• Vor einigen Tagen gab es ja ein späktakuläres Urteil zum europäischen Haftbefehl. (Ihr erinnert euch?).
    Mit diesem müsste der Herr ja, so denn eine Straftat vorliegt, in Deutschland zu verurteilen sein.


    Gruß, Simon

  • Die Nürnberger hängen keinen, sie hätten ihn denn!


    Man muss den Herrn von der Aa erstmal aufspüren. Und ob der europäische Haftbefehl auf den Niederländischen Antillen so viel wert ist, möchte ich bezweifeln. Zumal es hier ja, wenn man den jeweiligen Einzelfall betrachtet, um relativ geringe Beträge geht.

  • Hallo!


    1. Die Niederländischen Antillen gehören ja zu den Niederlanden. Ich weiß es zwar nicht genau, wie das mit dem Haftbefehl ist, aber wenn Reisefreiheit etc. zwischen beiden Gebieten herrscht, müsste ja auch ein Haftbefehl ebenfalls für dort gelten - oder etwa nicht?


    2. Und was die geringen Beträge angeht - m.E. müsste man hier den gesamten Tatbestand behandeln und nicht die kleinen Einzelfälle. Für ein Zivilverfahren (Schadensersatz etc.) wäre dann eine Sammelklage sinnvoll.


    Aber eigentlich müsste es doch hier im Forum auch ein paar Juristen geben, die sich da auskennen?

  • 1. hab' inzwischen nachgeschaut. Die Niederländischen Antillen sind nicht in der EU, auch wenn sie rein formal dem Königreich der Niederlande angehören. Sie sind in Bezug auf ihre inneren Angelegenheiten vollständig autonom, die Niederlande sind nur für Verteidigungs- und Aussenpolitik zuständig.


    2. Das kommt auf das Rechtssystem an. In vielen Staaten gibt es die Sammelklage nicht. Hiesse, jeder Kläger müsste einzeln antreten, dazu ist der Schaden dann womöglich wieder zu gering.
    Mehr dazu wird dir aber sicher ein Jurist sagen können, der sich im internationalen Recht auskennt.


    Rossi

  • Verbraucherzentrale warnt erneut !



    Wer sind die Vorfahren, woher stammt die Familie?


    Diese Frage zu beantworten, verspricht Dr. Wilhelm Aa,
    seines Zeichen Genealoge, vom Steinadler-Verlag.
    Zahlreiche Verbraucher berichten, dass sie diese Werbebriefe des Steinadler-Verlages erhalten haben.


    Eine eigene Chronik des xy-Geschlechtes sei käuflich als Buch zu erwerben, mit Familienwappen dazu, per Vorkasse von „nur 49,95 Euro oder per Nachnahme“.
    Diese Offerten des Steinadler-Verlages sind seit langem bekannt. Alle Angeschriebenen erhalten denselben Serienbrief, die Namen sind beliebig austauschbar. Die vermeintliche Familienchronik enthält nur allgemeine Informationen zum Familiennamen und eine Auflistung von Personen gleichen Namens. Als Chronik einer bestimmten Familie oder für die Ahnenforschung ist dies völlig wertlos..
    Enttäuschte und verärgerte Kunden, Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft, belegen den Nepp. Die Verbraucherschützer empfehlen, die Werbebriefe zu ignorieren und nicht zu bestellen.
    Quelle: Internet

    Wappen-Billet.de
    M.d.WL.
    M.d.MWH.

  • Hallo Ihr,


    heute kam das über die Mailingliste rein, man beachte die neue Firmenbezeichnung:


    Liebe Mailinglistfreunde,
    Heute erhielt ich von einem Freund eine Anfrage, ob ich die Firma
    SGH - Stiftung für Genealogie und Heraldik
    c/o Mühlbergstraße 17
    71384 WEINSTADT
    kenne. In meiner Info vom 21.03.2005 hatte ich schon darauf hingewiesen,
    dass
    sich unter der Adresse
    Steinadler Verlag
    c/o Mühlbergstraße 17
    71384 Weinstadt
    die "Horn GmbH Handelsvertretung" im Ortsteil Schnait als Briefkastenfirma
    verbirgt. Der Herr Wilhelm von der Aa versteht es doch immer, für seine
    wichtigen Ergebnisse der Genealogie und Heraldik eine neue Firma
    einzurichten. Ich
    kann niemanden davor bewahren, sich mit überflüssigen und veralteten
    Adressenverzeichnissen seines Namens gegen hohe Preise (49,- Euro zum
    "Vorzugspreis") zu
    versorgen, aber ganz sicher kann die "Stiftung" keine seriöse Genealogie
    oder
    gar Heraldik erledigen.
    Vielleicht kann ein Listenmitglied auch andere Genealogie-Listen über dieser
    Nachricht informieren.
    Vielen Dank.


    Grüße von Maternus

    "Wissen ist Macht" (Heinrich Barth März 1850)
    Nüscht wissn, macht aba ooch nüscht! (der Berliner)
    Je mehr man weiß, desto weniger weiß man nichts! (Ich)

  • Hallo,


    der Herr Aa ist halt unter dem Namen des Steinadler-Verlags schon bekannt wie ein bunter Hund. Jetzt versucht er die gleiche Masche mit einem "Neuen Namen".
    Dieses Forum und die Mailingliste haben ihm diesen Weg schon wieder ein bischen vermasselt. Bin gespannt, wann der nächste Namenswechsel ansteht.


    Viele Grüße
    Gudrun

  • Hallo,


    für mich ist unverständlich, wie Menschen immer wieder darauf reinfallen können.
    Man braucht sich doch bloss mal fragen, warum eine Firma, ohne Auftrag, ausgerechnet einen Namen erforschen sollte und dann auch noch innerhalb kurzer Zeit, wozu andere Menschen, und das mit Fachwissen, ein Leben lang braucht und sehr viel mehr als 49,-- Euro ausgibt.


    Umsonst ist nicht ein mal der Tod denn der kostet das Leben und jemand, der beruflich einen Familiennamen erforschen würde und das dann auch mit konkreten Nachweisen, würde an die 49,--- Euro noch ein paar Nullen, in der Größenordnung eines Kleinwagens, dranhängen.


    Gruß
    Michi

  • Hallo Michi,


    mir ist das gar nicht so unverständlich, denn ich weiss aus eigener Erfahrung, das bei vielen solche Werbung ankommt und die meisten sind keine Familienforscher--man wollte mir auch schon was GUTES tun und es mir schenken,aber da jeder in meiner Familie weiss, das ich sehr viele Bücher habe,rufen sie wenigstens vorher an und fragen, ob ich es gebrauchen kann. Somit konnte ich in mindestens 4 Fällen den Kauf verhindern.
    Und solange die Bücher gekauft werden wird es immer wieder einen Herrn von derAa geben


    Liebe Grüsse


    Monika

    Dauersuche
    Dargies,Vorrath im Memelland
    Mai,Jüttner aus Waldenburg Schlesien
    Williges,Gund(e)lach aus Helsa,Grossalmerode/Hessen
    Hagemann,Richter, aus Vorpommern
    Fago,Romba aus Lötzen, Jagodnen und Umgebung
    Meyn,Behrmann aus Haseldorf,Haselau,Wedel

  • Hallo Monika,


    Quote

    die meisten sind keine Familienforscher


    Das ist mir schon klar aber wenn ich ein Buch über meine Familie kaufen, wo angeblich mein Stammbaum dargestellt ist, setzt das doch voraus, das die meine Daten, die meiner Eltern, Großeltern, usw. haben und woher sollte eine Firma diese haben ?
    Ich denke da wahrscheinlich zu logisch.


    Viele Grüße
    Michi

  • Hallo Michi,


    Du denkst nicht nur zu logisch, sondern Du kennst Dich auch zu gut aus um von solchen Leuten hinters Licht geführt zu werden.


    Wenn meine Verwandten wissen, dass ich mich mit Genealogie beschäftige, und es kommt einer mit einem solchen Angebot zu ihnen, dann haben sie doch gleich ein schönes Geburtstagsgeschenk für mich (ist glücklicherweise noch nie passiert). Wenn ihnen dann erzählt wird, dass in diesem Buch alles zu diesem Namen aus den Datenbanken dieser Welt zusammengetragen worden ist, und das noch als Einführungsangebot zu einem besonders günstigen Preis (haha, früher 49,95 DM, jetzt 49,95 € :D ), dann sind sie doch im guten Glauben, das Schnäppchen des Jahres gemacht zu haben.


    Das Problem ist doch, dass diejenigen, die keinen Rechner haben oder sich mit Personenstandsdaten nicht auskennen oder noch nie eine Transkription aus einem alten Kirchenbuch gemacht haben (oder alles zusammen) doch oft gar nicht wissen können, woran man sofort die Unseriösität erkennen kann. Und diese Leute erreicht man ja leider auch nicht mit unseren Warnungen. Vielleicht sollte man grundsätzlich allen Geburtstagsgästen prophylaktisch sagen, was sie auf gar keinen Fall schenken sollen...


    Viele Grüße
    Jens

  • Mein Vater hat vor ein paar Tagen ebenfalls dieses "tolle" Angebot bekommen. "Die Chronik des Abele Geschlechts", ein WAPPEN und ein Nachschlagewerk für Genealogen für 54,95 (später 85,- )


    Irgendwie interessieren würde mich schon welcher Schrott da drin steht


    Oben heißt es: "Während meiner Nachforschungen bin ich auf ein prächtiges Familienwappen Abele gestoßen".
    Im kleingedruckten steht: "Das angebotene Wappen ist eine naheliegende Realisierung. erhebt aber nicht den Anspruch auf heraldische Authentizität"



    Beste Stelle des Briefes:


    "Da unsere genealogische Stiftung nicht an der vordergründlichen Gewinnmaximierung interessiert ist..." =)


    Gruß
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    man nehme einfach mal ein paar Daten von den Mormen, die wir ja auch online sehen, bastelt die etwas zusammen, nehme Namen aus Telfonbüchern, füge einfach ein paar willkürliche Daten dazu und fertig ist die Forschung, das Wappen kann man sich ja auch irgendwo ausleihen und setze dann einfach ein anderen Namen darunter.


    Könnten wir eigentlich alle auch machen, wir müßten nur aufpassen, was im Kleingedruckten steht und das wir dort wohnen, wo uns die Justiz nichts kann 8o


    "

    Quote

    Da unsere genealogische Stiftung nicht an der vordergründlichen Gewinnmaximierung interessiert ist..."


    Vielleicht nicht vordergründig über hintergründig auf jeden Fall =)


    Viele Grüße
    Michi

  • Dazu sage ich nur:


    :banana: :banana: :banana: :banana: :banana:




    :harpist: