Snct Avold

  • Kann mir jemand sagen, was Snct Avold heißt?
    ("Musketier Carl aus dem Kahmen, wohnhaft in Mülheim a.d.Ruhr, Standquartier Snct Avold.")


    Danke!


    Gruß, Ursula

    Geburtstage sind gesund.
    Statistiken haben bewiesen, dass Menschen mit den meisten Geburtstagen am längsten leben.

    Larry Lorenzoni

  • Zu der aufgeworfenen Frage kann man nicht einmal Vermutungen anstellen, da nicht gesagt ist, aus welchem Kirchenbuch (Jahrgang) der fragliche Text stammt. MfG

  • Oh, entschuldigt.


    Es handelt sich um einen Auszug aus einer standesamtlichen Heiratsurkunde vom 3.12.1904 aus Mülheim a.d.Ruhr. Der genannte Musketier ist Trauzeuge.


    Ursula

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    Larry Lorenzoni

  • Der Hinweis von Biane auf das Elsaß ist korrekt:


    Das FELDARTILLERIE-REGIMENT Nr. 33 war zwar vornehmlich in der elsässischen Stadt METZ garnisoniert, doch lagen Teile dieses Regiments auch in „St. AVOLD“.


    Eine gewisse Beziehung zwischen diesem Regiment und der Stadt Mülheim an der Ruhr scheint es in der Tat gegeben zu haben, stand doch im Jahre 1894 der aus Mülheim stammende Reserveoffizier Vormann bei diesem Regiment.


    Quelle: Rang- und Quartier-Liste der Königlich Preußischen Armee ... , Berlin 1894, S. 403, 610.


    MfG

  • Quote

    Original von Joachim v. Roy
    Das FELDARTILLERIE-REGIMENT Nr. 33 war zwar vornehmlich in der elsässischen Stadt METZ garnisoniert, doch lagen Teile dieses Regiments auch in „St. AVOLD“.


    Eine gewisse Beziehung zwischen diesem Regiment und der Stadt Mülheim an der Ruhr scheint es in der Tat gegeben zu haben, stand doch im Jahre 1894 der aus Mülheim stammende Reserveoffizier Vormann bei diesem Regiment.


    Dank an Biane und an Joachim.
    Aber da ich rein gar nichts von Militärgeschichte verstehe, verstehe ich auch nicht viel von der Aussage oben. Ist denn der Musketier Carl aus dem Kahmen nun zwangsläufig beim Feldartillerie-Regiment Nr. 33 gewesen?
    Und was könnte eine gewisse Beziehung zu Mülheim/Ruhr gewesen sein? Nach welchem Prinzip wurden denn die Soldaten auf die Regimenter verteilt? Nach Herkunftsstadt? Oder haben die jungen Männer sich für ein bestimmtes Regiment beworben, weil sie gerne da hin wollten? Oder hat der Offizier Vormann (ich nehme an, dass es ein Name ist) Leute in seiner Heimatstadt angeworben? War der Herr Vormann irgendwofür bekannt oder berühmt?


    Ein Musketier ist glaube ich ein einfacher Soldat, aber war das auch ein Beruf, oder gab es nur eine befristete Dienstzeit für Männer?


    Und sind das alles dumme Fragen???? ?( Sorry!


    Beste Grüße,
    Ursula

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    Larry Lorenzoni

  • Hallo Ursula,


    jede Ihrer Fragen ist berechtigt. - Ich wollte lediglich darlegen, daß in St. A v o l d (in Lothringen natürlich und nicht im Elsaß, bitte um Verzeihung) tatsächlich deutsche Trupppen lagen.


    Unbekannt ist, ob der in Rede stehende Musketier beim Feldartillerie-Regiment Nr. 33 stand, unbekannt ist auch, ob dieses Regiment ursprünglich in Mülheim aufgestellt worden war oder ob es in diesem Regiment ein rheinisches Bataillon gab, in dem bevorzugt Rheinländer dienten (wie etwa der Reserveoffizier Vormann, der tatsächlich so hieß).


    Zu vermuten ist jedoch, daß der Musketier in St. A v o l d lediglich seinen 3jährigen Wehrdienst ableistete. Er wird sehr jung gewesen sein, da er es noch nicht einmal bis zum Gefreiten gebracht hatte (der ersten Beförderungsstufe). Ob er später beim Militär geblieben ist oder ob er einen zivilen Beruf ergriff, ist nicht zu erkennen. Sollte Carl aus dem Kahmen jedoch das Abitur gehabt haben, so hätte er nur 1 Jahr lang Wehrdienst leisten müssen. Ob die Männer damals die Möglichkeit hatten, sich 'ihren' Truppenteil auszusuchen, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Mit freundlichen Grüßen