die Daten Deiner Familie handelt.
    Du zahlst also 50 Euros für ein Buch mit Namen und Daten, die nichts mit Deiner Familie zu tun haben.


    3.)
    Es gibt kein Kleingedrucktes, in dem er angibt, das die Daten nichts mit Deiner Familie zu tun haben und er ein bestehendes Wappen verfälscht hat.


    4.)
    Der Herr wohnt zwar in Holland, der Firmensitz ist aber wohl auf den Antillen mit "Briefkastenzweigstellen" in Deutschland.
    Die Straftat wird daher nicht in Holland begangen sondern dort, wo der Firmensitz ist.


    Wo ist da die Grauzone ?


    Gruß
    Michi