Fritz Wiesenthal

  • Fritz WIESENTHAL


    Dienstgrad: Leutnant der Reserve


    Todestag: 03.10.1918


    Bestattung: Soldatenfriedhof Mont St. Rémy, Département Ardennes, Frankreich


    Dort sollen laut Angabe des Volksbund auf www.volksbund.de 1918 mehr als 200 Soldaten, die an den Verwundungen in den Kämpfen auf der 15 km entfernten Hügelkette gestorben sind, beigesetzt worden sein. Es waren dort Soldaten aus dem gesamten damaligen Deutschen Reich eingesetzt.


    Da die Deutsche Dienststelle (WASt) sehr wahrscheinlich in Folge von Kriegseinwirkungen keine Unterlagen über die genannte Person hat, bitte ich die Forumsmitglieder um Mithilfe, Fritz Wiesenthals Truppenzugehörigkeit - sofern möglich - zu ermitteln. Selbstverständlich sind auch weitere Hinweise auf seine Person willkommen. Es wird vermutet, dass er aus Polen [Russisch Polen] gebürtig war. Verheiratet war er mit Clara geb. ?, die 1932 gestorben sein soll.


    Ich bedanke mich für entsprechende Mitteilungen!

  • Hallo Willi, als ich deinen Beitrag hier las, zu der Suche nach Fritz Wiesenthal, ging mir etwas durch den Kopf. Vielleicht hat jemand dazu eine Idee oder Einfall. Bei der Durchsicht von Sterberegistern aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, fällt mir des öfteren ins Auge, dass die Standesämter Meldungen von Todesfällen bekommen haben. Diese Meldungen stammen teilweise aus Lazaretten der Siegermächten oder auch durch sogenannte Abwicklungsdienststellen. Da durch den verlorenen Krieg Deutschland verpflichtet wurde den grössten Teil seiner Armeen aufzulösen, wurde diese Auflösung der Einheiten durch diese Dienststellen wahrgenommen. In Bayern war zumindest eine dieser Dienststellen in Würzburg ansässig. Wo diese in den preussischen Ländern sassen weis ich leider nicht. Aber da durch den verlorenen 2. WK die Unterlagen der preussischen Armee vernichtet oder auch verloren gingen, könnte dies vielleicht doch ein Ansatz sein auf diesem Weg zusuchen. Hierzu wäre es gut heraus zufinden wer solche Meldungen aus Frankreich machte. Eine weitere Möglichkeit zumindest die Herkunft heraus zubekommen sind die Bücher der Reihe Erlebnissblätter deutscher Regimenter. Diese Reihe beinhaltet die Biographie der deutschen Regimenter, überwiegend auch mit Verlustlisten dieser während des 1. WK, bis zu deren Auflösungen. Ich wünsche Dir bei deiner Suche viel Erfolg und weiterhin viel Spass hier bei uns im Forum

    viele Grüße
    Ulrich
    suche Volkemer >1720 Pfalz; Elsaß; Lothringen;
    Schmidt in Syrgenstein/Bayern-Schwaben und Lothringen Raum Bitsch > 1720

  • Hallo Willi,


    mein Gedanke ist ähnlich wie der von Ulli.


    Die Frage ist nur ob dir der letzte Wohnort von Fritz W. bekannt ist. Im Stadtarchiv Lüneburg gibt zu Gefallenen des 1. WK einige Akten, z.B. Versorgung zu Hinterbliebenen.


    Noch eine Frage: Der FN Wiesenthal hört sich jüdisch an? Besonders deine Angabe das er aus Polen stammt, verleitet zu der Annahme. Hier kommen einige mit dem FN vor: http://www.yadvashem.org/wps/portal/IY_HON_Welcome


    Sollte es in Frage kommen, gibt es hier eine Seite, über jüdische Soldaten im 1.WK: http://www.kas.de/wf/de/33.12361/ Vielleicht kann man dort einmal anfragen. Leider habe ich noch keine Erfahrung mit der Seite. Die Seite [b]Gedenkbuch des Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (RjF): [/b]ist dir sicher bekannt.



    Viele Grüße Uwe

  • Hallo,



    Wiesenthal gab es auch in Ritschka,Adlergebirge. Es liegt nahe der poln. Grenze zur Grafschaft Glatz. Auf Roman Blümels webseite sind Denkmäler für die Opfer des 1. WK abgebildet. Da findet sich auch Wiesenthal, aber leider kein Fritz. Trotzdem könnte die Spur auch dorthin führen 8)



    Gruß



    Astrid

  • Ich kann die folgende Laufbahn des Leutnants Wiesenthal geben:


    Fritz Wiesenthal
    geb. 27.06.1892 zu Berlin
    Vater: Pensionär


    Laufbahn:
    17.10.1914 als Kriegsfreiw. b. Ersatz Batl. Reserve Infanterie Regiment 35 eingetr. – 31.12.1914 z. Ers. Batl. Garde Füsilier Regiments – 01.04.1915 Offizier Aspirant – 07.09.1915 Unteroffizier – 15.09.1915 zur mobilen Regiment. (6. Komp.)- 27.01.1916 Vizefeldwebel – 26.03.1916 Leuutnant d. Reserve – 15.08.1917 Minenwerfer Offiz. u. Kompanie Führer d. 2. Kompanie – 28.05.1918 Kompanie Führer d. 3. Kompanie – 03.10.1918 b. Mont St. Martin den Heldentod gestorben u. in Bessincourt beerdigt.


    Orden:
    EK1 Ritterkreuz d. Haus Ordens von Hohenzollern mit Schwertern Hamburgischer Hanseaten Kreuz


    Literatur: Magnus von Eberhardt, Offizier Stammliste des Garde Füsilier Regiments von 1826 bis 1918,Verlag von Klasing, Berlin, 1922 Seite 407


    mit freundlichen Grüßen,


    Andy

  • Guten Tag, ich danke allen, die mir Suchtipps gegeben und Angaben zur Person des Fritz Wiesenthal gemacht haben.


    @ Andy:


    Erscheint das Geburtsjahr im zitierten Buch tatsächlich als 1892? Wenn ja, dürfte es sich nicht um "meinen" Fritz handeln, da der Sohn Richard Fritz bereits 1902 geboren wurde.


    @ Uwe:


    Clara geb.Wolfgram, die Witwe des Fritz Wiesenthal, lebte 1928 in Berlin, so dass davon auszugehen ist, dass der letzte Wohnort des Gefallenen Berlin war. Ich werde mich also mal an das Stadtarchiv in Lüneburg wenden.


    Einen schönen Sonntagnachmittag wünscht


    Willi

  • @ Uwe:


    Clara geb.Wolfgram, die Witwe des Fritz Wiesenthal, lebte 1928 in Berlin, so dass davon auszugehen ist, dass der letzte Wohnort des Gefallenen Berlin war. Ich werde mich also mal an das Stadtarchiv in Lüneburg wenden. :thumbsup:

    Na da wird der Stadtarchivar in Lüneburg ein ziemlich dummes Gesicht machen!! :wacko: ?(


    Die Adressbücher in Berlin hast du sicher durchgesehen und dir ist die genaue Adresse bekannt?! Dann würde ich im historischen Einwohnermeldeamt in Berlin einmal anfragen ob die Meldekarte vorhanden ist. ( 10€ pro angefragte Person - Vorkasse - Kosten werden auch fällig wenn sie nichts finden) Antwort kommt ziemlich fix.


    Wenn Fritz verheiratet war und Kinder hatte, ist es gut denkbar das die Witwe für sich und die Kinder eine Hinterbliebenenrente oder ähnliches beantragt hat. Ob es dazu in Berlin noch Akten gibt, die den Krieg überstanden haben ?( Vielleicht hast du mehr Glück als ich und die Meldekarte ist noch vorhanden, mitunter sind dort interressante "Randvermerke" angebracht, mit viel Glück auch eine Nummer die dich direkt zu weiteren Informationen führen!


    Wünsche dir viel Erfolg!!!


    Viele Grüße Uwe