Leiß, Leiss, Leis, Lais usw.

  • Hallo,


    wenn Du ALLES suchst, wirst Du aber sehr beschäftigt sein:


    es gibt das Telefonbuch, (für Lais z.B. über 600 Einträge) jede Menge Datenbanken, die den Namen enthalten, viele Mitstreiter, und ich hab nur nach "Lais" gesucht, da dieser Name ja doch nicht gar so häufig ist wie die anderen Variationen.


    das hier könnte Dir erste Schritte erleichtern:


    http://www.ahnenforschung.org/documents/Leitfaden.pdf



    Gruß Marlies

  • Danke für den Tip, aber ich habe schon einige Aktenordner über verschiedene Leiß usw. die zurückgehen bis ins Jahr 1000. Nun suche ich vorallem übers Internet nach anderen Leiß oder deren Verwandten, die sich mit diesen Namen beschäftigen. Kleine Erfolge habe ich dabei schon erziehlt.
    Gruß
    Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    soeben im Adressbuch von München aus dem Jahr 1835 gefunden:


    Leiß Paul, Bäcker, Amalienstr.41 zu ebener Erde.


    Leiß Joh. Gärtner Fabrikweg 2 zu ebener Erde


    Leiß Martin (Kinder) Gärtner Bachstr. 1 über 1 St.


    Gruß Marlies

  • Hallo Bernhard,


    im Jahr 1638 wanderte ein Hans Leiß, Zimmermann aus Berngries nach Deggendorf ein.


    Quelle: Blätter des Bayr.Landesvereins für Familienkunde


    Gruß Marlies

  • Hallo Bernhard Leiß,
    wie du sehen kannst bin ich auch ein Leiß.
    Ich finde das toll das jemand mal nach den Nachnamen forscht.
    Mein Vater hat das auch mal probiert aber nur herausgefunden das es einige Leiß gibt, viele auf Langeoog.
    Ich habe mir mal die Artikel durchgelesen und bin schlauer geworden. Jetzt weiß ich sogar das es ein Wappen von Leiß gibt. Ich habe auch den Leitfaden einmal kurz durchgestöbbert. Waren manchmal tolle sachen drin.
    8-) :banana: :danke:

  • Hallo Marlies,
    danke für den Tip. Diesen Hans Leiß habe ich auch auf einer Karteikarte stehen. Kann ihn aber nirgends zuordnen, da ich Berngries nicht finde.
    Zu dem zweiten Eintrag (Adressbuch von München aus dem Jahre 1835) hätte ich eine Frage:
    gibt es einen Lorenz Kern? Er wird in meinen Unterlagen als Seilergesell und Herbergsbesitzer in München Vorstadt Au geführt. Er hätte seine "Herberge" 1824 gekauft.


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    wenn Du bei Google Berngries eingibst, wird dieser Ort im Stadtarchiv Ingolstadt genannt, leider lässt mich mein PC "(aus welchen Gründen auch immer nicht auf die Seite : im cache).


    Könnte es sich evtl. auch um Beilngries handeln?


    Unter dem Beruf Seiler lässt sich im Adressbuch München ein Lorenz Kern finden, er wohnte in der Fabrikstr. 12 zu ebener Erde. Herbergen werden als Tafernwirtschaften, welche auch Fremde beherbergen, aufgeführt, aber da finde ich keinen Lorenz Kern.


    Aber ich bin noch längst nicht fertig mit dem Abschreiben des Buches.


    Gruß Marlies

  • Hallo Bernhard,


    auch in der Rubrik: Herbergen der Handwerker ist kein Lorenz Kern zu finden.


    Gruß Marlies

  • Hallo Bernhard,


    die Fabrikstr. gibt es noch in München, ebenso den Stadtteil Au (früher die Vorstadt Au), Du hast vielleicht schon mal etwas von der "AUER DULT" gehört.


    Gruß Marlies

  • Hallo Marlies,
    in meinen Unterlagen steht über die Vorstadt Au und den Herbergen:


    Die Vorstadt Au liegt rechts der Isar, heute eingemeindet. Die St. Anna Vorstadt lag links der Isar, zwischen Altstadt und Isar, heute noch Stadtviertel, das Lehel genannt, von Einheimischen heute noch das "Lechel". Hier bestanden bis zum letzten Krieg, wo fast alles in Feuer aufging, die sogenannten "Herbergen", einfache Häuser und Häuschen, wo oft mehrere, meist ärmliche Leute, Handwerker, Maurer, Besenbinder und Korbflechter haußten, neben und untereinander. Die Häuschen standen neben- und hintereinander. Die Stadtviertel waren früher durchnummeriert, hatten aber keine Strassennamen sondern waren eingeteilt in blaue, rote, später nummerierte Viertel. Solche Herbergen waren Kleinstwohnungen. Lorenz Kern hatte eine Herberge (Kleinstwohnung) in einer Herberge (Häuschen)! Die "Stiegen" waren aussen für die obere Wohnung. "Taverne" = Recht zur Übernachtung und Ausspeisung. "Fletz" = Vorplatz, kleiner Raum vor den Türen. "Kastl" = Kasten, Truhe, Schrank.


    Übrigens auch bei mir funktioniert Google bei Berngries nicht !!
    Da auf meiner Karteikarte von ca. 1900 aber auch Berngries steht muss es wohl stimmen. Vielleicht ergibt sich noch einmal was.

  • Quote

    Original von Bernhard Leiß
    Solche Herbergen waren Kleinstwohnungen. Lorenz Kern hatte eine Herberge (Kleinstwohnung) in einer Herberge (Häuschen)!


    Hallo Bernhard,


    da hab ich nicht richtig geschaltet, :rolleyes: wir haben unterschiedliches gemeint!


    Es stimmt, die Vorstadt Au lag und liegt rechts der Isar, sie ist aber relativ weit entfernt von der Fabrikstr. (Kannst Du auf dem Stadtplan überprüfen: Fabrikstr. und eine (größere heutige) Straße aus der Au wäre z.B. die Ohlmüllertsr., die mehr oder weniger mitten durch die Au geht)


    Das mit den Stiegen stimmt, im Adressbuch 1835 ist bei jeder Adresse angegeben, ob jemand "zu ebener Erde, oder über 1/2/3 Stiegen wohnte.


    Gruß Marlies


    Im Fall Berngries würde ich einmal das Stadtarchiv Ingolstadt anschreiben und nachfragen, es kann ja sein, dass dieser Ort irgendwo eingemeindet wurde.