Namenbildung im 16. und 17. Jhdt.

  • Liebe Familienforscher,


    wer kann mir Hinweise geben, wie die Familiennamen in Sachsen im 16. und 17. Jahrhundert vererbt wurden? Vielfach gab es Zweit- und Drittehen, leibliche Kinder wuchsen bei ihren Stiefeltern auf. Behielten die Kinder den angeborenen Familiennamen?


    Gibt es Literaturhinweise zu diesem Thema?


    Ich freue mich auf eine Antwort.


    Mit freundlichem Gruß aus Dresden


    René

  • Hallo René Gränz,


    nach meinen Erfahrungen, die sich auf den norddeutschen Raum, auch auf meine eigene Familie beziehen, behielten im 16. und 17. Jahrhundert die Kinder ihre angeborenen Familiennamen. Dies dürfte auch in Sachsen der Fall gewesen sein.


    Einschlägige Literaturangaben sind mir nicht bekannt. Da es so einen Kuddelmuddel wie heute (Stichwort 'patchwork families') früher nicht gab, dürfte auch keine Veranlassung bestanden haben, das Thema zu behandeln. Zwar gab es Zweit- und Drittehen, doch kamen diese nicht nach Scheidungen (wie heute), sondern nach dem Tod eines Ehepartners zustande.


    Freundliche Grüße vom Rhein

  • Hallo René,


    ich hab ca. 80 % mieiner Forschung im sächsischen Raum und kann aus meiner Erfahrung nur sagen das in sehr seltenen Fällen der Name verändert wurde.


    Einmal hab ich das der Vater starb die Kinder 1 und 3 Jahre alt waren und dann den Namen des Stiefvaters angenommen haben.


    Lioebe Grüße


    Maik aus Jena

  • Guten Morgen Maik,


    wann erfolgte diese Namensänderung? wirklich im 16. bzw. 17. Jahrhundert?


    Freundliche Grüße vom Rhein

  • Hallo Joachim,


    ja und zwar um 1650.


    Ist das so ungewöhnlich?


    Liebe Grüße


    Maik aus Jena